Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Sun, 04 Dec 2022 23:47:31 +0100 Sun, 04 Dec 2022 23:47:31 +0100 TYPO3 EXT:news news-1224 Fri, 02 Dec 2022 13:53:17 +0100 Dramatische Lage im Wohnungsbau: Teufelskreis durchbrechen. Jetzt! https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-12-02-dramatische-lage-im-wohnungsbau-teufelskreis-durchbrechen-jetzt/ In einem gemeinsamen Appell haben heute 17 Spitzenverbände und Kammern des Bau-, Planungs- und Immobilienwirtschaft ihre Forderungen an Bundesregierung und Bundestag sowie die Verantwortlichen in den Ländern formuliert. HDB-Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller, IVD-Bundesgeschäftsführerin Carolin Hegenbarth, ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa sowie ZIA-Hauptgeschäftsführer Oliver Wittke erläuterten heute im Pressegespräch stellvertretend die Lage und die politischen Forderungen.

Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB): „Der Bund – aber vor allem die Länder haben noch nicht das geliefert, was notwendig ist, um wirklich mehr bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Es dürfen keine Luftschlösser, es müssen Wohnungen gebaut werden, damit die Meterinnen und Mieter nicht im Regen stehen. Bei den ambitionierten Zielen der Bundesregierung kommen wir daher am seriellen, industriellen Bauen nicht vorbei. Nur so können wir zügig, qualitativ hochwertig und kostengerecht zusätzlichen Wohnraum schaffen. Unsere Forderung ist klar und kostet keinen einzigen Cent extra. Nur den Mut und den Willen der Bundesländer. Denn sie müssen ihre Landesbauordnungen endlich harmonisieren, damit wir industrielle in Serie und mit einem technologieoffenen Mix an bewährten, recycelten und neuen Baumaterialien bundesweit bezahlbares Wohnen ermöglichen können.“

Carolin Hegenbarth, Bundesgeschäftsführerin Immobilienverband Deutschland (IVD): „Es ist keine Zeit mehr für lange Diskussionsrunden und den Versuch, es allen recht zu machen. Jetzt gilt es, alle Hürden, die dem zügigen Bau von bezahlbarem und bedarfsgerechtem Wohnraum im Wege stehen, abzubauen. Wir brauchen Planungssicherheit und ein investitionsfreundliches Klima für alle Akteure der Wohnungswirtschaft inklusive der privaten Bauherren. Jede zusätzliche Wohnung sorgt für Entlastung.“

ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa: „Wir brauchen eine konsistente und stimmige Baupolitik; dazu gehören auch verlässliche und auskömmliche Rahmen- und Förderbedingungen. Daher fordern wir die Wiedereinführung der ausgelaufenen Sonder-AfA im Mietwohnungsbau sowie für den sozialen Wohnungsbau die Entkoppelung der Förderung von dem KfW-40-Standard. Nur so werden wir mehr als die bisherigen 25.000 Sozialwohnungen jährlich bauen können."

Oliver Wittke, Hauptgeschäftsführer des Zentralen Immobilien Ausschusses (ZIA): „Der Wohnungsneubau in Deutschland steht aufgrund explodierender Preise, steigender Zinsen und zerschlagener Förderkulisse vor dem Kollaps. Wenn die Politik jetzt nicht gegensteuert, laufen wir sehenden Auges in einen Wohnungsnotstand. Wir brauchen jetzt eine zielgenau Neubauförderung, eine Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren sowie steuerliche Anreize für Investitionen.“

 

]]>
Pressemitteilung
news-1223 Thu, 01 Dec 2022 11:38:48 +0100 Konjunkturelle Entwicklung der NRW-Bauwirtschaft https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-12-01-konjunkturelle-entwicklung-der-nrw-bauwirtschaft-2/ Teils deutlicher Auftragseinbruch im September 2022 / NRW von Januar bis September besser als Bundestrend / Zahl der Beschäftigten im Plus
  • Auftragseingang (- 16,6%) und Umsätze (- 5 %) real deutlich rückläufig
  • Hochbau ohne Wohnungsbau - 29,6 %
  • Wohnungsbau - 21,2 %
  • Tiefbau - 4,9 %
  • Die Auftragseingänge des nordrhein-westfälischen Bauhauptgewerbes (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) lagen im September 2022 nominal um 2,5 % unter Vorjahresniveau. Aufgrund der stark gestiegenen Preise ist dies ein realer Rückgang von 16,6 %. Die Umsätze nahmen im Vergleich zum Vorjahresmonat nominal um 11,5 % zu, real ist dies ein Umsatzrückgang von 5,0 %.

    Für den Zeitraum Januar bis September 2022 verzeichneten die Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten des Bauhauptgewerbes in Nordrhein-Westfalen ein Auftragsplus von 8,4 % im Vergleich zur Vorjahresperiode (preisbereinigt: - 6,6 %). Die Umsätze nahmen im Vergleich zu Januar bis September 2021 nominal um 11,8 % zu (preisbereinigt: - 3,9 %).

    „In allen Sparten verzeichnet die Branche in den ersten neun Monaten dieses Jahres einen deutlichen Auftragsrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum“ kommentiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbands Nordrhein-Westfalen, die baukonjunkturelle Entwicklung in NRW. „Allerdings kommt NRW im Bundesdurchschnitt noch mit einem blauen Auge davon: bundesweit beklagt unsere Branche im September ein reales Minus von 22,5 % (NRW: - 16,6 %) beim Auftragseingang und von - 7,8 % beim Umsatz (NRW: - 5 %)", so Wiemann.

    „Dieser Abwärtstrend ist nicht nur Folge der aktuellen gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, sondern trägt auch überproportional zum Abschwung bei.“

    Denn Bauinvestitionen hätten eine unmittelbare Multiplikatorwirkung für die gesamtwirtschaftliche Produktion und Beschäftigung. Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) erzeugen Bauinvestitionen in Höhe von 1 Mrd. Euro gesamtwirtschaftliche Produktionswirkungen von 2,44 Mrd. Euro.

    Es sei deshalb nun essenziell, dass die Politik ihre hohen Investitions- und Förderzusagen nicht nur einhalte, sondern auch an die steigenden Baukosten und an die Inflation angemessen anpasse. „Klar ist: Ohne eine Anpassung der öffentlichen Finanzplanungen an die galoppierende Inflation werden wir bei gleichen Budgets deutlich weniger bauen. Die derzeit vorgesehenen Preisanpassungsregelungen der öffentlichen Finanzplanungen von ca. 3 % müssen an die neue Realität angepasst werden“ fordert Wiemann. Einen „Investitionsstau 2.0“ könne und dürfe NRW nicht riskieren, das bevölkerungsreichste Bundesland müsse für seine Bürger und Wirtschaft eine funktionierende, verlässliche und zukunftssichere Verkehrsinfra-struktur gewährleisten.

    „Wir stehen dafür bereit: Unsere Unternehmen haben trotz der schwierigen Lage auch in den ersten neun Monaten dieses Jahres ihre Kapazitäten weiter aufgestockt, Ende September beschäftigte der Bau in NRW 134.531 Mitarbeiter“, so Wiemann.

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1219 Fri, 25 Nov 2022 11:16:40 +0100 Baukrise vermeiden – Zukunftsinvestitionen anreizen https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-11-25-baukrise-vermeiden-zukunftsinvestitionen-anreizen/ Bauverbände und Handwerk fordern Maßnahmen zur Stabilisierung der Baukonjunktur Der russische Krieg gegen die Ukraine droht Deutschland und Europa in eine Wirtschaftskrise zu stürzen. Anders als in vergangenen Krisen ist der Bausektor mit rund 2 Millionen Beschäftigten und 400 Milliarden Euro Bauvolumen aktuell ebenfalls von deutlichen Rückgängen betroffen. So waren im September 2022 laut ifo-Institut bereits 17 % der Wohnungsbauunternehmen von Stornierungen betroffen. Ein ähnliches Bild zeichnen die Auftragseingänge im Wohnungsbau, welche im August real um 24 % gegenüber dem Vorjahresniveau sanken.

    Wie dem Einbrechen der Baukonjunktur entgegengewirkt und eine Abwärtsspirale zulasten von bezahlbarem Wohnungsbau und Klimaschutz vermieden werden kann, haben der Bundesverband Baustoffe – Steine und Erden (bbs), der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB), der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB) und der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) in einem gemeinsamen Positionspapier adressiert.

    Damit die Baukapazitäten erhalten bleiben und weiter Impulse für bezahlbaren Wohnungsbau und energetische Modernisierungen gesetzt werden können, werden im Papier attraktivere Rahmenbedingungen eingefordert.

    Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie: „Unsere Befürchtung hat sich bestätigt, dass die öffentliche Hand ihre Bauinvestitionen nicht der Preisentwicklung anpassen wird. Dadurch fällt das Investitionsniveau. Angesichts maroder Brücken, Straßen und Schulen müssen sich Bund, Länder und Gemeinden ihrer Verantwortung hinsichtlich einer funktionierenden Infrastruktur bewusst zu sein. Ansonsten ist Deutschland bald wieder der kranke Mann Europas. Es ist deshalb absolut dringlich, die Neubauförderung massiv aufzustocken und degressive Abschreibungsmöglichkeiten für Investoren ab dem neuen Jahr einzuführen, allein um die Mehrkosten steigender gesetzlicher Standards zu finanzieren und mehr Wucht im Wohnungsbau zu erzeugen.“

    Dr. Matthias Frederichs, bbs-Hauptgeschäftsführer: „Bauinvestitionen sind gerade in Krisenzeiten ein zentraler Beitrag zur Stabilisierung der Konjunktur und tragen zu regionaler Wertschöpfung und Beschäftigung bei. Alle von uns vorgeschlagenen Maßnahmen dienen gleichermaßen den Bau- und Klimazielen der Bundesregierung. Die dafür notwendigen öffentlichen Mittel dienen dem nachhaltigen wirtschaftlichen Wachstum und sind somit gut investiert.“

    Holger Schwannecke, Generalsekretär des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH) betont die Notwendigkeit einer verlässlichen Förderkulisse im Bausektor: „Planungssicherheit und die Vermeidung von jeglichen neuen bürokratischen und finanziellen Lasten sind gerade für die mittelständischen Handwerksbetriebe von großer Bedeutung. Zu kurzfristigen Förderstopps darf es nicht mehr kommen, um die notwendige verstärkte Modernisierung des Gebäudebestandes nicht zu gefährden. Unter maßgeblicher Beteiligung des Handwerks kommt der energetischen Sanierung eine Schlüsselrolle zu, um die Klimaziele zu erreichen und unsere Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten zu vergrößern.“

    Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer Zentralverband Deutsches Baugewerbe betont: „In diesem Jahr wurde der Standard für die Förderung auf EH 40 verschärft – und damit die Baukosten um rund 30.000 Euro für ein normales Einfamilienhaus erhöht. Wir sehen, dass Energiekrise, Inflation und Zinskosten die Bauherren verunsichern. Wie im kommenden Jahr mit einer Milliarde Euro die gleiche Wirkung erzielt werden soll, wie in den vergangenen Jahren mit zehn Milliarden, ist völlig unklar. Um den Wohnungsbau voranzubringen und Bauherren zu entlasten, muss bei der Förderung privater Bauherren dringend nachgearbeitet sowie eine Sonder-Afa im Mietwohnungsbau wieder eingeführt werden.“

    Das Positionspapier "Konjunkturmotor Bau erhalten, Klimaschutz voranbringen" steht unter https://www.bauindustrie.de zum Download bereit.

     

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1218 Fri, 25 Nov 2022 09:15:13 +0100 Negative Bauproduktion belastet Wirtschaftsstandort https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-11-25-negative-bauproduktion-belastet-wirtschaftsstandort/ Auftragseingang und Umsatz im September im Minus. Unternehmen leiden unter maroder Infrastruktur. Berlin. Das Statistische Bundesamt meldete für September einen preisbereinigten Einbruch des Auftragseingangs1 im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat von real 22,5 Prozent (kalenderbereinigt: - 22,6 Prozent), zum Vormonat2 von 3,6 Prozent. „Die sinkende Nachfrage am Bau ist keine gute Nachricht für unsere Branche. Sie ist aber vor allem ein gebrochenes Versprechen der Bundesregierung an unserem Wirtschaftsstandort, da die im Koalitionsvertrag vereinbarte Bau- und Investitionsoffensive ausbleibt. Für die ersten neun Monate sind wir nun bei einem Orderrückgang von preisbereinigt sieben Prozent. Und hier sind die zwischenzeitig erfolgten Stornierungen noch nicht einmal berücksichtigt.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. So hätte das IW Köln diese Woche in einer Studie bestätigt, dass die gesamte deutsche Wirtschaft unter der maroden Infrastruktur in Deutschland leide. Inzwischen wären 80 Prozent der Unternehmen in ihrer Geschäftstätigkeit beeinträchtigt – 20 Prozentpunkte mehr als 2013. Besonders gravierend seien die Mängel in der Straßen- und Energieinfrastruktur. Aber auch im Schienenbereich leidet immerhin noch jeder dritte Antwortende. Und auch im Wohnungsbau könne unter diesen Voraussetzungen nicht genügend Wohnraum geschaffen werden; angesichts des Ordereinbruchs im Wohnungsbau im September von real 26,6 Prozent ein herber Tiefschlag. „Diese Probleme sind nicht neu, sie sind Ausdruck einer falschen Investitionspolitik, da die Politik steigende Preise vernachlässigt und ihre Investitionen und Förderprogramme nicht entsprechend anpasst – zu Lasten der Wirtschaft, der Bürgerinnen und Bürger und am Ende auch der Bauwirtschaft“, so Müller. 

    Müller: „Die Umsätze1 sind im September zwar nominal noch im Plus, werden aber durch die hohen Preissteigerungen mehr als aufgezehrt. Real sind sie um 7,8 Prozent zurückgegangen, über die ersten neun Monate um fast fünf Prozent. Die sinkende Nachfrage wirkt sich somit schon jetzt negativ auf die Produktion aus.“ Entsprechend pessimistisch sähen die Bauunternehmen in die Zukunft: Fast 60 Prozent der vom DIHK befragten Bauunternehmen würden für die kommenden 12 Monate eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage erwarten, nur noch drei Prozent eine Verbesserung.

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

    1 Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten;
    2
    saison-, kalender- und preisbereinigt

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1212 Wed, 09 Nov 2022 16:16:02 +0100 Bauindustrie NRW feiert Freundschaftsmahl Sankt Martin 2022 https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-11-09-bauindustrie-nrw-feiert-freundschaftsmahl-sankt-martin-2022/ Gäste spenden 40.000 Euro für karitative Einrichtungen / Ministerpräsident Hendrik Wüst spricht als Festredner und betont Bedeutung der Branche für NRW Düsseldorf. „Wir wollen, dass NRW ein starker und attraktiver Industriestandort bleibt, dem die Klimawende gelingt und der den notwendigen Strukturwandel schafft“, stellte Daniel Strücker, Präsident des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, zum Auftakt des diesjährigen Freundschaftsmahls Sankt Martin der nordrhein-westfälischen Bauindustrie fest.

    Die gemeinsamen Aufgaben seien groß und ein „Investitionsstau 2.0“ wäre fatal. NRW sei auf eine funktionierende Straßen-, Schienen- und Wasserstraßen-infrastruktur sowie belastbare Brücken angewiesen. Die Energiewende müssen noch schneller vorangebracht werden und der Bedarf an bezahlbaren Wohnungen wachse, so der Verbandspräsident vor rund 400 Gästen aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft.

    Unsicherheit sei der Feind von Investitionen und Planungsunsicherheit sei Gift für die Baukonjunktur - er appellierte deshalb an die Politik, ihre Investitionen zu verstetigen und die Kommunen in NRW zu unterstützen. „Ohne eine Anpassung der öffentlichen Finanzplanungen an die galoppierende Inflation können wir bei gleichen Budgets deutlich weniger bauen“, so Strücker. Die derzeit vorgesehenen Preisanpassungsregelungen der öffentlichen Finanzplanungen von nur ca. 3 % müssten an die neue Realität angepasst werden.

    Festrede von Ministerpräsident Hendrik Wüst

    „Gerade in schwierigen Zeiten ist es wichtig, dass wir füreinander einstehen und uns gegenseitig unterstützen“, sagte Ministerpräsident Hendrik Wüst über die Tradition des Freundschaftsmahls zum Martinstag. „Die Baubranche steht mit Blick auf Rohstoff- und Fachkräftemangel, die Energiekrise und stetig steigende Anforderungen an bezahlbares und klimagerechtes Bauen vor großen Herausforderungen. Uns ist es wichtig, die Bauindustrie bei dieser Transformation als verlässlicher Partner zu unterstützen: Mit Investitionen, mit dem Abbau bürokratischer Hürden und mit regelmäßiger Überprüfung der Rechtsrahmen. Für eine leistungsfähige und moderne Infrastruktur in Nordrhein-Westfalen ist die Bauindustrie unverzichtbar“, so Ministerpräsident Wüst im Rahmen seine Festrede.

    Zudem freute sich Wüst über einen Spendenscheck in Höhe von 40.000 Euro. In guter Tradition des heiligen Martin von Tours sammelt die Bauindustrie Nordrhein-Westfalen alljährlich anlässlich des Freundschaftsmahles Sankt Martin für einen vom jeweiligen Festredner auszuwählenden karitativen Zweck.

    Seit 1973 sammelten die Mitgliedsunternehmen des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen fast 2 Millionen Euro für einen guten Zweck.

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1208 Wed, 26 Oct 2022 14:12:48 +0200 Bauen gerät unter Druck: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-10-26-bauen-geraet-unter-druck/ Umsatz und Auftragseingang im August rückläufig. BAUINDUSTRIE senkt Umsatzprognose für 2022 Berlin. Das Statistische Bundesamt meldete für August einen preisbereinigten Rückgang des Umsatzes1 im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat von 5,1 Prozent. „Für die ersten acht Monate sind wir mittlerweile bei einem realen Minus von 4,3 Prozent. Wir sehen uns daher gezwungen, unsere Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2022 vom Mai anzupassen. Zur Jahresmitte sind wir (für alle Betriebe) noch von einer Spannbreite von real Null bis minus zwei Prozent ausgegangen. Dies ist nicht mehr zu halten. Wir erwarten nun für das Gesamtjahr 2022 einen realen Umsatzrückgang von fünf Prozent.“ Mit diesen Worten kommentiert der Präsident der BAUINDUSTRIE, Peter Hübner, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Die besondere Situation am Bau erläutert Hübner wie folgt: „Die Unternehmen selbst rechnen nicht in preisbereinigten (realen), sondern in tagesaktuellen (nominalen) Preisen, weshalb sie weiterhin hohe positive Umsätze ausweisen. Auch der Auftragsbestand ist noch relativ hoch. Der Effekt, dass für das gleiche Geld inflationsbedingt aber weniger Bauleistung erbracht wird, trifft vor allem die Auftraggeber. Diese können künftig mit dem gleichen Geld weniger Projekte umsetzen, die aber heute und in Zukunft dringend gebraucht werden. Zudem schaffen die starken Preissteigerungen bei Baumaterial und Energie, der Zinsanstieg sowie höhere Lebenshaltungskosten ein zunehmend unsicheres Marktumfeld für private und öffentliche Bauherren. Schon heute führt dies zu einem Rückgang beim Auftragseingang sowie zu Stornierungen auf einem ungewöhnlich hohen Niveau.“

     

    Die Bauunternehmen1 hätten für den August im Vergleich zum Vorjahresmonat ein reales Orderminus von 14,2 Prozent (kalenderbereinigt: - 15,6 Prozent), zum Vormonat2 von 6,0 Prozent gemeldet. Für die ersten acht Monate sei dies mittlerweile ein Rückgang von real 5,0 Prozent (kalenderbereinigt: - 5,2 Prozent). „Das sind keine guten Vorzeichen für das laufende und das kommende Jahr,“ beurteilt Hübner die aktuelle Lage „Im Wohnungsbau spüren wir heute schon eine defacto Investitionsbremse - der Auftragseingang ist im August um real 24 Prozent eingebrochen. Angesichts des hohen Bedarfs an Wohnraum erschreckend. Aber auch die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes und der Dienstleister neigen wegen der unsicheren Lage zur Zurückhaltung. Wir befürchten, dass nun auch die öffentliche Hand – angesichts hoher Ausgaben für die Kompensation gestiegener Energiekosten – bei den Bauinvestitionen sparen wird und die inflationsbedingten Preiseffekte nicht ausgleichen kann. Angesichts maroder Brücken, Straßen und Schulen appellieren wir an Bund, Länder und Gemeinden, sich ihrer Verantwortung hinsichtlich einer funktionierenden Infrastruktur bewusst zu sein. Ansonsten ist Deutschland bald wieder der kranke Mann Europas.“

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. 1 Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten; 2 saison-, kalender- und preisbereinigt

    Umsatz und Auftragseingang im August rückläufig. BAUINDUSTRIE senkt Umsatzprognose für 2022.

    Das Statistische Bundesamt meldete für August einen preisbereinigten Rückgang des Umsatzes1 im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat von 5,1 Prozent. „Für die ersten acht Monate sind wir mittlerweile bei einem realen Minus von 4,3 Prozent. Wir sehen uns daher gezwungen, unsere Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2022 vom Mai anzupassen. Zur Jahresmitte sind wir (für alle Betriebe) noch von einer Spannbreite von real Null bis minus zwei Prozent ausgegangen. Dies ist nicht mehr zu halten. Wir erwarten nun für das Gesamtjahr 2022 einen realen Umsatzrückgang von fünf Prozent.“ Mit diesen Worten kommentiert der Präsident der BAUINDUSTRIE, Peter Hübner, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Die besondere Situation am Bau erläutert Hübner wie folgt: „Die Unternehmen selbst rechnen nicht in preisbereinigten (realen), sondern in tagesaktuellen (nominalen) Preisen, weshalb sie weiterhin hohe positive Umsätze ausweisen. Auch der Auftragsbestand ist noch relativ hoch. Der Effekt, dass für das gleiche Geld inflationsbedingt aber weniger Bauleistung erbracht wird, trifft vor allem die Auftraggeber. Diese können künftig mit dem gleichen Geld weniger Projekte umsetzen, die aber heute und in Zukunft dringend gebraucht werden. Zudem schaffen die starken Preissteigerungen bei Baumaterial und Energie, der Zinsanstieg sowie höhere Lebenshaltungskosten ein zunehmend unsicheres Marktumfeld für private und öffentliche Bauherren. Schon heute führt dies zu einem Rückgang beim Auftragseingang sowie zu Stornierungen auf einem ungewöhnlich hohen Niveau.“

    Die Bauunternehmen1 hätten für den August im Vergleich zum Vorjahresmonat ein reales Orderminus von 14,2 Prozent (kalenderbereinigt: - 15,6 Prozent), zum Vormonat2 von 6,0 Prozent gemeldet. Für die ersten acht Monate sei dies mittlerweile ein Rückgang von real 5,0 Prozent (kalenderbereinigt: - 5,2 Prozent). „Das sind keine guten Vorzeichen für das laufende und das kommende Jahr,“ beurteilt Hübner die aktuelle Lage „Im Wohnungsbau spüren wir heute schon eine defacto Investitionsbremse - der Auftragseingang ist im August um real 24 Prozent eingebrochen. Angesichts des hohen Bedarfs an Wohnraum erschreckend. Aber auch die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes und der Dienstleister neigen wegen der unsicheren Lage zur Zurückhaltung. Wir befürchten, dass nun auch die öffentliche Hand – angesichts hoher Ausgaben für die Kompensation gestiegener Energiekosten – bei den Bauinvestitionen sparen wird und die inflationsbedingten Preiseffekte nicht ausgleichen kann. Angesichts maroder Brücken, Straßen und Schulen appellieren wir an Bund, Länder und Gemeinden, sich ihrer Verantwortung hinsichtlich einer funktionierenden Infrastruktur bewusst zu sein. Ansonsten ist Deutschland bald wieder der kranke Mann Europas.“

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. 1 Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten; 2 saison-, kalender- und preisbereinigt

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1204 Thu, 06 Oct 2022 10:15:53 +0200 Steigende Baupreise bremsen Neubau https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-10-06-steigende-baupreise-bremsen-neubau/ Preis für neue Wohnbauten im August um 16,5 Prozent gestiegen. Berlin. Der Preis für den Neubau von Wohngebäuden ist im August weiter gestiegen: Das Statistische Bundesamt meldete eine Zunahme von 16,5 Prozent im Vergleich zum August 2021, im Vergleich zum Mai 2022 erhöhten sich die Baupreise im August 2022 um 2,6 Prozent. „Die seit Monaten stark gestiegenen Baumaterial- und somit Baupreise haben schon viele gewerbliche und private Hausbauer veranlasst, von ihren Projekten zurückzutreten. Entweder die Projekte rechnen sich nicht mehr, oder die gestiegenen Baupreise und Zinsen sprengen das Haushaltsbudget, das ohnehin schon durch die explodierenden Energiekosten enorm belastet ist“, kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim Oliver Müller, die vom Statistischen Bundesamt heute veröffentlichten Baupreisindizes. „Die immer stärker werdende Zurückhaltung zeigt sich bereits in den rückläufigen Ordereingängen und im Anstieg der Stornierungen.“ Während der Auftragseingang im Wohnungsbau im ersten Quartal noch um real 2,6 Prozent zugelegt hätte, sei er von April bis Juli um real 17 Prozent eingebrochen. „Ein Ende der Abschwächung scheint vorerst nicht in Sicht zu sein.“ Schließlich hätten Mitte September 17 Prozent der im Rahmen des ifo Konjunkturtests befragten Wohnungsbauunternehmen beklagt, von Stornierungen betroffen zu sein, das sei der höchste Anteil seit Einführung der Frage 2012.
     
    Müller: „Es muss mit allen Mitteln verhindert werden, dass der Wohnungsbau zum Erliegen kommt. Nicht nur, weil die Baubranche eine tragende Säule unserer Volkswirtschaft und unseres Wohlstandes ist, sondern da wir den dringenden Bedarf an Wohnraum, gerade im sozialen Bereich, decken müssen. Keine Wohnung zu haben ist keine Option! Damit aber bezahlbare Mieten, wirtschaftliche Bauprojekte und Klimaschutz in Einklang gebracht werden können, braucht es jetzt eine massive Förderung beim Neubau und bei der Sanierung sowie steuerliche Investitionsanreize durch eine Sonder-Afa. Wie auch Bundesbauministerin Klara Geywitz am Dienstag im Rahmen der Expo Real betont hat, geht parallel kein Weg an einer Baukostensenkung durch den Einsatz industrieller Fertigungsmethoden und an einer Vereinheitlichung der Landesbauordnungen vorbei. Wir erwarten, dass diese Themen im Mittelpunkt des Wohn-Bündnis-Tages mit Bundeskanzler Olaf Scholz und der Ministerin in der kommenden Woche stehen und auch der Wohnungsbau einen Doppel-Wumms erfährt.“
     
    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1202 Mon, 26 Sep 2022 13:02:56 +0200 Ehrung jahrgangsbeste Azubis/Ausbildungspreis https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-09-26-ehrung-jahrgangsbeste-azubis-ausbildungspreis/ Hier geht es zu den Fotos vom 22.09.2022 https://leclairephoto.de/BIV2022EB

    ]]>
    Aktuelles
    news-1201 Fri, 23 Sep 2022 12:03:47 +0200 BAUINDUSTRIE NRW ehrt 46 jahrgangsbeste Auszubildende der Abschlussprüfungen 2021/2022 und verleiht erstmals Ausbildungspreis an gewerbliche Azubis und Bauunternehmen https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-09-23-bauindustrie-nrw-ehrt-46-jahrgangsbeste-auszubildende-der-abschlusspruefungen-2021-2022-und-verleiht-erstmals-ausbildungspreis-an-gewerbliche-azubis-und-bauunternehmen/ Branche mit Zukunft und hervorragenden Aufstiegschancen. / Zahl der Neuanfänger in der Bauindustrie NRW wächst stetig. / Es gibt noch freie Ausbildungsplätze: Bewerbungen erwünscht! / Fußballprofi Rolf Feltscher überreicht den Ausbildungspreis. Oberhausen/Düsseldorf. „Die nordrhein-westfälische Bauindustrie ist eine leistungsstarke, innovative, vielseitige und herausfordernde Branche. Wir bieten jungen Menschen interessante und zukunftssichere Arbeitsplätze mit guten Perspektiven“, betont Daniel Strücker, Präsident des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, anlässlich der Ehrung der 46 besten Auszubildenden der Abschlussprüfungen 2020/2021 im Ausbildungszentrum (ABZ) der Bauindustrie in Oberhausen. Den jahrgangsbesten Auszubildenden wurden heute (22. September 2022) im Rahmen einer Feierstunde Urkunden und Präsente überreicht.

    Ausbildungspreis der BAUINDUSTRIE NRW
    Erstmalig würdigt der Bauindustrieverband NRW gewerbliche Azubis und ihr Ausbildungsunternehmen mit dem „Ausbildungspreis der BAUINDUSTRIE NRW“, die ein besonderes Engagement während ihrer Ausbildung zeigen und sich sozial und ehrenamtlich engagieren.

    Fußball-Profi Rolf Feltscher vom MSV Duisburg überreichte die Trophäen und die Urkunden an die stolzen Azubis und stand nach der Preisverleihung noch für Fragen und Autogramme zur Verfügung. Mit seiner Botschaft „glaube an Dich, an Deine Fähigkeiten, dann ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Du erfolgreich bist“ motivierte der Ehrengast die anwesenden jungen Menschen, auch weiterhin ihr Bestes im Beruf zu geben.

    Bauberufe haben Zukunft
    „Um für die anspruchsvollen Bauaufgaben der Zukunft gewappnet zu sein, braucht die Branche auch zukünftig bestens ausgebildeten Nachwuchs. Mit der Entscheidung für eine Ausbildung in der Bauwirtschaft eröffnen sich den jungen Menschen vielfältige Chancen“, sagt Strücker und richtet das Wort an die frischgebackenen Baufachkräfte „dem Bau gehört die Zukunft. Gebaut wird immer. Die Energiewende und der Schutz des Klimas gelingen nur mit der Bauwirtschaft. Deshalb brauchen wir Leute wie Euch auf unseren Baustellen.“

    Beste Karrierechancen
    Mit annähernd 800 neuen Auszubildenden, die ihre Lehre am 1. August bzw. am 1. September begonnen haben, wächst die Zahl der Azubis seit acht Jahren stetig, berichtet Daniel Strücker weiter. „Wer eine Facharbeiterprüfung erfolgreich abschließt, dem steht der Aufstieg zum Vorarbeiter, Polier, Meister oder sogar zum Ingenieur offen“, betont der Bauindustrie-Präsident die guten Aufstiegschancen über das breitgefächerte Weiterbildungsangebot in der Bauindustrie.

    Bachelor of Engineering Baustellenmanagement
    Ein weiteres Highlight sei der Studiengang „Bachelor of Engineering Baustellenmanagement“, ergänzt Daniel Strücker, der durch eine Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Münster möglich ist. Hier wird das berufsbegleitende Studieren ohne (Fach-)Abitur angeboten. Facharbeiter können sich berufsbegleitend innerhalb von vier Jahren zum Bauingenieur mit der Vertiefungsrichtung Bauleitung weiterbilden. Voraussetzung sei lediglich eine erfolgreich abgeschlossene Lehre im Baubereich sowie drei Jahre Berufserfahrung.
    www.bachelor-baustellenmanagement.de

    Freie Ausbildungsplätze – Bewerbungen erwünscht!
    Der Bauindustrieverband verfügt NRW-weit noch über freie Ausbildungsplätze im gewerblichen, technischen und kaufmännischen Bereich. Interessenten können ihre Bewerbung jederzeit an das

    Berufsförderungswerk der Bauindustrie NRW gGmbH
    Dr.-Ing. Bernd Garstka
    Uhlandstraße 56, 40237 Düsseldorf
    Tel. 0211 67 03 245
    E-Mail: garstka@bauindustrie-nrw.de

    richten.

    ___________________

    Kurzvorstellung Rolf Feltscher

    • Lernte das Fußballspielen vom 11. Bis zum 16. Lebensjahr
    • Seit 2007 Fußballprofi; Debüt in der Super League (höchste Spielklasse in der Schweiz) mit 16 Jahren – Position Abwehr
    • Profistationen: u. a. Grasshopper Club Zurich, FC Parma, MSV-Duisburg, Würzburger Kickers, LA-Galaxy und jetzt wieder MSV-Duisburg
    • 2018 – 2020 LA Galaxy – in der Zeit spielt er ein Jahr zusammen mit Zlatan Ibrahimovic

    Nationalmannschaft

    • 2008 – 2011 27 Länderspiele für die Schweizer U-21-Nationalmannschaft
    • Seit 2011 spielt er für die A-Nationalmannschaft Venezuelas
    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1196 Thu, 25 Aug 2022 09:29:27 +0200 Auftraggeber treten auf die Bremse: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-08-25-auftraggeber-treten-auf-die-bremse/ Auftragseingang im Juni und im ersten Halbjahr deutlich im Minus Berlin. Das Statistische Bundesamt meldete für Juni einen preisbereinigten Rückgang des Auftragseingangs1 im Bauhauptgewerbe im Vergleich zum Vorjahresmonat von 13,1 Prozent (kalenderbereinigt: - 11,2 Prozent), im Vergleich zum Vormonat2 von 5,5 Prozent. Für das gesamte erste Halbjahr wird mittlerweile ein reales Minus von 3,0 Prozent ausgewiesen (kalenderbereinigt: - 3,5 Prozent). „Immer mehr Auftraggeber treten auf die Investitionsbremse. Angesichts des dringenden Modernisierungsbedarfs unserer Infrastruktur und dem hohen Bedarf an Wohnraum ist das ein folgenschweres Signal. An unseren Verkehrswegen, Schulen und Wohngebäuden dürfen wir nicht sparen.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Vom Ordereinbruch sei nach wie vor der Wohnungsbau mit einem realen Einbruch im Juni von 16,6 bzw. im gesamten ersten Halbjahr von 7,1 Prozent am stärksten betroffen. „Neben der hohen Baukosten und steigenden Zinsen müssen private Bauherren auch noch die steigenden Energie- und Lebenshaltungskosten stemmen. Da entscheiden sich derzeit doch einige gegen den Hausbau. Aber auch bei institutionellen Investoren werden etliche Wohnungsbauprojekte auf den Prüfstand gestellt und erst einmal verschoben. Eine Entspannung für den angespannten Wohnungsmarkt wird es so nicht geben.“

    Müller: „Im Gegensatz zum Vormonat, in dem der Wirtschafts- und der Öffentliche Bau die Lage etwas entspannt haben, wird für Juni auch hier ein realer Orderrückgang ausgewiesen. Insbesondere der Wirtschaftshochbau ist eingebrochen. Die Verunsicherung scheint nun auch die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sowie der Dienstleistungsbranche erreicht zu haben.“ Demgegenüber hätten der Wirtschaftstiefbau – der zum großen Teil von der Bahn dominiert wird – sowie der Öffentliche Hochbau entgegen dem Branchentrend zugelegt. Dies hätte aber nicht ausgereicht, um die Rückgänge in den anderen Sparten auszugleichen. 

    Auch der Umsatz1 sei weiter im Minus: „Die schwache Auftragslage aber auch die nach wie vor vorhandenen Lieferengpässe haben die Umsätze im Juni preisbereinigt um 11,3 Prozent zurückgehen lassen. Für das erste Halbjahr wird damit mittlerweile ein reales Minus von 2,7 Prozent ausgewiesen“, fasst Müller die baukonjunkturelle Lage zusammen.

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. 1 Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten; 2 saison-, kalender- und preisbereinigt

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1195 Thu, 18 Aug 2022 13:04:28 +0200 Baugenehmigungen im Juni um 4,5 Prozent gesunken: Nachfrage nach Wohnungen rückläufig, Bedarf aber weiterhin hoch https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-08-18-baugenehmigungen-im-juni-um-45-prozent-gesunken-nachfrage-nach-wohnungen-ruecklaeufig-bedarf-aber-weiterhin-hoch/ Der Wohnungsbau leidet unter den gestiegenen Baumaterialkosten und den steigenden Zinsen: Die Genehmigungen für den Neu- und Umbau von Wohnungen sind im Juni um 4,5 Prozent, in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 2,1 Prozent gesunken. „Die Nachfrage nach Wohnungen ist rückläufig, obwohl der Bedarf – gerade an bezahlbarem Wohnraum – weiterhin hoch ist. Grund dafür sind die seit Kriegsbeginn explodierenden Rohstoffpreise sowie die höheren Zinsen.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die heute vom Statistischen Bundesamt veröffent­lichten Baugenehmigungszahlen für den Monat Juni. Während der Einbruch in den ersten Monaten dieses Jahres noch auf einen Basiseffekt zurückzuführen sei – das Auslaufen der Baukindergeld-Förderung Ende März 2021 hat im vergangenen Jahr zu einem Plus von 20 Prozent im ersten Quartal geführt – liege der Rückgang um 4,5 Prozent im Juni 2022 an diesen neuen Rahmenbedingungen.

    Müller: „Wir befürchten, dass sich die ernüchternde Wohnungsbau-Bilanz 2021 von nur 293.000 fertiggestellten Wohnungen aufgrund der neuen Marktrealitäten in diesem Jahr fortsetzen wird, auch wenn wir auf Zukunft setzen und in der Lage wären, weitaus mehr zu bauen. Die hohen Preise können sich viele private Bauherren nicht mehr leisten. Es werden auch einige Immobilieninvestoren Wohnungsbauprojekte zurückstellen oder im schlimmsten Fall stornieren, weil sie sich nicht mehr rechnen.“ Im Mai hätten im Rahmen der ifo-Konjunkturumfrage 16 Prozent der befragten Bauunternehmen von Stornierungen im Wohnungsbau berichtet, im Juni und auch im Juli hätte der Anteil immer noch bei hohen 12 Prozent gelegen. Dies läge nicht nur deutlich über dem lang­jährigen Durchschnitt von 2 Prozent, sondern noch einmal deutlich über dem aktuellen Branchendurchschnitt von 8 Prozent. „Die Priorität der Auftraggeber liegt derzeit nur auf der Fertigstellung aktueller Projekte, dringend benötigte, neue Projekte werden hingegen zurückgestellt“, so Müller.

    „Angesichts des hohen Bedarfs an Wohnraum ist das bedenklich. Die Bundesbau­ministerin sollte gerade deshalb an ihrem Engagement festhalten. Denn ohne Engagement, Mut und ambitionierten Zielen kann es keine gute Politik geben“, forderte Müller. Zur Begrenzung der Baukosten gelte es dabei an mehreren Stellschrauben zu drehen. Während Personalkosten zu Recht tariflich geregelt sind und Materialkosten steigen, müsse zuallererst Planungssicherheit durch eine verlässliche Förderkulisse wiederhergestellt werden. „Das Hin und Her der vergangenen Monate und die erneute kurzfristige Anpassung von Fördersetzen ist Gift für jeden Investor. Gleichzeitig muss der Zielkonflikt zwischen Energetischem Bauen einerseits und Bezahlbarem Wohnraum andererseits in einem neuen Förderansatz aufgefangen werden. Eine Förderung für alles, wird wahrscheinlich nicht ausreichen“ stellte Müller klar. Ein wesentlicher Hebel zur Baukostenbegrenzung sei ferner im Bauprozess selbst zu finden, durch mehr Digitalisierung und industrielle Fertigungsmethoden. Müller: „Die Politik muss für eine Vereinheitlichung der Landesbauordnungen sorgen, damit serielle und modulare Bauweisen den erhofften Durchbruch bringen. Unterschiedliche Vorgaben in 16 Ländern verteuern Wohnungsbauvorhaben unnötig. Das kann nicht im Sinne der Politiker sein.“

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1191 Mon, 25 Jul 2022 09:49:49 +0200 Wohnungsbau bricht ein, Wirtschafts- und Öffentlicher Bau im Plus https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-07-25-wohnungsbau-bricht-ein-wirtschafts-und-oeffentlicher-bau-im-plus/ Die steigenden Baukosten und die zunehmende Verunsicherung lassen die Nachfrage nach Wohnungen wie erwartet einbrechen. Das Statistische Bundesamt meldete für Mai einen preisbereinigten Rückgang des Auftragseingangs¹ im Wohnungsbau im Vergleich zum Vorjahresmonat von 13,5 Prozent. Für den gesamten Zeitraum von Januar bis Mai wird nun ein reales Minus von 5,1 Prozent ausgewiesen. „Angesichts des hohen Bedarfs an Wohnungen ist dies eine schlechte Nachricht. Insbesondere, da wir davon ausgehen, dass sich diese Entwicklung fortsetzen wird. Schließlich belasten neben den hohen Baukosten, auch die weiter steigenden Energie-, Lebenshaltungs- und Zinskosten das Budget der privaten Haushalte. Umso wichtiger ist es, jetzt im Bündnis für bezahlbaren Wohnraum von Bundesbauministerin Geywitz Lösungen zu finden, die in der Praxis umsetzbar sind.“ Mit diesen Worten kommentiert der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft.

    Müller: „Es gibt aber auch positive Nachrichten. Die Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes sowie der Dienstleistungsbranche haben sich von der Verunsicherung (noch) nicht anstecken lassen. Für den Wirtschaftsbau wurde für den Mai noch ein Auftragsplus ausgewiesen, auch der Öffentliche Bau legte real zu. Wir hoffen, dass sich die öffentlichen Auftraggeber ihrer Verantwortung hinsichtlich einer funktionierenden Infrastruktur nicht nur kurz-, sondern auch langfristig bewusst sind. Deutschland kann es sich angesichts maroder Brücken, Straßen und Schulen nicht leisten, beim Infrastrukturausbau zwei Gänge zurückzuschalten.“

    Das Plus im Wirtschafts- und Öffentlichen Bau hätte den Einbruch im Wohnungsbau aber nicht ausgleichen können: Im gesamten Bauhauptgewerbe¹ sei der Auftragseingang im Mai - im Vorjahresvergleich - preisbereinigt um 3,5 Prozent, kalenderbereinigt um 7,5 Prozent zurückgegangen. Trotz des leichten Anstiegs zum Vormonat² von 0,5 Prozent wird für den gesamten Zeitraum von Januar bis Mai ein Orderminus von real 0,8 Prozent ausgewiesen. Auch der Umsatz¹ sei mittlerweile ins Minus gerutscht: Das Bundesamt hätte einen realen Rückgang von 0,4 Prozent gemeldet. Dies sei auch auf den Mai, mit einem Minus von 3,9 Prozent, zurückzuführen. „Hier machen sich die Lieferengpässe bemerkbar. Wenn kein Material da ist, kann auch nicht gebaut werden. Damit liegen wir jetzt in der Spanne unserer Umsatzprognose für das Gesamtjahr 2022 von minus zwei bis null Prozent“, fasst Müller die Situation zusammen.

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

    ¹ Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten;

    ² saison-, kalender- und preisbereinigt         

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1189 Thu, 21 Jul 2022 08:45:29 +0200 Nach wie vor hohe Baumaterialpreise https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-07-21-nach-wie-vor-hohe-baumaterialpreise/ Neben steigenden Kosten erschwert auch der Materialmangel die Bautätigkeit Berlin. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, lagen die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte im Juni 2022 um 32,7 Prozent über dem Niveau von Juni 2021. „Bei vielen Baumaterialien fällt der Preisanstieg sogar noch deutlich höher aus als der Durchschnitt. Die Bauunternehmen sind insbesondere von den Preissteigerungen bei Stahlprodukten betroffen: Der Preis für Betonstahl lag im Juni um 53,8 Prozent über dem Vorjahresniveau. Da fällt auch der jüngste Rückgang von Mai auf Juni um 2,8 Prozent kaum ins Gewicht. Es wundert somit nicht, dass der Preisindex für den Neubau von Straßenbrücken jüngst um 21,5 Prozent zugelegt hat. Der Anteil an Stahl- und Metallbauarbeiten ist hier mit 10 Prozent schließlich besonders hoch“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die vom Statistischen Bundesamt heute veröffentlichten Erzeugerpreisindizes für in Deutschland produzierte, gewerbliche Produkte.

    Müller: „Die steigenden Kosten machen den Bauunternehmen nach wie vor sehr zu schaffen. Zum einen müssen langlaufende Projekte, die mit deutlich niedrigeren Preisen kalkuliert wurden, zu höheren Kosten abgearbeitet werden. Und zum anderen erschweren die hohen Baumaterialpreise und auch insbesondere deren Volatilität die Kalkulation neuer Projekte. Hinzu kommt, dass der vereinzelte Materialmangel die Bautätigkeit behindert. Hiervon ist immer noch ein Großteil der Bauunternehmen betroffen.“ Der Anteil sei laut ifo Konjunkturtest zwar von Mai mit ehemals 52 auf 44 Prozent im Juni gesunken, die Betroffenheit sei damit aber immer noch hoch und je nach Gewerk auch unterschiedlich. Am schlimmsten träfe es – mit einem Anteil von jeweils 48 Prozent - die Unternehmen des gewerblichen Hochbaus sowie des Wohnungsbaus. „Neben den hohen Stahlpreisen belasten auch die hohen und weiter steigenden Energie- und Mineralölpreise die Branche. Insbesondere Dieselkraftstoff schlägt hier zu Buche, schließlich entfällt hierauf die Hälfte des Energieverbrauchs im Baugewerbe. Und der Preis für Diesel ist binnen Jahresfrist um 52,4 Prozent gestiegen“, erläutert Müller die Situation. Der Erzeugerpreis für Energie hätte sogar um 86,1 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen, der Preis für Bitumen um 69,6 und für Asphalt um 30,2 Prozent. “Und hier scheint vorerst kein Ende in Sicht zu sein, schließlich legten die Preise binnen Monatsfrist noch weiter zu.” Der Preis für Energie sei von Mai bis Juni um 1,6, für Dieselkraftstoff um 1,9, für Asphalt um 3,1 und für Bitumen sogar um 6,3 Prozent gestiegen.

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

    ]]>
    news-1187 Fri, 08 Jul 2022 13:11:16 +0200 Explodierende Materialpreise verteuern Wohnungsbau https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-07-08-explodierende-materialpreise-verteuern-wohnungsbau/ Preis für Neubauten im Mai um 18 Prozent gestiegen. Stärkster Anstieg seit 1970 Berlin. Der Preis für den Neubau von Wohngebäuden ist im Mai auf ein neues Allzeithoch geklettert: Das Statistische Bundesamt meldete eine Zunahme von 17,6 Prozent im Vergleich zum Mai 2021. Solche Preissteigerungen beim Wohnungsneubau hatte es zuletzt 1970 gegeben. „Für die Bauunternehmen bedeuten steigende Preise aber keinesfalls eine Ertragssteigerung. Im Gegen­teil: die Baupreissteigerung ist ein Ergebnis explodierender Baumaterialpreise, auf denen die Unternehmen entweder sitzen bleiben, oder sich das Risiko erhöht, dass Investoren vor neuen Projekten zurückschrecken“, kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim Oliver Müller, die vom Statistischen Bundesamt heute veröffentlichten Baupreisindizes. „Schließlich hat der Erzeugerpreisindex für Stahl im Mai binnen Jahresfrist – je nach Sorte – um bis zu 94 Prozent, Bauholz um 34 Prozent und Dämmwolle um 20 Prozent zugelegt. Hinzu kommt, dass Lieferanten kaum noch Preiszusagen machen. Für die Bauunternehmen ist eine Angebotsabgabe daher zurzeit mit erheblichen Risiken verbunden. Sie wissen schlicht nicht, ob ihre ursprüngliche Kalkulation bei Baubeginn noch Bestand hat, oder ob sie auf den gestiegenen Kosten sitzen bleiben. Um die Risiken angemessen zu verteilen, empfiehlt es sich, eine Stoffpreisgleitung zu vereinbaren“, rät Müller den Vertragsparteien. 

    Müller: „Wir befürchten, dass neue Wohnungsbauprojekte aufgrund der gestiegenen Baukosten und der wieder anziehenden Zinsen erst einmal zurückgestellt werden. Der Traum vom Eigenheim wird für einige Haushalte wohl erst einmal ein Traum bleiben, wenn das ursprünglich eingeplante Budget - auch angesichts gleichzeitig steigender Energie- und Lebenshaltungs­kosten - nicht mehr ausreicht. Aber auch der Mehrfamilienhausbau wird ins Stocken geraten. Schließlich können Immobilieninvestoren Projekte nur realisieren, wenn sie sich rechnen. Im Hinblick auf den nach wie vor hohen Bedarf an Wohnraum, der auch durch die wieder anziehende Zuwanderung erhöht wird, ist dies eine bedenkliche Entwicklung.“ Umso wichtiger sei es, an anderer Stelle Baukosten zu senken, um den Wohnungsbau weiterhin zu ermöglichen. Dies könne man durch den vermehrten Einsatz industrieller Fertigungsmethoden erreichen. „Hierfür bräuchten wir eine Vereinheitlichung der Landesbauordnungen“, appelliert Müller an die Politik. 

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1186 Thu, 07 Jul 2022 16:03:43 +0200 Azubi-Zahlen im Bau steigen – Nachwuchssorgen auch https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-07-07-azubi-zahlen-im-bau-steigen-nachwuchssorgen-auch/ SOKA-Bau legt Ausbildungs- und Fachkräftereport vor Die Azubi-Zahlen auf dem Bau steigen – entgegen dem Bundestrend: Seit 2013 verzeichnet die Branche einen Zuwachs von 17 Prozent bei den Ausbildungszahlen. Das belegt der aktuelle Ausbildungs- und Fachkräftereport der SOKA-BAU, der jetzt erschienen ist.

    „Mit dem nachhaltigen Plus an Ausbildungsleistung zeigt unsere Branche, dass sie imstande ist, jungen Menschen Zukunftschancen zu öffnen und sie für Tätigkeiten am Bau zu begeistern“, fasst Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie die Ergebnisse zusammen. Doch: „Diese Anstrengungen allein reichen nicht aus. In einem Umfeld, in dem der Nachwuchs die Renteneintritte nicht mehr ersetzen kann und sich auch die Voraussetzungen bei Auszubildenden, Unternehmen und in den Berufsbildern ändern, brauchen wir neue Denkansätze und ein Zusammenwirken von Branche und Politik.“

    Trotz eines beispiellosen Einstellungsmarathons von über 200.000 Personen auf nun knapp 911.000 Beschäftigte seit dem Tiefpunkt 2008 müssten alle Hebel in Bewegung gesetzt werden, um weitere Potenziale zu erschließen. „Wenn wir Produktivität nicht mehr über mehr Menschen steigern können, dann müssen wir mehr über effizientere Verfahren über Industrialisierung, Vorfertigung, Robotik und über Automatisierung nachdenken. Auch die Planung und die Bauumsetzung sollten nicht mehr getrennt sein.“

    Der aktuelle Report der SOKA-BAU bestätigt einen ungebrochenen Auszubildenden- und Fachkräftebedarf. Linear gestiegen ist der Bedarf im akademischen Bereich und die Nachfrage nach dualen Studienplätzen. Zeitgleich können die Bemühungen um leistungsschwächere Ausbildungsinteressierte etwa im Projekt „Berufsstart Bau“ positiv bewertet werden, da sie eine nachhaltige Integration dieser Personengruppe in die Bau-Ausbildung und den Bau-Arbeitsmarkt bewirken. Der fortschreitende demografische Wandel trifft die Branche hart, vor allem aufgrund des im Vergleich zum Bundesdurchschnitt frühen Renteneintritts der Beschäftigten. Dies führt absehbar zu großen Fachkräfte-Lücken, die durch Neubesetzung mit Auszubildenden nicht geschlossen werden können. Der Report kann unter https://bit.ly/3bDj4CE abgerufen werden.

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1182 Thu, 30 Jun 2022 12:29:13 +0200 Stille Reserve aufgebraucht: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-06-30-stille-reserve-aufgebraucht/ Mehr offene Stellen als arbeitslose Baufacharbeiter / Produktivitätsschub am Bau dringend notwendig Berlin. Trotz der jüngsten Abkühlung am Bau suchen die Bauunternehmen nach wie vor nach BaufacharbeiterInnen: Die Bundesagentur für Arbeit (BA) meldete für den Juni (im Vergleich zum Vorjahresmonat) einen weiteren Anstieg der Zahl offener Stellen in bauhauptgewerblichen Berufen von 11,4 Prozent auf 18.450.

    Inklusive ausbaugewerblicher Berufe und Helfern ist die Zahl der offenen Stellen sogar um 14,6 Prozent auf 23.330 gestiegen. „Und das sind nur die Stellen, die der Bundesagentur gemeldet werden, die tatsächliche Zahl wird deutlich höher ausfallen.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Arbeitsmarktdaten für die Bauwirtschaft. „Die stille Reserve ist nahezu aufgebraucht - die Zahl der arbeitslosen BauarbeiterInnen ist seit Jahren im Trend rückläufig. Bei BaufacharbeiterInnen liegt die Zahl der gemeldeten offenen Stellen aktuell sogar deutlich über der Zahl der Arbeitslosen.“ So hätte die Bundesagentur für Juni 12.400 arbeitslose BaufacharbeiterInnen mit bauhauptgewerblichen Berufen gemeldet, dies seien 13,5 Prozent weniger als im Juni 2021. Inklusive HelferInnen sowie ausbaugewerblichen Arbeitslosen sei die Zahl mit 92.100 Personen natürlich deutlich höher (- 12,5 Prozent). 

    „Um die baupolitischen Ziele unserer Gesellschaft – wie die Schaffung von ausreichend bezahlbarem Wohnraum, die Mobilitätswende oder den klimaneutralen Umbau der Infrastruktur – bewältigen zu können, benötigen wir qualifizierte BaufacharbeiterInnen. Aber mehr noch: Wenn der Fachkräftebedarf nicht mehr – aufgrund des demografischen Wandels – über die freie inländische Reserve und in absehbarer Zeit auch nicht mehr über das europäische Ausland gedeckt werden kann, müssen wir vor allem unsere Prozesse produktiver gestalten. Dies bedeutet etwa die konsequente Prozessdigitalisierung von der Genehmigung bis zum Betrieb eines Bauwerks, die Vernetzung von Planung- und Bauprozessen sowie stationäre, industrielle Fertigungsmethoden. Die gesamte Branche sowie unsere AuftraggeberInnen sind gefordert, diesen radikalen Paradigmenwechsel am Bau jetzt anzugehen, wenn der Investitionsstau abgebaut und vor allem Klimaschutzziele eingehalten werden sollen. Es ist nicht mehr die Zeit für lange Debatten, wir müssen jetzt einen radikalen Wandel herbeiführen“, appelliert Müller an die am Bau Beteiligten.

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten der Bundesagentur für Arbeit sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1179 Fri, 24 Jun 2022 14:12:32 +0200 Mitgliederversammlung des Bauindustrieverbandes NRW https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-06-24-mitgliederversammlung-des-bauindustrieverbandes-nrw-ev/ Daniel Strücker neuer Präsident der BAUINDUSTRIE NRW / Branche verleiht erstmals Safety Award für Arbeitssicherheit am Bau / Ehrenringe und Ehrennadeln verliehen Die Mitgliederversammlung des Bauindustrieverbands Nordrhein-Westfalen hat am 23. Juni 2022 Daniel Strücker, Geschäftsführender Direktor der Eiffage Infra-Bau SE, zum neuen Verbandspräsidenten gewählt. Neuer Vizepräsident ist Axel Wahl, Gesellschafter der FUNDIA Bauunternehmung GmbH.

    Die nordrhein-westfälische Bauindustrie verabschiedete nach acht Jahren im feierlichen Rahmen der Flora in Köln ihren langjährigen Präsidenten Dirk Grünewald und Vizepräsidenten Jörg Rösler, die sich nicht erneut zur Wahl gestellt hatten.

    In den Vorstand wurden zudem Silke Sauer (Sauer & Sommer Straßen- und Tiefbau GmbH), Stefan Porz (Oertel & Prümm GmbH Co. KG), Uwe Ausmeier (EUROVIA GmbH) und Thomas Nyhsen (STRABAG AG) gewählt.

    Erstmals Safety Award für Arbeitssicherheit verliehen

    Erstmals zeichnete der Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr Bauunternehmen aus, die sich besonders für das zentrale Thema Arbeitssicherheit engagieren. Kriterien für die Vergabe der Auszeichnung ist u.a. die Unfallhäufigkeit der vergangenen drei Jahre.

    Die Preisträger 2022 sind:

    Implenia Hochbau GmbH, Niederlassung Essen (Gold)

    ZECH Bau SE, Niederlassung Essen (Silber)

    Derichs & Konertz GmbH & Co. KG, Aachen (Bronze)

    Die Firma Hülskens Wasserbau GmbH & Co. KG, Wesel wurde zudem mit einem Zusatzpreis für besondere Aktivitäten zur Vermeidung von Arbeitsunfällen für ihren Erklärfilm rund um Bauarbeiter HANS = „Hülskens Auf Nummer Sicher“ ausgezeichnet.

    Ehrenringe und Ehrennadeln verliehen

    Der scheidende Präsident Grünewald zeichnete Martin Schlegel und Andreas Schmieg mit dem Ehrenring der Bauindustrie aus. Mit dieser besonderen Auszeichnung ehrt die NRW-Bauindustrie seit 1964 Persönlichkeiten, die sich mit ihrem langjährigen Wirken um das Wohl der Bauwirtschaft verdient gemacht haben. Die Geehrten haben als Präsidenten und in zahlreichen Gremien des Verbandes das Profil der nordrhein-westfälischen Bauwirtschaft über viele Jahre geprägt.

    Für ihr langjähriges ehrenamtliches Engagement zeichnete der Verband zudem den scheidenden Vizepräsidenten Jörg Rösler (STRABAG AG) sowie Heinrich Schulze (ZECH Bau SE) mit der Goldenen Ehrennadel des Bauindustrieverbands Nordrhein-Westfalen sowie Karl Arnolds (nesseler bau gmbh) und Hans-Bert Mohr (Peter Hausmann & Co Bauunternehmungen GmbH) mit der Silbernen Ehrennadel aus.

     

    BU: Daniel Strücker, Geschäftsführender Direktor der Eiffage Infra-Bau SE, Düsseldorf, ist neuer Präsident der BAUINDUSTRIE NRW. - Foto: Eiffage

     

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1178 Wed, 22 Jun 2022 15:40:45 +0200 Baumaterialpreise weiter auf Rekordhöhe: Asphalt um 27 Prozent teurer als 2021 https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-06-22-baumaterialpreise-weiter-auf-rekordhoehe-asphalt-um-27-prozent-teurer-als-2021/ Steigende Kosten sind Risiko in Bestandverträgen und erschweren Kalkulation für Neuaufträge Berlin. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte lagen im Mai 2022 – drei Monate nach Kriegsbeginn in der Ukraine - um 33,6 Prozent über dem Niveau von Mai 2021. Wie das Statistische Bundesamt mitteilt, war dies der höchste Anstieg gegenüber einem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949. Neben Energie, Diesel und Stahl, die im Preis um 87,1, 53,2 bzw. 72,1 Prozent zugelegt haben, ist nun auch Asphalt von Preissteigerungen betroffen. „Die Bauunternehmen müssen nun 26,7 Prozent mehr für Asphalt bezahlen. Hier schlägt die Verteuerung von Bitumen - das als Bindemittel eingesetzt wird - mit einem Preisplus von 61,4 Prozent mittlerweile durch“, kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die vom Statistischen Bundesamt heute veröffentlichten Erzeugerpreisindizes für in Deutschland produzierte gewerbliche Produkte.

    Müller: „Die Preise scheinen weiterhin nur eine Richtung zu kennen – nach oben. Die starken Baumaterialpreis- und damit Baukostensteigerungen machen den Bauunternehmen schwer zu schaffen. Bei Projekten, die schon vor mehreren Monaten oder gar Jahren begonnen wurden, konnte man diese Entwicklung bei Vertragsunterzeichnung auf keinen Fall vorhersehen. Bei Vereinbarung von Festpreisen müssen die Unternehmen die gestiegenen Kosten nun selbst schultern. Davon ist nahezu jedes vierte Tiefbauunternehmen betroffen.“ Laut einer aktuellen Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages hätten 23 Prozent der befragten Tiefbaubetriebe angegeben, dass eine Weitergabe der gestiegenen Kosten wegen langfristiger Verträge oder fehlender Kundenakzeptanz derzeit überhaupt nicht möglich sei. Bei mehr als der Hälfte der Unternehmen gehe die Situation zu Lasten der Marge. Während private Auftraggeber Verständnis für die Situation hätten und Mehrkosten zwischen Auftraggeber und Auftragnehmer aufgeteilt würden, seien die Hürden für entsprechende Verhandlungen bei der Öffentlichen Hand noch zu hoch. „Wir können unmöglich weiterhin ein Puffer des Staates für gestiegene Preise sein und an unsere Substanz gehen, wenn wir auch künftig die Infrastrukturmodernisierung unseres Landes realisieren sollen. Wir brauchen daher eine faire Neugestaltung der Regelungen des Bundes für den Umgang mit Mehrkosten bei öffentlichen Bauvorhaben“, so Müller abschließend.

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1169 Wed, 18 May 2022 09:51:26 +0200 „Das Problem der Bauindustrie betrifft uns alle“ https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-05-18-das-problem-der-bauindustrie-betrifft-uns-alle/ Hauptverband korrigiert Konjunktur-Prognose zum „Tag der Bauindustrie“ nach unten +++ Image der Branche verbessert Berlin. Die Bauindustrie kämpft mit den Auswirkungen des Ukraine-Krieges: Vor diesem Hintergrund und angesichts der hohen Unsicherheit über die weitere Entwicklung der geopolitischen Rahmenbedingungen korrigiert der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie zum „Tag der Bauindustrie“ (19. Mai 2022) die Konjunktur-Prognose für das laufende Jahr nach unten.

    Die Branche erwartet für das laufende Jahr für die realen baugewerblichen Umsätze im Bauhauptgewerbe eine Entwicklung zwischen Null und minus zwei Prozent (Prognose Ende 2021: +1,5 Prozent). Darin ist schon das – vor allem witterungsbedingte – hohe reale Umsatzplus von 9 Prozent im Januar und Februar „eingepreist“. Die Prognose steht zudem unter dem Vorbehalt, dass sich im weiteren Jahresverlauf keine weiteren Verschär­fungen bei Energiepreisen und dem Bezug von Baumaterial ergeben. Sie ist von daher vor allem ein Abbild der aktuellen Situation.

    Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie: „Vor fünf Monaten ist der Bau noch mit einem historisch hohen Auftragsbestand in das neue Jahr gestartet. Mit dem Angriffskrieg Putins wurde er zu einem konjunkturellen Fragezeichen. Preissteigerungen und Baumateriallieferanten, die oftmals nur noch Tagespreise abgeben – davon sind über 80 Prozent unserer Mitglieder betroffen. Fakt ist: Wir haben ein Problem. Fehlendes Bitumen für den Straßenbau, fehlende Investitionen durch Preissteigerungen und in letzter Konsequenz eine Konjunktur im Minus, Sie können sicher sein: Das Problem der Bauindustrie betrifft uns alle.“

    UKRAINE-UMFRAGE UNTER DEN MITGLIEDSUNTERNEHMEN

    Der Hauptverband hat in den letzten Tagen seine dritte Umfrage unter seinen Mitgliedern erhoben. Die Ergebnisse:

    • Neun von zehn Firmen beklagen direkte oder indirekte Auswirkungen des Krieges auf ihr Unternehmen.
    • Die Probleme liegen hauptsächlich bei der mangelnden Verfügbarkeit beziehungsweise den starken Preissteigerungen bei diversen Baumaterialien sowie beim Bruch von Logistikketten.
    • 80 Prozent der Unternehmen bezeichnen diese Probleme als stark beziehungsweise sehr stark.
    • 74 Prozent der Firmen beklagen Verzögerungen bei laufenden Bauprojekten.
    • 35 Prozent sind von Auftragskündigungen betroffen, nochmal 6 Prozent mehr als vor 4 Wochen, und 10 Prozent mehr als Anfang März.
    • Mittlerweile 45 Prozent der Antwortenden gaben an, sich mit dem Auftraggeber auf eine Preisgleitung zu einigen (Vorumfrage: 33 Prozent).

    Hübner: „Der Krieg legt die engen Lieferketten und Abhängigkeiten brutal und schonungslos offen. Wir müssen uns künftig Gedanken darüber machen, welche Rohstoffstrategie wir sowohl in Deutschland als auch in Europa verfolgen wollen. Wichtig ist, dass der Produktionsstandort Deutschland gesichert wird: durch attraktive Energiepreise, Transformationsinvestitionen auch am Bau oder der Vereinfachung des Abbaus von heimischen Rohstoffen. Zum Thema Rohstoffstrategie gehört auch das Thema Recycling. Bei ungefährlichen mineralischen Bauabfällen erreichen wir bereits eine Verwertungsquote von fast 90 Prozent. Wir müssen hier allerdings die Qualität des Recyclings noch erhöhen.“

    IMAGE-STUDIE: BAUINDUSTRIE

    Weil die Branche nach vorn kommen müsse, so Hübner, brauche sie einen dringenden Innovationsantrieb, einen Schub in die Zukunft. „Denn wir sind die Schlüsselbranche für die großen gesellschaftlichen Themen in diesem Land. Und trotzdem haben wir beispielsweise ein Fachkräfteproblem. Wie werden wir also da draußen gesehen? Wie können wir besser werden?“

    Um eine Antwort auf diese Fragen zu erhalten, hat der Verband eine Studie in Auftrag gegeben (Institut für Demoskopie Allensbach). Die wichtigsten Ergebnisse:

    • 64 Prozent der Befragten gaben an, dass die Bauwirtschaft (BW) für Deutschland besonders wichtig sei, 2015 haben dies 54 Prozent gesagt.
    • 49 Prozent gaben an, dass sie der Meinung sind, die BW hätte gute Zukunftsaussichten. 2015 gaben dies nur 26 Prozent an.
    • 60 Prozent gaben an, dass die BW auch in Zukunft sichere Arbeitsplätze bietet.
    • 67 Prozent der Bürger halten die BW für einen attraktiven Arbeitgeber, nur 14 Prozent als unattraktiv. Hier ist die junge Generation aber skeptischer.
    • 40 Prozent sind der Meinung, dass die BW für junge Leute, die eine Lehre abgeschlossen haben, interessante und vielseitige berufliche Möglichkeiten bieten, 2007 gaben dies aber noch 56 Prozent an. Bei den unter 30-Jährigen geben dies 2022 nur 34 Prozent an.
    • Nur 26 Prozent sind der Meinung, dass die BW für junge Leute, die ein Studium abgeschlossen haben, interessante und vielseitige berufliche Möglichkeiten bieten (2007: 20 Prozent). Bei den unter 30-Jährigen geben dies nur 17 Prozent an.

    Alle weiteren Infos zur Imagestudie und BAUINDUSTRIE-Umfrage finden Sie hier www.bauindustrie.de/pm/imagestudie-2022.

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1163 Wed, 11 May 2022 09:59:35 +0200 Vorankündigung: Ausbildungspreis der BAUINDUSTRIE NRW 2022 https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-05-11-vorankuendigung-ausbildungspreis-der-bauindustrie-nrw-2022/ Der Bau baut auf qualifizierte Mitarbeiter und gut ausgebildete Nachwuchskräfte – die Baubranche bietet Fachkräften und Berufsnachwuchs beste Perspektiven.  

    Mit dem Ausbildungspreis der BAUINDUSTRIE NRW zeichnen wir in diesem Jahr erstmals Unternehmen und gewerbliche Auszubildende aus, die ein besonderes Engagement im Rahmen der Ausbildung zeigen und sich sozial engagieren. Prämiert werden Azubis und Unternehmen, die mit hoher Ausbildungsqualität überzeugen: es zählen Ausbildungsleistung, ehrenamtliches und soziales Engagement und Unterstützungsangebote. 

    Bewerbungen sind ab 11. Juli 2022 möglich, die Preisverleihung findet am 22. September 2022 statt.

    Was wird prämiert und wer kann sich bewerben?

    • Ausbildungsleistung - Ergebnis der Zwischenprüfung in einem gewerblichen Bauberuf
    • Ehrenamtliches/soziales Engagement des Auszubildenden 
    • Unterstützungsangebot durch den Ausbildungsbetrieb für Auszubildende und Ausbildungspersonal 

    Der Ausbildungspreis der Bauindustrie NRW wird an drei gewerbliche Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr und deren Unternehmen vergeben, die Mitglied im Bauindustrieverband NRW sind und/oder deren Auszubildende die überbetrieblichen Lehrgänge in unsere Ausbildungszentren in Oberhausen, Hamm oder Kerpen besuchen. 

    Das Auswahlverfahren
    Die Bewerbung erfolgt über einen kurzen Bewerbungsbogen als Grundlage für das Auswahlverfahren. Parallel dazu werden auch die Ausbilder des Berufsförderungswerkes der Bauindustrie eingeladen, besonders geeignete Azubis vorzuschlagen und auf die Möglichkeit einer Bewerbung aufmerksam zu machen. Eine Jury sichtet die Bewerbungen und wählt drei Gewinner aus.

    Was beinhaltet der Preis?
    Die drei Gewinner-Auszubildenen und deren Ausbildungsunternehmen werden zur Preisverleihung am 22. September 2022 eingeladen. Dort erhalten sie neben einer Urkunde und einer Medaille ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Die Gewinner werden zudem in den sozialen Medien vorgestellt.

    Die Jury
    Eine Fachjury sichtet und wertet die Unterlagen. Aus allen eingereichten Bewerbungen bestimmen sie die drei Gewinner. Die 4-köpfige Jury setzt sich zusammen aus hochrangigen Ausbildungsfachleuten aus Unternehmen des Bauindustrieverbandes und dem Bauindustrieverband NRW.

    Der Bauindustrieverband NRW unterstützt seine Mitglieder, damit sie auch zukünftig hoch qualifizierte Fachkräfte und einen gut ausgebildeten Nachwuchs bauen können – z.B. mit seinen drei Ausbildungszentren in NRW, Qualifizierungsangeboten und seiner Nachwuchskampagne @bau_dein_ding
     

    ]]>
    Aktuelles Meldungen
    news-1170 Mon, 02 May 2022 11:03:00 +0200 Bund und BAUINDUSTRIE unterzeichnen Charta für bessere Zusammenarbeit bei Wasserbauprojekten https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-05-02-bund-und-bauindustrie-unterzeichnen-charta-fuer-bessere-zusammenarbeit-bei-wasserbauprojekten/ Berlin. Bauprojekte an Bundeswasserstraßen sind technisch und organisatorisch komplex. Damit die Projektbeteiligten derartige Bauprozesse vorausschauend im Interesse einer wirtschaftlichen und effizienten Bauabwicklung bestmöglich bewältigen können, ist eine vertrauensvolle, enge Zusammenarbeit zwischen Bauherrn und Bauunternehmen wichtig.

    Heute haben Vertreter der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und der Hauptverband der Bauindustrie im Bundesministerium für Digitales und Verkehr in Berlin dazu eine Charta für die Zusammenarbeit auf Baustellen an Bundeswasserstraßen unterzeichnet.

    Susanne Henckel, Staatsekretärin im Bundesministerium für Digitales und Verkehr: „Mehr bauen, weniger verhandeln, lautet die Devise für die Modernisierung unserer Wasserstraßen. Ein Baustein ist dabei die transparente, kooperative und faire Zusammenarbeit auf der Baustelle. Die Charta steht dabei für einen konstruktiven Neuanfang der Zusammenarbeit am Wasser.“

    Professor Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt: „Mut zu Verantwortung und neuen Perspektiven, das sind die Eckpfeiler der Vereinbarung zwischen Bauindustrie und Verwaltung. Mit einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit und klaren Rahmenbedingungen steigern wir gemeinsam die Effektivität unserer Bauvorhaben."

    Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Bauindustrie: „Wir brauchen einen Qualitätswettbewerb: Nicht der niedrigste Preis, sondern die Gesamtwirtschaftlichkeit und die besten, nachhaltigsten und sozialgerechtesten Ideen müssen in den Fokus der öffentlichen Vergabe rücken. Dazu ist es notwendig, dass alle Beteiligten frühzeitig zusammenkommen und transparent über alle Projektlebensphasen hinweg zusammenarbeiten.“

    Bei der Charta handelt es sich um die Vereinbarung für bessere Projektkultur. Ihre Regelungen haben zwar keine vertragliche Verbindlichkeit und werden auch nicht zum Gegenstand eines Vertrages gemacht. Sie sind aber im Rahmen und auf der Basis des geltenden Rechts einschließlich der bestehenden Verwaltungsvorschriften anzuwenden und auszulegen.

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1160 Mon, 25 Apr 2022 15:35:57 +0200 Bau startet gut ins Jahr – jetzt drohen Probleme und Kurzarbeit https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-04-25-bau-startet-gut-ins-jahr-jetzt-drohen-probleme-und-kurzarbeit/ Folgen des Ukraine-Kriegs schlagen durch: Nachfrage entwickelte sich verhalten. Stornierungen gemeldet. Berlin. Die BAUINDUSTRIE profitierte im Februar dieses Jahres vom schwachen Vorjahresergebnis: Die Bauunternehmen1 meldeten ein nominales Umsatzplus von 26,5 Prozent, preisbereinigt ist dies ein Plus von 11,0 Prozent. Der starke Anstieg ist überwiegend auf einen Basiseffekt zurückzuführen, im Februar 2021 ist der Umsatz um nominal 17,0 bzw. real 14,7 Prozent gesunken. Aber auch die milden Temperaturen haben eine Rolle gespielt. „Wie im Januar konnten die Bauunternehmen auch im Februar die vergleichsweise gute Witterung nutzen, um die (noch) hohen Auftragsbestände abzuarbeiten.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Im Februar hätten nur 39 Prozent der im Rahmen des ifo Konjunkturtests befragten Bauunternehmen über eine witterungsbedingte Behinderung geklagt, im vergleichbaren Vorjahresmonat waren hingegen 64 Prozent betroffen. In Summe ergäbe sich für Januar bis Februar 2022 ein Umsatzplus von nominal 23,5 Prozent, real von 9,2 Prozent.

    Müller: „Die bis Februar hohe Bautätigkeit spiegelt natürlich noch nicht die aktuelle Situation wider. Die durch den Ukraine-Krieg verursachten Lieferengpässe und Preissteigerungen bei Baumaterial sind hier noch nicht zu sehen. Die Ergebnisse unserer aktuellen Verbands-Umfragen deuten aber auf Verzögerungen bei einzelnen Projekten hin, dies meldeten immerhin 70 Prozent der Umfrage-Teilnehmer. Hinzu kommt, dass 30 Prozent angaben, von Stornierungen betroffen zu sein. 40 Prozent berichteten sogar, dass der Auftraggeber sein Projekt erst einmal zurückgestellt hat. Für die kommenden Monate ist dies bedenklich. Wir stellen uns darauf ein, dass Unternehmen bald Kurzarbeit anmelden müssen.“

    Schon im Februar hätte sich die Nachfrage eher schwach entwickelt: Die Bauunternehmen1 meldeten – im Vergleich zum Vorjahresmonat - zwar ein nominales Orderplus von 8,6 Prozent, real sei dies aber ein Rückgang von 4,3 Prozent. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sei der Auftragseingang auch im Vergleich zum Vormonat2 gesunken, und zwar um 2,7 Prozent. Für die ersten zwei Monate ergibt sich ein nominales Orderplus von 9,0 Prozent, real ist dies ein Minus von 3,4 Prozent.

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

    1) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten   2) saison-, kalender- und preisbereinigt

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1158 Wed, 20 Apr 2022 12:42:52 +0200 Rekordpreise auf dem Bau: Erdgas & Diesel treiben Kosten https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-04-20-rekordpreise-auf-dem-bau-erdgas-diesel-treiben-kosten/ Verbandschef warnt vor Konjunkturrückschlägen Berlin. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im März 2022 um 30,9 Prozent höher als im März 2021. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war dies der höchste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949.

    Die aktuellen Daten spiegeln bereits erste Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine wider. Hauptverantwortlich für den Anstieg der gewerblichen Erzeugerpreise im Vorjahresvergleich ist weiterhin die Preisentwicklung bei Energie: Die Preise waren im März 2022 im Durchschnitt 83,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Allein gegenüber Februar 2022 stiegen diese Preise um 10,4 Prozent. Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei Energie hatte Erdgas in der Verteilung mit einem Plus gegenüber März 2021 von 144,8 Prozent.

    Neben dem starken Preisanstieg bei Erdgas legte auch der Erzeugerpreis für Dieselkraftstoff im März deutlich zu: binnen Monatsfrist um 31,2 Prozent. Er liegt damit um 65,8 Prozent über dem Niveau von März 2021.

    Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie: „Der Preisanstieg bei Diesel trifft die Bauunternehmen besonders stark, immerhin entfällt im Baugewerbe knapp die Hälfte der benötigten Energie auf Dieselkraftstoff. Aber auch der Preis für Betonstahl ist im März noch einmal deutlich angezogen. Er lag um 19,3 Prozent über dem Vormonat und mittlerweile um 60,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Ein Ende des Preisanstieges ist vorerst nicht absehbar. Laut unserer zweiten Schnellumfrage meldeten Anfang April 78 Prozent der Umfrageteilnehmer Lieferengpässe und Preissteigerungen bei Dieselkraftstoff und 76 Prozent bei Stahl.“

    Der Verbandschef stellt klar: „Die Krise legt die engen Lieferketten und Abhängigkeiten brutal und schonungslos offen. Wir müssen uns künftig aufgrund der sich verändernden Landschaft Gedanken darüber machen, welche Rohstoffstrategie wir sowohl in Deutschland als auch in Europa verfolgen wollen. Die Frage ist: Wo können wir Abhängigkeiten reduzieren, die heute bestehen und uns jetzt in diese Lage gebracht haben. Dazu gehört etwa das Thema, wie wir Baustoffkreisläufe anders reaktivieren können, zum Beispiel über Recycling.“

    Zudem werde jetzt auch ein Nachfragerisiko deutlich. „Wir rechnen mit einem Rückgang beim Wohnungsneubau, die Gefahr ist also reell, dass ein Dominoeffekt eintritt und die Konjunktur in der Bauwirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen wird.“

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1156 Mon, 11 Apr 2022 11:30:36 +0200 Zweite Branchenumfrage zu Folgen des Ukraine-Krieges. https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-04-11-mueller-wir-stellen-uns-auf-kurzarbeit-ein/ Lage hat sich weiter verschärft. Aufträge werden storniert. Berlin. Die Lage in der Bauwirtschaft hat sich weiter verschärft – das bestätigt eine Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller erklärt: „Mittlerweile ist fast jedes Unternehmen direkt oder indirekt von den Folgen des Krieges in der Ukraine betroffen.“

    Die Hauptprobleme: Preissteigerungen (90 Prozent) und Materiallieferengpässe (zu 80 Prozent). Die Unternehmen berichten unisono, dass Materiallieferanten nur noch tagesaktuelle Preise geben. Über 80 Prozent gaben sogar an, dass Lieferanten überhaupt keine Preiszusagen mehr geben würden. Dies führt am Ende zu einem enormen wirtschaftlichen Risiko und Schwierigkeiten bei der Kalkulation neuer Angebote. So ist es bisher gelungen, nur mit rund einem Drittel der Auftraggeber so genannte Preisgleitungen zu vereinbaren, damit die Unternehmen die Risiken nicht allein schultern müssen. In der Konsequenz geben über 30 Prozent der Bauunternehmen keine neuen Angebote mehr ab.

    Um die Situation für die Unternehmen zu entschärfen, müssen dringend auch Länder und Kommunen die kürzlich mit dem Bund vereinbarten Regelungen über Preisgleitklauseln übernehmen.

    Doch nicht nur das: Zum Preis-, Material- und Energierisiko kommt auch ein Nachfragerisiko hinzu. Rund 40 Prozent der Auftraggeber stellen Projekte zurück, 30 Prozent der Auftraggeber stornieren sogar Projekte. Verbunden mit den Aussagen eines großen, norddeutschen Verbandes der Wohnungswirtschaft, dass ein deutlicher Rückgang beim Wohnungsneubau zu erwarten sei, ist die Gefahr also reell, dass die Konjunktur in der Bauwirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Die Folgen wären gravierend. Damit wird auch die Luft dünner, um die baupolitischen Ziele noch zu erreichen.

    Müller: „Die Situation ist absurd. Vor Wochen hat die Branche noch händeringend um Arbeitskräfte geworben, heute müssen wir uns Gedanken machen, wie wir die halten, die wir haben. Wir stellen uns darauf ein, dass Unternehmen bald Kurzarbeit anmelden müssen.“

    Die Ergebnisse der zweiten Umfrage im Detail:

    Umfragezeitraum: 4. bis 7. April 2022. Über 300 Unternehmerinnen und Unternehmer haben teilgenommen, davon beziehen 27 Prozent Baumaterial aus Russland oder aus der Ukraine.

    • 91 Prozent sind von direkten oder indirekten Auswirkungen betroffen (Vorumfrage: 83 Prozent). Davon gaben 84 Prozent an, dass die genannten Probleme stark, bzw. sogar sehr stark ausgeprägt sind.
    • 90 Prozent der Umfrageteilnehmer (nicht der Betroffenen) klagten über Preis-steigerungen bei Baumaterial (Mehrfachnennungen möglich) und 80 Prozent über Lieferengpässe (Vorumfrage: 79 Prozent bzw. 64 Prozent)
    • 85 Prozent gaben an, dass die Lieferanten nur noch tagesaktuelle Preise geben, 84 Prozent gaben sogar an, dass überhaupt keine Preiszusagen mehr gemacht werden (Mehrfachnennungen möglich; Vorumfrage: 74 Prozent bzw. 72 Prozent). 81 Prozent klagten über Preissteigerungen beim Transport (Vorumfrage: 73 Prozent). 49 Prozent beklagten Logistikprobleme und 13 Prozent einen Fach¬kräftemangel wegen fehlender Arbeitskräfte aus den betroffenen Regionen (Vorumfrage: 41 Prozent bzw. 8 Prozent).
    • Die Lieferengpässe und Preissteigerungen betreffen überwiegend Dieselkraft-stoff und Stahl: 78 Prozent, bzw. 76 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben dies an (Mehrfachnennungen möglich). Die starken Preissteigerungen des Vorjahres werden sich somit weiter fortsetzen. 57 Prozent berichteten über Lieferengpässe und Preissteigerungen bei Bitumen und Asphalt, 42 Prozent bei Holz, 55 Prozent bei Zement/Beton und 28 Prozent bei Spundwänden. 71 Prozent berichteten von steigenden Energiekosten.
    • 71 Prozent der Betroffenen berichteten von Verzögerungen bei laufenden Bauprojekten (Vorumfrage: 72 Prozent).
    • Bei 89 Prozent der Betroffenen hatten die Probleme Auswirkungen auf die Angebotsabgabe (Vorumfrage: 84 Prozent). Diese sind:
      • In Bezug auf die gesamten Umfrageteilnehmer gaben 51 Prozent an, wenn möglich nur noch Auftraggeber zu bevorzugen, die eine Preisgleitung akzeptieren (Vorumfrage: 39 Prozent).
      • Mittlerweile geben 33 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass man sich mit dem Auftraggeber auf eine Preisgleitung geeinigt hätte (Vorumfrage: 18 Prozent).
      • Allerdings geben auch 47 Prozent an, dass sie Preissteigerungen nicht weiter-gegeben können und somit das Angebot auf eigenes Risiko erfolgt (Mehrfach-nennungen möglich).
      • 32 Prozent berichteten, dass sie keine Angebote mehr abgeben können.
    • 40 Prozent gaben an, dass der Auftraggeber sein Projekt zurückgestellt hat (Vorumfrage: 23 Prozent).
    • 29 Prozent der Betroffenen berichteten, dass sie von Auftragsstornierungen betroffen seien (Vorumfrage: 24 Prozent).
    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1155 Fri, 08 Apr 2022 12:37:37 +0200 Bauwirtschaft lehnt Schlichterspruch ab https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-04-08-bauwirtschaft-lehnt-schlichterspruch-ab/ Der Schiedsspruch im Schlichtungsverfahren zum Bau-Mindestlohn am 24. März wird von der Arbeitgeber-Tarifgemeinschaft (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und Zentralverband des Deutschen Baugewerbes) abgelehnt. Im Kern sieht der Schiedsspruch folgende Punkte vor:

    •    Laufzeit vom 1. Mai 2022 bis 30. Juni 2024
    •    Erhöhung Mindestlohn 1 um jeweils 60 Cent (ca. 4,6 Prozent) zum 1. Mai 2022, 1. April 2023 und 1. April 2024.
    •    Die Tarifvertragsparteien verpflichten sich schuldrechtlich, nachfolgende Mindestlohnanpassungen zunächst in den Jahren 2025 und 2026 nach der Inflationsrate und ab Ende 2026 nach dem dann bestehenden Verhältnis zum Ecklohn festzulegen.
    •    „Einfrieren“ des Mindestlohns 2 auf bisherigem Niveau bis 31. Dezember 2022 und Wegfall ab 1. Januar 2023.

    Die Ablehnung des Schlichterspruchs durch die Arbeitgeber erfolgt aus mehreren Gründen: Zum einen stellt die vorgeschlagene Erhöhung eine nicht zu rechtfertigende Verteuerung einfachster Tätigkeiten im Baugewerbe dar. Zum anderen blickt die Baubranche in Folge des Ukraine-Kriegs besorgt in die Zukunft; die aktuelle Preis- und allgemeine wirtschaftliche Entwicklung lassen wenig Spielraum zu, verlässliche Prognosen sind derzeit nicht möglich.

    Jutta Beeke, Vizepräsidentin des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und Verhandlungsführerin der Arbeitgeber, erklärte: „Der Automatismus, einen einheitlichen Branchenmindestlohn erst an eine Inflationsrate zu koppeln und danach exakt mit den höheren Tarifentgelten anzupassen, stellte sich auf Seiten der Arbeitgeber als eine zu große Selbstbeschränkung freier Tarifverhandlungen dar. Hinzu kommt, dass diese Vereinbarung keine ausdrückliche Kündigungsmöglichkeit vorsieht.“

    Uwe Nostitz, Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, ergänzt: „Eine vernünftige Tarifpolitik muss auf die momentan unüberschaubare Branchensituation Rücksicht nehmen, vorsichtig vorausschauend agieren und Planungssicherheit geben. Wir werden die Festlegung der Höhe eines eigenständigen Bau-Mindestlohns weder dem Gesetzgeber noch dem Zufall überlassen.“

    Wie geht es weiter?

    Die Arbeitgeberseite signalisiert, dass sie offen für weitere Verhandlungen ist. Auch wenn ein Branchenmindestlohn nach momentaner Arbeitsmarktlage nicht zwingend kurzfristig nötig erscheint, ist weiterhin die Bereitschaft vorhanden, einen einheitlichen Bau-Mindestlohn zu verabreden. In der Schlichtung wurden hierfür bereits 13 Euro genannt. Jutta Beeke sowie Uwe Nostitz stellten fest, dass die Beratungen des Schiedsspruchs in den Gremien der Arbeitgeber zwar zur Ablehnung führten, gleichzeitig aber auch Spielräume aufgezeigt hätten.

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1149 Thu, 31 Mar 2022 08:06:12 +0200 Sichere und langlebige Bauwerke: „Wir brauchen Verlässlichkeit für Verwendung von Bauprodukten“ https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-03-31-sichere-und-langlebige-bauwerke-wir-brauchen-verlaesslichkeit-fuer-verwendung-von-bauprodukten/ EU-Kommission legt neue Verordnung vor Berlin. Gute und solide Bauwerke benötigen gutes, solides Material. Wichtig ist, dass dieses Material transparent und umfassend gekennzeichnet wird. Das ist auf EU-Ebene nicht immer der Fall. Die EU-Kommission hat heute eine neue EU-Verordnung für die Kennzeichnung von Bauprodukten vorgelegt. Ziel ist es, die Kennzeichnung von Bauprodukten auf EU-Ebene zu verbessern. Denn bisher kann nicht für alle europäisch harmonisierten Bauprodukte bestimmt werden, welche Anforderungen konkret erfüllt werden müssen, um für Bauwerke in den Mitgliedstaaten verwendet werden zu dürfen. Daraus ergibt sich eine unsichere Rechtslage für den deutschen Bau.

     

    „Die überarbeitete Bauproduktenverordnung muss den Rechtsrahmen schaffen, den unsere Bauunternehmen brauchen, um Bauprodukte in Deutschland rechtsicher zu verwenden und daraus sichere und langlebige Gebäude und Infrastrukturen zu schaffen“, kommentiert Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE den Vorschlag. Notwendig sei, schnell Lösungen für die sichere Verwendung von Bauprodukten zu finden, Lücken im bestehenden Rechtsrahmen zu schließen und die Effizienz bei der europäischen Normung von Bauprodukten zu erhöhen. „Unsere Unternehmen sind auf einen klaren und verlässlichen Rahmen für die Verwendung von Bauprodukten dringend angewiesen“, so Müller weiter. „Unter diesen Aspekten werden wir uns den vorgelegten Entwurf ansehen und hoffen, dass die Kommission im Dialog mit den Stakeholdern pragmatische Lösungen findet.“

    Hintergrund

    Der Vorschlag eines überarbeiteten Rechtsakts ist ein wichtiger nächster Schritt im Ver-fahren, nachdem schon 2016 die Revision der Bauproduktenverordnung angekündigt und 2019 ein intensiver Konsultationsprozess gestartet wurde. Bevor der Rechtsakt in Kraft tritt, müssen EU-Parlament und Rat einbezogen werden und sich auf eine gemein-same Linie mit der Kommission einigen. Die Bauproduktenverordnung legt die Kriterien und Verfahren für die Bewertung von europäisch harmonisierten Bauprodukten fest. Zentrale Elemente sind das CE-Kennzeichen und die Leistungserklärung. Die Leistungserklärungen enthält Angaben zu den Leistungen eines Bauproduktes in Bezug auf seine wesentlichen Merkmale und das CE-Kennzeichen dient als Bestätigung, dass die Leistungserklärung zuverlässig und genau erstellt wurde. Sie erlaubt den freien europäischen Warenverkehr der Produkte.

    Die Bauproduktenverordnung definiert jedoch keine EU-weiten verwendungsbezogenen Anforderungen für Bauprodukte. Im Rahmen der geteilten Zuständigkeiten regelt die EU die Bedingungen für das Inverkehrbringen von Bauprodukten, während die Mitgliedstaaten Regeln für die Verwendung der Produkte, im Rahmen Ihrer Regelungskompetenz für die Anforderungen an Bauwerke, festlegen.

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1146 Fri, 25 Mar 2022 10:08:22 +0100 Bau startet gespalten ins Jahr https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-03-25-bau-startet-gespalten-ins-jahr/ Umsatz zog im Januar an, Nachfrage schwächelt. Branchen-Umfrage zu Materialengpässen, Auftragsstornierungen und weiteren Auswirkungen des Krieges in der Ukraine Berlin. Die BAUINDUSTRIE ist gespalten in das Jahr 2022 gestartet: Während die Bautätigkeit im Januar - im Vorjahresvergleich - um preisbereinigt 7,0 Prozent anzog, meldeten die Unternehmen1 des Bauhauptgewerbes ein reales Orderminus von 2,4 Prozent, kalenderbereinigt sogar von 4,4 Prozent. „Die Bauunternehmen haben die vergleichsweise milde Witterung zu Jahresbeginn genutzt, um die Aufträge aus 2021 weiter abzuarbeiten.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Demnach schiebe die Branche1 mittlerweile einen historisch hohen Auftragsbestand von 64,3 Milliarden Euro vor sich her, hervorgerufen auch durch die Lieferengpässe bei Baumaterialien im vergangenen Jahr, die zu Verzögerungen bei einzelnen Projekten geführt hätten. „Wir hatten eigentlich gehofft, dass sich die Materialversorgung in diesem Jahr beruhigt und wir die Bestände zügig abarbeiten können. Nun erwarten wir eine Fortsetzung der Probleme bei der Materialbeschaffung. Schließlich bezieht jedes dritte Bauunternehmen Baumaterial aus Russland oder der Ukraine.“ Dies gehe aus der aktuellen Verbandsumfrage zu den Folgen des Krieges in der Ukraine auf die Bautätigkeit in Deutschland hervor.

    Demnach hätten 83 Prozent der Umfrageteilnehmer von Problemen in ihrer Bautätigkeit berichtet, wie Lieferengpässen und starken Preissteigerungen bei Baumaterial. Davon hätten 72 Prozent sogar von Verzögerungen bei laufenden Projekten berichtet, 84 Prozent von Problemen bei der Angebotsabgabe. Müller: „Um die gestiegenen Baumaterialpreise schultern zu können, bevorzugen die Bauunternehmen – wenn möglich – nur noch die Auftraggeber, die eine Preisgleitung akzeptieren.“ Dies hätten knapp 40 Prozent der betroffenen Umfrageteilnehmer angegeben. „Wenn dies nicht möglich ist, sehen sich viele Bauunternehmen gar nicht mehr in der Lage, ein Angebot abzugeben.“

    „Wir befürchten auch, dass sich die Situation bald auf die Auftragslage auswirken könnte. Schließlich berichtete nahezu jedes vierte betroffene Bauunternehmen, dass Auftraggeber Projekte zurückgestellt hätten. Noch sind wir angesichts der hohen Auftragsbestände aber gut ausgelastet“, beschreibt Müller die aktuelle Situation. Daran würde auch der preisbereinigte Orderrückgang im Januar (im Vorjahresvergleich) von 2,4 Prozent sowie (im Vormonatsvergleich2) von 10,8 Prozent kurzfristig nichts ändern.

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. 1) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten   2) saison-, kalender- und preisbereinigt

    Auch im Internet mit Grafik abrufbar: bauindustrie.de

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1145 Fri, 25 Mar 2022 08:32:29 +0100 Bauwirtschaft: Mindestlohn-Schlichtung führt zum Schiedsspruch https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-03-25-bauwirtschaft-mindestlohn-schlichtung-fuehrt-zum-schiedsspruch/ Mitgliedsverbände müssen jetzt innerhalb von 14 Tagen abstimmen Berlin. In der Schlichtungsrunde zwischen der Bauwirtschaft (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes) und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) um die Fortführung eines Mindestlohns im Bausektor hat Schlichter Professor Dr. Rainer Schlegel, Präsident des Bundessozialgerichtes, folgenden Schiedsspruch vorgelegt:

    • Laufzeit vom 1. Mai 2022 bis 30. Juni 2024
    • Erhöhung Mindestlohn 1 um jeweils 60 Cent (ca. 4,6 Prozent) zum 1. Mai 2022, 1. April 2023 und 1. April 2024.
    • „Einfrieren“ des Mindestlohns 2 auf bisherigem Niveau bis 31. Dezember 2022 und Wegfall ab 1. Januar 2023.
    • Die Tarifvertragsparteien verpflichten sich schuldrechtlich, nachfolgende Mindestlohnanpassungen zunächst nach der Teuerungsrate und ab Ende 2026 nach dem Verhältnis zum Ecklohn festzulegen.

    Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sowie der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes sehen den Schiedsspruch skeptisch. Das Volumen sei gemessen an dem Abschluss für die höheren Entgelte vom November 2021 sehr hoch und unterstelle eine gleichbleibende Inflation über drei Jahre. Angesichts der aktuell unsicheren wirtschaftlichen Lage erscheine die Laufzeit zu lang und zudem beschränke die schuldrechtliche Anpassungsvereinbarung die Tarifautonomie.

    Der Schiedsspruch wird den Mitgliedsverbänden der Arbeitgeber-Tarifgemeinschaft zur Abstimmung vorgelegt und muss innerhalb einer Frist von 14 Kalendertagen angenommen oder abgelehnt werden.

    ]]>
    Pressemitteilung
    news-1143 Fri, 18 Mar 2022 09:58:24 +0100 Baustopp für viele Projekte nicht ausgeschlossen https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-03-18-baustopp-fuer-viele-projekte-nicht-ausgeschlossen/ Folgen der Ukraine-Krise treffen mit voller Wucht ein: Bitumen-Produktion wird deutlich gedrosselt, Preise gehen durch die Decke Berlin. Die Auswirkungen des von Russland geführten Krieges gegen die Ukraine treffen mit voller Wucht auch die Baustellen hierzulande: Die Baubranche schließt Baustopps für eine Vielzahl von Projekten nicht mehr aus.

    „Wir können heute nicht sicher sagen, ob genügend Material für alle Baustellen in Deutschland vorhanden sein wird“, so Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Bauindustrie.

    Noch vor wenigen Tagen ging die Branche davon aus, dass die steigenden Preise vor allem auf die Sorge vor drohenden Lieferengpässen und weiteren Sanktionen zurückzuführen sind. „Heute wissen wir aber, dass die Stahlproduzenten ihre Produktion drosseln müssen. Zudem haben große Raffinerien angekündigt, ihre Bitumen-Produktion, die dringend für den Straßenbau benötigt wird, kurzfristig deutlich reduzieren müssen.“

    Teilweise kommen sogar Lieferungen, wie Schrauben und Nägel, aufgrund von Sanktionen nicht mehr in Deutschland an. Müller warnt: „Wir sollten uns heute schon die Frage stellen, welche Projekte wir einstellen müssen und auf welche wir nicht verzichten können.“

    Die Krise auf dem Baustoffmarkt hat sich in den letzten Tagen bereits angekündigt: „Wir haben große Preissteigerungen, etwa bei Stahl, Bitumen und Aluminium gesehen. Die Materiallieferanten geben uns deshalb keine verbindlichen Angebote mehr. Teilweise werden Preise nur im Stundenrhythmus garantiert. Angebote wie bisher seriös zu kalkulieren und abzugeben, ist damit unmöglich.“

    Hintergrund: In laufenden Verträgen können die Unternehmen die Preissteigerungen nicht weiterreichen, was zu einem großen wirtschaftlichen Risiko führen wird. „Sie bleiben auf den Mehrkosten sitzen. Helfen würde uns für alle Verträge die Vereinbarung einer Preisgleitklausel, insbesondere für laufende Verträge.“ Das heißt die Übernahme von unkalkulierbar gestiegenen Mehrkosten durch die Auftraggeber.

    Bleibe die Situation so bestehen, warnt Müller, würden Projekte in die Verlustzone rutschen, ein kurzfristiger Baustopp könne aus heutiger Sicht nicht ausgeschlossen werden.

    „Mit den Vorständen der großen Auftraggeber, etwa Deutsche Bahn oder Autobahn GmbH, sind wir in Kontakt. Unsere Situation wird verstanden. Wir warten dringend auf eine konkrete Festlegung des Bundesverkehrsministeriums.“

    ]]>
    news-1139 Fri, 11 Mar 2022 12:59:44 +0100 Folgen des Krieges in der Ukraine für den Bau https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-03-11-folgen-des-krieges-in-der-ukraine-fuer-den-bau/ Massive Preissteigerungen und drohende Lieferengpässe belasten Bautätigkeit. Abgabe neuer Angebote kaum noch möglich. Berlin. Die Auswirkungen des von Russland geführten Krieges gegen die Ukraine treffen auch Baustellen hierzulande: Gravierende Materialpreissteigerungen und drohende Lieferschwierigkeiten sind die Folge. Zudem sehen sich die Bauunternehmen, wie andere Teile der deutschen Wirtschaft auch, mit massiv steigenden Energie- bzw. Treibstoffpreisen, vor allem bei Dieselkraftstoffen, konfrontiert.

    Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie: „Die Materialpreise steigen täglich, teilweise im Stundentakt. Allerdings sind die Preissteigerungen bisher noch kein Anzeichen von Materialknappheit, sondern eher von Angst vor drohenden Lieferausfällen. Inwieweit und vor allem wann es zu angebotsseitigen Materialengpässen kommen wird, lässt sich aktuell noch nicht beurteilen. Die Gefahr ist aber sehr reell.“

    Besonders betroffene Bauproduktegruppen sind erdölbasierte Stoffe wie Bitumen als wichtiger Bestandteil von Asphalt für den Straßenbau, Stahl und Aluminium, die zu großen Teilen aus Russland beziehungsweise der Ukraine bezogen werden. Gleichzeitig wird es für die Unternehmen zunehmend schwieriger, Produkte wie Spundwände und Epoxidharze oder gar Abdeckfolie und Hartholz am Markt einzukaufen. Müller: „Bereits jetzt garantieren einzelne Baustofflieferanten keine Preise mehr, teilweise nehmen Lieferanten sogar keine Anfragen mehr entgegen. In laufenden Verträgen ist es für die Unternehmen kaum möglich, diese Preissteigerungen weiterzureichen, was zu einem großen wirtschaftlichen Risiko führen kann. Für neue Projekte kann es sogar dazu führen, dass die Unternehmen keine Angebote mehr abgeben können. Erste Anzeichen sind auf kommunaler Ebene zu beobachten.“

    Wichtig sei, dass aufgrund dieser besonderen Lage faire, partnerschaftliche Lösungen zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern zum einen für mögliche Lieferprobleme und zum anderen für den Umgang mit den enormen Baumaterialpreissteigerungen gefunden werden. Nur so seien die Bauunter-nehmen auch weiterhin in der Lage, ihre vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen. „Wir setzen auf einen direkten Dialog mit den Bundesministerien, den Kommunen und größeren Auftraggeberorganisationen, wie der Autobahn GmbH und der Deutschen Bahn. Helfen würde die durchgängige Vereinbarung von Stoffpreisgleitklauseln, auch in bestehenden Verträgen, bei denen der Bezugspunkt der Materialpreise auf den Zeitpunkt der Angebotsabgabe gelegt wird. Zudem sollte der Produktkatalog solcher Preisgleitungen ausgeweitet werden, insbesondere für Bitumen“, so Müller. So könnte das Risiko zumindest teilweise abgeschwächt und die Bautätigkeit aufrechterhalten werden.

    ]]>
    Pressemitteilung