Pressemitteilung vom 15.09.2017

Bauindustrie NRW ehrt jahrgangsbeste Auszubildende 2017

Hamm/Düsseldorf. Branche mit Zukunft und hervorragenden Aufstiegschancen / Es gibt noch freie Ausbildungsplätze: Bewerbungen erwünscht

„Die nordrhein-westfälische Bauindustrie ist eine bedeutende Zukunftsindustrie. Wir bieten jungen Menschen interessante und zukunftssichere Arbeitsplätze“, betont Dirk Grünewald, Präsident des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, anlässlich der Ehrung der besten Auszubildenden der Bauindustrie NRW 2016/2017 im Ausbildungszentrum in Hamm.

„Um für die anspruchsvollen Bauaufgaben der Zukunft gewappnet zu sein, braucht die Branche auch zukünftig bestens ausgebildeten Nachwuchs. Mit der Entscheidung für eine Ausbildung in der Bauindustrie eröffnen sich die Jugendliche vielfältige Chancen“, so Grünewald.

Trotz 700 neuer Auszubildender, die ihre Lehre am 1. August bzw. am 1. September begonnen haben, sei die derzeitige Ausbildungsquote aber unter zehn Prozent gerutscht und für die Branche nicht zufriedenstellend, bringt es Grünewald auf den Punkt. Glücklicherweise sei in diesem Jahr jedoch ein Anstieg der Neuanfängerzahlen zu verzeichnen. Einzigartig sei dabei die hohe Übernahmequote nach der Ausbildung. 90 bis 95 Prozent der gewerblichen Auszubildenden würden von den Firmen übernommen.

„Wer eine Facharbeiterprüfung erfolgreich abschließt, dem steht der Aufstieg zum Vorarbeiter, Polier, Meister oder sogar zum Ingenieur offen“, betont Grünewald die guten Aufstiegschancen über das breitgefächerte Weiterbildungsangebot in der Bauindustrie.

„Bauberufe sind etwas Besonderes. Man ist von Anfang an dabei, wenn etwas Neues entsteht. An Bauwerken mitzuarbeiten erfüllt einen mit Stolz“, begeistert sich Dirk Grünewald. „NRW-weit brauchen wir mindestens 800 neue Auszubildende jährlich, um die drohende Facharbeiterlücke schließen und unsere Kompetenz erhalten zu können.“

Nur mit verstärkten Ausbildungsbemühungen könne dem drohenden Fach- und Führungskräftemangel begegnet werden.

„Bauen ist Kultur. Bauen schafft Werte und sichert den Wohlstand“, so der Bauindustriepräsident weiter. Um den jungen Menschen die vielfältigen Berufsfelder der Bauindustrie vorzustellen und für eine Ausbildung am Bau bzw. für ein Studium des Bauingenieurwesens zu werben, seien Vertreter von Bauunternehmungen verstärkt in Schulen und Universitäten unterwegs.

Darüber hinaus präsentiere sich das Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW auf allen großen Berufsbildungsmessen, richte für interessierte Jugendliche sogenannte „BauCamps“ aus und biete für Lehrer Informationsrundgänge durch die Ausbildungszentren an.

„Anfang 2016 hat die Bauindustrie NRW die große Nachwuchskampagne „Bau – Dein Ding!“ ins Leben gerufen. Seit Januar 2016 fährt ein multimedial ausgebauter Bus viele Schulen des Landes an, um auf spielerische Weise die interessanten Bauberufe vorzustellen“, berichtet Grünewald. Mit diesem sogenannten BauBus, so Grünewald weiter, konnten in einem Jahr bereits 120 Schulen und mehr als 12.000 junge Menschen über die vielseitigen und schönen Bauberufe informiert werden.

Um die Ausbildung an den aktuellen Baumarkt und die Bedürfnisse der jungen Menschen anzupassen, beschreitet der Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Universitäten ständig neue Wege.

Das Duale Studium Bauingenieurwesen ist ein gelungenes Beispiel für die Umsetzung neuer Ideen. Das sich stark an der beruflichen Praxis orientierende Studium, das zwei Bildungsabschlüsse (Gehobener Facharbeiter und Bachelor) vereint, habe sich seit seinem Start vor 13 Jahren zu einem absoluten „Bestseller“ entwickelt.

„Wir Bauunternehmer freuen uns über motivierte junge Leute, die Spaß an der praktischen Arbeit haben, und die dual Studierenden sind froh, nicht nur die
Theorie, sondern auch die Arbeit auf der Baustelle kennen zu lernen“, unterstreicht Präsident Dirk Grünewald.

Die stetig steigende Zahl der Neueinschreibungen gäben dem Bauindustrieverband NRW mit seiner zukunftsweisenden Bildungspolitik Recht: 2002 interessierten sich 15 Abiturienten; in diesem Jahr starten bereits 73 Neuanfänger das Duale Studium an den Fachhochschulen Bochum, Köln und Münster sowie an der Bergischen Universität Wuppertal.

„Die Absolventen dieses Studiengangs haben keine Arbeitsplatzsorgen. Sie werden vom Markt regelrecht aufgesogen“, beschreibt Dirk Grünewald die hervorragenden Berufsaussichten mit diesem Abschluss.

Neu seit dem 1. Juni 2016: Dualer Studiengang Bachelor of Engineering (B.Eng) „Energie- und Gebäudetechnik“. Durch eine neue Kooperation mit der TH Köln wurde der Duale Studiengang ins Leben gerufen. Seit dem 1. Juni 2016 absolvieren die Studierenden im Ausbildungszentrum der Bauindustrie Kerpen eine gewerbliche Ausbildung zum Bauzeichner/-in, Maurer/-in oder Beton- und Stahlbetonbauer/-in und gleichzeitig an der TH Köln das Bachelorstudium am Institut für Technische Gebäudeausrüstung. In diesem Studiengang lernen die Absolventen/-innen die Gestaltung der technischen Gebäudeausrüstung (TGA) und der elektrischen Gebäudeausrüstung (EGA).

Ein weiteres Highlight sei der Studiengang „Bachelor of Engineering Baustellenmanagement“, ergänzt Dirk Grünewald, der durch eine Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Münster möglich wurde. Hier wird seit dem Wintersemester 2013/2014 das berufsbegleitende Studieren ohne (Fach-)Abitur angeboten.

„Das ist deutschlandweit einmalig“, so Grünewald. Facharbeiter könnten sich berufsbegleitend innerhalb von vier Jahren zum Bauingenieur mit der Vertiefungsrichtung Bauleitung weiterbilden. Voraussetzung sei lediglich eine erfolgreich abgeschlossene Lehre im Baubereich sowie drei Jahre Berufserfahrung. Die praxisorientierten Lehrveranstaltungen fänden in den Ausbildungszentren der Bauindustrie in Kerpen und Essen statt, berichtet Grünewald stolz. (www.bachelor-baustellenmanagement.de)

Besonders interessant sei auch die neue Weiterbildung zur Bauleitungsassistenz, die das Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW erstmalig im Dezember 2016 durchgeführt hat, führt Grünewald weiter aus. Bauleitungsassistenten unterstützen die Bauleiter bei deren vielfältigen Aufgaben. Das Wissen hierzu bekommen sie in einer zehnwöchigen Weiterbildung vermittelt, die mit einer IHK-Prüfung abschließt.

Auch im Bereich der Nachwuchsgewinnung sei die Bauindustrie Vorreiter in Deutschland. Bereits vor sechs Jahren startete im Ausbildungszentrum Kerpen das erste private Berufskolleg der Bauwirtschaft.

Neben der klassischen Berufsschule für Auszubildende in den Lehrberufen
Beton- und Stahlbetonbauer/-in, Straßenbauer/-in, Kanalbauer/-in, Rohrleitungsbauer/-in, wurden nun auch weitere Berufsorientierungsklassen für jugendliche Flüchtlinge eingerichtet. In dieser Ausbildungsvorbereitung werden berufliche Kenntnisse und Fertigkeiten und eine berufliche Orientierung in Vollzeit angeboten.

Das Berufskolleg der Bauwirtschaft ermöglicht den Erwerb des Hauptschulabschlusses der Klasse neun. Weitere Bildungsgänge sind stufenweise aufgebaut, so dass nach drei Jahren der mittlere Schulabschluss erlangt werden kann.

„Die Flüchtlinge erhalten durch den Besuch der Schule einen strukturierten, unserer Arbeitswelt entsprechenden Tagesablauf. Durch die Erlangung des ersten Schulabschlusses (Hauptschulabschluss) werden die Chancen verbessert, auf dem Arbeitsmarkt einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu finden“, erklärt Dirk Grünewald.

Freie Ausbildungsplätze – Bewerbungen erwünscht. Der Bauindustrieverband verfügt NRW-weit noch über freie Ausbildungsplätze im gewerblichen, technischen und kaufmännischen Bereich. Interessenten können ihre Bewerbung jederzeit an das

Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW gGmbH

Dr.-Ing. Bernd Garstka

Uhlandstraße 56, 40237 Düsseldorf

Tel. 0211 67 03 245, Fax: 0211 67 03 106

E-Mail: garstka@bauindustrie-nrw.de

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