Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Thu, 27 Jan 2022 08:42:09 +0100 Thu, 27 Jan 2022 08:42:09 +0100 TYPO3 EXT:news news-1122 Tue, 25 Jan 2022 10:24:35 +0100 Wirtschaftsbau ist neue Baukonjunkturlokomotive https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-25-wirtschaftsbau-ist-neue-baukonjunkturlokomotive/ Rückgang im Wohnungsbau erreicht den Markt – Abwärtstrends befürchtet BAUINDUSTRIE zu den Konjunkturindikatoren November 2021 "Der Wirtschaftsbau scheint den Wohnungsbau als Lokomotive für die Baukonjunktur abgelöst zu haben. Während die Nachfrage nach Wohnraum im November 2021 deutlich zurückgegangen ist, wurde für den Wirtschaftsbau ein starker Anstieg ausgewiesen. Hier scheinen insbesondere steigende Investitionen der Bahn eine Rolle zu spielen." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft.

Demnach hätten die Baubetriebe* für November für den Wirtschaftsbau ein Orderplus von nominal 11,7 Prozent gemeldet, für den gewerblichen Tiefbau - der von der Bahn dominiert werde - sei sogar ein Plus von 24,8 Prozent gemeldet worden. Demgegenüber sei der Auftragseingang im Wohnungsbau um nominal 4,5 Prozent, real sogar um 15,4 Prozent, eingebrochen. Das sei der zweite Rückgang in Folge gewesen. Müller: "Wir führen das darauf zurück, dass sich insbesondere private Hausbauer aufgrund des deutlichen Anstiegs der Neubaupreise - hervorgerufen durch starke Baumaterialpreissteigerungen - vorerst mit Aufträgen zurückhalten, in der Hoffnung, dass es sich um ein vorübergehendes Phänomen handelt. Angesichts des kurzfristigen Auslaufens der BEG-Förderung könnte der Rückgang allerdings noch dramatisch verstärken werden. Schon in Planung befindliche Projekte werden sich nicht mehr rechnen und somit nicht mehr umgesetzt."

"Für das gesamte Bauhauptgewerbe ergibt sich für den November aber ein nominales Auftragsplus von 4,8 Prozent, real ist dies aber leider ein Minus von 6,5 Prozent", fasst Müller die Situation zusammen. Im Vormonatsvergleich** sei der Auftragseingang zwar um 7,1 Prozent gesunken, aber auf einem sehr hohen Niveau. Für die ersten elf Monate ergäbe sich immer noch ein leichtes reales Plus von 1,3 Prozent, nominal von 7,7 Prozent.

Müller: "Für das laufende Jahr ist dies ein gutes Auftragspolster. Da wir davon ausgehen, dass sich die Lieferengpässe bei Vorprodukten im Laufe des ersten Halbjahres beruhigen werden, sind wir für die Produktion 2022 nach wie vor optimistisch. Wir gehen weiter von einem nominalen Umsatzplus von 5,5 Prozent, real von 1,5 Prozent aus." Im vergangenen Jahr hätten sich die Engpässe aber im Umsatz bemerkbar gemacht: Trotz hoher Auftragsbestände seien diese in den ersten elf Monaten nur um nominal 1,0 Prozent gestiegen, real sei dies ein Minus von 5,6 Prozent (November: nominal + 5,4 Prozent, real - 5,7 Prozent).

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des ifo Instituts.*) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten **) preis-, saison- und kalenderbereinigt

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news-1121 Mon, 24 Jan 2022 14:29:30 +0100 Kein Geld mehr für energieeffiziente Gebäude: „Falsches Signal“ https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-24-kein-geld-mehr-fuer-energieeffiziente-gebaeude-falsches-signal/ Bundesregierung stoppt BEG-Förderung / Bauindustrie braucht verlässliche Bedingungen Keine Förderung mehr für Klima-Häuser – den unangekündigten Stopp der BEG-Förderung kritisiert Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, scharf: „Gerade am Bau mit seinen langen Planungs- und Investitionsvorläufen ist das ein komplett falsches Signal. Bauherren brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Ein kurzfristiger Förderstopp ohne klare Perspektive, wie es weitergeht, ist fatal und wird zahllose bereits in der Pipeline befindliche Projekte aushebeln. Wie sollen denn auf so einer Basis Investitionsentscheidungen getroffen werden? Die Bundesregierung muss jetzt schnellstmöglich sagen, wie es weitergehen soll, damit sie ihre selbst gesteckten Ziele auch erreichen kann.“

Die Entscheidung bedeutet nach Angaben des Ministeriums, dass ab sofort vorerst keine Anträge mehr für alle drei Programmbereiche der KfW-Förderung für effiziente Gebäude gestellt werden können. Noch nicht entschieden ist, so die Behörde, was mit den eingegangenen, aber noch nicht bewilligten Anträgen geschieht.

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news-1120 Fri, 21 Jan 2022 12:01:51 +0100 Ampel muss Planungs-Turbo zünden https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-21-ampel-muss-planungs-turbo-zuenden/ Bundesregierung tagt in Berlin / Beschleunigung von Genehmigung + Planung / Frühe Einbindung der Bauindustrie schafft Zeit Die neue Bundesregierung kommt heute in Berlin zu ihrer ersten Klausurtagung zusammen. Dabei geht es vor allem um die Beschleunigung von Planungsprozessen bei zentralen Zukunftsprojekten in der Verkehrsinfrastruktur sowie beim Wohnungsbau.

„Es sind weitere Reformen nötig, um unsere Infrastruktur schnell zu modernisieren. Nur was im ersten Jahr der Koalition auf den Weg gebracht wird, hat die dafür notwendige Schlagkraft“, sagt Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der deutschen Bauindustrie. Sein Fazit: „Es dauert einfach zu lange, weshalb auch die dicken Bretter, etwa eine effiziente Verzahnung von Raumordnung und Planfeststellung sowie die Einführung einer Stichtagsregelung auf die Tagesordnung müssen. Anstatt EU-Vorgaben zu übererfüllen, sollten wir mit Standardisierung und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, etwa beim Artenschutz, arbeiten“, so der Verbandschef.

Für den Ersatzneubau müssten auch Verfahren ohne eine komplett neue Genehmigung möglich gemacht werden, wenn das Bauwerk an derselben Stelle wiederhergestellt werde. „Dies gilt besonders bei Brücken, bei denen der Kollaps droht. Die Rahmede-Talbrücke ist hierfür ein mahnendes Beispiel.“
 

Zur Beschleunigung würde zudem eine frühzeitige Einbindung der Bauindustrie in die Planungsphase beitragen. Müller: „Dadurch könnten nicht nur begrenzte Planungskapazitäten der Verwaltung ergänzt, sondern auch Planungen durch das ingenieurtechnische Know-how der Bauindustrie optimiert und Planungsfehler reduziert werden. Das EU-Vergaberecht bietet hier alle Möglichkeiten, beispielsweise über funktionale Ausschreibungen. Nur der politische Wille fehlt oft.“

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news-1119 Thu, 20 Jan 2022 12:01:43 +0100 Teure Baumaterialien schaffen höhere Erzeuger- und Neubaupreise https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-20-teure-baumaterialien-schaffen-hoehere-erzeuger-und-neubaupreise/ „Der historische Anstieg der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte* im Dezember 2021 (im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat) von 24,2 Prozent ist – neben dem Anstieg der Energiepreise – auch auf den überdurchschnittlichen Anstieg der Preise für Baumaterialien zurückzuführen“, kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die vom Statistischen Bundesamt heute veröffentlichen Erzeugerpreisindizes für gewerbliche Produkte in Deutschland.

  • Der Erzeugerpreis für Bauholz lag Ende 2021 um 59,4 Prozent über dem Niveau von Dezember 2020.
  • Der Preis für Betonstahl in Stäben legte binnen Jahresfrist um 57,4 Prozent zu.
  • Im Jahresdurchschnitt 2021 hatten die Preise für Bauholz bzw. für Betonstahl um 61,4 Prozent bzw. um 53,2 Prozent über dem Vorjahr gelegen und damit deutlich über dem Durchschnitt der Erzeugerpreise von 10,5 Prozent.

„Diese starken Baumaterialpreissteigerungen führten im vergangenen Jahr zu dem Preisanstieg beim Neubau von Wohngebäuden (im Jahresdurchschnitt 2021) von 9,1 Prozent“, erläuterte Müller die Situation. Damit hätten die Baupreise deutlich über dem Plus der Verbraucherpreise von 3,1 Prozent gelegen. Neben dem Anstieg der Rohstoffpreise hätte aber auch die Absenkung der Mehrwertsteuer im zweiten Halbjahr 2020 eine Rolle gespielt: Ohne Mehrwertsteuer und somit ohne Basiseffekt hätten die Neubaupreise für Wohngebäude 2021 nur um 7,7 Prozent zugelegt.

Zu Jahresende konnte allerdings eine leichte Preisberuhigung bei einzelnen Baumaterialien festgestellt werden.

  • So sank der Erzeugerpreis für Bauholz im Dezember binnen Monatsfrist um 12,8 Prozent, das war der dritte Rückgang in Folge.
  • Diese Entwicklung trifft aber nicht auf alle Produkte zu: Der Preis für Betonstahl in Stäben legte im Dezember binnen eines Monats wieder zu, und zwar um 1,7 Prozent.

Müller: „Die Preisentwicklung scheint somit weiterhin sehr volatil zu sein. Auftraggeberinnen und Auftraggeber sowie Bauunternehmerinnen und Bauunternehmer sollten daher auch weiterhin Preisschwankungen in ihren Budgets und Kalkulationen berücksichtigen und sich auf einen fairen Umgang dieser nicht beeinflussbaren Faktor verständigen.“

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes

*) die Erzeugerpreisindizes werden ohne MwSt. ausgewiesen, die MwSt.-Senkung im zweiten Halbjahr 2020 spielt somit keine Rolle

 

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news-1117 Tue, 18 Jan 2022 12:19:54 +0100 NRW-Bauwirtschaft erwartet für 2021 leichtes Umsatzplus und rechnet für 2022 mit einer stabilen Entwicklung https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-18-nrw-bauwirtschaft-erwartet-fuer-2021-leichtes-umsatzplus-und-rechnet-fuer-2022-mit-einer-stabilen-entwicklung/ Branche wichtige Konjunkturstütze / Wohnungsbau positiver Treiber der Baukonjunktur / Steigende Baupreise durch Materialmangel und Rohstoffengpässe / Straßenbau Sorgenkind
  • Auftragseingang Januar – Oktober 2021 deutlich im Plus (+8,1%)
  • Umsatz im Wohnungsbau 2021 positiver Treiber (voraussichtlich +7,0%)
  • Wirtschaftsbau legt gegenüber 2020 zu (voraussichtlich +4,0%)
    • Hochbau (voraussichtlich +3,0%)
    • Tiefbau (voraussichtlich +5,9%)
  • Öffentlicher Hochbau (voraussichtlich +0,6%)
  • Negative Entwicklung im Straßenbau (voraussichtlich -5,0%)
  • 2021 Rekordsteigerung bei Baupreisen
    • Bürogebäude (+13,1%)
    • Wohngebäude (Rohbau) (+12,3%)
    • Straßenbau (+10,0%)
  • Zahl der Beschäftigten (+4,2%) und neuen Auszubildenden (+10,5%) steigen deutlich
  • Düsseldorf. „Für die Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen zeichnet sich für 2021 ein deutliches Auftragsplus gegenüber dem Vorjahr ab – und das trotz erschwerter Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie und aufgrund von starken Preissprüngen sowie Lieferengpässen bei Baustoffen“ kommentiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin der BAUINDUSTRIE NRW, die baukonjunkturelle Entwicklung des Jahres 2021 auf Basis der Konjunkturzahlen von Januar bis Oktober.

    „Der Bau konnte auch 2021 die Konjunktur stützen, für 2022 sind wir verhalten optimistisch und rechnen insgesamt mit einem leichten realen Umsatzplus von einem Prozent gegenüber 2021“, so Wiemann.

    Im Dezember 2021 stuften rund 90 Prozent der im Rahmen des ifo-Konjunkturtest befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend ein. Dies sei vor dem Hintergrund anhaltender Lieferengpässe und Baumaterialpreissteigerungen ein positives Signal.

    „Im letzten Jahr haben unsere Unternehmen bei einzelnen Baustoffen unter teils monatelangen Lieferfristen oder sogar zeitweisen Lieferstopps gelitten. Im Sommer gab fast die Hälfte der Bauunternehmen in NRW Materialmangel als Behinderungsgrund ihrer Bautätigkeiten an“, so Wiemann.

    Dies hat auch Auswirkungen auf die Baupreise: Während noch im Februar 2021 Bauleistungen für Wohngebäude 2,3 Prozent teurer waren als 2020, lag der Baupreisindex NRW im November 2021 um 12,3 Prozent über Vorjahresniveau, eine bislang einmalig hohe Steigerung.

    Mit Blick auf die unterschiedlichen Bausparten ergibt sich folgendes Bild:

    Wohnungsbau

    Der Wohnungsbau wird 2021 voraussichtlich ein Plus von bis zu 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen und bleibt damit Stütze der Baukonjunktur und liegt deutlich über dem prognostizierten Bundesdurchschnitt von +2,0%. „Auch im vergangenen Jahr konnten wir bei der Schaffung von qualitativ hochwertigem und bezahlbarem Wohnraum in NRW ein gutes Stück vorankommen. Es bleibt aber noch viel zu tun, wir erwarten für 2022 nochmal ein Plus von gut vier Prozent. Flaschenhals bleiben die Themen Bauland und Genehmigungsdauer“, so Wiemann. „Beim Thema energetische Gebäudesanierung müssen wir dringend schneller vorankommen, um die Klimaziele zu erreichen. Wir werben sehr dafür, industrielle Sanierungsprozesse in die Breite und so mehr Tempo in das Thema Sanierung zu bringen“.

    Wirtschaftsbau

    „Als größte Säule des Bauhauptgewerbes wird der Wirtschaftsbau 2021 voraussichtlich ein Umsatzplus von vier Prozent verzeichnen, hier liegen wir in NRW deutlich über dem Bundesdurchschnitt mit einem Prozent plus“, so Wiemann.

    Von Januar bis Oktober 2021 ist der Auftragseingang im Wirtschaftsbau sehr positiv ausgefallen (+16,9%). Dies dürfte die Umsätze im laufenden Jahr stützen. Das Genehmigungsvolumen (bemessen nach Baukosten) ist im Wirtschaftsbau je nach Gebäudetyp jedoch sehr unterschiedlich ausgefallen. So erholten sich die Corona-bedingt schwachen Genehmigungszahlen im Bereich der Büro- und Verwaltungsgebäude (+15,2%). Auch die Genehmigungen von Fabrik- und Werkstattgebäuden erholten sich stark (+28,5%), während die Handels- und Lagergebäude nicht das Vorjahresniveau erreichten (-2,1%).

    Für 2022 erwartet die BAUINDUSTRIE NRW maximal eine leicht positive Tendenz (+1,0 %) im Wirtschaftsbau.

    Öffentlicher Bau

    „Die Finanzlage bei den Kommunen als wichtige Auftraggeber in NRW bereitet uns durch die andauernde Corona-Pandemie weiterhin große Sorgen. Im Straßenbau sehen wir 2021 ein Minus von 5 Prozent und im Öffentlichen Hochbau nur ein Miniplus von 0,6 Prozent. Auch 2022 dürften die Aufträge von Seiten der kommunalen Auftraggeber vor dem Hintergrund knapper Kassen eher verhalten ausfallen. Bund und Land müssen unsere Kommunen deshalb unbedingt stützen und die Auswirkungen der Corona-Pandemie abfedern. Unsere Kommunen müssen die dringend erforderlichen Investitionen in Erhalt und Modernisierung unserer Infrastruktur tätigen können – ein „Investitionsstau 2.0“ wäre ein volkswirtschaftliches Desaster!“, so Wiemann.

    Für 2022 erwartet die Branche maximal ein leichtes Umsatzplus beim Öffentlichen Bau insgesamt aufgrund steigender Investitionsankündigungen durch große öffentliche Auftraggeber auf Bundes- und Landesebene.

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    news-1116 Fri, 14 Jan 2022 16:58:12 +0100 10 Punkte für Beschleunigung von Planung, Genehmigung und Bau von Verkehrsinfrastruktur https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-14-10-punkte-fuer-beschleunigung-von-planung-genehmigung-und-bau-von-verkehrsinfrastruktur/ Bauindustrie unterstützt Initiative von NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes „Die 10 Punkte zur Beschleunigung von Planung, Genehmigung und Bau von Verkehrsinfrastruktur sind ein starkes Signal für die Region, auch um die Rahmede-Talbrücke schnell wiederherzustellen und die Mobilität in Nordrhein-Westfalen zu sichern. Richtig ist, was Tempo bringt“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbands Nordrhein-Westfalen zu dem heute vorgestellten 10-Punkte-Programm von NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes.

    Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer Hauptverband der deutschen Bauindustrie ergänzt: „Wenn nur eine Woche nach Bekanntwerden des zwingenden Abrisses der Rahmede-Talbrücke ein 10-Punkte-Plan zur Beschleunigung vorliegt, dann ist das die Geschwindigkeit, die wir brauchen. Ein wichtiger Impuls für den Brückenbau und um den Verkehrskollaps in Deutschland zu verhindern. Die NRW-Verkehrsministerin hat den richtigen Weg eingeschlagen, gemeinsam mit der Bauindustrie eine schnelle Lösung zu finden.“

    Müller und Wiemann plädierten dafür, die Talbrücke als Blaupause für schnelle Genehmigungsverfahren zu nutzen. Weniger Bürokratie und eine Planungsvorrat auf Seiten von Politik und Autobahn-Gesellschaft und die Einbindung des Innovationspotenzials am Markt seien dabei wichtige Schritte. „Gerade vor dem Hintergrund von Alter und Zustand zahlreicher Autobahnbrücken in unserem Bundesland“, so Wiemann.

    Hintergrund ist die Mitteilung der Autobahn GmbH vom 7. Januar 2022, dass die 53 Jahre alte Brücke der A45 bei Lüdenscheid nicht wieder für den Verkehr freigegeben werden kann und abgerissen werden muss.

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    news-1114 Tue, 11 Jan 2022 09:55:14 +0100 Tim-Oliver Müller: „Deutschland steht vor Brückenkollaps“ https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-11-tim-oliver-mueller-deutschland-steht-vor-brueckenkollaps/ Brücke auf A45 bei Lüdenscheid muss abgerissen werden - BAUINDUSTRIE fordert Task Force Die 53 Jahre alte Brücke der A45 bei Lüdenscheid (NRW) kann nie wieder befahren werden und wird abgerissen. Aus diesem Grund darf kein Fahrzeug mehr über das Bauwerk fahren. Für mindestens fünf Jahre soll diese Verkehrsachse unterbrochen sein.

    Der Hauptverband der Bauindustrie fordert jetzt eine Task-Force aus Politik, Auftraggebern und Praxis, um gemeinsam einem drohenden Brückenkollaps vorzugreifen. Denn: Laut Bericht des Bundesverkehrsministeriums erhalten mehr als 10 Prozent der gesamten Brückenfläche (31,08 Millionen Quadratmeter) die Note „nicht ausreichend“ oder „ungenügend“ (Brückenbericht 2020). Diese Zahl hat sich seit 2005 nur um wenige Punkte verbessert.

    Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE: „Deutschland steht vor einem Brückenkollaps. Der Abriss der maroden Brücke bei Lüdenscheid ist neben Wiesbaden und Berlin-Treptow ein weiteres Beispiel für ein bundesweites Verkehrsdesaster. Jetzt geht es darum, schnell alle möglichen Kapazitäten, Kräfte und Know-how zu bündeln, um koordiniert und zügig Herr der Lage zu werden.“

    Weder die Autobahn GmbH noch die Bundesländer sollten jetzt allein vorangehen. Bei der Herausforderung handele es sich vielmehr um eine Generationenaufgabe, insbesondere, wenn man den maroden Zustand der Brücken auf Landes- und kommunaler Ebene hinzuzieht. Gleiches gilt auch für die Schiene, so Müller.

    „Wir brauchen deshalb eine gemeinsame Runde mit einem kompetenten Team aus Auftraggebern, Planern und Bauindustrie, um gemeinsam planerische- und Ingenieurtechnische Lösungen zu identifizieren und umzusetzen. Die Politik muss den Genehmigungsweg freimachen, damit langwierige Verfahren vermieden sowie die Mobilität und der Güterverkehr in Deutschland sichergestellt werden können.“

    HINTERGRUND

    • 8,8 Prozent der Brückenbauwerke wurde zwischen 1965 und 1969 errichtet
    • 14,4 Prozent zwischen 1970 und 1974
    • 12 Prozent zwischen 1975 und 1979
    • und weitere 4,2 Prozent zwischen 1960 und 1964.
    • Kritisch sind vor allem die Bauwerke, die zwischen 1960 und 1979 errichtet wurden.

    Zur Autobahnbrücke: Eine wichtige Hauptverkehrsachse zwischen Nord- und Süddeutschland bleibt in den nächsten Jahren wegen einer maroden Brücke unterbrochen. Das Bauwerk Rahmede der Autobahn 45 bei Lüdenscheid muss abgerissen werden, wie die zuständige Autobahn GmbH des Bundes Ende vergangener Woche mitteilte. Damit kann der Autoverkehr auf der Sauerlandlinie zwischen dem östlichen Ruhrgebiet und Frankfurt nicht wie geplant wieder freigegeben werden. 

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    news-1113 Thu, 23 Dec 2021 09:55:00 +0100 Kein goldener Oktober am Bau https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-12-23-kein-goldener-oktober-am-bau/ Produktion & Aufträge real rückläufig: BAUINDUSTRIE zu den Konjunkturindikatoren "Der goldene Oktober am Bau ist 2021 ausgefallen. Zum einen haben Material- und Fachkräftemangel die Bautätigkeit behindert, zum anderen stand den Bauunternehmen ein Arbeitstag weniger zur Verfügung als im Oktober 2020." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft.

    Demnach hätten die Baubetriebe* für Oktober einen realen Umsatzrückgang von 6,4 Prozent gemeldet, für die ersten zehn Monate ergäbe sich damit ein Minus von real 5,5 Prozent. "Nominal liegen wir nun bei einem leichten Plus von 0,4 Prozent und damit fast punktgenau auf unserer Schätzung für das Gesamtjahr", verwies Müller auf die Jahresabschluss-Pressekonferenz des Verbandes vergangene Woche.

    Auch das Auftragsbestands-Polster ist nach wie vor intakt, die Bauunternehmen meldeten im Rahmen der ifo Konjunkturumfrage Mitte Dezember einen Rekordwert der Reichweite der Auftragsbestände von 4,7 Monaten, Ende 2020 lag dieser nur bei 4,2. "Wir sehen damit unsere aktuelle Umsatz-Prognose für 2022 von real + 1,5 Prozent bestätigt", so Müller. Im Oktober hätte der Auftragseingang zwar real*** um 1,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats gelegen, im Vormonatsvergleich** sogar um 6,2 Prozent, beides aber auf einem sehr hohen Niveau. Für die ersten zehn Monate ergäbe sich aber immer noch ein reales Plus von 2,0 Prozent.

    Über das Orderplus können sich allerdings nicht alle Bauunternehmen gleichermaßen freuen, es herrscht weiterhin eine sehr unterschiedliche regionale und spartenbezogene Baukonjunktur. Die Spanne reicht von (nominal) - 22,1 Prozent bei den Betrieben in Hamburg bis + 30,2 Prozent in Berlin. Bei den Bausparten steht einem deutlichen Plus im Wohnungs- und Wirtschaftsbau ein reales Minus im Öffentlichen Bau gegenüber. "Das Plus im Wohnungsbau ist im Oktober aber leicht abgeschmolzen. Die Bauunternehmen meldeten ein Auftragsminus von real 18,2 Prozent. Dies ist aber nicht auf eine Trendwende, sondern auf einen statistischen Basiseffekt zurückzuführen: Im Oktober 2020 meldeten die Bauunternehmen einen Anstieg von 15,3 Prozent. Mit einem Auftragsvolumen* im Wohnungsbau von 18,9 Mrd. Euro in den ersten zehn Monaten 2021 - dem höchsten Wert in diesem Zeitraum - sind die Unternehmen aber noch gut aufgestellt."

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des ifo Instituts.
    *) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten
    **) preis-, saison- und kalenderbereinigt
    ***) nicht kalenderbereinigt

     

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    news-1108 Thu, 16 Dec 2021 14:44:47 +0100 Bau stützt Konjunktur: Mehr Umsatz, mehr Beschäftigte für 2022 https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-12-16-bau-stuetzt-konjunktur-mehr-umsatz-mehr-beschaeftigte-fuer-2022/ Die beiden Spitzenverbände der Bauwirtschaft ziehen Bilanz und blicken nach vorn Wie war das Jahr auf dem Bau – wie wird das kommende? Einen kurzen Blick zurück, einen optimistischen Blick nach vorn richteten die Präsidenten der beiden größten Bauverbände, der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) sowie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB).

    Anlass war die gemeinsame Pressekonferenz zum Jahresabschluss, die digital stattfand.

    Die Quintessenz: Die Bauwirtschaft rechnet für den Umsatz im Bauhauptgewerbe

    • mit 143,5 Milliarden Euro in 2021 nach 143 Milliarden Euro in 2020 (nominal +0,5 Prozent).
    • Die hohen Auftragsbestände lassen Raum für eine Umsatzsteigerung auf 151 Milliarden Euro in 2022, was einer Steigerung um nominal 5,5 Prozent entspricht.
    • Bei einer veranschlagten Preisentwicklung für Bauleistungen von jahresdurchschnittlich 4 Prozent, bedeutet das einen realen Zuwachs von 1,5 Prozent.
    • Bei den Beschäftigten erwartet die Branche einen weiteren Aufbau um 10.000 auf 915.000 Beschäftigte.

    Reinhard Quast, Präsident des ZDB: „Der Wohnungsbau bleibt auch in den ‚Corona-Jahren‘ Stützpfeiler der Baukonjunktur. Ende September 2021 lagen die Auftragsbestände bei fast 13 Milliarden Euro, eine Steigerung zum Vorjahreswert um fast 20 Prozent. Die Nachfrage nach Wohnraum lässt nicht nach. Bis September wurden gut 282.000 Wohnungen genehmigt, etwa fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.“

    Insgesamt gehen die Verbände davon aus, dass der Umsatz im Wohnungsbau in 2021 etwa 55,4 Milliarden Euro erreichen wird, eine Steigerung gegenüber 2020 um nominal zwei Prozent. Für 2022 rechnen sie mit einem weiteren Wachstum auf 59,3 Milliarden Euro, eine Steigerung um nominal sieben Prozent. „Wir halten die Zielvorgabe für ambitioniert, bedeutet sie doch eine schlagartige Erhöhung der jährlichen Baufertigstellungen um etwa 30 Prozent,“ so Quast.

    Der Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Peter Hübner, erklärt dazu: „Es muss daher klar sein, dass neben zusätzlichen, personellen Kapazitäten auch neue, etablierte Konzepte und Methoden, wie das serielle und modulare Bauen, notwendig sein werden.“ Hübner sieht darüber hinaus Handlungsbedarf im Hinblick auf den Wegfall der KfW-55 Förderung, denn die in Planung befindlichen Projekte hätten mit dieser Förderung gerechnet. Auch der von der Politik an-gestrebte KfW-40 Standard könne noch nicht der Normalfall im Mietwohnungsbau werden.

    Die Nachfrage im Wirtschaftsbau war 2021 ausgesprochen volatil und bleibt mit Blick auf die Früh-indikatoren Baugenehmigungen und Auftragseingänge ambivalent. „Wir haben zwar von Januar bis September einen starken Zugang an Ordern (+13 Prozent) vor allen Dingen im Hochbau gesehen (+18 Prozent), aber die Baugenehmigungen zeigen je nach Gebäudetyp ein sehr differenziertes und von Corona gezeichnetes Bild“, so das Fazit der Spitzenverbände.

    Erwartungsgemäß lag das Genehmigungsvolumen (bemessen nach Baukosten) bei Handelsgebäuden um 14 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wogegen der gestiegene Online-Handel die Nachfrage nach Lagerflächen stützt, so dass das Genehmigungsvolumen des Vorjahres hier erreicht wird. Die Investitionsbereitschaft aus der Industrie in neue Fabrik- und Werkstattgebäude erreicht per September nicht das schwach ausgeprägte Vorjahresniveau. Auch der Hotel- und Gastronomiebereich zeigt wegen der Corona-Einschränkung weniger Investitionsneigung (-8 Prozent).

    „Daher rechnen wir für 2021 im Wirtschaftsbau mit einem Umsatz von 50,3 Milliarden Euro (+1 Prozent nominal). Für 2022 erwarten wir im Wirtschaftsbau einen Umsatz von 53,3 Milliarden Euro (+6 Prozent nominal),“ erklärte der ZDB-Präsident.

    Peter Hübner (HDB) ergänzt: „Wir brauchen eine starke Schiene. Wir unterstützen die im Koalitionsvertrag vorgesehene Bevorzugung der Schiene und gehen davon aus, dass die neue Bundesregierung die bisherigen Planungen zu den steigenden Investitionen bei der Bahn beibehalten wird. Steigende Investitionen bei der Bahn stützen den Wirtschaftstiefbau.“

    Hübner appellierte jedoch an die Koalition, den Straßenbau über den Ausbau der Bahn nicht zu vernachlässigen. „Auch E-Autos benötigen Straßen, und sie brauchen vor allem eine vernünftige Ladeinfrastruktur.“

    Steigende Ausgaben für Personal und soziale Aufwendungen haben die Investitionen in Baumaß-nahmen der Kommunen eingeschränkt. Der Investitionsstau hat sich bei 150 Milliarden Euro verfestigt. Auch für 2022 gehen die kommunalen Spitzenverbände von einem Rückgang der kommunalen Bauinvestitionen von um fast neun Prozent aus.

    Darüber hinaus stellte Hübner fest, dass die Bauwirtschaft sich zu den Klimaschutzzielen im Gebäudebereich bekenne. „Wir sind nicht Teil des Problems, wir sind Teil der Lösung.“ Er forderte einen echten „Sanierungsbooster“ und nannte Smart Home, serielle Sanierungen, integrierte Sanierungsfahrpläne und Einzelmaßnahmen aber auch eine Lebenszyklusbetrachtung sowie weitere Digitalisierungsschritte als mögliche Lösungsbausteine.

    „Die Bauwirtschaft ist vielfältig, innovativ und schafft Generationen überdauernde Projekte. Diese Faszination des Bauens zu vermitteln, ist eine gemeinsame große Zukunftsaufgabe, um im Kampf um Fachkräfte bestehen zu können,“ sind sich die Präsidenten Hübner und Quast einig

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    news-1105 Fri, 26 Nov 2021 10:09:12 +0100 BAUINDUSTRIE zu den Konjunkturindikatoren im September 2021: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-11-26-bauindustrie-zu-den-konjunkturindikatoren-im-september-2021/ Produktion wird weiter durch Materialmangel gebremst, realer Umsatz im Minus. „Die Bauunternehmen wurden auch im September durch den anhaltenden Materialmangel in ihrer Produktion gebremst, die Betriebe* meldeten einen realen Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von 4,5 %. Für den gesamten Zeitraum von Januar bis September ist dies ein reales Minus von 5,4 %. Unsere - im vergangenen Monat geäußerte - Befürchtung ist damit leider eingetroffen. Für das vierte Quartal scheint sich aber eine leichte Entspannung bei der Versorgung mit Baumaterialien abzuzeichnen, zumindest deutet die Preisentwicklung einzelner Produkte darauf hin. So gingen die Erzeugerpreise für Bauholz und Betonstahl im Oktober binnen Monatsfrist um 10 % bzw. um 5 % zurück.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die in der neuesten Ausgabe des Aktuellen Zahlenbildes veröffentlichten Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft.

    Müller: „Die durch die Lieferengpässe verursachten Verzögerungen in der Bauausführung machen sich mittlerweile auch in der Reichweite der Auftragsbestände bemerkbar. Diese haben mit 4,6 Monaten einen noch nie dagewesenen Oktober-Höchststand er-reicht.“ Im Oktober 2020 hätte die Reichweite nur bei 4,1 Monaten gelegen, viele Aufträge wären bis dahin abgearbeitet gewesen. „Nicht so in diesem Jahr. Die Reichweite der Bestände könnte sich noch erhöhen, schließlich kamen noch weitere Aufträge hinzu.“ Die Bauunternehmen* hätten im September (im Vergleich zum Vorjahresmonat) ein preisbereinigtes Orderplus von 8,6 % gemeldet. Auch sei der Auftragseingang* laut Be-rechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vormonatsvergleich** um 6,2 % gestiegen. Für Januar bis September ergebe sich mittlerweile ein reales Plus von 2,4%.

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des ifo Instituts.

    *) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten   **) preis-, saison- und kalenderbereinigt

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    news-1104 Fri, 26 Nov 2021 10:06:30 +0100 BAUINDUSTRIE unterstützt verbändeübergreifend erarbeitete Branchenlösung für wirksamen Arbeitsschutz beim Umgang mit Asbest https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-11-26-bauindustrie-unterstuetzt-verbaendeuebergreifend-erarbeitete-branchenloesung-fuer-wirksamen-arbeitsschutz-beim-umgang-mit-asbest/ „Wir wollen, dass unsere Beschäftigten in der Baupraxis im Umgang mit Asbest jederzeit wirksam geschützt sind. Deshalb hat die BAUINDUSTRIE aktiv an der Erarbeitung der Branchenlösung mitgewirkt.“ Dies sagte der Vorsitzende des Ausschusses für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz der BAUINDUSTRIE, Björn Kass, zur neuen Branchenlösung „Asbest beim Bauen im Bestand“ [1], die von den zuständigen Berufsgenossenschaften, verschiedenen Verbänden wie der BAUINDUSTRIE sowie der Gewerkschaft IG BAU gemeinsam erarbeitet worden ist, um den Gesundheitsschutz beim Bauen im Bestand zu verbessern. „Es ist uns ernst mit einem in der Praxis wirksamem Arbeitsschutz. Ich hoffe, dass die Branchenlösung auf gute Resonanz stößt und breite Anwendung findet“, so Kass.

    Schätzungen zufolge sind ca. 25 % der bis Mitte der 1990er Jahre errichteten oder sanierten Gebäude mit Asbest belastet.[2] Asbest findet sich auch in „unverdächtigen“ Bauprodukten wie Putzen, Spachtelmassen und Fliesenklebern sowie vergleichbaren Bauchemikalien, die damals legal verwendet wurden. Obwohl Herstellung und Verwendung von Asbest seit 1993 verboten sind, kommen Beschäftigte beim Bauen im Bestand auch heute noch mit dem Stoff in Kontakt. Werden asbesthaltige Materialien unbewusst und ohne Schutzmaßnahmen bearbeitet, können gesundheitsgefährdende Faserstäube freigesetzt und eingeatmet werden.

    „Viele Asbestkontakte geschehen heute beim Bauen im Bestand, ohne entsprechende Kenntnis der Situation vor Ort“, so Bernhard Arenz, Leiter der Hauptabteilung Prävention der BG BAU. „Die Branchenlösung zeigt für handwerksnahe Tätigkeiten die Anforderungen und Maßnahmen auf, die für den Schutz der Beschäftigten notwendig sind.“

    [1] Asbest beim Bauen im Bestand – wirksame Maßnahmen ergreifen | BG BAU - Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

    2 z04-diskussionspapier_asbest_web_2015_06_16.pdf (gesamtverband-schadstoff.de), S. 2.

    [1] Asbest beim Bauen im Bestand – wirksame Maßnahmen ergreifen | BG BAU - Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft

    [2] z04-diskussionspapier_asbest_web_2015_06_16.pdf (gesamtverband-schadstoff.de), S. 2.

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    news-1103 Thu, 25 Nov 2021 10:04:00 +0100 Statement von BAUINDUSTRIE-Präsident Peter Hübner zum Koalitionsvertrag der Ampel-Parteien https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-11-25-statement-von-bauindustrie-praesident-peter-huebner-zum-koalitionsvertrag-der-ampel-parteien/ „Die neue Koalition setzt auf die BAUINDUSTRIE - klimaorientiert, digital und innovationsfördernd. Mit einem eigenen Bundesbauministerium unterstreicht die neue Regierung nicht nur die volkswirtschaftliche Bedeutung des Baus in Deutschland, sondern auch die Rolle der BAUINDUSTRIE als Schlüsselbranche für Umwelt- und Klimaschutz und bezahlbaren Wohnraum. Für eine erfolgreiche Mobilitäts- und Energiewende und den Aufbau einer resilienten Infrastruktur wird zudem die gute Verzahnung mit den Bundesministerien für Wirtschaft und Klimaschutz sowie Verkehr und Digitales besonders wichtig sein.

    Die BAUINDUSTRIE begrüßt die starken Signale für bauindustrielle Lösungen und den nachhaltigen Infrastrukturausbau. Serielles und modulares Bauen tragen dazu bei, schnell bezahlbaren Wohnraum zu realisieren. Zur Erreichung der Klimaschutzziele im Gebäudesektor bekennen sich die Koalitionsparteien außerdem zurecht zu Technologieoffenheit, Lebenszyklusbetrachtung und Quartiersansätzen. Für das Gelingen der Mobilitätswende ist es richtig, sowohl Investitionen im Straßenbau zu verstetigen als auch Schiene und Wasserstraße zu stärken. Die entschiedenen Maßnahmen zur Planungsbeschleunigung, mehr Tempo bei der Digitalisierung sowie nachhaltige Bauweisen – das sind weitere wegweisende Pläne.

    Der Anfang ist gemacht. Jetzt müssen Politik und Wirtschaft an einem Strang ziehen, um auch die strukturellen Voraussetzungen schnell zu schaffen. Hierzu gehören auch die Stärkung der Tarifautonomie sowie die geplante Flexibilisierung des Vergaberechts.“

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    news-1101 Wed, 24 Nov 2021 10:38:52 +0100 Weiterhin hoher Regelungsbedarf zur Erreichung der Klimaschutzziele im Gebäudesektor https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-11-24-weiterhin-hoher-regelungsbedarf-zur-erreichung-der-klimaschutzziele-im-gebaeudesektor/ „Zur Reduzierung von Emissionen im Gebäudebereich muss die Sanierungsquote erhöht werden. Dies gelingt in erster Linie durch bundesweit einheitliche Standards, um mit dem verstärkten Einsatz industrieller, serieller Methoden schnell und effektiv voranzukommen. Hier haben wir uns erhofft, dass die Bauminister über eine Harmonisierung der Landesbauordnungen den Weg frei für den Sanierungsbooster in Deutschland gemacht hätten.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die heute veröffentlichten Ergebnisse der Bauministerkonferenz (BMK) vom 18. und 19. November 2021. „Mit Blick auf die wenige Zeit, die uns zur Umsetzung der Klimaschutzziele im Gebäudebereich bleibt, müssen Politik und BAUINDUSTRIE gemeinsam nachsteuern und endlich den großen Wurf wagen“, so Müller.

    Zu begrüßen sei die Aussage der BMK, die Reduzierung von Gebäudeemissionen ganzheitlich und über den gesamten Lebenszyklus hinweg zu denken. Hierbei sei es richtig, den Quartiersansatz und die Technologieoffenheit zu betonen und zu einer ganzheitlichen Betrachtung zu kommen, wie sich CO2 am wirksamsten einsparen lässt. „Der größte Hebel ist aber die konsequente Sanierung des Gebäudebestands, von der Gebäudehülle, über die Wahl der Energiequellen bis hin zur smarten Steuerung von Verbräuchen“, betonte Müller. Eine massive Steigerung der Sanierungsquote gelinge aber nur mit dem Einsatz serieller Methoden.

    Müller: „Die Landesbauminister haben es in der Hand, einen einheitlichen Regelungsrahmen zu schaffen, um von Hamburg bis München einheitlich vorgehen zu können.“ Aktuell müssten hingegen Produktionsprozesse aufgrund unterschiedlicher Landesregelungen aufwändig und unter hohen Kosten angepasst werden. „Das ist, als wenn man der Automobilindustrie sagt, dass Bremslichter in Bayern eckig und in Hessen rund sein müssen“, so Müller abschließend. 

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    news-1097 Tue, 09 Nov 2021 12:16:47 +0100 Bauindustrie NRW feiert Freundschaftsmahl Sankt Martin 2021 https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-11-09-bauindustrie-nrw-feiert-freundschaftsmahl-sankt-martin-2021/ Bauwirtschaft strategischer Partner bei der Erreichung der Klimaziele / Gäste spenden 40.000 Euro für karitative Einrichtungen / DB-Infrastrukturvorstand Ronald Pofalla spricht als Festredner Düsseldorf. „Als das private und öffentliche Leben Corona-bedingt fast zum Stillstand gekommen sei, konnte der Bau seine Leistungsfähigkeit als Motor der deutschen Volkswirtschaft unter Beweis stellen“, stellte Dirk Grünewald, Präsident des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, zum Auftakt des diesjährigen Freundschaftsmahls Sankt Martin der nordrhein-westfälischen Bauindustrie fest. Dank schneller und zweckmäßiger Flankierung durch die Bundes- und Landesregierung und die erfolgreiche Umsetzung strenger Hygienekonzepte konnte der Baubetrieb in Deutschland weiterlaufen. „Die Stabilisierung der Bautätigkeit ist der gesamten Wirtschaft zugutegekommen“, so der Verbandspräsident vor rund 350 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

    Klimaanpassung, Klimaschutz und Mobilitätswende

    Grünewald unterstrich, dass NRW weiterhin attraktiver Industriestandort bleiben müsse, sich dazu aber besser auf die Folgen des Klimawandels vorbereiten und seine Anstrengungen zum Klimaschutz intensivieren müsse: „Das geht nur gemeinsam mit der Industrie, nutzen Sie als Politik und Auftraggeber unser Innovationspotenzial und unsere Leistungsfähigkeit! Die Klimaziele können ohne die Bauwirtschaft nicht erreicht werden“, so Grünewald beim alljährlichen Branchenhöhepunkt im Düsseldorfer Maritim Hotel. Neu zu errichtenden Bauwerken und Infrastrukturen müssten möglichst klimafreundlich und klimaangepasst geplant und gebaut, existierende Gebäude und Infrastrukturen baulich angepasst werden. Land, Kommunen und anderen Öffentlichen Auftraggebern komme dabei eine Vorbildfunktion zu: „Sie sitzen am Vergabehebel, mit der bislang praktizierten Billigstpreisvergabe kommen wir aber nicht zu mehr Nachhaltigkeit.“ Klimaschutz und Klimaanpassung würden kosten, sich aber langfristig auszahlen.

    Der Erhalt von Mobilität sei für den Standort NRW essenziell, gleichzeitig müssten Verkehrsemissionen reduziert und neue und innovative Wege der Mobilität gefördert werden. Parallel zum weiteren Abbau des Investitionsstaus der vergangenen Jahre müssten die Verkehrswege in NRW nicht mehr nur das stetig wachsende Verkehrsaufkommen meistern, sondern auch klimagerecht werden und die Mobilität von morgen gewährleisten. „Wir haben das technische und praktische Know-how sowie die Kapazitäten für den innovativen und nachhaltigen Erhalt und Ausbau unserer Straßen-, Schienen- und Wasserstraßeninfrastruktur“, betonte Grünewald. Zum Gelingen einer Mobilitätswende sei eine verlässliche und planbare Finanzierung für alle Verkehrsträger erforderlich. Die Politik sei am Zug, dies in der nächsten Legislaturperiode in Bund und Land weiter sicherzustellen.

    Festrede von Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn AG

    Als Festredner hießen die rund 350 Gäste der nordrhein-westfälischen Bauindustrie Ronald Pofalla, Infrastrukturvorstand der Deutschen Bahn AG, willkommen. Pofalla sprach in seinem Festvortrag über ein „Neues Netz für Deutschland: Ausbau und Digitalisierung der Schieneninfrastruktur“ und hob dabei die wichtige Rolle der Bauindustrie bei der Umsetzung der weiterhin steigenden Investitionsvolumina in die Schieneninfrastruktur in Nordrhein-Westfalen hervor. Zudem freute sich Pofalla über einen Spendenscheck in Höhe von 40.000 Euro. In guter Tradition des heiligen Martin von Tours sammelt die Bauindustrie Nordrhein-Westfalen alljährlich anlässlich des Freundschaftsmahles Sankt Martin für einen vom jeweiligen Festredner auszuwählenden karitativen Zweck.

    Seit 1973 sammelten die Mitgliedsunternehmen des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen bereits mehr als 1,5 Millionen Euro für einen guten Zweck.

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    news-1093 Mon, 25 Oct 2021 09:06:25 +0200 BAUINDUSTRIE zu den Konjunkturindikatoren im August 2021: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-10-25-bauindustrie-zu-den-konjunkturindikatoren-im-august-2021/ Materialmangel bremst die Produktion - realer Umsatz im Minus. „Die Bauunternehmen werden nach wie vor in ihrer Produktion durch den anhaltenden Materialmangel gebremst. Die Aufträge können nur stockend abgearbeitet werden: Für den August 2021 meldeten die Betriebe* einen realen Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von 2,9 % - und das, obwohl ihnen ein Arbeitstag mehr zur Verfügung stand als im August des Vorjahres.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die in der neuesten Ausgabe des Aktuellen Zahlen-bildes veröffentlichten Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. „Die Unternehmen haben die Sommerferien genutzt, um ihre Belegschaft in die Betriebsferien zu schicken. Schließlich konnten viele aufgrund fehlender Materialien sowieso nur eingeschränkt arbeiten.“ So hätten im Rahmen des ifo Konjunkturtests im August 38 % der befragten Bauunternehmen angegeben, in ihrer Bautätigkeit durch Materialknappheit behindert zu sein. „Für den September sind wir ähnlich skeptisch. Im vergangenen Monat war immerhin noch jeder dritte Betrieb betroffen“, erläuterte Müller die Situation. „Hinzu kommen die starken Preissteigerungen bei Vorprodukten, die die Unternehmen nur zum Teil weitergeben können.“ Nominal hätte der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewebe im August demnach um 6,8 % über dem Vorjahresmonat gelegen. Für den gesamten Zeitraum ergäbe sich aber immer noch ein nominaler Rückgang von 0,7 %, preisbereinigt ist dies allerdings ein deutlicheres Minus von 5,5 %.

    Müller: „Über eine mangelnde Nachfrage nach Bauleistung kann sich unsere Branche aktuell aber nicht beklagen, der Auftragseingang* lag im Bauhauptgewerbe im August preisbereinigt um 8,2 % über dem Vorjahresniveau (preis- und kalenderbereinigt: + 5,7 %). Für die ersten acht Monate ergibt sich damit ein reales Plus von 1,6 %.“ Auch sei der Auftragseingang* laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vormonatsvergleich** um 7,3 % gestiegen. Die Fertigstellung einzelner Projekte könne sich aber wegen des anhaltenden Materialmangels verzögern. „Auch können sich über den Orderanstieg nicht alle Bauunternehmen freuen, wir beobachten eine sehr unterschiedliche regionale und spartenbezogene Baukonjunktur.“ Während der Auftragseingang in Ostdeutsch-land im gesamten Zeitraum von Januar bis August im Vorjahresvergleich preisbereinigt im Minus läge, wurde für Westdeutschland ein Plus ausgewiesen. Auch stehe bei den Bau-sparten ein deutliches Plus im Wohnungsbau einem deutlichen Minus im Öffentlichen Bau gegenüber.

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des ifo Instituts.

    *) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten   **) preis-, saison- und kalenderbereinigt

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    news-1094 Wed, 20 Oct 2021 10:30:00 +0200 Preisanstieg bei Baumaterialien setzt sich fort. https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-10-20-preisanstieg-bei-baumaterialien-setzt-sich-fort/ Gestiegene Kosten drücken die Margen, da viele Bauunternehmen diese zum großen Teil selbst schultern müssen. „Der Preisanstieg bei Baumaterialien setzt sich weiter fort. Insbesondere der Preis für Bauholz legte weiter zu, dieser ist im September 2021 binnen Monatsfrist um 8,4 % gestiegen. Er liegt damit mittlerweile um 137 % über dem Niveau des Vorjahres“, kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die vom Statistischen Bundesamt heute veröffentlichen Erzeugerpreisindizes für gewerbliche Produkte in Deutschland. „Dabei spielt der Basiseffekt durch die befristete MwSt.-Senkung im 2. Halbjahr 2020 in diesem Fall noch nicht einmal eine Rolle. Die Erzeugerpreisindizes werden ohne MwSt. ausgewiesen.“ Auch der Preis für Betonstahl in Stäben hätte im September 2021 um 82 % über dem Vorjahresniveau gelegen, da spiele auch der leichte Rückgang gegenüber dem Vormonat von 1,9 % kaum eine Rolle. Dagegen hätten die Preise für Walzdraht und für offene Profile binnen Monatsfrist weiter zugelegt, und zwar um 8,7 % bzw. um 7,0 %. Sie lägen damit um 39 % bzw. sogar um 102 % über dem Vorjahresniveau.

    „Die seit Jahresbeginn steigenden Baumaterialpreise werden bei den meisten Bauunternehmen zu Lasten der Margen gehen, da nur eine geringe Zahl der Bauunternehmen die gestiegenen Preise komplett an die Auftraggeber weitergeben kann“, erläuterte Müller die Situation. Dies hätte die aktuelle Herbst-Umfrage der Creditreform ergeben, wonach lediglich 16 % der befragten Bauunternehmen angegeben hätten, die Preiserhöhungen vollständig an die Kunden weitergeben zu können. „70 % können diese nur zum Teil weitergeben und der Rest bleibt komplett auf den zusätzlichen Kosten sitzen.“

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

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    news-1091 Mon, 18 Oct 2021 15:31:07 +0200 Bauwirtschaft zu Koalitionsverhandlungen: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-10-18-bauwirtschaft-zu-koalitionsverhandlungen/ Pragmatische Baupolitik für mehr Klimaschutz / Investitionen verstetigen / Wohnungsneubau und energetische Sanierung voranbringen / Tarifgebundene Betriebe unterstützen Zum Beginn der Koalitionsverhandlungen appellieren die Präsidenten der Spitzenverbände der deutschen Bauwirtschaft an die drei potenziellen Koalitionäre, sich für eine pragmatische, nachvorne gerichtete Baupolitik einzusetzen, in der Investitionen in die Infrastruktur, in die digitalen Netze sowie im Bereich des Wohnungsbaus verstetigt und das Bauen für mehr Klimaschutz und bezahlbaren Wohnraum in den Mittelpunkt gerückt werden.

    „Bauinvestitionen sind die Grundlage für weitreichende wirtschafts-, gesellschafts- und klimapolitische Veränderungen. Sie stützen nicht nur die Binnenkonjunktur, sondern ermöglichen eine klimagerechte und resiliente Modernisierung unserer Infrastruktur. Dafür benötigt es einen Ordnungsrahmen, mit dem unsere Unternehmen alle ihre Kapazitäten einbringen und das gesamte technische Know-how genutzt wird, anstatt sich nur auf den kleinsten gemeinsamen Nenner zu fokussieren“, so die Präsidenten des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe und des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Reinhard Quast und Peter Hübner, übereinstimmend.

    „Es besteht kein Zweifel, dass der Ausbau der Verkehrsinfrastruktur auf der politischen Agenda bleiben muss. Die Mobilität der Bürgerinnen und Bürger sowie eine effiziente Güterlogistik können nur mit einem gut ausgebauten Straßennetz, schnellen Bahnverbindungen und ergänzenden Wasserstraßen gelingen. Unsere Unternehmen haben im Vertrauen auf diese Investitionen ihre Kapazitäten ausgeweitet und stehen zudem bereit, gemeinsam mit den Auftraggebern Lösungen zu implementieren, die ein Mehr an Kreislaufwirtschaft und noch höhere Recycling-Quoten ermöglichen“, so die Bau-Präsidenten.

    Angesichts der besonders in den Ballungsgebieten vorhandenen Wohnungsnot machen sich die beiden Verbände zudem für eine Fortsetzung wohnungsbaupolitischer Maßnahmen stark. „Im Mietwohnungsbau brauchen wir neben der Anpassung der AfA an den Wertverzehr der Immobilie von zwei auf drei Prozent, dringend mehr Sozialwohnungen, da jährlich 80.000 Wohnungen aus der Sozialbindung fallen. Wir begrüßen es daher, dass die Förderung des sozialen Wohnungsbaus nach einer entsprechenden Anpassung des Grundgesetzes unter Beteiligung des Bundes fortgeführt werden kann. Gleichzeitig sollten aber die bis 2019 zur Verfügung gestellten Haushaltsmittel auf drei Milliarden Euro verdoppelt werden. Um die Bezahlbarkeit von Wohnraum zu gewährleisten und Baukosten zu senken, sollte darüber hinaus verstärkt auf serielles bzw. elementiertes Bauen gesetzt werden“, ergänzten Quast und Hübner.

    Im Hoch- und Wohnungsbau steht darüber hinaus die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden im Fokus der Bauverbände. Quast und Hübner: „Die steuerliche Förderung, die in der letzten Legislaturperiode zustande gekommen ist, wie auch die Zusammenfassung der Förderung in der Bundesförderung für effiziente Gebäude hat zu einer deutlichen Erhöhung von Förderanträgen geführt. Diesen Weg, zu dem sowohl die Förderung von Einzelmaßnahmen wie auch von Komplettsanierungen gehören, müssen wir weitergehen. Um die gewünschten Emissions-Reduktionsziele im Gebäudesektor zu erreichen, sollte zudem eine Ausdehnung der steuerlichen Förderung der energetischen Gebäudesanierung auf vermieteten Wohnraum mitgedacht werden, um die Sanierungs-quoten nachhaltig zu steigern.“

    Beide Präsidenten waren sich einig, dass die neue Regierung die besonderen Belange der tarifgebundenen Betriebe besonders berücksichtigen sollte. „Unsere Betriebe leisten den größten Teil der Ausbildung, sie zahlen ihren Beschäftigten Tariflöhne, und sie bauen in aller Regel mit mehr Qualität und Zuverlässigkeit. Das sollte z.B. bei den Vergaben der öffentlichen Hand berücksichtigt werden.“

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    news-1090 Fri, 15 Oct 2021 09:05:17 +0200 Lohnerhöhungen, Ost-West-Angleichung und Wegestreckenentschädigung vereinbart https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-10-15-lohnerhoehungen-ost-west-angleichung-und-wegestreckenentschaedigung-vereinbart/ Die Tarifverhandlungen für die rund 900.000 Beschäftigten sind heute (15.10.2021) beendet worden. Unter der Moderation des Schlichters, Prof. Rainer Schlegel, verständigten sich die Tarifvertragsparteien auf ein Tarifpaket mit einer Laufzeit von 33 Monaten.

    Dieses sieht für die Beschäftigten im Westen Lohnerhöhungen in drei Schritten vor, und zwar 2 % zum 1. November, 2,2 % zum 1. April 2022 und noch einmal 2 % zum 1. April 2023. Für die Monate Juli bis Oktober 2021 wird eine Coronazahlung in Höhe von 500 Euro gewährt.

    Die Beschäftigten im Osten erhalten ab dem 1. November 2021 3,0 % mehr Lohn sowie eine Coronazahlung in Höhe von 220 Euro; ab dem 1. April 2022 erhöhen sich die Löhne um 2,8 % und ab dem 1. April 2023 um 2,7 %.

    Zusätzlich erhalten die Beschäftigten im Westen Einmalzahlungen in Höhe von 400 Euro zum 1. April 2022 und 450 Euro zum 1. April 2023.

    Darüber hinaus wurde eine stufenweise Erhöhung der Ausbildungsvergütungen vereinbart.

    Auch für die von der IG BAU geforderte Wegestreckenentschädigung wurden pauschale nach Kilometern gestaffelte Beträge vorgesehen.

    Uwe Nostitz, Verhandlungsführer der Arbeitgeber und Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, erklärte zu dem Tarifpaket: „Wir hatten langwierige und schwierige Verhandlungen mit einer komplizierten und zum Teil auch neuen Materie. Wir haben uns bewusst für einen Tarifvorschlag in freien Verhandlungen entschieden, damit die Entscheidung über Annahme oder Ablehnung bei den Mitgliedsverbänden liegt.“

    Jutta Beeke, Vizepräsidentin des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie ergänzte: „Es ist uns gelungen ein umfangreiches Paket zu verhandeln und zu einem Ergebnis zu bringen, welches mit einer langen Laufzeit für Planungssicherheit in den Unternehmen sorgen kann.“

    Die Tarifvertragsparteien haben nun 14 Tage Zeit dem Tarifvorschlag zuzustimmen.

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    news-1089 Tue, 12 Oct 2021 10:35:00 +0200 Preis für den Wohnungsneubau im August 2021 um 12,6 % gestiegen. https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-10-12-preis-fuer-den-wohnungsneubau-im-august-2021-um-126-gestiegen/ BAUINDUSTRIE führt dies auf stark gestiegene Baumaterialpreise und einen Basiseffekt zurück. „Der deutliche Anstieg der Preise für den Neubau von Wohngebäuden im August 2021 von 12,6 % binnen Jahresfrist ist das Ergebnis der stark gestiegenen Baumaterialpreise. Für die Unternehmen bedeutet dies aber keine Ergebnissteigerung“, kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die vom Statistischen Bundesamt jüngst veröffentlichten Baupreisindizes. „Hinzu kommt ein Basiseffekt durch die befristete MwSt.-Senkung im 2. Halbjahr 2020. Aber auch ohne diesen Effekt hätte der Preisanstieg bei 9,7 % gelegen.“ Im Vergleich zu Mai dieses Jahres und somit innerhalb von drei Monaten seien die Preise um 3,5 % gestiegen.

    Dies sei aber nicht verwunderlich, schließlich hätten die Preise der für den Bau notwendigen Materialien in kürzester Zeit aufgrund deutlich gestiegener Nachfrage bei gleichzeitiger Knappheit stark angezogen. So hätte der Erzeugerpreisindex für Bauholz im August um 120 % über dem Vorjahresniveau gelegen – und hier sei die MwSt. noch nicht einmal enthalten. Entsprechend sei der Preis für Zimmer- und Holzbauarbeiten im gleichen Zeitraum um 46,5 % gestiegen. „Die Bauunternehmen können die gestiegenen Materialkosten – auch angesichts der im Vergleich zu anderen Branchen niedrigen Umsatzrendite am Bau – nicht allein schultern. Diese müssen bei neuen Projekten eingepreist werden“, so Müller. Schließlich würden die Unternehmen bei schon bestehenden Verträgen größtenteils auf den gestiegenen Kosten sitzen bleiben, sofern keine Stoffpreisgleitung vereinbart wurde. „Nicht nur die Holzpreise sind explodiert, auch der Preis für Betonstahl hat deutlich angezogen, und zwar um 87 %“, erläuterte Müller die angespannte Situation. „Es verwundert somit nicht, dass auch der Neubaupreis für Straßenbrücken um knapp 13 % gestiegen ist.“

    Müller: „Angesichts dieser Preissteigerungen betrachten wir die aktuelle Prognose des DIW für Preise aller Bauleistungen von 7,1 % für das Gesamtjahr 2021 als realistisch. Die Prognose von 5,6 % für 2022 erscheint uns aber deutlich zu hoch. Zum einen gehen wir davon aus, dass sich die Lieferengpässe und somit die Preissteigerungen bei Baumaterialien Anfang kommenden Jahres beruhigen werden und zum anderen wird der Basiseffekt 2022 dämpfend wirken.“

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

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    news-1085 Fri, 17 Sep 2021 09:47:11 +0200 BAUINDUSTRIE NRW ehrt 45 jahrgangsbeste Auszubildende 2021 https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-09-17-bauindustrie-nrw-ehrt-45-jahrgangsbeste-auszubildende-2021/ Branche mit Zukunft und hervorragenden Aufstiegschancen. Trotz Corona fast wieder 800 Neuanfänger in der Bauindustrie NRW. Es gibt noch freie Ausbildungsplätze: Bewerbungen erwünscht! Hamm/Düsseldorf. „Die nordrhein-westfälische Bauindustrie ist eine leistungsstarke Branche. Wir bieten jungen Menschen interessante und zukunftssichere Arbeitsplätze“, betont Dirk Grünewald, Präsident des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, anlässlich der Ehrung der 45 besten Auszubildenden der Bauindustrie NRW 2020/2021 am 16. September 2021 im Ausbildungszentrum (ABZ) der Bauindustrie in Hamm. Den besten Auszubildenden der Bauindustrie NRW wurden heute im Rahmen einer Feierstunde ihre Urkunden und Präsente überreicht.

    „Um für die anspruchsvollen Bauaufgaben der Zukunft gewappnet zu sein, braucht die Branche auch zukünftig bestens ausgebildeten Nachwuchs. Mit der Entscheidung für eine Ausbildung in der Bauindustrie eröffnen sich die Jugendliche vielfältige Chancen“, so Grünewald. „Wer eine Facharbeiterprüfung erfolgreich abschließt, dem steht der Aufstieg zum Vorarbeiter, Polier, Meister oder sogar zum Ingenieur offen“, betont Grünewald die guten Aufstiegschancen über das breitgefächerte Weiterbildungsangebot in der Bauindustrie.

    Mit annähernd 800 neuen Auszubildenden, die ihre Lehre am 1. August bzw. am 1. September begonnen haben, konnte das Vorjahresniveau nochmals übertroffen werden, berichtet Grünewald weiter. Einzigartig sei dabei die hohe Übernahmequote nach der Ausbildung. 90 bis 95 Prozent der gewerblichen Auszubildenden würden von den Firmen übernommen.

    Verstärkte Ausbildungsbemühungen

    „Bauberufe sind etwas Besonderes. Man ist von Anfang an dabei, wenn etwas Neues entsteht. An Bauwerken mitzuarbeiten, erfüllt einen mit Stolz“, begeistert sich Dirk Grünewald. „NRW-weit streben wir mindestens eine Anzahl von 800 neuen Auszubildenden jährlich an, um langfristig die Facharbeiterlücke schließen und unsere Kompetenz erhalten zu können. Mit verstärkten Ausbildungsbemühungen versuchen wir, dem drohenden Fach- und Führungskräftemangel abzuwenden.“

    „Bauen ist Kultur. Bauen schafft Werte und sichert den Wohlstand“, so der Bauindustrie-
    präsident weiter. Um den jungen Menschen die vielfältigen Berufsfelder der Bauindustrie vorzustellen und für eine Ausbildung am Bau bzw. für ein Studium des Bauingenieurwesens zu werben, seien Vertreter von Bauunternehmungen verstärkt in Schulen und Universitäten unterwegs. Darüber hinaus präsentiere sich das Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW auf allen großen Berufsbildungsmessen in NRW, richte für interessierte Jugendliche sogenannte BauCamps aus und biete für Lehrer Informationsrundgänge durch die Ausbildungszentren an.

    Zukunftsweisende Bildungspolitik
    Um die Ausbildung an den aktuellen Baumarkt und die Bedürfnisse der jungen Menschen anzupassen, beschreitet der Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen in Zusammenarbeit mit Fachhochschulen und Universitäten ständig neue Wege. Grünewald: „Die Digitalisierung ist ebenfalls stark in die Ausbildung integriert worden, durch Baumaschinensimulatoren, digitale Lernplattformen und vieles mehr.“

    Das Duale Studium Bauingenieurwesen ist ein gelungenes Beispiel für die Umsetzung neuer Ideen. Das sich stark an der beruflichen Praxis orientierende Studium, das zwei Bildungsabschlüsse (Gehobener Facharbeiter und Bachelor) vereint, habe sich seit seinem Start vor 16 Jahren zu einem absoluten „Bestseller“ entwickelt. „Wir Bauunternehmer freuen uns über motivierte junge Leute, die Spaß an der praktischen Arbeit haben, und die dual Studierenden sind froh, nicht nur die Theorie, sondern auch die Arbeit auf der Baustelle kennen zu lernen“, unterstreicht Präsident Dirk Grünewald.

    Die stetig steigende Zahl der Neueinschreibungen gäben dem Bauindustrieverband NRW mit seiner zukunftsweisenden Bildungspolitik Recht: 2002 interessierten sich 15 Abiturienten; in diesem Jahr starten bereits 90 Neuanfänger das Duale Studium an den Hochschulen Bochum, Köln und Münster sowie an der Bergischen Universität Wuppertal. „Die Absolventen dieses Studiengangs haben keine Arbeitsplatzsorgen. Sie werden vom Markt regelrecht aufgesogen“, beschreibt Dirk Grünewald die hervorragenden Berufsaussichten mit diesem Abschluss.

    Bachelor of Engineering Baustellenmanagement
    Ein weiteres Highlight sei der Studiengang „Bachelor of Engineering Baustellenmanagement“, ergänzt Dirk Grünewald, der durch eine Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Münster möglich wurde. Hier wird seit dem Wintersemester 2013/2014 das berufsbegleitende Studieren ohne (Fach-)Abitur angeboten.

    „Das ist deutschlandweit einmalig“, so Grünewald. Facharbeiter könnten sich berufsbegleitend innerhalb von vier Jahren zum Bauingenieur mit der Vertiefungsrichtung Bauleitung weiterbilden. Voraussetzung sei lediglich eine erfolgreich abgeschlossene Lehre im Baubereich sowie drei Jahre Berufserfahrung. Die praxisorientierten Lehrveranstaltungen fänden in den Ausbildungszentren der Bauindustrie in Kerpen und Oberhausen statt, berichtet Grünewald stolz. – www.bachelor-baustellenmanagement.de

    Weiterbildung zur Bauleitungsassistenz
    Besonders interessant für junge Menschen und Bauunternehmen sei auch die Weiterbildung zur Bauleitungsassistenz, die das Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW erstmalig im Dezember 2016 durchgeführt hat, führt Grünewald weiter aus. Bauleitungsassistenten unterstützen die Bauleiter bei deren vielfältigen Aufgaben. Das Wissen hierzu bekommen sie in einer zehnwöchigen Weiterbildung vermittelt, die mit einer IHK-Prüfung abschließt. Die nächste Weiterbildung findet ab März 2022 im ABZ Oberhausen statt.

    Freie Ausbildungsplätze – Bewerbungen erwünscht!
    Der Bauindustrieverband verfügt NRW-weit noch über freie Ausbildungsplätze im gewerblichen, technischen und kaufmännischen Bereich. Interessenten können ihre Bewerbung jederzeit an das

    Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW gGmbH
    Dr.-Ing. Bernd Garstka
    Uhlandstraße 56, 40237 Düsseldorf
    Tel. 0211 67 03 245
    E-Mail: garstka@bauindustrie-nrw.de

    richten.

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    Pressemitteilung
    news-1078 Wed, 25 Aug 2021 09:04:44 +0200 BAUINDUSTRIE zu den Konjunkturindikatoren im 1. Halbjahr 2021: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-08-25-bauindustrie-zu-den-konjunkturindikatoren-im-1-halbjahr-2021/ Schwache Nachfrage der Öffentlichen Hand bremst das Bauhauptgewerbe. Preisrallye bei Baumaterialien geht weiter. „Das Bauhauptgewerbe wurde im ersten Halbjahr durch die schwache Nachfrage der Öffentlichen Hand gebremst. Der Wegfall der Kompensation der Gewerbesteueraus-fälle bei den Kommunen durch Bund und Länder hat zu einem Investitionsrückgang geführt, den die Bauunternehmen nun in ihren Büchern merken.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die in der neuesten Ausgabe des Aktuellen Zahlenbildes veröffentlichten Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Demnach hätten die Betriebe im Bauhauptgewerbe mit 20 und mehr Beschäftigten für das 1. Hj. für den Öffentlichen Bau einen Orderrückgang von nominal 5,0 % gemeldet. Besonders betroffen sei der Straßenbau mit einem Minus von 7,6 %.

    „Aufgrund der guten Entwicklung im Wohnungsbau und im Wirtschaftsbau ergibt sich für das gesamte Bauhauptgewerbe im 1. Hj. aber noch ein Plus von nominal 4,8 %. Trotz eines Anstiegs der Baupreise von 3,7 % bleibt somit immer noch ein reales Plus von 1,0 %. Ein Wermutstropfen ist aber die aktuelle Entwicklung im Juni: Die Baubetriebe meldeten im Vergleich zum Vorjahresmonat nur ein leichtes Orderplus von 0,4 %, real ist dies ein Rückgang von 5,1 %.“ Im Vormonatsvergleich sei der (preis-, saison- und kalenderbereinigte) Auftragseingang* laut Berechnungen** des Statistischen Bundesamtes um 3,7 % zurückgegangen.

    Müller: „Das zunehmende Auseinanderdriften der nominalen und realen Werte ist auf die wieder steigenden Preise für Bauleistungen zurückzuführen. Dies kann weder den Unternehmen zum Vorwurf gemacht werden, noch können sie die stark steigenden Preise für Baumaterialien allein schultern. Bei den - im Vergleich zu anderen Branchen - geringen Margen am Bau kann das sonst leicht existenzgefährdend sein. Und da wir die Preise für Baumaterialien nicht beeinflussen können, werden diese - wenn möglich - an die Auftraggeber weitergereicht werden müssen.“ Ein Ende des Preisanstiegs sei noch nicht in Sicht: Das Statistische Bundesamt meldete für Juli innerhalb eines Monats ein Plus bei den Erzeugerpreisen für Betonstahl von 10,6 %, für Bauholz sogar von 15,2 %.

    Die Preissteigerungen hätten sich auch schon auf die Umsatzentwicklung ausgewirkt: Für die ersten sechs Monate 2021 ergebe sich ein Minus von 3,1 %, real sei dies ein Rückgang von 6,9 % (Juni: + 1,9 %, real: - 3,8 %). Dabei dürfe man aber nicht vergessen, dass das Ergebnis auch auf einen Basiseffekt zurückzuführen sei: Der Umsatz sei im 1. Hj. 2020 mit +8,1 % (real: + 5,0 %) „sehr gut gelaufen“. Auch hätten sich im ersten Halbjahr dieses Jahres noch die schlechte Witterung zu Jahresbeginn sowie die Vorzieheffekte aufgrund des Auslaufens der MwSt.-Senkung Ende 2020 negativ auf das Halbjahresergebnis ausgewirkt. „Wir merken aber auch, dass Lieferengpässe bei Baumaterialien zu Verzögerungen bei einzelnen Projekten geführt haben. Entsprechend hat sich die Reichweite der Auftragsbestände in unserer Branche erhöht. Lag diese im Durchschnitt der Jahre 1995 bis 2020 bei 3,8 Monaten, waren es im Juli dieses Jahres 4,5 Monate“, erläuterte Müller die aktuelle Situation am Bau.

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des ifo Instituts.
    *) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten   **) preis-, saison- und kalenderbereinigt

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    news-1077 Wed, 25 Aug 2021 08:17:21 +0200 Tarifrunde Bau https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-08-25-tarifrunde-bau/ Die Lohn- und Gehaltstarifverhandlungen für die 890.000 Beschäftigten im Bauhauptgewerbe werden am 25. und 26. August 2021 in Berlin fortgesetzt. Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite ist Uwe Nostitz, Vizepräsident Zentralverband Deutsches Baugewerbe (ZDB). 
     

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    Aktuelles Meldungen
    news-1076 Fri, 20 Aug 2021 11:59:55 +0200 Weiter steigende Investitionen in die NRW-Verkehrsinfrastruktur wichtiges Signal und dringend erforderlich https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-08-20-weiter-steigende-investitionen-in-die-nrw-verkehrsinfrastruktur/ Düsseldorf. „Dass das Land NRW im kommenden Jahr seine Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur weiter steigern will, ist ein gutes Signal für den Standort NRW“, kommentiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin der BAUINDUSTRIE NRW, den gerade vorgelegten Haushaltsentwurf 2022 der NRW-Landesregierung.

    Der von Verkehrsminister Hendrik Wüst vorgestellte Entwurf sieht für den Neu- und Ausbau von Landesstraßen 72 Millionen Euro vor, immerhin 10 Millionen Euro mehr als im Jahr 2021. Wiemann: „Investitionspolitik ist Zukunftspolitik für den Wirtschaftsstandort Nordrhein-Westfalen – gerade im Bereich unserer Verkehrsinfrastruktur. Ohne vernünftigen Anschluss an Verkehrsnetze wandern Unternehmen ab, ohne eine Entlastung der Bürger durch Ortsumgehungen und attraktive Angebote im ÖPNV und gut ausgebaute Radwegenetze leiden die Lebensqualität und das Klima.“

    „Genauso wichtig ist es aber, dass wir nach Jahren des Kaputtsparens unserer Verkehrswege auch weiterhin kräftig in den Erhalt und die Modernisierung unserer Landesstraßen zu investieren!“, so Wiemann. Für 2022 sind für Erhalt und Modernisierung der Landesstraßen gut 213 Millionen Euro vorgesehen, immerhin eine Steigerung von gut 7 Millionen Euro gegenüber dem Vorjahr.

    Wiemann: „Wir fordern weiterhin: mehr Tempo bei Planungen und Genehmigungen! Ich freue mich deshalb, dass der Verkehrsminister z.B. Planungsleistungen auf der Schiene mit 34 Millionen Euro unterstützen will, um die Kommunen zu entlasten und Planungen zu beschleunigen. Nur so können mehr Bundesmittel in planungsreife Projekte in NRW fließen, unser Land ist hier in den vergangenen Jahren leider manches Mal zu kurz gekommen.“

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    news-1073 Tue, 17 Aug 2021 08:48:27 +0200 BAUINDUSTRIE zu den Baugenehmigungen im 1. Halbjahr 2021: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-08-17-bauindustrie-zu-den-baugenehmigungen-im-1-halbjahr-2021/ Gespaltene Halbjahresbilanz – Plus bei Wohnungen steht Rückgang beim industriellen Hochbau gegenüber. "Die Halbjahresbilanz bei den Baugenehmigungen fällt in diesem Jahr gespalten aus. Während die Nachfrage nach Wohnraum nach wie vor ungebrochen ist, leidet der industrielle Hochbau unter der Investitionszurückhaltung der Unternehmen." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baugenehmigungszahlen. Demnach sei im ersten Halbjahr 2021 der Neu- und Umbau von 189.780 Wohnungen genehmigt worden, 13.550 Wohnungen bzw. 7,7 % mehr als im gleichen Vorjahreszeitraum. Hierzu habe auch das Auslaufen der Baukindergeld-Förderung Ende März beigetragen, welches zu einem deutlichen Anstieg im ersten Quartal von fast 20 % geführt hat. Das zweite Quartal sei mit einem leichten Rückgang von 2,4 % dann schwächer ausgefallen. Dies habe allerdings ausschließlich den Einfamilienhausbau betroffen, der im zweiten Quartal um 7,8 % zurückgegangen sei. Für das gesamte erste Halbjahr ergebe sich hier aber immer noch ein Plus von 10,7 %. Die für die breite Bevölkerung besonders wichtigen Neubaugenehmigungen von Mehrfamilienhäusern seien im gesamten Zeitraum um 1,9 % gestiegen.

    üller: "Im Gegensatz zum Wohnungsbau war die Nachfrage nach industriellen Hoch-bauten im ersten Halbjahr stark rückläufig. Die Genehmigungen von Fabrik- und Werkstattgebäuden lagen um 26,7 % unter dem Vorjahresniveau. Hier haben die gestörten Lieferketten sowie die starken Preissteigerungen bei Materialien die allgemeine Verunsicherung hinsichtlich der zukünftigen konjunkturellen Entwicklung vermutlich noch verstärkt. Investitionen in neue Industriebauten werden dann erst einmal zurückgestellt." Auch die Genehmigungen von Handels- und Lagergebäuden (in veranschlagten Baukosten) seien im ersten Halbjahr zurückgegangen (-10,4 %), trotz des boomenden Versandhandels.

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    news-1070 Wed, 11 Aug 2021 14:50:46 +0200 MPK-Beschluss für Wiederaufbaufonds schafft Perspektiven https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-08-11-mpk-beschluss-fuer-wiederaufbaufonds-schafft-perspektiven/ Bauindustrielle Angebote für schnelles Bauen nutzen / Klimaresilientes Planen und Bauen in den Fokus setzen „Der Wiederaufbaufonds schafft eine Perspektive für die von der Flutkatastrophe betroffenen Menschen und Regionen. Jetzt heißt es, diese Perspektive in konkrete Projekte zu übersetzen und dabei schnell und unbürokratisch zu handeln. Dafür ist ein kurzfristiges Umdenken in der öffentlichen Beschaffung ein wichtiger Hebel, um Pro­jekte flexibel und höchstmöglich effektiv zu vergeben.“ Mit diesen Worten kommen­tierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, den gestern von der Bundeskanzlerin und den Regierungschefs und Regierungschefinnen getroffenen Beschluss, einen nationalen Fonds „Aufbauhilfe 2021“ in Höhe von 30 Mrd. Euro auf den Weg zu bringen. Der Bund trägt davon allein zwei Milliarden Euro für Infrastrukturprojekte des Bundes. „Der durch den Städte- und Gemeindebund in die Debatte eingebrachte Vorschlag eines Wiederaufbau-Beschleunigungsgesetzes sollte dabei ebenso in den Blick genommen werden wie die Notwendigkeit einer Baupolitik, die Vorsorge für die Folgen des Klimawandels schafft“, fügte Müller hinzu.

    „Die Situation in NRW und Rheinland-Pfalz zeigt uns, dass uns die Regelverfahren im Planungs- und Genehmigungsrecht sowie im Vergaberecht an die Grenzen des Mach­baren für eine schnelle Hilfe bringen“, so Müller weiter. Bund und Länder diskutierten deshalb zurecht über eine entsprechende Optimierung und Verkürzung. Diese müsse zusätzlich mit einer Handreichung, gerade für kommunale Auftraggeber, für eine rechtssichere Umsetzung unterlegt werden. „Funktionale Ausschreibungen können jetzt ein Mittel der Wahl sein, um Infrastrukturen als Ganzes zu ersetzen oder neu zu bauen bis hin zu Brückenbauten in nur 20 Tagen“, betonte Müller.

    Gleichzeitig sei es geboten, die Infrastrukturen unter Berücksichtigung der Folgen des Klimawandels wiederherzustellen. „Klimaresilientes Planen und Bauen muss unbedingt stärker in den Fokus gerückt werden, da Extremwetterereignisse immer häufiger werden“, bemerkte Müller. Dabei müsse neben gezielten Einzelmaßnahmen, wie zum Beispiel für den Hochwasserschutz, eine ganzheitliche Herangehensweise für Städte und ländliche Regionen im Mittelpunkt stehen. Hierzu zähle auch eine effiziente Nutzung von Flächen. Müller: „Als BAUINDUSTRIE wollen wir zu einer nachhaltigen Flächeninanspruchnahme beitragen. Wir müssen Infrastrukturen neu denken, Mehr­fachnutzungen, etwa für Energiegewinnung oder zur Reduzierung von Temperaturen in den Innenstädten, anstreben oder Nachverdichtungen im Rahmen ganzheitlicher Stadtentwicklungskonzepte fördern.“

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    news-1069 Fri, 06 Aug 2021 11:10:19 +0200 BIM im Verkehrswegebau – Version 2.0 online verfügbar https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-08-06-bim-im-verkehrswegebau-version-20-online-verfuegbar/ BAUINDUSTRIE aktualisiert Position / 16 Forderungen und Leitsätze für BIM im Verkehrswegebau Die Building Information Modeling (BIM) Methodik wird das Zusammenarbeiten aller Beteiligten in der Baubranche, insbesondere zwischen öffentlicher Hand und Bau­unternehmen grundlegend positiv verändern. Die im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB) organisierten Unternehmen haben den Anspruch, diese Verände­rungen mitzugestalten. Im Arbeitskreis Digitalisiertes Bauen (AKDB) des HDB entwickeln sie fortlaufend ihre gemeinsame Positionierung zu „BIM im Verkehrswegebau“. Nach Freigabe durch die Bundesfachabteilung Straßenbau und den Lenkungsausschuss Digitalisierung des HDB steht diese Publikation ab sofort auf www.bauindustrie.de/bim allen Interessierten zur Verfügung.

    Die 2019 und 2020 erschienenen Positionspapiere der BAUINDUSTRIE zu „BIM im Straßenbau“ bezogen sich auf den Stufenplan 2015-2020 des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und stellten wichtige technische und vertragliche Rahmenbedingungen dar. Jetzt hat BIM Deutschland seine Arbeit aufge­nommen. Die im Stufenplan 2020 allgemeingültig beschriebenen BIM-Anwendungs­fälle sollen im Rahmen eines Masterplans Bundesfernstraßen detailliert fortgeschrie­ben werden. Für die anstehenden Modellprojekte und den künftigen Regelbetrieb stellt die BAUINDUSTRIE mit „BIM im Verkehrswegebau“ 16 Forderungen und Leit­sätze zur Diskussion, die auch als übersichtlicher Flyer angeboten werden.

    „BIM im Verkehrswegebau“ ist – anders als die Vorgänger – ein dynamisch angelegtes Dokument. Die Einführung der Methode BIM im Verkehrswegebau wird prozesshaft über einen längeren Zeitraum hinweg erfolgen und ein Umdenken bei allen Beteiligten erfordern. Demzufolge wird auch die Ausdifferenzierung der Positionierung der BAUINDUSTRIE prozesshaft auf www.bauindustrie.de/bim stets aktuell zur Verfügung stehen. Die Online-Publikation ist hierfür besonders geeignet. Auch inhaltlich greift „BIM im Verkehrswegebau“ weiter als ihre Vorgänger: der Ingenieurbau wurde bereits mit einbezogen. Weitere Sparten des Verkehrswegebaus werden nach Möglichkeit schrittweise integriert.

    Aus Sicht der BAUINDUSTRIE ist die Einführung eines übergreifenden Standards für BIM-Klassen und Merkmale der Verkehrswege ein besonders wichtiger Punkt. Die vom AKDB entworfene Roadmap wird mittlerweile durch zahlreiche einschlägig zuständige Organisationen des Verkehrswegebaus unterstützt.

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    news-1068 Wed, 04 Aug 2021 12:15:48 +0200 Deutschlandweit einmalig: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-08-04-deutschlandweit-einmalig/ Berufsbegleitend Bachelor Baustellenmanagement studieren - auch ohne (Fach-)Abitur „Das berufsbegleitende Studium des Baustellenmanagements zeigt, wie vielseitig die beruflichen Entwicklungsmöglichkeiten in Bauindustrie und -gewerbe sind. Das steigert die Attraktivität der Branche für Nachwuchskräfte weiterhin“, sagt Jutta Beeke, Vizepräsidentin der BAUINDUSTRIE. Die Bau-Akademie West bietet deutschlandweit einmalig die Möglichkeit, ohne (Fach-)Abitur berufsbegleitend zu studieren und sich zum/r Ingenieur*in mit der Zielrichtung Bauleitung ausbilden zu lassen. Seit 2013 besteht die erfolgreiche Kooperation mit der Fachhochschule Münster. Der Studiengang schließt ab mit dem Titel „Bachelor of Engineering Baustellenmanagement“.

    Zulassungsvoraussetzungen zu diesem Studiengang sind:

    • eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem Bauberuf (gewerblich/technisch/ kaufmännisch) und mindestens zwei Jahre Berufserfahrung
    • oder eine Ausbildung zum/r Geprüfte/n Polier*in, Meister*in
    • oder die (Fach-)Hochschulreife.

    Die Studierenden kommen aus dem gesamten Bundesgebiet. Die Vorlesungen finden im Ausbildungszentrum der BAUINDUSTRIE NRW in Kerpen bei Köln oder auch online statt. Auf dem Studienplan stehen die klassischen Grundlagenfächer des Bauingenieurwesens, sowie u.a. Baubetrieb, Bauleitung, Bauverfahrenstechnik, Controlling.

    In 40 jeweils einwöchigen Präsenzphasen werden die Studierenden über vier Jahre praxisorientiert und bezogen auf die berufliche Anstellung zielgenau auf die neuen Aufgaben im Unternehmen vorbereitet.

    Dieses berufsbegleitende Studium ist daher besonders interessant für Fach- und Vorarbeiter, Werkpoliere, Poliere, Meister, Bauzeichner, Techniker und Kaufleute (m/w/d) in Firmen der Bauindustrie und dem Baugewerbe, in Ingenieur- und Architekturbüros.

    Weitere Informationen zum berufsbegleitenden Studium des Baustellenmanagements erhalten Sie unter https://www.bachelor-baustellenmanagement.de/.

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    news-1067 Mon, 02 Aug 2021 12:22:23 +0200 Breites Verbändebündnis im Schienensektor: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-08-02-breites-verbaendebuendnis-im-schienensektor/ Stärkung des Verkehrsträgers Schiene erfordert echte Bahnreform 2.0. Bahnreform ist keine Diskussion von Vorgestern! Eine grundlegende Reform des Systems Schiene hält ein breit aufgestelltes Bündnis aus dem Schienensektor jetzt für erforderlich. Die Bahnreform II sei keinesfalls eine Diskussion von vorgestern, sondern für heute, morgen und übermorgen. Aktiver Klimaschutz im Verkehrsbereich könne nur durch eine echte Verkehrsverlagerung auf die Schiene als ein Bestandteil der Mobilitätswende gelingen. Für die Erreichung der dahinterstehenden politischen Ziele, wie die Einführung des Deutschlandtaktes und dem dafür zwingenden Aus- und Neubau sowie der Modernisierung der Schieneninfrastruktur, sei dies unumgänglich. Diese Position vertritt ein breites Bündnis aus dem Schienensektor in einem heute in Berlin veröffentlichten Positionspapier.

    Für die beteiligten Verbände könne eine solche Reform vor allem dann gelingen, wenn Ausbau und Erhalt der Schieneninfrastruktur auf Basis einer nachhaltigen Bau- und Instandhaltungsstrategie die Vollsperrungen und großräumige Umleitung möglichst reduzieren soll. Die Umsetzung sollte durch die Gründung und Aufsicht eines eigenständigen Bundesschieneninfrastrukturunternehmens erfolgen, damit das Infrastrukturmanagement sowohl am Gemeinwohl als auch an den bundesweiten Netznotwendigkeiten ausgerichtet werden könne. Für ausreichend Finanzierungssicherheit sei ein „Schienenfonds“ zu schaffen, der mit der erwähnten Ausbau- und Instandhaltungsstrategie verknüpft werden müsse.

    Vom Bund fordern die Verbände, sich auf seine Kernaufgaben zu konzentrieren, darunter die Festlegung schienenpolitischer Ziele, die Finanzierung der Infrastruktur sowie die Aufsicht und Regulierung dieser zu verantworten. Hingegen brächten im fairen Wettbewerb erbrachte Verkehrs- und Vertriebsdienste Vorteile für die Kunden, staatliches Engagement sei nur beim Abbau oder der Verhinderung von monopolartigen Strukturen erforderlich.

    Claus Weselsky (GDL): „Wir brauchen einen grundlegenden Neuanfang in der Bahnpolitik. Kernstück ist die Trennung von Netz und Betrieb. Nur wenn die Eisenbahnverkehrsunternehmen eigenverantwortlich und selbstständig im Gesamtmarkt agieren können, während der Staat sich als bundeseigene Infrastrukturgesellschaft auf die Bereitstellung einer leistungsfähigen Infrastruktur und die Überwachung eines fairen Wettbewerbs konzentriert, hat die Schiene die Zukunft, die sie als das ökologischste aller Verkehrsmittel verdient.“

    Klaus Müller, (vzbv): „Bahnfahren muss für Verbraucherinnen und Verbraucher einfacher und attraktiver werden. Das System Schiene hat in seiner heutigen Form keine Zukunft. Der Staat muss die Schieneninfrastruktur langfristig erhalten und ausbauen. Das ist die Basis für einen stärkeren und faireren Wettbewerb auf der Schiene, der Innovationen fördert und die Zufriedenheit der Verbraucher erhöht. Genau das Gegenteil ist mit der aktuellen Monopolstellung der Deutschen Bahn AG der Fall. Die Bahn ist fit für die Zukunft, wenn die nächste Bundesregierung Netz und Betrieb trennt.“

    Tim-Oliver Müller (HDB): „Als BAUINDUSTRIE stehen wir bereit, den Ausbau der Schieneninfrastruktur zügig und effizient umzusetzen. Hierfür brauchen wir einen Partner, der sich auf Ausbau und Erhalt der Schieneninfrastruktur konzentriert, eine faire Partnerschaft auf Augenhöhe ermöglicht sowie das ingenieurtechnische Know-how und Engagement unserer Unternehmerinnen und Unternehmer zur Bewältigung der Mobilitätswende gewinnbringend nutzt.“

    Dr. Lukas Iffländer (PRO BAHN): “Gute Projektmanager wissen: Projekte müssen regelmäßig auf ihre Zielerreichung geprüft und bei Bedarf nachgesteuert werden. Bei der Bahnreform ist dies genauso. Nach 27 Jahren ist ein Update fällig! In unserem Bündnis haben wir hierzu wichtige Forderungen erarbeitet. Nur wenn diese umgesetzt werden, kann es gelingen, dass das System Eisenbahn Fahrgäste und Güterkunden überzeugt und die Verlagerungswirkung erzielt, die wir für die Bekämpfung des Klimawandels brauchen.”

    Dr. Matthias Stoffregen (MOFAIR): „mofair fordert schon lange die Fusion der DB-Monopolbereiche und Finanzierung der Schieneninfrastruktur durch einen überjährigen Fond – der aktuelle Sektorbericht der Monopolkommission stärkt diese Positionen umso mehr. Es ist an der Zeit für eine neue Bahnreform, um Ineffizienzen abzustellen und gemeinsam als gesamte Bahnbranche, inklusive der Wettbewerbsbahnen, dem Klimawandel entschieden zu begegnen.“

    Ludolf Kerkeling (Netzwerk Europäischer Eisenbahnen – NEE): „Niemand kann erklären, warum die neue Autobahn-GmbH des Bundes keinen Gewinn erwirtschaften soll, die Infrastrukturtöchter der bundeseigenen DB AG aber schon. Die überfällige Bahnreform II muss Leistung auf und für die Schiene belohnen. Die vielen Eisenbahnen brauchen kunden- und wachstumsorientierte sowie neutrale Dienstleister in der Infrastruktur und fairen Wettbewerb zwischen Verkehrsunternehmen. Das Konzept des integrierten Konzerns der DB passt nicht mehr in die moderne Verkehrswelt.“

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    news-1066 Wed, 28 Jul 2021 10:19:00 +0200 Tarifverhandlungen vertagt https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-07-28-tarifverhandlungen-vertagt/ Die Tarifvertragsparteien haben sich am 27.07.2021 auf einen Fahrplan für die weiteren Tarifverhandlungen im Bauhauptgewerbe geeinigt. Der Vizepräsident des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes und Verhandlungsführer der Arbeitgeber, Uwe Nostitz: "Wir haben in den konstruktiven Gesprächen neben der Einigung auf Themen und Termine bereits einzelne Punkte sondiert. Dieses gilt es bei den kommenden Verhandlungen fortzuführen und inhaltlich zu konkretisieren."

    "Wir sind zuversichtlich, dass wir in den kommenden Runden bis Ende September eine Einigung erzielen können", ergänzte Jutta Beeke, Vizepräsidentin des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

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    news-1065 Wed, 28 Jul 2021 10:17:27 +0200 Erfolgreich zusammenarbeiten mit BIM im Hochbau – BAUINDUSTRIE veröffentlicht idealtypischen Projektaufbau https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-07-28-erfolgreich-zusammenarbeiten-mit-bim-im-hochbau-bauindustrie-veroeffentlicht-idealtypischen-projektaufbau/ Erfolgreich zusammenarbeiten mit BIM – dafür ist der Projektaufbau von Anfang an richtig aufzusetzen. Wie dies im Hochbau in einer typischen Projektkonstellation mit Generalunternehmer gestaltet werden kann, zeigt eine neue Veröffentlichung des Arbeitskreises Digitalisiertes Bauen (AKDB) im Hauptverband der Deutschen Bauindustrie. Er knüpft damit an sein technisches Positionspapier „BIM im Hochbau“ von 2019 an. In einer übersichtlichen Grafik wird dargestellt, wie Aufbau und Ablauf eines BIM-Projektes idealtypisch zu strukturieren sind, damit alle Beteiligten am selben Strang ziehen können.

    Eine zielorientierte Strukturierung von Abläufen und Prozessen eines Projekts definiert vorab die Rollen aller Beteiligten. Ausführende Bauunternehmen müssen bereits zum Zeitpunkt des Projektaufsatzes berücksichtigt werden, um Informationsverluste an den Schnittstellen systematisch zu vermeiden und die Mehrwerte der BIM-Arbeitsweise konsequent zu realisieren. Frühzeitige Kollaboration und partnerschaftliches Arbeiten führen zu optimalen Ergebnissen und größtmöglichem Projekterfolg.

    Das Papier „Erfolgreich zusammenarbeiten mit BIM im Hochbau“ steht ab sofort zum Download bereit unter https://www.bauindustrie.de/bim.

    Es gehört zur laufend fortgeschriebenen Reihe der Technischen Positionspapiere aus dem Arbeitskreis Digitalisiertes Bauen der BAUINDUSTRIE, mit der sich die ausführenden Unternehmen für eine zeitgemäße Gestaltung von Bau- und Immobilienprojekten einsetzen. Mehr Infos dazu finden Sie im Themenbereich „Innovation und Digitalisierung“ auf der Website der BAUINDUSTRIE.

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