Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Wed, 21 Feb 2024 10:38:00 +0100 Wed, 21 Feb 2024 10:38:00 +0100 TYPO3 EXT:news news-1377 Tue, 06 Feb 2024 09:10:00 +0100 Ausbildungsleistung der Bauwirtschaft im Abwärtstrend https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2024-02-06-ausbildungsleistung-der-bauwirtschaft-im-abwaertstrend/ Zahl der Auszubildenden sinkt um 3,7 Prozent, Frauenanteil steigt Nach stark positiven Zahlen im 3. Quartal 2023 verzeichnet die Bauwirtschaft über das gesamte Bundesgebiet einen merklichen Rückgang. Über alle Ausbildungsjahre hinweg sank die Zahl junger Nachwuchskräfte laut Zahlen der SOKA-BAU zum Jahresende 2023 um über 1.500 (-3,7 Prozent) auf 40.300. Der Rückgang im 1. Ausbildungsjahr bewegt sich mit einem Minus von 2 Prozent auf knapp 13.000 Auszubildende nur unwesentlich darunter. „Die sich abschwächende Baukonjunktur sowie der allgemeine Rückgang an Nachwuchskräften scheint sich bedauerlicherweise auch auf die Ausbildungszahlen in der Bauwirtschaft niederzuschlagen“, konstatiert BAUINDUSTRIE-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller. „Nach einem langen Aufwärtstrend mit stetigen Zuwächsen seit 2016 müssen die deutschen Bauunternehmen nun im zweiten Jahr in Folge mit einer rückläufigen Zahl an Ausbildungsverträgen umgehen. Die positive Nachricht ist die, dass wir bei den Erstausbildungen mit einem Minus von 2,1 Prozent relativ zum Vorjahr wieder besser da stehen. Hier war 2022 noch ein Rückgang von 10,8 Prozent zu verzeichnen. Trotz aller widrigen Umstände zeigen sich die Bauberufe damit robust und attraktiv für Neueinsteiger. Immerhin ist gerade die Bauwirtschaft die Branche mit Zukunft, allein wenn man bedenkt, wie wichtig die Infrastrukturmodernisierung, der Netzausbau oder die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ist.“

Erneut ist bei den Ausbildungstrends ein deutlicher Ost-West-Unterschied festzustellen. Während die Zahl Auszubildender in den alten Bundesländern um 4,4 Prozent sank, hielt sie sich in den neuen Bundesländern auf Vorjahresniveau. Erfreulich ist, dass die Zahl weiblicher Auszubildender weiter steigt und 2023 um 3,2 Prozent über dem Vorjahreswert liegt, wobei der Zuwachs allein im gewerblichen Bereich erfolgte. Der Frauenanteil in der Ausbildung liegt somit bei 12,6 Prozent und bleibt trotz des Positivtrends ausbaufähig.

Als bedenklich ist die weiter rückläufige Zahl an Ausbildungsbetrieben einzuschätzen, die mit 14.555 zum Jahresende 2023 seit Beginn der Statistik den tiefsten Stand aufweist. Ausschlaggebend sind hierfür einerseits die unsicheren politischen und konjunkturellen Rahmenbedingungen, die eine längerfristige Personalplanung erschweren als auch die zunehmende Zahl ausbildungswilliger Betriebe, deren Bemühungen um Nachwuchs erfolglos blieben. „Mit unseren Sozialpartnern sowie als Spitzenverband engagieren wir uns seit Jahren für die Nachwuchskräftesicherung. Mit unserer verbandsweiten Nachwuchskampagne, Fachkräftekooperationen wie mit der Bundeswehr, unserem FrauenNetzwerk-Bau sowie durch die ständige Modernisierung unserer Berufsbilder setzen wir nicht nur branchenweit Maßstäbe. Wir schaffen auch ein gutes Umfeld für unsere Mitgliedsunternehmen und die Branche insgesamt, neue Fachkräfte zu finden. Dies geht aber nur im Einklang mit einem verlässlichen baupolitischen Rahmen, der durch ein hohes Maß an Investitionssicherheit Vertrauen für die Transformationsbranche Bau schafft“, so Müller abschließend.

]]>
Pressemitteilung
news-1373 Thu, 25 Jan 2024 09:20:00 +0100 20 Monate Order- und Umsatzminus im Wohnungsbau https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2024-01-25-20-monate-order-und-umsatzminus-im-wohnungsbau/ Die Entwicklung muss durchbrochen werden. Bund und Länder müssen an einem Strang ziehen. Für den Wohnungsbau war das vergangene Jahr ein weiteres verlorenes Jahr: Die Bauunternehmen1 meldeten auch für den November 2023 im Vorjahresvergleich in dieser Sparte ein reales Orderminus von 6,7 Prozent. „Das ist der zwanzigste Rückgang in Folge. Eine besorgniserregende Entwicklung. Nicht nur für die Bauunternehmen, sondern auch für die Menschen, die dringend eine Wohnung suchen.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunktur­indikatoren für das Bauhauptgewerbe. Für den gesamten Zeitraum von Januar bis November werde für den Wohnungsbau mittlerweile ein reales Minus von 21,2 Prozent gemeldet. „Dass sich die Minusraten langsam abschwächen, liegt daran, dass die Aufträge 2022 schon zweistellig zurückgegangen sind. Wenn der Markt bereits komplett am Boden liegt, kann es einfach nicht weiter runtergehen.“ Auch für den Umsatz werde der zwanzigste Monats­rückgang in Folge ausgewiesen: Für den November hätten die Bauunternehmen1 für den Wohnungsbau ein reales Minus von 11,8 Prozent gemeldet, für Januar bis November von 10,5 Prozent.

Müller: „Es bleibt zu hoffen, dass das neue Zinsverbilligungsprogramm diese negative Entwicklung abschwächt. Mehr Geld allein wird aber nicht reichen, es müssen endlich Strukturen verändert werden. Bund und Länder dürfen deshalb jetzt nicht nachlassen, sondern müssen für eine Vereinheitlichung der 16 Landesbauordnungen sorgen, den digitalen Bauantrag einführen und bundesweit einheitliche, digitale Verwaltungsprozesse etablieren. Alle Verantwortlichen sollten endlich an einem Strang ziehen - zum Wohle der Mieterinnen und Mieter und des gesellschaftlichen Zusammenhalts. Denn sonst stehen wir am Ende des Förderprogramms wieder dort, wo wir heute stehen: vor staatlichen Bauhürden, Bürokratie und fehlendem bezahlbarem Wohnraum.“

„Besonders bitter ist, dass das Bauhauptgewerbe im November nicht - wie in den vorherigen drei Monaten - durch Großprojekte in anderen Bausparten „gerettet“ wurde“, stellt Müller die Situation am Bau abschließend dar. Im Durchschnitt werde für die gesamte Branche1 ein Orderrückgang2 von real 2,7 Prozent, im Vergleich zum Vormonat3 sogar von 7,4 Prozent gemeldet. Für die ersten elf Monate werde damit ein Minus2 von 4,7 Prozent ausgewiesen. Dies hätte sich auch im Umsatz bemerkbar gemacht, welcher im November um real 3,2 Prozent und im gesamten Zeitraum von Januar bis November um 3,2 Prozent zurück­gegangen sei.

 

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes

1 Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten | 2 kalenderbereinigt | 3 preis-, saison-, kalenderbereinigt

 

]]>
Pressemitteilung
news-1371 Thu, 18 Jan 2024 09:30:00 +0100 Schwacher November für den Wohnungsbau https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2024-01-18-schwacher-november-fuer-den-wohnungsbau/ Genehmigungen weiter im freien Fall. Wohnungsbaupolitisches Versprechen für 2024 nötig „Auch im November 2023 zeigte sich kein Lichtblick bei den Wohnungsbaugenehmigungen. Bei Neu- und Umbauten wurden nur etwa 20.200 Wohnungen genehmigt, ein weiterer deutlicher Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat um 16,9 Prozent. Das Jahresergebnis 2023 dürfte dann nur noch bei 260.000 genehmigten Wohnungen liegen und die Zahl der Fertigstellungen im neuen Jahr weiter auf die 200.000-er Marke zusteuern. Die Wohnungsbaupolitik der Bundesregierung braucht jetzt einen klaren Kompass mit einem verlässlichen Versprechen für eine echte Wohnungsinitiative in 2024, damit noch vor der Bundestagswahl 2025 der Weg aus der Krise am Wohnungsmarkt und eine Zukunftsperspektive für die Bauunternehmen gelingen kann.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie Tim-Oliver Müller die (teilweise geschätzten) Genehmigungszahlen, die das Statistische Bundesamt heute bekannt gegeben hat. In den Ballungsgebieten bestehe bereits seit Jahren eine riesige Übernachfrage nach bezahlbarem Wohnraum und die Situation verschärfe sich weiter.

Zwar sei für das neue Jahr ein leichter Rückgang bei den Baukosten zu erwarten, der sich bereits zum Jahresende 2023 zeigte. Dennoch blieben die Kosten im langfristigen Vergleich weiter hoch, auch getrieben durch eine Vielzahl behördlicher Auflagen und Vorschriften. Auch von der von einigen bereits ausgerufenen Zinswende sei man immer noch weit entfernt, so Müller. „Es hilft alles nichts: Die Branche braucht Investitionsanreize für mehr bezahlbaren Wohnungsbau in Form eines Zinsverbilligungsprogramms und der degressiven Afa, für die endlich der Weg frei gemacht werden muss. Davon unabhängig werden Bund und Länder nicht an einer Entschlackung von Vorschriften und Vorgaben umherkommen. Standards und Gebäudeanforderungen müssen runter, der Weg für serielles Bauen und Sanieren freigemacht, der digitale Bauantrag eingeführt und bundesweit einheitliche, digitale Verwaltungsprozesse etabliert werden. Dafür braucht es endlich die Vereinheitlichung der 16 Landesbauordnungen hin zu einer verbindlichen Bundesbauordnung – das alles kann Baukosten senken und kostet keinen Cent. Die Bundesregierung hat jetzt die Chance, klare, eindeutige und mutige Entscheidungen zu treffen.“

]]>
Pressemitteilung
news-1370 Fri, 12 Jan 2024 14:09:00 +0100 Wir wollen nicht gepampert werden, wir brauchen Investitionen https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2024-01-12-wir-wollen-nicht-gepampert-werden-wir-brauchen-investitionen/ Baubranche gespalten – Wohnungsbau eingebrochen, keine Erholung in Sicht Die Bauindustrie ist gespalten – im Wirtschaftsbau und im öffentlichen Bau ist die Branche 2023 mit einem blauen Auge davongekommen, dort sind die Umsätze lediglich leicht zurückgegangen. „Im Wohnungsbau sieht es allerdings dramatisch aus.  Die Umsätze sind um 12 Prozent regelrecht eingebrochen“, mit diesen Worten kommentiert BAUINDUSTRIE-Präsident Peter Hübner das vergangene Baujahr und blickt auf 2024.

Auch der Blick auf die kommenden Monate ist getrübt: „Wir gehen davon aus, dass der Umsatz im Wohnungsbau auch 2024 um weitere 12 Prozent fällt. Der öffentliche Bau und der Wirtschaftsbau werden vermutlich wieder leicht wachsen, unterm Strich wird die Bauindustrie aber nochmals ein reales Umsatzminus von 3,5 Prozent verzeichnen.  2024 wird aber besonders herausfordernd, da mehr als die Hälfte der Befragten unserer aktuellen Konjunkturumfrage damit rechnet, dass sich die Ertragslage weiter verschlechtert.“

Bei den Fertigungszahlen zum Wohnungsbau zeigt sich der Verbandspräsident deutlich pessimistisch: „Wir schätzen, dass 2023 etwa 270.000 Wohnungen fertig gestellt wurden, dieses Jahr dürfte die Zahl weiter zurückfallen auf gerade mal gut 200.000.“ Peter Hübner appelliert im Jahresauftakt-Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) an die Politik, die Rahmenbedingungen für mehr Verlässlichkeit und Investitionssicherheit zu schaffen. „Das ist das Wichtigste. Bauen dauert und wir müssen uns auf die Regularien verlassen können.“ Dabei betont er, dass die Branche nicht gepampert werden wolle. „Wir fordern echte Investitionen. In Schulen, ÖPNV, Brücken, Schiene, Energieversorgung. Was hat denn jetzt Priorität? Bei Wohnen und Infrastruktur könnte sie höher sein.“

Alle Zahlen zur Prognose und Rückblick finden Sie hier:

https://www.bauindustrie.de/zahlen-fakten

Das ganze Interview finden Sie hier:

https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/unternehmen/baupraesident-huebner-im-wohnungsbau-sieht-es-dramatisch-aus-19441753.html

]]>
Pressemitteilung
news-1364 Fri, 15 Dec 2023 09:09:00 +0100 EU-Lieferkettengesetz: BAUINDUSTRIE alarmiert über Ausgang des Trilogs https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-12-15-eu-lieferkettengesetz-bauindustrie-alarmiert-ueber-ausgang-des-trilogs/ Bauwirtschaft soll „Hochrisiko-Sektor“ werden – mittelständische Betriebe fallen damit in den Anwendungsbereich Das Ergebnis des Trilogs zum EU-Lieferkettengesetz ist alarmierend, denn es stellt die Bauwirtschaft unter Generalverdacht. So soll die Bauwirtschaft als „Hochrisiko-Sektor“ eingestuft werden, das heißt mit einem hohen Risiko negativer Auswirkungen auf Menschenrechte und Umwelt behaftet zu sein.

„Diese Klassifizierung und die Ausdehnung des Anwendungsbereichs auf unsere mittelständischen Baubetriebe lehnen wir ausdrücklich ab. Gerade sie sind fast ausnahmslos im Inland tätig und beziehen den größten Teil ihrer Vorprodukte aus dem Inland. Diese Unternehmen werden jetzt mit einem Bürokratiemonster aus Brüssel bestraft“, so Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der deutschen Bauindustrie.

Die Regelung bedeutet, dass die Pflichten aus dem EU-Lieferkettenschutzgesetz bereits ab 250 Mitarbeiter:innen und 40 Millionen Euro Umsatz greifen würden, anstatt wie bisher ab 500 Mitarbeiter:innen und 150 Millionen Euro Umsatz. Zudem galt die Einstufung bislang etwa für Textil-, Lebensmittel- und Rohstoffsektoren, also für Bereiche, für die branchenspezifische OECD-Leitfäden und konkrete Regeln existieren, um mit dieser Einstufung umgehen zu können. Der Finanzsektor, für den ebenfalls OECD-Regeln existieren, soll im Gegenzug aus dem EU-Lieferkettengesetz ausgenommen werden.

Die BAUINDUSTRIE habe der Erarbeitung eines europäischen Lieferkettengesetzes immer aufgeschlossen gegenübergestanden, um Wettbewerbsgleichheit innerhalb der EU herzustellen. Aber auch hier hat der EU-Gesetzgeber aus Sicht Müllers versagt. Der Gesetzesvorschlag hätte in Form einer Verordnung kommen müssen, die für alle Mitgliedstaaten gleichermaßen verbindlich ist. „Eine Richtlinie führt jetzt dazu, dass wir am Ende 27 verschiedene Lieferkettengesetze mit ganz unterschiedlichen Anforderungen in der EU haben. Wer behauptet hat, durch die EU-Initiative wird ein „level playing field“ geschaffen, der dürfte sich gründlich getäuscht haben.“ Als konkretes Beispiel verweist der Verbandschef auf eine Vorschrift im deutschen Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, wonach Bauunternehmen bei Fehlverhalten zeitweise von öffentlichen Vergabeverfahren ausgeschlossen werden sollen. „Deutschland läuft mal wieder voran in der Übererfüllung von EU-Vorgaben“, so Müller.

]]>
Pressemitteilung
news-1354 Fri, 24 Nov 2023 09:09:33 +0100 Erneut Auftragsminus im Wohnungsbau – Sorge vor Personalabbau https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-11-24-erneut-auftragsminus-im-wohnungsbau-sorge-vor-personalabbau/ Wirtschafts- und Öffentlicher Bau profitieren von Großprojekten. Verfassungsgerichtsurteil darf nicht zu Investitionsstopp führen. Beim Wohnungsbau ist die Talsohle immer noch nicht erreicht: Die Bauunternehmen1 meldeten für September im Vorjahresvergleich in dieser Sparte ein reales Orderminus von 15 Prozent. „Dieser Rückgang ist besonders dramatisch, da die Unternehmen schon im September 2022 ein Minus von 26,6 Prozent verkraften mussten. Wir befürchten, dass die katastrophale Lage auf dem Wohnungsmarkt bei den politischen Entscheidern immer noch nicht angekommen ist. Schon heute finden viele Menschen keine Wohnung mehr oder zahlen Mieten, die sie sich kaum leisten können. Neben sozialen Verwerfungen wird der Konjunktureinbruch zwangsläufig dazu führen, dass die Wohnungsbauunternehmen Personal abbauen, wichtige Kapazitäten gehen so über Jahre verloren. Dieser Teufelskreis ist Realität.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für das Bauhauptgewerbe. Schließlich hätte im Rahmen der Herbstumfrage des DIHK schon jedes dritte Hochbauunternehmen angegeben, in den kommenden zwölf Monaten Beschäftigung abzubauen.

Die negative Entwicklung im Wohnungsbau werde derzeit noch durch die positive in den übrigen Bausparten ausgeglichen. Für das gesamte Bauhauptgewerbe1 werde somit – im Vorjahresvergleich – ein reales3 Orderplus von 13,2 Prozent ausgewiesen. „Wir erleben seit Monaten eine gespaltene Entwicklung. Der fast tote Wohnungsbau auf der einen Seite und der Wirtschaftsbau und der Öffentliche Bau auf der anderen.“ Neben dem Wirtschaftstiefbau, der schon in den vergangenen Monaten von diversen Großprojekten profitiert hätte, hätten die Unternehmen im September nun auch für den Wirtschafts- und den öffentlichen Hochbau – aufgrund mehrerer Großprojekte – ein Orderplus gemeldet. Die Orderrückgänge im ersten Halbjahr hätten damit aber nicht ausgeglichen werden können, über die ersten drei Quartale läge der reale3 Auftragseingang im gesamten Bauhauptgewerbe1 noch mit 5,6 Prozent im Minus. Im Vergleich zum Vormonat sei der Auftragseingang2 im September nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sogar um 7,3 Prozent zurückgegangen. Es wundere somit nicht, dass der baugewerbliche Umsatz im Bauhauptgewerbe1 im September um real 1,5 Prozent und über den gesamten Zeitraum von Januar bis September um real 3,6 Prozent zurückgegangen sei.

Müller: „Sorge bereitet uns – neben der Situation im Wohnungsbau – das Urteil des Bundesverfassungsgerichts und dessen Auswirkungen auf die Haushalte bei Bund und Ländern. Es darf auf keinen Fall dazu kommen, dass Investitionen eingespart und wichtige Infrastrukturprojekte auf Eis gelegt werden. Projektvergaben müssen weiterlaufen, ebenso wie die Vorbereitung neuer Maßnahmen. Wenn es jetzt zu einem Stopp kommen würde, wäre der Effekt über Monate nicht aufzuholen. Deutschlands teils völlig marode Infrastruktur mit all den schwerwiegenden Folgen für unsere Bürger:innen und Wirtschaft würden es nicht verzeihen.“

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes

1 Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten | 2 saison-, kalender- und preisbereinigt | 3 kalenderbereinigt

]]>
Pressemitteilung
news-1350 Fri, 17 Nov 2023 11:44:00 +0100 Baugenehmigungen: Sinkflug hält bereits ein Jahr an https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-11-17-baugenehmigungen-sinkflug-haelt-bereits-ein-jahr-an/ Keine Trendwende in Sicht. Branche blickt auf Bauministerkonferenz „Der September 2023 markiert einen neuen traurigen Negativrekord: Seit nunmehr einem Jahr gehen die Genehmigungszahlen im Wohnungsbau mit zweistelligen Raten zurück. Mit 19.300 Wohnungen wurden 29,7 Prozent weniger genehmigt als vor Jahresfrist. Dies war die geringste Zahl seit 2013. Weder der Wohnungsgipfel noch die zögerlichen Initiativen der Politik waren bisher in der Lage, die Trendwende einzuleiten und neues Vertrauen in den Markt zu bringen. Die Politik muss nun endlich überzeugend und kraftvoll reagieren, damit die Wohnungsnot sich nicht weiterverschärfe.“ So kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die Genehmigungszahlen, die das Statistische Bundesamt heute bekannt gegeben hat. Der ungebremste Zuzug nach Deutschland verschärfe noch das Problem. „Der Rückgang der Zahl aller Wohnungen durch Neu- und Umbaugenehmigungen in den ersten 9 Monaten um 28,3 Prozent ist ein Warnsignal an alle,“ meint Müller.

Auch der Hinweis auf die hohe Zahl (100.000 Wohnungen) an genehmigten, aber noch nicht begonnenen Wohnungen helfe nicht weiter, so Müller. „Unsere Wohnungsbaufirmen berichten unisono von Gesprächen mit Investoren, die sagen, die gestiegenen Baukosten nicht mit den dann notwendigen Mieten auf dem Wohnungsmarkt refinanzieren zu können.“ Bei Kaltmieten von – je nach Region – 16 bis 18 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche werden die erteilten Genehmigungen nicht in Baumaßnahmen umgesetzt. „Die Bauindustrie hat bereits geliefert und aufgezeigt, wie etwa mit industriellem, seriellen Bauen Mieten um rund 20 Prozent gesenkt werden könnten. Bund und Länder müssen nun endlich vergleichbar effektive Maßnahmen einleiten, damit Wohnen in Deutschland wieder bezahlbar wird“, sagt Müller. Kämen keine weiteren Schritte von Bund und Ländern hinzu, stehe zu befürchten, dass im Jahr 2025 die Fertigstellungszahlen unter die 200.000-Grenze fallen würden.

Mit Sorge blickt die Branche deshalb auf die Bauministerkonferenz Ende November. Müller wiederholt die Forderung nach einer flächendeckenden Absenkung der Grunderwerbsteuer durch die Bundesländer sowie die seit vielen Jahren überfällige Vereinheitlichung der Landesbauordnungen. Von der Bundesregierung erwartet er schnellstmöglich das derzeit diskutierte Zinsverbilligungsprogramm. Nur wenn es gelinge, die Refinanzierungskosten der Investoren zu senken, sei auch mit einem Anspringen des Wohnungsbaumotors zu rechnen.

]]>
Aktuelles Meldungen Pressemitteilung
news-1345 Wed, 08 Nov 2023 12:44:00 +0100 Bauindustrie NRW feiert 50. Freundschaftsmahl Sankt Martin 2023 https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-11-08-bauindustrie-nrw-feiert-50-freundschaftsmahl-sankt-martin-2023/ Prominentes Podium „Vom Wirtschaftswunderland zur Großbaustelle Deutschland“ / Gäste spenden 60.000 Euro für karitative Zwecke „Eine stabile Baukonjunktur stärkt immer auch die Wirtschaft in unserem Land insgesamt, die letzten 50 Jahre haben gezeigt: Der Baubranche und der gesamten Wertschöpfungskette Bau ging und geht es nur dann gut, wenn es der Wirtschaft insgesamt gut geht“, so Daniel Strücker, Präsident des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, zum Auftakt des 50. Freundschaftsmahls Sankt Martin der nordrhein-westfälischen Bauindustrie.

Das Land leide unter überbordenden Vorgaben und hemmenden Rahmenbedingungen, es müsse beispielsweise im Wohnungsbau in Zukunft möglich sein, auch mit einfacheren Standards, die rechtlich verbindlich geregelt sein müssen, zu bauen. Denn „ohne bezahlbaren und verfügbaren Wohnraum gewinnen wir keine Fachkräfte aus dem In- und Ausland“, so Strücker. Das könne sich der Wirtschaftsstandort Deutschland nicht leisten.

Ministerpräsident Hendrik Wüst betonte in seinem Grußwort die zentrale Rolle der Bauwirtschaft bei der Umsetzung der Transformation des Landes: Die Bauindustrie spielt auf dem Weg zu einem klimaneutralen Land eine wichtige Rolle. Aktuell müsse alles getan werden, um wirtschaftlich wieder wettbewerbsfähig zu werden durch schnellere Genehmigungsverfahren, weniger Bürokratie und kluge Investitions-anreize für Bauinvestitionen.

Diskussionsrunde „Vom Wirtschaftswunderland zur Großbaustelle“

Einen Blick in die Zukunft warfen Arndt G. Kirchhoff, Präsident der Landesvereinigung der Unternehmensverbände NRW, Katherina Reiche, Vorstandsvorsitzende Westenergie AG, und Christian Kullmann, Vorstandsvorsitzender Evonik Industries AG. Unter dem Motto „Vom Wirtschaftswunderland zur Großbaustelle Deutschland“ diskutierten die drei Wirtschaftslenker darüber, was sich politisch und gesellschaftlich verändern muss, um die Transformation des Landes zu schaffen.

Die drei zeigten sich überzeugt, dass die Politik dringend handeln müsse: Hohen Energiepreisen müsse mit einem ausreichenden und verlässlichen Energieangebot begegnet werden, die Rahmenbedingungen für Investitionen und positive Standortentscheidungen insgesamt verbessert werden. Planungs- und Genehmigungsverfahren dauerten oft viel zu lange, eine überbordende Bürokratie überfordere Verwaltungen und Wirtschaft, die Digitalisierung von Prozessen käme kaum voran.

Auch Daniel Strücker, Präsident der Bauindustrie NRW, forderte eine Beschleunigung der Genehmigungen: Wenn Ämter dies in einer bestimmten Frist nicht schafften, sollten Projekte als automatisch genehmigt gelten, denn: „Deutschland wird in den nächsten Jahren eine Großbaustelle sein.“

Gäste und Branche spenden 60.000 Euro für karitative Zwecke

Die drei Diskutanten freuten sich jeweils über einen Spendencheck in Höhe von 20.000 Euro, die sie karitativen Zwecken zukommen lassen. In guter Tradition des heiligen Martin von Tours sammelt die Bauindustrie Nordrhein-Westfalen alljährlich anlässlich des Freundschaftsmahles Sankt Martin für Menschen in Not. Seit 1973 konnte so Hilfsbedürftigen im In- und Ausland mit fast 2 Mio. Euro geholfen werden.

]]>
Aktuelles Meldungen Pressemitteilung
news-1343 Thu, 02 Nov 2023 15:13:12 +0100 BAUINDUSTRIE NRW zur vorgestellten Sanierungsoffensive für Verkehrsinfrastruktur der NRW-Landesregierung https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-11-02-bauindustrie-nrw-zur-vorgestellten-sanierungsoffensive-fuer-verkehrsinfrastruktur-der-nrw-landesregierung/ Die heute von Landesverkehrsminister Oliver Krischer vorgestellten Pläne zu einer „Sanierungsoffensive für die Verkehrsinfrastruktur in Nordrhein-Westfalen“ kommentiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbands Nordrhein-Westfalen: „Die von Minister Krischer angekündigte Sanierungsoffensive ist richtig und notwendig, denn eine qualitativ hochwertige, leistungs- und funktionsfähige Infrastruktur von Straßen und Brücken über die Schiene hin zur Wasserstraße ist zentrale Grundlage für eine funktionierende Volkswirtschaft und einen attraktiven Wirtschaftsstandort NRW.

Den Fokus nur auf Erhalt und Sanierung zu richten, greift allerdings zu kurz: NRW ist weiterhin auf Neubaumaßnahmen und Kapazitätsausweitungen angewiesen – gerade auch zur Umsetzung einer Mobilitätswende. De-facto ein Ausbaumoratorium auszurufen mit dem Hinweis auf knappe Personalressourcen bei den Öffentlichen Auftraggebern, Genehmigungs-behörden und ausführenden Unternehmen erscheint mir vorgeschoben.

Die Bauindustrie NRW hat in den vergangenen Jahren ihre Kapazitäten im Vertrauen auf den von der Politik angekündigten Investitionshochlauf stetig ausgebaut. Keines der nun angekündigten Bauvorhaben wird an den Kapazitäten der Branche scheitern“, so Wiemann. „Dafür brauchen wir aber konkrete Maßnahmenpläne, um Bedarfe frühzeitig zu erkennen und Kapazitäten aufbauen und vorhalten zu können.“

Es gelte aber auch, die personellen Ressourcen in den öffentlichen Vergabestellen weiter auszubauen und zu qualifizieren, um Planungs- und Genehmigungsverfahren zu beschleunigen und eine Verstetigung bei den Ausschreibungen sicherzustellen. Helfen könne dabei auch ein ernsthafter Abbau bürokratischer Hürden.

Die Branche brauche mittel- und langfristige Planungssicherheit. „Wir begrüßen deshalb eine engmaschige Überwachung des Zustands unserer Verkehrsinfrastruktur, um verkehrsbeeinträchtigende Ablastungen oder Stilllegungen z.B. von Brückenbauwerken zu vermeiden und priorisiert und frühzeitig Maßnahmen ergreifen zu können“, kommentiert Wiemann.

„Nachhaltiges und klimaangepasstes Planen und Bauen bei Infrastrukturprojekten sollte die Landesregierung zum Standard machen und dabei eng mit der Privatwirtschaft kooperativ zusammenarbeiten, öffentliche Räume für die Erprobung neuer Systeme und digitaler Konzepte im Rahmen von Pilotprojekten bereitstellen und die vergaberechtlichen Möglichkeiten gerade im Hinblick auf nachhaltige Baustoffe und –verfahren, wie z.B. temperaturabgesenkte Asphalte und rezyklierte Materialien, voll ausschöpfen“, so Wiemann.

]]>
Aktuelles Meldungen Pressemitteilung
news-1339 Wed, 25 Oct 2023 09:07:36 +0200 Großprojekte verhelfen zum Auftragsplus https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-10-25-grossprojekte-verhelfen-zum-auftragsplus/ Auftragseingang im gesamten Bauhauptgewerbe deutlich im Plus, Wohnungsbau aber nach wie vor im Minus Für das gesamte Bauhauptgewerbe hat das Statistische Bundesamt ein deutliches Orderplus veröffentlicht: Im August lag der Auftragseingang1,2 um 10,8 Prozent über dem Niveau des Vormonats, im Vorjahresvergleich3 wurde sogar ein reales Plus von 17,5 Prozent ausgewiesen. „Diese positive Entwicklung im Auftragseingang ist gut, allerdings ausschließlich auf mehrere Großprojekte im Bahnbau zurückzuführen. Dies ist erfreulich für die Bahnbaubetriebe; kann und darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass der Auftragseingang im Wohnungsbau nach wie vor rückläufig ist“. Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für das Bauhauptgewerbe. Der Anstieg im Bauhauptgewerbe sei zum einen der realen Verdoppelung der Aufträge im Wirtschaftstiefbau – in dem überwiegend die Bahn enthalten ist – zu verdanken und zum anderen einem statistischen Basiseffekt, schließlich sei der Auftragseingang1,3 im Vorjahresmonat (August 2022) um 15,6 Prozent zurückgegangen. Dem Wohnungsbau hätte dieser Effekt allerdings nicht geholfen: Dort seien die Aufträge im August 2022 schon um real 23,8 Prozent eingebrochen und seien im August dieses Jahres noch mal um 6,5 Prozent zurückgegangen. „Die Rückgänge schwächen sich nur aufgrund der statistischen Effekte ab, nicht weil die Talsohle im Wohnungsbau erreicht wäre oder genügend Maßnahmen seitens der Politik ergriffen wurden, um das Ruder endlich herumzureißen“, fasst Müller die Situation zusammen.

Müller: „Für das gesamte Bauhauptgewerbe ergibt sich für die ersten acht Monate – trotz der guten Entwicklung im Wirtschaftstiefbau – immer noch ein reales3 Orderminus von 7,6 Prozent. Es wundert somit nicht, dass für den Umsatz1 im August nur eine reale Stagnation auf dem schon schlechten Vorjahreswert ausgewiesen wurde.“ Dass der Umsatz im Bauhauptgewerbe nicht noch schlechter ausgefallen sei, sei ebenfalls auf statistische Effekte zurückzuführen, schließlich würden schon seit April 2022 reale Umsatzrückgänge ausgewiesen. In den ersten acht Monaten dieses Jahres habe der Umsatz im Bauhauptgewerbe um real 4,0 Prozent unter dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums gelegen, im Wohnungsbau sogar um 10,8 Prozent.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes und des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

1 Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten | 2 saison-, kalender- und preisbereinigt | 3 kalenderbereinigt

]]>
Pressemitteilung
news-1335 Wed, 18 Oct 2023 08:48:17 +0200 Baugenehmigungen weiter im freien Fall https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-10-18-baugenehmigungen-weiter-im-freien-fall/ Wochen nach Wohnungsgipfel wartet die Branche auf Signale „Vor wenigen Wochen fand der Wohnungsbaugipfel im Kanzleramt statt und noch immer warten wir auf ein deutliches Signal für den Wohnungsbau. Zwar können die beschlossenen Maßnahmen erst mittelfristig wirken. Wenn aber die Regierung nicht über die angekündigten Mittel hinaus weitere Initiativen ergreift, wird die Wohnungsnot zu einem der drängendsten politischen Probleme des kommenden Jahres.“ So kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie Tim-Oliver Müller die Genehmigungszahlen, die das Statistische Bundesamt heute bekannt gegeben hat. „Wir sind mittlerweile – bei einer um gut drei Millionen Menschen höheren Bevölkerungszahl – wieder auf das Genehmigungsniveau von Anfang 2014 zurückgefallen. So werden weder die Menschen im Land mit genügend bezahlbaren Wohnraum versorgt, noch werden wir attraktiv für die Fachkräfteeinwanderung. Ganz abgesehen von der wirtschaftlichen Bedeutung der Baubranche, denen die Aufträge im Wohnungsbau auszugehen drohen.“

Im August sei laut Destatis die Zahl der genehmigten Wohnungen (Neu- und Umbau) gegenüber dem Vorjahresmonat um 31,6 Prozent zurückgegangen, in neuen Mehrfamilienhäusern um 28,2 Prozent. „Der Wunsch nach Wohneigentum ist mittlerweile für breite Kreise der Bevölkerung unerschwinglich geworden. So sind im August 46,8 Prozent weniger neue Ein- und Zweifamilienhäuser genehmigt worden als im Vorjahr“, ergänzt Müller. In den ersten 8 Monaten 2023 sei insgesamt die Zahl aller Genehmigungen um 28,3 Prozent niedriger gewesen als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum.

Müller begrüßt zwar das auf dem Wohnungsgipfel vorgelegte Bau-Paket der Bundesregierung. Es würden wichtige Punkte aufgegriffen, die die Bauindustrie gefordert habe. Er mahnt aber auch die schnelle Prüfung eines attraktiven Zinsverbilligungsprogramms an, das die Bundesregierung ins Spiel gebracht habe. Angesichts des starken Zinsanstiegs in den vergangenen 18 Monaten sei ein solches Programm notwendig, um den Investoren wieder Zugang zu bezahlbaren Krediten zu verschaffen.

Mit Blick auf die Bauministerkonferenz im November wies Müller darauf hin, dass viele der im Bau-Paket genannten Punkte von einer Zustimmung der Bundesländer abhängig seien, so etwa die Beschleunigung der Baugenehmigungen oder die Senkung der Grunderwerbsteuer. Müller: „Die vom Bund geplanten Maßnahmen des Bau-Pakets müssen größtenteils durch die Länder umgesetzt werden. Hier fand bisher aber keine bemerkbare Bewegung statt. Mit Spannung schauen wir deshalb auf die Bauministerkonferenz, die zwingend Ergebnisse liefern muss. Es ist absolut notwendig, dass die Bundesländer ihre Interessenunterschiede zu Gunsten einer bundesweiten Lösung zurückstellen, sonst wird es keinen spürbaren Impuls für den Neubau bezahlbarer Wohnungen geben.“

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

]]>
Pressemitteilung
news-1336 Tue, 17 Oct 2023 08:50:00 +0200 Serielles und modulares Bauen 2.0: Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW legt neue Rahmenvereinbarung vor https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-10-17-serielles-und-modulares-bauen-20-spitzenverband-der-wohnungswirtschaft-gdw-legt-neue-rahmenvereinbarung-vor/ Europaweiter Wettbewerb liefert 25 zukunftsweisende Konzepte für schnellen, kostengünstigen Wohnungsbau in hoher Qualität Berlin – Der Spitzenverband der Wohnungswirtschaft GdW hat mit Unterstützung des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie nach dem großen Erfolg der ersten Rahmenvereinbarung für serielles und modulares Bauen eine neue Rahmenvereinbarung 2.0, wieder im Rahmen eines europaweiten vergaberechtlichen Ausschreibungsverfahrens, an den Start gebracht. 20 Bieter erhielten heute den Zuschlag für insgesamt 25 innovative Wohnungsbaukonzepte, die Mitgliedsunternehmen des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW künftig realisieren können.

In einem siebenmonatigen, komplexen und kostenintensiven Verfahren wurden von einer fachkundigen Jury unter Einbeziehung der Partner Bundesbauministerium und Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und unter Mitwirkung der Bundesarchitektenkammer die 25 besten seriellen und modularen Konzepte zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum ausgewählt. Der GdW führt damit nach seiner Pionierleistung von 2018 das serielle und modulare Bauen jetzt in die nächste Generation.

Ein großer Vorteil des seriellen und modularen Wohnungsbaus ist die Zeitersparnis. Sie ergibt sich insbesondere dadurch, dass Teile der Projektausschreibung und -vergabe sowie der Planung eines vorgesehenen Wohnungsbaus durch die Rahmenvereinbarung und die darin angebotenen, durchgeplanten Konzepte vorweggenommen werden. Kürzere, effizientere Bauphasen dank der Vorfertigung von Bauteilen und ganzer Module bringen beim seriellen und modularen Bauen weitere wesentliche Zeitvorteile.

Die Rahmenvereinbarung gibt ein starkes Preissignal in den Markt, da die Baukosten bei rund der Hälfte der Angebote unter dem Medianwert von rund 3.200 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche und damit deutlich unter den durchschnittlichen Preisen für Mehrfamilienhäuser in Deutschland aus 2022 liegen. Aufgrund der Vielfältigkeit der Angebote, die von Holzbau über Stahlbeton bis hin zu Hybridbauweisen reichen, liegt die Spanne der Angebotspreise für die innovativen Modellgebäude insgesamt zwischen 2.370 und 4.370 Euro pro Quadratmeter Wohnfläche. Weitere Preisvorteile können zusätzlich durch Mengeneffekte generiert werden. Angesichts stark gestiegener und kurzfristig stark schwankender Baukosten garantiert die Rahmenvereinbarung zudem dringend notwendige Preissicherheit. Die in der neuen Vereinbarung für fünf Jahre festgeschriebenen Preise können nur auf Grundlage festgelegter Material- beziehungsweise Baupreisindizes angepasst werden.

Die Auswahl der Rahmenvertragspartner erfolgte nach ökonomischen Kriterien, wie Angebotspreis, Skaleneffekte, Liefergebiet, Lieferkosten und gleichgewichtet nach Kriterien der Kategorie Qualität und Innovation. Hier wurden Punkte für städtebauliche und gestalterische Qualität, funktionale und technische Qualität sowie die ökologische Qualität vergeben. Die ökologische Qualität der Angebote ging mit einem Anteil von einem Drittel nun deutlich gewichtiger in die Bewertung ein. Damit orientieren sich die Angebote auch an künftigen Förderkulissen und Nachhaltigkeitsanforderungen.

Die Bewertung der Angebote erfolgte auch mit Unterstützung der Bundesarchitektenkammer. Mit der Rahmenvereinbarung setzt der GdW eine konkrete Maßnahme aus dem ersten Bündnis bezahlbarer Wohnraum von 2017 um und entwickelt sie konsequent weiter.    

Bundesbauministerin Klara Geywitz: „Wir brauchen Tempo beim Wohnungsbau. Mit dieser neuen Rahmenvereinbarung kommen wir jetzt gemeinsam einen Schritt weiter, um beim Planen und Bauen der dringend benötigten Wohnungen schneller zu werden. Sie hilft den Wohnungsunternehmen im ganzen Land dabei, ihre Projekte unkomplizierter und kostengünstiger umzusetzen – und das bei gleichbleibend hoher Qualität. Denn durch Vorfertigung, durch serielles und modulares Bauen kommen Zeitersparnis und Effizienz zustande. Mit zahlreichen Maßnahmen beschleunigen wir das Planen und Bauen. Die Einrichtung einer Geschäftsstelle und eines runden Tisches für das serielle, modulare und systemische Bauen zählt dazu, ebenso die Einführung des digitalen Bauantrages und die Beschleunigung der Genehmigungsverfahren. Und weitere Maßnahmen werden folgen, mit denen wir dafür sorgen, dass in kürzerer Zeit mehr und schneller Wohnraum entsteht.“

Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB): „Die Rahmenvereinbarung ist ein deutliches Bekenntnis zum seriellen und modularen Bauen und für unsere Branche von großer Bedeutung. Denn das serielle Bauen ist ein ideales Beispiel, wie durch industrielle Prozesse noch effektiver und integrierter geplant und gebaut werden kann. Durch eine durchgehende und auf die Bauausführung abgestimmte, voll digitalisierte Planung können Prozesse optimiert, Schnittstellen reduziert und die Fehleranfälligkeit minimiert werden. Gleichzeitig können durch industrielle Vorfertigung oder hohe Wiederholungseffekte Kosten und Bauzeiten bei gleichbleibender Qualität reduziert werden. Diese wirtschaftlichen Effekte zahlen am Ende auch auf die Nachhaltigkeit ein, da Ressourceneinsatz optimiert und damit CO2-Emissionen reduziert werden. Auch für unser Personal ist weniger Zeit bei Wind und Wetter auf der Baustelle ein großes Plus und erhöht die Attraktivität unserer Branche angesichts des Fachkräftemangels. Denn eines ist klar: Wir müssen künftig mit weniger Menschen mehr bauen. Der serielle und modulare Wohnungsbau ist daher in den Dimensionen Produktivität, Kosten-Nutzen und Arbeitgeberattraktivität ein Win-Win-Win-Thema.“

Axel Gedaschko, Präsident des Spitzenverbandes der Wohnungswirtschaft GdW: „Gerade angesichts der stark gestiegenen Kosten für das Bauen liefert unsere Rahmenvereinbarung ein wichtiges Preissignal in den Markt. Darüber hinaus garantiert sie Preisstabilität und damit dringend notwendige Planungssicherheit für die Wohnungsunternehmen. Das serielle und modulare Bauen 2.0 ist damit ein wichtiger Baustein, um dank moderater Baukosten neue Wohnungen zu bezahlbaren Mieten errichten zu können. Neu geschaffene Baukapazitäten dank industrieller Vorfertigung können wirksam dabei helfen, dass sich Deutschland seinen Wohnungsbauzielen langsam nähert, statt sich immer weiter von ihnen zu entfernen. Dafür müssen aber auch die weiteren Rahmenbedingungen deutlich verbessert werden: Die Regulatorik rund ums Bauen muss konsequent vereinfacht, Grundstücke dürfen nicht zum Höchstpreis vergeben und die Typengenehmigung muss in allen Landesbauordnungen mit Leben erfüllt werden. Wir brauchen in Deutschland ein neues, wahrhaftiges Versprechen für bezahlbares Wohnen. Mit der gebotenen Unterstützung vonseiten der Regierung kann der serielle und modulare Wohnungsbau ein Teil dieses Versprechens sein.“   

Vorteile des seriellen und modularen Wohnungsbaus

Für Wohnungsunternehmen bietet die Rahmenvereinbarung den großen Vorteil, dass Angebote aus der Vereinbarung mit vergleichsweise geringerem Aufwand lokal angepasst realisiert werden können. Das bringt vor allem für öffentliche Unternehmen einen deutlichen Zeitgewinn, da nicht einzeln in jedem Unternehmen und für jedes Projekt erneut europaweit ausgeschrieben werden muss. Die Vorlaufzeiten für Bauvorhaben werden dadurch wesentlich verkürzt.

Das serielle und modulare Bauen vereint darüber hinaus weitere Pluspunkte: Durch Vorfertigung von Bauteilen im Werk wird die Baustellenzeit vor Ort im Schnitt auf rund sechs Monate verkürzt, was den Nachbarschaften zugutekommt. Der Einsatz maschineller Vorproduktion ist eine Antwort auf den massiven Fachkräftemangel. Damit nur Angebote mit einer grundsätzlich hohen städtebaulichen und gestalterischen Qualität den Zuschlag erhalten, hat die Bundesarchitektenkammer im Auswahlgremium mitgewirkt. In der konkreten Umsetzung vor Ort sorgen darüber hinaus Planerinnen und Planer in Zusammenarbeit mit den Bauunternehmen für eine hohe Planungs- und Bauqualität. Ein ganz wesentlicher Vorteil bei Nutzung der Rahmenvereinbarung für alle Beteiligten ist die Planungssicherheit, Kalkulierbarkeit und Kostenstabilität über die gesamte Projektlaufzeit, die bei klassischer Vorgehensweise häufig Fehlanzeige ist.

Alle Infos zum Ausschreibungsverfahren und zur Rahmenvereinbarung finden Sie unter www.gdw.de/seriellesbauen2-0

Eine Liste der ausgewählten Bieter finden Sie hier.

Ein Foto vom gemeinsamen Start des neuen Ausschreibungsverfahrens finden Sie hier zum Download (Copyright: BMWSB/Henning Schacht)

Der GdW Bundesverband deutscher Wohnungs- und Immobilienunternehmen vertritt als größter deutscher Branchendachverband bundesweit und auf europäischer Ebene rund 3.000 kommunale, genossenschaftliche, kirchliche, privatwirtschaftliche, landes- und bundeseigene Wohnungsunternehmen. Sie bewirtschaften rd. 6 Mio. Wohnungen, in denen über 13 Mio. Menschen wohnen. Der GdW repräsentiert damit Wohnungsunternehmen, die fast 30 Prozent aller Mietwohnungen in Deutschland bewirtschaften.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie ist der Arbeitgeberverband der industriellen Bauunternehmen der Bundesrepublik Deutschland. Er versteht sich als Wirtschaftsverband und Fachverband für Bautechnik. Er vertritt große und mittelständische, häufig familiengeführte Unternehmen des Bauhauptgewerbes. Der Hauptverband umfasst zehn Landes- und sieben Fachverbände. Der Branchenumsatz im Jahr 2022 lag bei 160,4 Milliarden Euro, die Zahl der Beschäftigten bei 926.660. Als Wirtschaftsverband vertritt der HDB die Interessen der deutschen Bauindustrie gegenüber Gesetzgeber, Regierung und Verwaltung. Als Arbeitgeberverband ist er Partner bei Tarifverhandlungen und engagiert sich im Bereich der betrieblichen und überbetrieblichen Ausbildung.

]]>
Pressemitteilung
news-1333 Thu, 12 Oct 2023 11:00:00 +0200 Nachfrageeinbruch beim Wohnungsbau drückt Preise https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-10-12-nachfrageeinbruch-beim-wohnungsbau-drueckt-preise/ Preis für den Rohbau neuer Wohnbauten im August 2023 erstmals rückläufig – keine Entwarnung für Bauunternehmen Der Preis für den Neubau von Wohngebäuden lag im August 2023 zwar noch um 6,4 Prozent über dem Niveau vom August 2022, und im Vergleich zu Mai 2023 hat der Preis stagniert (+ 0,2 Prozent). Diese Entwicklung ist allerdings auf den Ausbau zurückzuführen: Hier legte der Preis im Vorjahresvergleich noch um 9 Prozent und im Vorquartalsvergleich um 0,9 Prozent zu. Demgegenüber wurde für den Rohbau von Wohngebäuden im August 2023 im Vergleich zu August 2022 nur noch ein leichtes Plus von 3,1 Prozent ausgewiesen. Im Vergleich zu Mai 2023 sind die Rohbaupreise sogar um 0,6 Prozent zurückgegangen, das ist das erste Minus seit 2020. “Was für Bauherren zunächst ein gutes Zeichen sein mag, ist für die Baubranche kein Anlass zur Entwarnung. Denn die Preissenkung im Rohbau ist kein Resultat sinkender staatlicher Anforderungen, sondern dem heftigen Einbruch der Baugenehmigungen und Auftragseingänge geschuldet. Die Unternehmen gehen deshalb mit den Baupreisen herunter, um ihr Personal auszulasten und halten zu können“, kommentiert BAUINDUSTRIE-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller die vom Statistischen Bundesamt heute veröffentlichten Baupreisindizes.

„Für Wohnungsbauunternehmen ist diese Entwicklung brandgefährlich. Denn wenn die auf dem Markt erzielten Baupreise nicht mehr kostendeckend sind, kann dies die Existenz gefährden und im schlimmsten Fall eine Insolvenzwelle auslösen,“ warnt der Verbandschef. Schon im ersten Halbjahr sei die Zahl der Insolvenzen im Wirtschaftszweig Bau von Gebäuden um 39 Prozent, bei den Bauträgern für Wohngebäude sogar um 43 Prozent gestiegen. Hinzu komme, dass im September im Rahmen des ifo Konjunkturtests schon jedes vierte der befragten Unternehmen des Bauhauptgewerbes, welche überwiegend im Rohbau tätig sind, gemeldet hätte, dass die Baupreise im Wohnungsbau nicht mehr Selbstkosten deckend seien, der höchste Wert seit 2011.

Müller: „Wir hoffen zwar, dass sich der aktuelle Rückgang der Rohbaupreise positiv auf die Nachfrage im Wohnungsbau auswirken und das Nachfragedefizit teilweise ausgeglichen wird. Angesichts der nach wie vor hohen Zinskosten sind wir aber skeptisch. Der Wohnungsbau braucht deshalb ein massives Zinsverbilligungsprogramms für Gebäude mit Effizienzstandard EH55: Dadurch können bereits fertiggeplante Wohnungsbauprojekte angestoßen, neuer Wohnraum geschaffen und der Baubranche Planungssicherheit gegeben werden.  Denn das wesentliche Problem in dieser Krise ist, dass es den Investoren schlicht und ergreifend an Liquidität fehlt.“

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes

]]>
Pressemitteilung
news-1326 Mon, 25 Sep 2023 11:00:00 +0200 Wohnungsbau: Auftragseingänge brechen weiter ein, Handlungsdruck vor dem Wohnungsgipfel hoch https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-09-25-bauwirtschaft-in-nrw-im-ersten-halbjahr-wohnungs-und-wirtschaftsbau-mit-ruecklaeufigen-auftraegen-1/ Zum heutigen Wohnungsbaugipfel hat das Statistische Bundesamt abermals einen Einbruch der Auftragseingänge im Wohnungsbau gemeldet. Für Juli wurde im Vergleich zum Vorjahresmonat ein reales Orderminus1 von 11,1 Prozent ausgewiesen. Für die ersten sieben Monate ergibt sich damit ein Minus von real 26,6 Prozent. „Diese Zahlen bestätigen einmal mehr und sehr eindrucksvoll den dringenden Handlungsbedarf. Die zweistelligen Orderrückgänge, die die Bauunternehmen seit April vergangenen Jahres verkraften müssen, müssen ein Ende haben. Nicht nur, um eine drohende Insolvenz- und Entlassungswelle und somit einen zukünftigen Kapazitätsmangel in unserer Branche zu verhindern, sondern auch um den zunehmenden Wohnraummangel einzudämmen.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunktur-indikatoren für das Bauhauptgewerbe.

Müller: „Dass für das gesamte Bauhauptgewerbe für Juli im Vorjahresvergleich noch ein leichtes reales Orderplus1,3 von 1,5 Prozent und im Vergleich zum Vormonat1,2 sogar ein deutliches Plus von 9,6 Prozent ausgewiesen wird, ist ausschließlich auf diverse Großprojekte zurückzuführen. Das ist erfreulich, hilft dem Wohnungsbau aber nicht weiter.“ Die Großprojekte hätten insbesondere dem Straßenbau sowie dem Sonstigen Tiefbau (in dem auch der Brückenbau erfasst wird) zu einem realen zweistelligen Orderplus im Juli verholfen. Trotz dieser guten Entwicklung werde für den gesamten Zeitraum von Januar bis Juli aber immer noch ein deutlicher realer Rückgang für diese Bausparten ausgewiesen.

Der Auftragseingang des gesamten Bauhauptgewerbes hätte in diesem Zeitraum sogar um 10,7 Prozent unter dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes gelegen. Für den Umsatz1 seien dies keine guten Vorzeichen. Dieser hätte im Juli 2023 preisbereinigt lediglich das Vorjahresniveau (+0,2 Prozent) erreicht und das auch nur wegen eines statistischen Basiseffektes – für den Juli 2022 wurde ein Minus von real 11,0 Prozent ausgewiesen. In Summe der ersten sieben Monaten des laufenden Jahres sei der Umsatz um real 4,5 Prozent zurückgegangen. Die – schon Anfang des Jahres – vom HDB veröffentlichte Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2023 von real minus 6 Prozent könne somit Realität werden.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes und des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.
1 Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten | 2 saison-, kalender- und preisbereinigt | 3 kalenderbereinigt

]]>
Pressemitteilung
news-1319 Thu, 31 Aug 2023 11:07:00 +0200 Abend der Kölner Bauindustrie https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-08-31-abend-der-koelner-bauindustrie-2/ Netzwerken, Neues sehen und ein Abschied - all das stand beim diesjährigen Abend der Kölner Bauindustrie auf dem Programm. Anton Bausinger (Geschäftsführender Gesellschafter der Friedrich Wassermann Bauunternehmung) war 20 Jahre lang Vorsitzender des Verbandsbezirks Köln des Bauindustrieverbandes NRW und übergab das Amt nun an Sven Linnartz (Niederlassungsleiter Köln bei MBN). Für den langjährigen Einsatz im Verband sowie für die Branche insgesamt dankten ihm unter anderem die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, Daniel Strücker als Präsident des Bauindustrieverbands NRW sowie Hauptgeschäftsführerin Prof. Beate Wiemann.

Die Gäste hatten zudem die Gelegenheit, sich die innovative Baustelle der Heliosschule in Köln-Ehrenfeld anzuschauen und sich im Anschluss beim gemeinsamen Abendessen auszutauschen.

]]>
Aktuelles
news-1317 Tue, 29 Aug 2023 11:07:00 +0200 Schnell-Info zur Baukonjunktur (Juni 2023) https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-08-29-schnell-info-zur-baukonjunktur-april-2023-1/ Zahlen und Fakten Die Auftragseingänge des nordrhein-westfälischen Bauhauptgewerbes (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) lagen im Juni 2023 nominal um 20,0 % über Vorjahresniveau (preisbereinigt: 13,1 %). Die Umsätze nahmen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 11,3 % zu (preisbereinigt: 5,0 %).

Die positive Entwicklung ist vorrangig auf den Öffentlichen Hochbau (vermutlich 1-2 Großprojekte) zurückzuführen.

Im ersten Halbjahr 2023 ist in Nordrhein-Westfalen nominal ein Auftragsplus von 1,5 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu verzeichnen (preisbereinigt: -9,3). Der nominale Umsatz nahm gegenüber Januar bis Juni 2022 um 6,4 % zu (preisbereinigt: -5,0 %).

Für das bundesweite Bauhauptgewerbe ergibt sich für den Zeitraum von Januar bis Juni 2023 ein nominaler Rückgang des Auftragseingangs um 2,2 %. Aufgrund der gestiegenen Preise entspricht dies einem realen Minus von 12,9 %. Die Umsätze verzeichneten im Vergleich zu Januar bis Juni 2022 ein nominales Plus von 5,5 % (preisbereinigt: -5,5 %).

Weitere Informationen finden Sie hier.

]]>
Aktuelles
news-1314 Fri, 25 Aug 2023 12:00:00 +0200 Bauwirtschaft in NRW im ersten Halbjahr: Wohnungs- und Wirtschaftsbau mit rückläufigen Aufträgen https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-08-25-bauwirtschaft-in-nrw-im-ersten-halbjahr-wohnungs-und-wirtschaftsbau-mit-ruecklaeufigen-auftraegen/ In der nordrhein-westfälischen Bauindustrie zeichnen sich im ersten Halbjahr 2023 deutliche Auftragsrückgänge ab − insbesondere im Wirtschaftsbau und im Wohnungsbau. Insgesamt gehen die Aufträge in NRW in den ersten sechs Monaten um -9,3 Prozent* gegenüber dem Vorjahreszeitraum zurück. Auf Bundesebene ist ein Rückgang um -12,8 Prozent zu verzeichnen. Die Auftragseingänge bieten einen Ausblick auf die Entwicklung der wirtschaftlichen Lage. In Nordrhein-Westfalen waren sie im ersten Halbjahr (Januar bis Juni) – insbesondere unter Berücksichtigung der Inflation – deutlich rückläufig. Im Wohnungsbau gingen die Aufträge um -12,3 Prozent zurück, im Öffentlichen Hochbau sowie Wirtschafts-Hochbau (jeweils ohne Wohnungsbau) um insgesamt -9,6 Prozent. Der Straßenbau ist mit -6,8 Prozent ebenfalls rückläufig.

Einen maßgeblichen Einfluss auf die Auftragslage haben die erteilten Baugenehmigungen. Sie dienen zudem als Indikator dafür, wie sich die Auftragslage im zweiten Halbjahr entwickeln wird. Die Genehmigungen für den Wohnungsneubau lagen im Zeitraum von Januar bis Juni 2023 bei -36,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. „Die Effekte aus den rückläufigen Baugenehmigungen und der geringeren Auftragslage machen sich voraussichtlich erst im kommenden Jahr – dann aber sehr deutlich – im baugewerblichen Umsatz bemerkbar“, erklärt Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin der BAUINDUSTRIE NRW.

Als weitere Hemmnisse kommen die allgemeine Verunsicherung, die gestiegenen Bauzinsen sowie die aktuellen Baupreise hinzu. Der Baupreisindex für Wohngebäude in NRW lag im Mai 2023 bei 150,5. Dies entspricht einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 7,7 Prozent.

Doch es gibt auch positive Entwicklungen: „Die Beschäftigtenzahlen haben sich im ersten Halbjahr 2023 trotz eingetrübter Baukonjunktur mit einem Plus von 4,2 Prozent weiter positiv entwickelt“, erklärt Prof. Beate Wiemann. „Die Bauunternehmen sind bestrebt ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter langfristig zu halten und vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels auch weiterhin auszubilden. Viele Unternehmen bieten aktuell noch freie Ausbildungsplätze an, auf die sich Interessenten trotz des bereits begonnenen Ausbildungsjahres immer noch bewerben können.“

* Alle Zahlen sind preisbereinigt und beziehen sich auf Unternehmen mit mehr als 20 Beschäftigten.

]]>
Pressemitteilung
news-1308 Tue, 25 Jul 2023 16:18:00 +0200 (Wohnungs-)Bau weiter im Abwärts-Sog https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-07-25-wohnungs-bau-weiter-im-abwaerts-sog/ Auftragseingang und Umsatz auch im Mai 2023 real rückläufig „Die weiterhin stockende Nachfrage hat die Auftragseingänge am Bau auch im Mai zurückgehen lassen. Dies ist mittlerweile der vierzehnte Rückgang in Folge, der Abwärts-Sog hat den Bau damit fest im Griff.” Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für das Bauhauptgewerbe. Demnach hat das Statistische Bundesamt für das deutsche Bauhauptgewerbe1 für den Monat Mai 2023 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat einen Auftragsrückgang3 von real 5,7 Prozent gemeldet. Dass der Rückgang nicht noch stärker ausgefallen ist, ist auf die sich abschwächende Baupreissteigerung zurückzuführen, welche im Mai “nur” noch bei 6 Prozent lag.

Im Vergleich zum Vormonat2 ist der Auftragseingang um 3,5 Prozent gestiegen, den Bauunternehmen standen im Mai zwei Arbeitstage mehr als im April zur Verfügung. Das konnte den Einbruch am Bau aber nicht aufhalten: Für den gesamten Zeitraum von Januar bis Mai wurde ein Auftragsminus3 von 14,7 Prozent ausgewiesen. Der Umsatz1 ist im Mai im Vergleich zum Vorjahresmonat zwar mit nominal 3,8 Prozent noch leicht im Plus, real ist dies aber ein Rückgang von 2,1 Prozent. Für die ersten fünf Monate ergibt sich damit ein Umsatzminus von real 7,3 Prozent.

„Zwar ‚leben‘ die Unternehmen noch von ihren Auftragsbeständen, aber spätestens im Herbst dürfte sich die Lage weiter verschärfen. Schon jetzt ist unsere Branche von einem deutlichen Anstieg der Zahl der Insolvenzen betroffen.“ In den ersten vier Monaten hätten 437 Unternehmen des Bauhauptgewerbes Insolvenz anmelden müssen, das seien 20,4 Prozent mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Müller: „Dabei sind von der Entwicklung überwiegend die Unternehmen betroffen, die im Neu- und Rohbau tätig sind.“ Im Ausbaugewerbe hätte die Zahl der Insolvenzen nur um 3,2 Prozent zugelegt. „Auch hier merken wir die kostenbedingte Verschiebung von Neubau- zu Bestandsinvestitionen. So wichtig Investitionen in den Bestand auch sind, die dringend benötigten neuen Wohnungen entstehen so nicht“, kritisiert Müller die aktuelle Entwicklung. „Der Wohnungsbau ist nach wie vor im freien Fall. Im Mai wurden preisbereinigt 21,5 Prozent weniger Aufträge vergeben. Für die ersten fünf Monaten sind wir schon bei einem Minus von 32,1 Prozent. Wenn da nicht bald was nachkommt, gehen uns nicht nur die Wohnungen, sondern den Unternehmen auch die Arbeit aus.”

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes, des ifo Instituts sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.
1 Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten | 2 saison-, kalender- und preisbereinigt | 3 kalenderbereinigt

 

 

]]>
Pressemitteilung
news-1306 Mon, 10 Jul 2023 11:07:00 +0200 Amtlichen Baupreisindizes (Mai 2023) https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-07-10-amtlichen-baupreisindizes-april-2023/ Zahlen und Fakten Der Baupreisindex für Wohngebäude (Neubau) in Nordrhein-Westfalen war im Mai 2023 um 7,7% höher als ein Jahr zuvor. Im Vergleich zu Februar 2023 sind die Preise um 0,7% gestiegen. Wie das Statistische Landesamt mitteilt, erreichte der Baupreisindex einen Wert von 150,5 Punkten (berechnet auf der Basis 2015 = 100).

Im Vergleich zu Mai 2022 stiegen die Baupreise für den Neubau konventionell gefertigter Wohngebäude in Nordrhein-Westfalen im Mai 2023 um 7,7%.

Die Preise für Rohbauarbeiten an Wohngebäuden nahmen im Vorjahresvergleich um 4,2% zu. Für Ausbauarbeiten stiegen sie um 10,8%.

Die Neubaupreise für Bürogebäude bzw. gewerbliche Betriebsgebäude stiegen um 7,7% bzw. 7,1%, während die Preise im Straßenbau gegenüber Mai 2022 um 11,4% zunahmen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

]]>
Aktuelles
news-1305 Wed, 05 Jul 2023 16:18:00 +0200 Rahmedetalbrücke nur die Spitze des Eisberges – Brückenbauquote muss sich verdoppeln https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-07-05-rahmedetalbruecke-nur-die-spitze-des-eisberges-brueckenbauquote-muss-sich-verdoppeln/ Düsseldorf. Die Bauvergabe für die Rahmedetalbrücke ist nach langem Vorlauf nun erfolgt. Dies ist jedoch nur ein erster Schritt im Brückenbau-Marathon, den Nordrhein-Westfalen vor sich hat, sagt Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin der BAUINDUSTRIE NRW. Um dem Sanierungsstau Herr zu werden und die von Politik und öffentlichen Auftraggebern angekündigten notwendigen Zielvorgaben zu erreichen, müsste die Brückenbauquote der vergangenen Jahre verdoppelt werden. Langes Warten – das gilt nicht nur für alle Pendler, die tagtäglich auf den Umgehungen der Rahmedetalbrücke im Stau stehen, sondern auch für den Prozess, bis der Bau der neuen Brücke beginnen kann. Nun ist die Entscheidung getroffen und es kann gebaut werden. Ein wichtiger Schritt – aber nur ein Anfang bei der Bewältigung einer Mammutaufgabe für die nordrhein-westfälische Infrastruktur. Laut Autobahn GmbH und Straßen.NRW müssen in den kommenden zehn Jahren rund 800 bis 1.000 Brücken im bevölkerungsreichsten Bundesland saniert oder neu gebaut werden. Hier hake es häufig an Bürokratie und langen Genehmigungsverfahren, erklärt Prof. Beate Wiemann: „Wenn das Tempo bei den Vergaben nicht enorm beschleunigt wird, ist das Verkehrschaos rund um die Rahmedetalbrücke erst der Anfang. Nordrhein-Westfalen droht ein infrastruktureller Kollaps.“

Neben der Behebung bürokratischer Hemmnisse fordert die BAUINDUSTRIE NRW eine verbesserte Planbarkeit: „Bauunternehmen müssen sich wirtschaftlich und personell auf diese enormen Herausforderungen einstellen können“, so Prof. Beate Wiemann. Aktuell gebe es keinerlei Ausblicke darauf, welche Brückenprojekte wann und in welchem Umfang ausgeschrieben werden. „Unsere Bauunternehmen sind hochqualifiziert und bestens organisiert. Aus ökonomischer Sicht können sie die Kapazitäten jedoch nur dann hochfahren, wenn sie sich langfristig und verlässlich auf die geplanten Projekte und die voraussichtlichen Ausführungszeiträume einstellen können, die dann auch eingehalten werden. Hier müssen alle Akteure an einem Strang ziehen.“

Wie leistungsstark und innovativ die nordrhein-westfälischen Bauunternehmen sind, zeigt sich im Brückenbau ganz deutlich. Höher, weiter, schneller – das sind die Parameter, an denen geschraubt wird. So arbeiten beispielsweise verschiedene Unternehmen mit Techniken des Fertigteilbrückenbaus, bei dem die einzelnen Bauteile an anderer Stelle vorproduziert werden können. Die eigentliche Montage geht so in einem Bruchteil der sonstigen Bauzeit vonstatten. Durch das deutlich kürzere Stauaufkommen wird der CO2-Ausstoß während der Bauzeit immens reduziert. „Auch hier gilt: Die Bauindustrie kann ihr gesamtes Potenzial noch gar nicht entfalten. Bei der Bahn werden beispielsweise kaum Fertigteilbrücken zugelassen“, so Prof. Beate Wiemann. Dies liege auch an den sehr komplizierten und langwierigen Genehmigungsprozessen der Aufsichtsbehörde. „Daher unser Appell: Den Brückenbau-Marathon bewältigen wir nur mit offenem Visier und in einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit, bei der alle Informationen auf dem Tisch liegen.“

 

]]>
Pressemitteilung
news-1304 Wed, 05 Jul 2023 08:18:00 +0200 Hochleistungskorridore der Bahn nicht realisierbar https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-07-05-hochleistungskorridore-der-bahn-nicht-realisierbar/ Kabinett berät über Haushalt: Real weniger Investitionsmittel Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, zum Bundeshaushalt:

„Bei allem Verständnis für die derzeitige Situation: Der Bundeshaushalt lässt Verlässlichkeit für die verkehrspolitischen Ziele der Bundesregierung vermissen. Zwar bekommen alle Verkehrsträger auf dem Papier mehr Geld, inflationsbereinigt sieht das aber anders aus. Die Koalition muss sich also ehrlich machen: Die Gelder reichen weder aus, um gestiegene Kosten auszugleichen und erst recht nicht, um die großen politischen Projekte der Koalition umzusetzen. Dazu gehören insbesondere die Hochleistungskorridore der Deutschen Bahn, die mit dem jetzigen Haushaltsansatz nicht umsetzbar sind. Dieser deckt gerade mal ein Drittel der notwendigen Investitionen für 2024 ab. So wird die Verkehrswende nicht gelingen, im Gegenteil. Die Deutsche Bahn und die Bauwirtschaft haben immer wieder darauf hingewiesen, dass ohne ausreichende Investitionen weitere Qualitätseinbußen im bereits maroden Schienennetz zu erwarten sind. Das erleben zigtausende Fahrgäste und Speditionsunternehmen jeden Tag aufs Neue. Was die Politik nun betreibt, ist ein Szenario der Unsicherheit – sowohl für die Bahn als auch für die Bauwirtschaft. Denn: Das Versprechen, die gestiegenen CO2-Einnahmen der Maut in die Verkehrswege zurückzuführen, hält die Regierung nicht.

Insgesamt muss sich die Koalition fragen, wohin sie wirtschaftspolitisch steuern möchte. Denn Investitionen sind kein Selbstzweck, sie sind volkswirtschaftliche Basis für unsere Industrien und sichere Arbeitsplätze. Es fehlt eine langfristige Investitionsstrategie und eine nachhaltige Wirtschaftspolitik für den Industriestandort. Anstatt Industrieproduktion auf Dauer zu subventionieren, sollte deshalb endlich an Lösungen für das eigentlichen Problem - eine ausreichende Energieversorgung und gute Logistikinfrastrukturen - erarbeitet werden. Dazu gehört der zügige Ausbau der Erneuerbaren Energien ebenso wie ein solides und tragfähiges Schienen-, Wasserstraßen und Straßennetz, für den Personen- und Güterverkehr und für den Wirtschaftsstandort Deutschland.“

 

]]>
Pressemitteilung
news-1302 Thu, 29 Jun 2023 11:07:00 +0200 Schnell-Info zur Baukonjunktur (April 2023) https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-06-29-schnell-info-zur-baukonjunktur-april-2023/ Zahlen und Fakten Die Auftragseingänge des nordrhein-westfälischen Bauhauptgewerbes (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) lagen im April 2023 nominal um 1,0 % unter Vorjahresniveau (preisbereinigt: -14,1 %). Die Umsätze nahmen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 1,9 % zu (preisbereinigt: -11,6 %).

Für das bundesweite Bauhauptgewerbe ergibt sich für April 2023 ein nominaler Anstieg des Auftragseingangs um 1,2 %. Aufgrund der gestiegenen Preise entspricht dies einem realen Minus von 12,1 %. Die Umsätze verzeichneten im Vergleich zu April 2022 ein nominales Plus von 2,7 % (preisbereinigt: -10,8 %).

Weitere Informationen finden Sie hier.

]]>
Aktuelles
news-1298 Mon, 26 Jun 2023 15:18:00 +0200 Ausbildungspreis der BAUINDUSTRIE NRW 2023 – Jetzt bewerben! https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-06-26-ausbildungspreis-der-bauindustrie-nrw-2023-jetzt-bewerben/ Mit dem Ausbildungspreis der BAUINDUSTRIE NRW werden Bauindustrieunternehmen und gewerbliche Auszubildende ausgezeichnet, die ein besonderes Engagement im Rahmen der Ausbildung zeigen und sich sozial engagieren. Der im Jahr 2022 erstmalig ausgelobte Preis soll Azubis und Unternehmen ehren, die mit hoher Ausbildungsqualität überzeugen und somit den Fachkräftemangel gezielt angehen.

Bewerbungen sind ab 03. Juli 2023 möglich, die Preisverleihung findet am 21. September 2023 statt.

Was wird prämiert und wer kann sich bewerben?

Wir berücksichtigen vier Kriterien, die den Auszubildenden und das Unternehmen besonders auszeichnen:

• Hohe Sozialkompetenz des Auszubildenden

• Ergebnis der Zwischenprüfung in einem gewerblichen Bauberuf (nach ein oder zwei Jahren Ausbildungsdauer)

• Ehrenamtliches/soziales Engagement des Auszubildenden

• Unterstützungsangebot durch den Ausbildungsbetrieb für Auszubildende und Ausbildungspersonal

Der Ausbildungspreis der BAUINDUSTRIE NRW wird an drei gewerbliche Auszubildende nach Absolvierung der Zwischenprüfung und deren Unternehmen vergeben, die Mitglied im Bauindustrieverband NRW sind und/oder deren Auszubildende die überbetrieblichen Lehrgänge in unseren Ausbildungszentren in Hamm, Kerpen oder Oberhausen besuchen.

Das Auswahlverfahren

Die Bewerbung erfolgt über einen kurzen Bewerbungsbogen als Grundlage für das Auswahlverfahren. Parallel dazu werden auch die Ausbilder des Berufsförderungswerkes der Bauindustrie gebeten, geeignete Azubis auf die Möglichkeit einer Bewerbung hinzuweisen. Eine Jury sichtet die Bewerbungen und wählt drei Gewinner aus.

Was beinhaltet der Preis?

Die drei Gewinner-Auszubildenen und deren Ausbildungsunternehmen werden zur Preisverleihung am 21. September 2023 eingeladen. Dort erhalten sie neben einer Urkunde, einem Signet und einem Pokal ein Preisgeld in Höhe von 500 Euro. Über die Preisträger wird zudem öffentlichkeitswirksam berichtet.

Alle Informationen auf einen Blick finden Sie hier.

Den Bewerbungsbogen können Sie sich hier herunterladen.

Wir freuen uns auf Ihre Bewerbung.

]]>
Aktuelles
news-1299 Mon, 26 Jun 2023 08:18:00 +0200 Dem Bau gehen die Aufträge aus – Investitionsstreik macht sich breit https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-06-26-dem-bau-gehen-die-auftraege-aus-investitionsstreik-macht-sich-breit/ Auftragseingang den dreizehnten Monat in Folge im Minus. Umsatzrückgang mittlerweile zweistellig. „Dem Bau gehen so langsam die Aufträge aus. Der aktuelle Auftragsbestand wird von den Bauunternehmen noch sukzessive abgebaut, es kommt aber immer weniger nach. Der Auftragseingang, woraus sich künftige Umsätze und Gewinne speisen, wies im April abermals einen realen Rückgang aus. Das war mittlerweile der dreizehnte Monat in Folge. Es ist somit kein Wunder, dass nun auch der Umsatz zweistellig im Minus ist.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für das Bauhauptgewerbe. Demnach hat das Statistische Bundesamt für das deutsche Bauhauptgewerbe1 für den Monat April 2023 im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat einen Auftragsrückgang3 von real 10,3 Prozent ausgewiesen. Für den gesamten Zeitraum von Januar bis April ergibt sich mittlerweile ein realer Ordereinbruch3 von 16,9 Prozent. Sogar im Vergleich zum Vormonat2 wurde ein Auftragsrückgang von 1,3 Prozent ausgewiesen. Der Umsatz1 ist nominal zwar mit 2,7 Prozent noch leicht im Plus, aufgrund der nach wie vor stark gestiegenen Baumaterial- und somit Baupreisen aber um real 10,8 Prozent eingebrochen. Für die ersten vier Monate ergibt sich damit ein Umsatzminus von real 8,9 Prozent.

„Nach wie vor leidet insbesondere der Wohnungsbau unter dem kostenbedingten „Investitionsstreik“ der privaten und gewerblichen Investoren. Hier ist der Auftragseingang im April preisbereinigt um 29,8 Prozent eingebrochen. Für die ersten vier Monate ergibt sich ein Minus von 34,6 Prozent. Bei einem Rückgang der Wohnungsbaugenehmigungen im gleichen Zeitraum von 27,3 Prozent ist das nicht verwunderlich. Die fehlenden Aufträge von heute sind die fehlenden Wohnungen von morgen. Die schon jetzt zu beobachtende Knappheit wird sich somit noch deutlich verstärken“, erläutert Müller die aktuelle Situation. Das nominale, aber auch reale Orderplus im April in den Sparten Wirtschaftstiefbau – hervorgerufen durch Großaufträge bei der Bahn – sowie Öffentlicher Hochbau hätte den starken Einbruch im Wohnungsbau und die Rückgänge in den anderen Sparten nicht ausgleichen können. Für den gesamten Zeitraum Januar bis April wiesen sämtliche Bausparten ein reales Minus aus. Müller: „Für die nahe Zukunft der Branche ist dies keine gute Entwicklung.“ Man könne es den Bauunternehmen somit nicht verdenken, dass sie ziemlich pessimistisch auf die kommenden sechs Monate schauen würden. Immerhin hätten im Rahmen des ifo Konjunkturtests im Mai 39 Prozent der Befragten angegeben, eine eher ungünstigere Entwicklung ihrer Geschäftslage zu erwarten, im Wohnungsbau wären es sogar 57 Prozent gewesen, so viele wie noch nie im Monat Mai.

 

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes, des ifo Instituts sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.
1 Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten | 2 saison-, kalender- und preisbereinigt | 3 kalenderbereinigt

 

]]>
Pressemitteilung
news-1295 Wed, 14 Jun 2023 08:18:46 +0200 Wie sieht die Baustelle 2045 aus? https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-06-14-wie-sieht-die-baustelle-2045-aus/ HDB legt mit VDMA Baumaschinen Zukunftsstudie vor. Neue Konjunktur-Zahlen zum Tag der BAUINDUSTRIE Die Klimaschutzziele sind gesetzt: Bis 2045 will Deutschland klimaneutral sein. Dies gilt auch für das Bauen. Die „Baustelle 2045“ beginnt und endet dabei aber nicht am Bauzaun. Bauunternehmen setzen um, was andere geplant haben. Sie nutzen Materialien, die im In- und Ausland produziert worden sind. Und sie bewegen sich in einem streng regulierten Rechtsrahmen, der von Kommunen, Bundesländern und dem Bund vorgegeben wird – mit teilweise unterschiedlichen Ausprägungen und politischen Interessen. Klimaverträgliches Bauen kann deshalb nur in Kooperation aller Beteiligten gelingen.


Die BAUINDUSTRIE hat deshalb gemeinsam mit dem VDMA Baumaschinen und Baustoffanlagen das Fraunhofer-Institut beauftragt, eine Roadmap für den Weg zur klimaneutralen „Baustelle 2045“ zu erstellen. Sie benennt und sortiert notwendige Maßnahmen, zeigt Wechselwirkungen auf und ordnet Verantwortlichkeiten mit entsprechenden Zeitplänen zu: Von der Projektausschreibung und -vergabe, über das technische Regelwerk, Forschung und Entwicklung, den Baumaschinenfuhrpark, notwendige Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen bis hin zum zirkulären Bauen.

„Unsere Roadmap zur klimaneutralen Baustelle zeigt, wie komplex, herausfordernd und zeitkritisch die vor uns liegende Aufgabe ist. Mit den meisten Maßnahmen müssen wir dringend heute anfangen, wenn sich die Wirkung vor 2045 einstellen soll. Am Ende geht es um einen radikalen Paradigmenwechsel – weg vom Silo-Denken und hin zu einem integrierten Ansatz bei Planung und Bau, kooperativen Vergabe- und Vertragsmodellen und digitalisierten Prozessen. Ansätze, die banal und selbstverständlich klingen, sich aber noch nicht in allen Köpfen durchgesetzt haben. Sie müssen zum Leitbild für die Baustelle 2045 werden“, so BAUINDUSTRIE-Präsident Peter Hübner.

„Die Megatrends für Baumaschinen als Teil einer CO2-neutralen Baustelle - Digitalisierung und neue Antriebskonzepte - haben sich im Rahmen der vorliegenden Studie bestätigt. Die Transformation gelingt nur mit technologieoffenen Konzepten, die den Anwendungsfall und individuellen Bedarf einer Baustelle berücksichtigen. Eng gekoppelt ist das Thema mit der Frage nach der Energieversorgung. Die Studie zeigt mit ihrer Roadmap, wie die Transformation bis 2045 gelingen kann und ist auch für unsere Branche eine gute Grundlage für entsprechende Maßnahmen und die notwendige politische Diskussion“, erläutert Joachim Schmid, Geschäftsführer VDMA Baumaschinen und Baustoffanlagen.

Hübner: „Die Bauunternehmen sind sich ihrer Schlüsselrolle für den Klimaschutz bewusst und nehmen sie engagiert an. Doch Investitionen in notwendige Fachkräfte, Baumaschinen und Know-how sind nur dann finanzierbar, wenn auch unsere Kunden in den Bau von Wohnungen, Verkehrswegen und Industrieanlagen investieren. Es kommt dabei vor allem auf die öffentliche Hand an, Investitionen in leistungsfähige Verkehrswege zu verstetigen, eine Balance aus Förderung und Anreizen für bezahlbares Wohnen zu finden und Maßnahmen gegen die anhaltende Regulierungsflut zu ergreifen – für eine schnelle Zulassung von Innovationen und neuen Baustoffen und weniger Bürokratie. Dadurch kann die Politik nicht nur dem Bau und seinen 930.000 Beschäftigten eine Perspektive geben. Mit jedem in den Bau investierten Euro stärkt sie auch den Standort Deutschland.“


Aktuelle Branchen-Zahlen zum Tag der BAUINDUSTRIE (14. Juni)

  • Die Branche geht für das laufende Jahr von einem realen Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von 6 Prozent aus. Besonders betroffen wird der Wohnungsbau sein. Es wird ein Umsatzrückgang von 9 Prozent erwartet.
  • Nachdem der Auftragseingang bereits im Vorjahr real um 9,7 Prozent zurückgegangen ist, ergibt sich für das 1. Quartal 2023 eine weitere Abnahme um 18,6 Prozent.
  • Der Auftragsbestand lag Ende März 2023 zwar (nominal) nochmals um 2 Milliarden Euro höher als ein Jahr zuvor, dies ist jedoch auf die stark gestiegenen Baupreise zurückzuführen. Real ist ein Minus von 11 Prozent zu verbuchen, besonders ausgeprägt im Wohnungsbau mit minus 21 Prozent.
  • Lag die Reichweite der Auftragsbestände im Februar 2022 noch bei 5,0 Monaten, waren es im Mai 2023 nur noch 4,0 Monate.
  • Die Branche rechnet 2023 mit 250.000 fertiggestellten Wohnungen. Ohne große Änderungen der Rahmenbedingungen dürfte das Ergebnis 2024 schlechter ausfallen.
  • Große Sorgen bereitet der Verkehrswegebau: 2023 stehen in der Investitionslinie Verkehr des Bundes für Straßen, Schienen und Wasserwege mit 18,6 Milliarden Euro knapp 800 Mio. Euro weniger zur Verfügung als im Vorjahr. Ein deutlicher Rückgang, der durch steigende Preise vervielfacht wird.
  • Ähnlich problematisch sieht es bei den Kommunen aus, die nach wie vor etwa 60 Prozent der öffentlichen Baunachfrage stellen. Zwar planen die Kommunen für 2023 mit einem Investitionsplus von 4,4 Prozent. Durch steigende Preise ergibt sich jedoch ein reales Minus und damit ein tendenziell weiter steigender Investitionsrückstand.

Alle Infos (Sprechzettel und Roadmap):
www.bauindustrie.de/pm/baustelle2045

]]>
Pressemitteilung
news-1294 Tue, 13 Jun 2023 12:00:00 +0200 NRW-Kommunen auf dem Weg zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaresilienz https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-06-13-nrw-kommunen-auf-dem-weg-zu-mehr-nachhaltigkeit-und-klimaresilienz/ Zum Thema „Nachhaltigkeit, Klimaschutz und Klimaresilienz in Kommunen“ fand am 12. Juni 2023 eine Konferenz in Düsseldorf statt. Die Kooperationsveranstaltung der BAUINDUSTRIE NRW, der Architektenkammer NRW und des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Rheinland Westfalen (VdW) war mit rund 200 Teilnehmern ausgebucht, stellte Best-Practice-Beispiele vor und gab neue Impulse. Unter der Schirmherrschaft von Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung des Landes Nordrhein-Westfalen, konnten sich die Gäste in verschiedenen Panels informieren und miteinander vernetzen.

Nordrhein-Westfalen steht vor der Aufgabe, eine Nachhaltigkeits- und Klimawende zu vollziehen: Klimaschädliche Emissionen müssen weiter reduziert, eine weitreichende Kreislaufwirtschaft soll etabliert und eine höhere Klimaresilienz der gebauten Umwelt erreicht werden. Dass die Kommunen in NRW dabei wichtige Treiber sind und eine Vorbildfunktion einnehmen, erläuterte Ministerin Ina Scharrenbach in ihrem Eröffnungsimpuls.  

In den vier Panels der Konferenz konnten sich die Teilnehmer aus Kommunen, Politik, lokalen Netzwerken, Initiativen und Verbänden zu den verschiedensten Themen rund um Nachhaltigkeit informieren und mitdiskutieren. Im Fokus standen die Bereiche „Planen und Vergabe“, „Wohnen und Quartiere“, „Nachhaltige Baustoffe und Bauverfahren“ sowie „Resiliente Kommunen“. In der sich anschließenden Schlussrunde kamen die Podiumsgäste zum Fazit, dass Nachhaltigkeit nur im Schulterschluss von Kommunen und öffentlichen Auftraggebern, Planerinnen und Planern sowie Bauunternehmen, Wissenschaft und Forschung gelingen kann.

Hier sieht auch Daniel Strücker, Präsident der BAUINDUSTRIE NRW die größte Herausforderung für nachhaltiges Bauen. „Eine besondere Verantwortung liegt bei unse-ren Auftraggebern. Kommunen müssen in ihren Ausschreibungen Nachhaltigkeit, Kli-maschutz und Klimaresilienz aktiv einfordern. Nur dann kann die Bauindustrie ihre Innovationen und Ideen einbringen und die öffentlichen Bauprojekte auf zukunftsfähige Beine stellen.“

Für den Präsidenten der Architektenkammer Nordrhein-Westfalen, Ernst Uhing, muss vor allem der Baubestand in den Fokus gerückt werden. Wichtig sei, Nachhaltigkeit – auch in der Bestandssanierung – von Beginn an mitzudenken. „Für eine nachhaltige Planung über den gesamten Lebenszyklus bedarf es einer frühen Einbeziehung und Kommunikation aller Akteurinnen und Akteure“, betont der Präsident der Architektenkammer NRW.  

Alexander Rychter, Verbandsdirektor des VdW Rheinland Westfalen, weist darauf hin, dass Nachhaltigkeit auch bedeutet, die Mieten im Blick zu behalten. „Wir müssen es schaffen, Klimaschutz und Klimaresilienz mit bezahlbaren Mieten zu vereinbaren. Das gelingt nur, wenn die Förderkulisse auf Landes-, aber insbesondere auf Bundesebene dies zulässt.“

]]>
Pressemitteilung
news-1292 Thu, 01 Jun 2023 09:47:00 +0200 Bauunternehmer treten auf die Einstellungsbremse: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-06-01-bauunternehmer-treten-auf-die-einstellungsbremse/ Offene Stellen für Baufacharbeiter rückläufig Aufträge brechen weg und immer mehr Bauunternehmen treten auf die Einstellungsbremse: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) meldete für Mai 2023 im Vorjahresvergleich einen Rückgang der Zahl der offenen Stellen für Facharbeiter mit bauhauptgewerblichen Berufen von 16,5 Prozent auf 15.420, das ist der achte Rückgang in Folge. Im Spartenvergleich sind die Hochbauunternehmen am stärksten auf die Einstellungsbremse getreten, die Zahl der offenen Stellen sank um 19,8 Prozent. „Bei der Situation im Wohnungsbau ist das kein Wunder, schließlich sind die Baugenehmigungen in dieser Bausparte im ersten Quartal dieses Jahres um 26 Prozent eingebrochen, die Auftragseingänge sogar um real 36 Prozent. Von einer generellen Trendwende auf dem Bauarbeitsmarkt kann aber (noch) nicht gesprochen werden. Schließlich liegt die Zahl der offenen Stellen nach wie vor auf einem hohen Niveau. Außerdem klagen im Branchendurchschnitt noch 32 Prozent der vom ifo befragten Bauunternehmen über Fachkräftemangel, allerdings mit deutlich unterschiedlicher Ausprägung: Der Mangel ist im Wohnungsbau mit 26 Prozent erwartungsgemäß niedriger.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Arbeitsmarktdaten für die Bauwirtschaft.

Dass sich die Einstellungsbremse aber weiter bemerkbar machen werde, darauf deute der Blick auf die vorgelagerten Branchen hin: Die Bauträger und die Unternehmen, die Grundstücke erschließen, hätten die Zahl ihrer offenen Stellen um 37,1 Prozent gestrichen, offene Stellen für Architekten seien um 27,4 Prozent zurückgegangen. Müller: „Der Auftragsmangel macht sich überall bemerkbar. Sehr vereinzelnd mussten Bauunternehmen sogar Personal entlassen.“ Schließlich hätte die BA für Mai 14.170 arbeitslose Baufacharbeiter:innen mit bauhauptgewerblichen Berufen gemeldet, 10,2 Prozent mehr als im gleichen Monat des Vorjahres, das sei der dritte Anstieg in Folge.

Müller: „Die Beschäftigungsdynamik der vergangenen Jahre wird nun erst einmal zu Ende sein – die Betriebe des Bauhauptgewerbes haben seit dem Beschäftigten-Tiefpunkt 2009 nahezu 500.000 Personen eingestellt, abzüglich der Rentenabgänge war dies ein Plus von knapp 222.000. Für das laufenden Jahr gehen wir von einer Stagnation der Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe aus. Die Bauunternehmen werden vor allem versuchen, den Abgang in die Rente auszugleichen.“ Der Fokus läge immer noch auf „Personalstand halten“, schließlich hätten dies im Rahmen der aktuellen Frühsommerumfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages 72 Prozent der Befragten angegeben. Angesichts der nach wie vor vorhandenen Meldungen über einen Fachkräftemangel sei dies verständlich.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten der Bundesagentur für Arbeit, des DIHK sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

]]>
Pressemitteilung
news-1290 Fri, 26 May 2023 11:07:00 +0200 Schnell-Info zur Baukonjunktur (März 2023) https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-05-26-save-the-date-2/ Zahlen und Fakten Die Auftragseingänge des nordrhein-westfälischen Bauhauptgewerbes (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) lagen im März 2023 nominal um 1,0 % über Vorjahresniveau. Die Umsätze nahmen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 9,3 % zu.

Im Bundesgebiet verzeichneten die Auftragseingänge im März 2023 ein nominales Minus von 7,9 % im Vergleich zum Vorjahresmonat (preisbereinigt: - 20,1 %). Die Umsätze nahmen im Vergleich zum März 2022 nominal um 5,7% zu (preisbereinigt: - 8,2 %).

Weitere Informationen finden Sie hier.

]]>
Aktuelles
news-1287 Thu, 25 May 2023 10:47:00 +0200 Bauunternehmen schauen pessimistisch in die Zukunft https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-05-25-bauunternehmen-schauen-pessimistisch-in-die-zukunft/ Auftragseingang bricht auch im März 2023 im Vergleich zum Vorjahresmonat ein. Wohnungsbau abermals am stärksten betroffen. Das Statistische Bundesamt meldet für das deutsche Bauhauptgewerbe1 für den Monat März 2023 im Vergleich zum Vormonat2 ein leichtes Orderplus von 0,9 Prozent. Im aussagekräftigeren Vergleich zum Vorjahresmonat ist der Auftragseingang1,3 preisbereinigt allerdings um 20,1 Prozent zurückgegangen. Der starke Rückgang ist zum Teil auch einem statistischen Basiseffekt geschuldet: Im März 2022 wurde ein Orderplus von real 16,8 Prozent ausgewiesen. „Insbesondere der Wohnungsbau leidet unter der Zurückhaltung der privaten und gewerblichen Investoren. Die Aufträge sind im März um 37,9 Prozent eingebrochen.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die Konjunkturindikatoren für das Bauhauptgewerbe. Seit dem April 2022 sei der Auftragseingang im Wohnungsbau – somit seit genau 12 Monaten – zweistellig im Minus. Für das erste Quartal 2023 wird sogar ein Rückgang von 36 Prozent ausgewiesen. „Eine Besserung ist nicht in Sicht, schließlich sind auch die Wohnungsbaugenehmigungen im freien Fall. Es ist daher kein Wunder, dass im April – laut einer ifo-Umfrage – jedes dritte Bauunternehmen über Auftragsmangel im Wohnungsbau klagt, im März war es noch jedes vierte.“ Der Wirtschaftsbau und der Öffentliche Bau hätten den Einbruch im Wohnungsbau nicht ausgleichen können: Im Branchendurchschnitt werde für das erste Quartal ein reales Minus im Auftragseingang1,3 von 18,9 Prozent gemeldet.

Müller: „Es überrascht daher nicht, dass die Unternehmen für das Bauhauptgewerbe1 im März einen preisbereinigten Umsatzrückgang von 8,2 Prozent gemeldet haben. Für die ersten drei Monate ist dies schon ein Minus von ebenfalls 8,2 Prozent. Stabilisierend wirken zwar die in den Vorjahren aufgebauten hohen Auftragsbestände, diese nehmen aber rapide ab. Die traditionelle Frühjahrsbelebung am Bau wird dieses Jahr ausfallen.“ Entsprechend pessimistisch schauten die Unternehmen auf die kommenden 12 Monate: 35 Prozent der im Rahmen der aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) befragten Bauunternehmen erwarteten eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage, von den Hochbauunternehmen sogar 43 Prozent. Demgegenüber erwarteten nur 8 bzw. 7 Prozent eine Verbesserung. „Die zunehmende Verschlechterung der Baukonjunktur hat sich auch schon auf die Ertragslage ausgewirkt. Immerhin klagt laut DIHK nahezu jedes fünfte (Wohnungs-)Bauunternehmen über einen Eigenkapitalrückgang. Es ist somit kein Wunder, dass nahezu jedes dritte plant, seine Investitionen zu reduzieren. Insbesondere die für die Zukunft der Branche so wichtigen Investitionen in Innovation stehen auf dem Prüfstand.“

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes, des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, des ifo Instituts sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

1 Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten | 2 saison-, kalender- und preisbereinigt | 3 kalenderbereinigt

]]>
Pressemitteilung
news-1285 Tue, 23 May 2023 13:47:18 +0200 Wohnungsneubau: Vorjahrsniveau gehalten, Rückgang für 2023 erwartet https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2023-05-23-wohnungsneubau-vorjahrsniveau-gehalten-rueckgang-fuer-2023-erwartet/ Fertigstellungen 2022 minimal gestiegen Die Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum in Deutschland bleibt ein Problemfall. Zwar konnte das Vorjahresniveau angesichts des hohen Bauüberhangs gehalten und 2022 295.300 Wohnungen im Neu- und Umbau fertiggestellt werden. Steigende Materialpreise und Bauzinsen, kaum verlässliche Förderbedingungen sowie immer höhere, teils staatlich verordnete Gebäudeanforderungen werden 2023 jedoch deutliche Spuren hinterlassen. „Es ist eine enorme Leistung unserer Bauunternehmen, unter schwierigsten Bedingungen knapp 300.000 Wohnungen zu bauen. Zur Wahrheit gehört aber, dass 2022 fast alles fertiggestellt wurde, was noch im Bau war. Dieses Polster ist nun aufgebraucht, so dass wir angesichts sinkender Baugenehmigungen und einem Rückgang im Auftragseingang von 40 Prozent 2023 eine Bauchlandung erleben werden. Vielen Investoren geht aufgrund steigender Preise die Puste aus, weshalb auch den Wohnungsbauunternehmen bald die wirtschaftliche Perspektive fehlen wird. Alles zum Leid derjenigen, die dringend eine bezahlbare Wohnung suchen.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Werte für 2022. Die Zahl der fertiggestellten Wohnungen stieg im Vorjahr – wegen des hohen Bauüberhangs – gegenüber 2021 nur minimal um 2.000 beziehungsweise 0,6 Prozent.

„Für das laufende Jahr rechnen wir bestenfalls mit 250.000 fertiggestellten Wohnungen. Gerade in den Ballungsgebieten und ihrem Umland wird damit die Wohnungsnot zementiert“, so Müller. Auch 2024 sei kaum Besserung in Sicht, die Fertigstellungszahlen werden angesichts dramatisch eingebrochener Baugenehmigungen weiter sinken. Müller forderte abermals die Politik auf, Vertrauen am Markt wiederherzustellen, damit Investoren zurück an den Markt kommen. „Der Dreiklang aus einer verlässlichen Neubauförderung, Steueranreizen und weniger Regulierung muss endlich Gehör finden. Die Ampelkoalition muss dringend Investoren für den Wohnungsneubau motivieren, dafür braucht es verlässliche Marktbedingungen“, so Müller. Insbesondere die Entschlackung der Überregulierung am Bau sei ein Hebel, Baukosten und damit Preise zu senken – etwa im Bereich der Baustandards oder der Gebäudeenergieeffizienz, auch ohne die Klimaschutzziele aus den Augen zu verlieren.

Alle Angaben beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes und Berechnungen des HDB.

]]>
Pressemitteilung