Pressemitteilung vom 27.09.2018

Monat Juli stärkt NRW-Baukonjunktur

Düsseldorf. Straßenbau fast 40% über 2016 / Gesamtnachfrage nach Bauleistungen legt spürbar zu

„Das Jahr 2018 zeigt bislang extreme Konjunkturschwankungen zwischen den Bausparten. Eine einheitliche Entwicklung ist kaum zu erkennen. Unsere Unternehmen wünschen sich jedoch ein stetig steigendes, aber kalkulierbares und langfristiges Wachstum. Nachfragesprünge bringen Nachunternehmer und Rohstofflieferanten zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, zur Baukonjunktur von Januar bis Ende Juli 2018.

Die Gesamtnachfrage nach Bauleistungen liegt in Nordrhein-Westfalen Ende Juli 2018 rund vier Prozent über Vorjahresniveau. Addiert ergeben alle Aufträge einen Wert von knapp 7,1 Milliarden Euro. Deutschlandweit sieht die Branchenentwicklung allerdings noch besser aus. Mit mittlerweile 46,153 Milliarden Euro Auftragseingang liegt das deutsche Bauhauptgewerbe gar 7,9 Prozent im Plus.

Auch wenn der Straßenbau im Juli etwas an Wachstum federn lassen musste, notiert dieser weiterhin bei beachtlichen 18,6 Prozent über Vorjahresniveau. 1,101 Milliarden Euro haben nordrhein-westfälische Straßenbauer bislang an Aufträgen generieren können.

Prof. Beate Wiemann: „Der Straßenbau in Nordrhein-Westfalen liegt 38 Prozent über dem Niveau von 2016. Ein deutlicherer Nachweis über die Leistungsfähigkeit unserer Branche, unserer Unternehmen und ihrer Mitarbeiter ist kaum vorstellbar. Wir reparieren NRW unter Hochdruck.“

Nach einer schwächeren Entwicklung über den Frühling hat der Wohnungsbau nun wieder an Fahrt gewonnen und weist mit 1,448 Milliarden Euro ein Wachstum von 1,7 Prozent aus.

Mehr als doppelt so groß ist die Sparte Wirtschaftsbau. Die von privaten Unternehmen und Betrieben in Auftrag gegebenen Bauprojekte summieren sich entsprechend auf 3,27 Milliarden Euro und liegen damit schwache 0,7 Prozent über dem Vergleichszeitraum im Vorjahr.

„Mit dem dritten Entfesselungspaket verbessert Wirtschaftsminister Pinkwart die Standortbedingungen in NRW und erleichtert Investitionen. Schnellere Plan- und einfachere Genehmigungsverfahren sollten in Zukunft wieder mehr Unternehmen von der Attraktivität Nordrhein-Westfalens als Ziel für Investitionen überzeugen. Davon wird unser Wirtschaftsbau profitieren“, so Prof. Beate Wiemann weiter.

Im öffentlichen Bau dominiert weiterhin der Hochbau mit einem Wachstum von bemerkenswerten 28,3 Prozent zum Vorjahreszeitraum. 382 Millionen wurden an Aufträgen vergeben. Im öffentlichen Tiefbau steht jedoch bislang ein Minus von 3,2 Prozent und ein Auftragseingang von insgesamt 894 Millionen Euro.