Pressemitteilung vom 29.11.2017

„Konjunktur-Himmel“ zeigt zum Quartalsende nur leichte Wolken

Düsseldorf. Wohnungsbau verliert jedoch weiterhin an Zuwachs, während der öffentliche Tiefbau an Fahrt gewinnt.

„Während die Tage im Herbst merklich kürzer werden, sieht die Bauindustrie allenfalls leichte Wolken am Konjunktur-Himmel. Auch das dritte Quartal 2017 endet erfreulich“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, heute zu den Konjunkturzahlen im nordrhein-westfälischen Bauhauptgewerbe von Januar bis September 2017.

Mit einem Plus von 13,6 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum liegt der Trend des Auftragseingangs Ende September quasi auf dem gleichen Niveau wie einen Monat zuvor. Der Auftragseingang im September führt die aktuelle Baukonjunktur somit fort und notiert insgesamt bei einem Volumen von 8,65 Milliarden Euro.

Innerhalb der Bausparten gab es jedoch merkliche Verschiebungen. Während der Wohnungsbau immer weiter an Dynamik verliert, konnte der öffentliche Tiefbau zulegen. Im Einzelnen stellt sich die Baukonjunktur wie folgt dar:

Mit 1,793 Milliarden Euro liegt der Wohnungsbau noch 8,3 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Das Auftragsplus nimmt mit Voranschreiten des Jahres jedoch immer weiter ab. Im Vergleich zum Bundesschnitt (+2,2 Prozent) steht Nordrhein-Westfalen aber nach wie vor überdurchschnittlich gut da.

Nach Jahren der Zurückhaltung investieren Unternehmen und Betriebe in Nordrhein-Westfalen wieder verstärkt in Bauleistungen. Ein Zuwachs von 20,2 Prozent im Wirtschaftsbau führt zu einem addierten Auftragseingang von 4,117 Milliarden Euro.

Differenziert nach Hoch- und Tiefbau privater Auftraggeber zeigt sich ein recht einheitliches Bild. Ein Plus von 19,5 Prozent bei Bürogebäuden, Produktionsstätten und Lagerhallen im Wirtschafts-Hochbau steht einem Anstieg von 21,5 Prozent im Tiefbau bei Werksstraßen, Pipelines und anderen Versorgungsleitungen gegenüber.

Über alle Auftraggeber hinweg konnten die in Nordrhein-Westfalen ansässigen und im Straßenbau tätigen Unternehmen bereits ein Auftragsvolumen von 1,192 Milliarden Euro verzeichnen. Dies sind 12,4 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Der in diesem Jahr lange Zeit vergleichsweise schwache öffentliche Bau legt zum Jahresende spürbar zu. Gerade der öffentliche Tiefbau zeigt zum Ende des dritten Quartales aufsteigende Konjunktur und notiert nun bei 1,173 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 3,5 Prozent. Der öffentliche Hochbau liegt als kleinste einzeln ausgewiesene Bausparte mit 11,4 Prozent mehr bei bislang 380 Millionen Euro.