Pressemitteilung vom 30.11.2018

Drittes Quartal 2018 endet erfolgreich

Düsseldorf. Bauindustrie NRW bewertet NRW-Baukonjunktur

„Für die Bauindustrie endet auch das dritte Quartal 2018 mit einer guten Auftragslage. Der Wohnungsbau und der Straßenbau legen sogar noch zu und wachsen weiter“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, zu den Konjunkturzahlen von Ende September 2018.

Die Konjunkturentwicklung kann zwar insgesamt nicht mit der deutschlandweiten Entwicklung mithalten, zeigt in NRW in einzelnen Bausparten jedoch herausragende Ergebnisse.

Der Auftragseingang über alle Bausparten liegt Ende September 2018 7,1 Prozent über der Entwicklung des Vorjahreszeitraumes. Insgesamt summieren sich die Aufträge auf 9,272 Milliarden Euro. Damit liegt die NRW-Baukonjunktur bedauerlicherweise unter der deutschlandweiten Entwicklung. Bei dieser liegt der Auftragseingang mit 8,5 Prozent im Plus.

Nach einer bisher schwächeren Entwicklung in 2018 gewinnt der Wohnungsbau im September wieder an Fahrt. Mit 9,5 Prozent liegt der Wohnungsbau deutlich besser als in den Monaten zuvor. 1,964 Milliarden Euro wurden in NRW bislang in den Wohnungsbau investiert.

Hauptgrund für die insgesamt unterdurchschnittliche Baukonjunktur in Nordrhein-Westfalen ist die Entwicklung des Wirtschaftsbaus. Trägt dieser deutschlandweit mit einem Plus von 11,9 Prozent zum besseren Gesamtergebnis bei, zeigt sich in NRW momentan nur ein vergleichsweise moderates Wachstum von 2,9 Prozent. Mit 4,236 Milliarden Euro ist der Wirtschaftsbau nach wie vor die mit Abstand größte einzelne Bausparte.

Insbesondere der Bau von Bürogebäuden, Produktions- und Logistikhallen und von Industrieanlagen schwächelt nachhaltig. Der so bezeichnete Wirtschafts-Hochbau liegt als einzige Bausparte unterhalb der Entwicklung des Vorjahreszeitraumes. Mit 2,738 Milliarden Euro notiert der Wirtschafts-Hochbau 3,2 Prozent im Minus.

Die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur geht dabei unvermindert weiter. Ein Plus von 16,8 Prozent an Aufträgen führen zu einem Volumen von bislang 1,391 Milliarden Euro.

Bereits seit Monaten Spitzenreiter der bauinternen Konjunkturtabelle ist der öffentliche Hochbau. Mit 479 Millionen Euro zwar eine kleine Bausparte, ist der öffentliche Hochbau mit einem Zuwachs von 26 Prozent jedoch der derzeit am besten aufgestellte Baubereich.

Der öffentliche Tiefbau liegt ebenfalls recht schwach im Plus. Ein Zuwachs von 2,4 Prozent führt zu einem Auftragseingang von 1,201 Milliarden Euro.