Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Sun, 09 May 2021 16:37:28 +0200 Sun, 09 May 2021 16:37:28 +0200 TYPO3 EXT:news news-1036 Wed, 28 Apr 2021 13:14:31 +0200 Der Konjunkturmotor Bau droht durch explodierende Preise bei Baumaterialien und Lieferengpässe ins Stocken zu geraten https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-04-28-der-konjunkturmotor-bau-droht-durch-explodierende-preise-bei-baumaterialien-und-lieferengpaesse-ins-stocken-zu-geraten/ Die BAUINDUSTRIE NRW befürchtet Verzögerungen bei Bauprojekten oder sogar Baustopps Düsseldorf. „Die Baubranche war während der andauernden Corona-Pandemie ein verlässlicher Motor für die deutsche Konjunktur, jetzt droht dieser Motor durch eine regelrechte Preisexplosion und zunehmende Lieferengpässe bei Baustoffen ins Stocken zu geraten", kommentiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin der BAUINDUSTRIE NRW, die aktuellen Preissprünge und Lieferprobleme bei wichtigen Baustoffen.

Die Branche beklagt zurzeit außergewöhnlich schnelle Preissteigerung bei Holz, Dämmstoffen, Bitumen, Stahl und Blechen, aber auch bei Dachpappe und Schrauben, Kunststoffen, PVC sowie Farben und Lacken. In den letzten 12 Monaten sind die Weltmarktpreise für Holz um über 300 %, Preise für Betonstahl in Stäben um knapp 26 %, für Bitumen um gut 21 %, bei Kanalgrundrohen um 50 % und bei Kunststoffen um etwa 17%  gestiegen. Die Preise für Baustahl sind seit Jahresbeginn sogar um 40 % gestiegen. Zunehmend kommt es auch zu Lieferengpässen, da die globale Nachfrage neue Höhen erreicht. Bauunternehmen beklagen sich über zum Teil monatelange Lieferfristen oder unverbindliche Lieferzusagen.

Folgen können Verzögerungen bei Bauprojekten oder sogar Baustopps sein. Der sehr schnelle Preisanstieg stellt neben Planern und Investoren vor allem Bauunternehmen vor große Herausforderungen. Die höheren Preise werden sich in Angeboten künftiger Ausschreibungen niederschlagen müssen.

„Wir sehen in den nächsten Monaten leider keine Anzeichen für eine Entspannung, zahlreiche Hersteller und Lieferanten haben bereits weitere Preissteigerungen angekündigt“, so Wiemann. Nun gehe es darum, gemeinsam mit Auftraggebern, Herstellern und Lieferanten partnerschaftliche Lösungen zu finden und beispielsweise Preisgleitklauseln in Verträgen zu nutzen.

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news-1035 Wed, 28 Apr 2021 09:53:27 +0200 Azubis gesucht! NRW-Bauindustrie bietet attraktive Ausbildungsplätze – auch in Corona-Zeiten https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-04-28-nrw-bauindustrie-bietet-attraktive-ausbildungsplaetze-auch-in-corona-zeiten/ Derzeit sucht die Bauindustrie in ganz Nordrhein-Westfalen noch fast 800 Auszubildende – auf die Azubis warten spannende Aufgaben, eine hohe Ausbildungsvergütung und gute Übernahme- und Karrierechancen. Düsseldorf. „Um für die anspruchsvollen Bauaufgaben der Zukunft gewappnet zu sein, sucht unsere Branche auch in Corona-Zeiten noch viele Nachwuchskräfte. „Mit der Entscheidung für eine Ausbildung in der Bauindustrie eröffnen sich Jugendliche vielfältige Chancen“ wirbt Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbands Nordrhein-Westfalen, um Berufsnachwuchs.

Eine Ausbildung in der Bauindustrie ist attraktiv: die Ausbildungsvergütung ist mit bis zu 1475 Euro im dritten Lehrjahr außergewöhnlich hoch, Theorie und Praxis gehen beim Einsatz von Maschinen und Technik Hand in Hand. „Wir bieten krisensichere Jobs, die Chance auf Übernahme nach der Ausbildung ist hoch - denn gebaut wird in Deutschland immer, auch in Corona-Zeiten!", so Wiemann „Die Bauindustrie ist auch offen für Auszubildende, die eine bereits geplante Ausbildung in einem anderen Bereich durch die Corona-Pandemie nicht antreten können oder vielleicht sogar abbrechen müssen. Bei uns bekommt jeder seine Chance", so Prof. Wiemann weiter.

„Wer eine Facharbeiterprüfung am Ende der Ausbildung erfolgreich abschließt, dem steht der Aufstieg zum Vorarbeiter, Polier, Meister oder sogar zum Ingenieur offen“, beschreibt Wiemann die guten Aufstiegschancen über das breitgefächerte Weiterbildungsangebot in der Bauindustrie.

Neue Aufgaben, z.B. im Umweltbereich oder durch digitale Technik, erfordern zusätzliches Wissen. Auf dem Bau ist also auch Köpfchen gefragt. Mit den gewachsenen Anforderungen haben sich auch die Berufsbilder gewandelt. Es gibt inzwischen 36 verschiedene Ausbildungsberufe in der Bauwirtschaft – angefangen von klassischen Berufen im Betonbau, Gleisbau oder Straßenbau über relativ neue Berufe wie Baugeräteführer/*in oder Industrie-Isolierer*in bis hin zu seltenen Berufen wie Bauwerksmechaniker*in.

Informationen zu den Ausbildungsberufen, freien Ausbildungsplätzen und mehr unter www.berufsbildung-bau.de/ausbildung und unter www.bau-dein-ding.de/ausbildungsplatz

 

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news-1030 Thu, 22 Apr 2021 09:29:05 +0200 Preisentwicklung am Bau: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-04-22-preisentwicklung-am-bau-deutliche-preissteigerungen-bei-baumaterialien-zum-jahresbeginn-2021/ Deutliche Preissteigerungen bei Baumaterialien zum Jahresbeginn 2021 „Seit Jahresbeginn sind vereinzelt deutliche Preissteigerungen bei Baumaterialien zu beobachten. Besonders betroffen sind hiervon Stahlprodukte und Bitumen. Diese Entwicklung werden wir weiterhin mit Argusaugen beobachten, da für Bauunternehmen das Problem bei einer unerwarteten Steigerung in der Weitergabe liegt, wenn keine Preisgleitung vertraglich vereinbart worden ist“, sagt René Hagemann-Miksits, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie.

Die Preise lagen im März 2021 um 18,5 % bzw. 20,6 % über dem Niveau von Dezember 2020. Es besteht somit die Gefahr, dass die – in den vergangenen Jahren mühsam aufgebaute – Eigenkapitalausstattung bei sinkenden Margen wieder abschmilzt und das Insolvenzrisiko im Baugewerbe wieder steigt.

Grund für den deutlichen Anstieg insbesondere der Stahlpreise sind offenbar begrenzte Lieferkapazitäten der Hersteller wegen der wieder anziehenden Nachfrage im Automobilsektor und im Maschinenbau. Auch die wieder anziehende Konjunktur in Asien führte zu steigenden Rohstoffpreisen; so ist der Erzeugerpreis für Draht aus Kupfer binnen Jahresfrist um 18,6 % gestiegen. Gleichzeitig wurden aber in Zeiten jahrelang stagnierender Preise Überkapazitäten abgebaut und Investitionen zurückgefahren. Dazu kommt ein wachsendes Interesse von Investoren an Rohstoffen, insbesondere Öl und Industriemetalle, welche als Absicherung gegen Inflation dienen. Auch wurde vermehrt über „Hamsterkäufe“ zur Vorbeugung weiterer Preissteigerungen berichtet, welche die Nachfrage und somit die Preise erhöhen.

„Die BAUINDUSTRIE erwartet aus den o.g. Gründen – und wegen weiter steigenden Lohnkosten aufgrund der anstehenden Tariflohnverhandlung für 2021 wieder stärkere Preissteigerungen bei Bauleistungen. Nach einem moderaten Preisanstieg 2020 für Leistungen des Bauhauptgewerbes von 1,3 % (aufgrund der Corona-bedingten schwächeren Nachfrage vor allem im Straßen- und Wirtschaftshochbau sowie der MwSt.-Senkung im zweiten Halbjahr 2020) ist 2021 mit einem Preisanstieg von 2,0 % zu rechnen. Bei weiter steigenden Baumaterialpreisen wird dieser Preisanstieg aber nicht ausreichen, um die gestiegenen Kosten abzufedern“, so Hagemann-Miksits.

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news-1029 Wed, 07 Apr 2021 13:23:00 +0200 BAUINDUSTRIE: Entwurf des Bundeshaushaltes 2022 stabilisiert öffentliche Bauinvestitionen https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-04-07-bauindustrie-entwurf-des-bundeshaushaltes-2022-stabilisiert-oeffentliche-bauinvestitionen/ „Der vom Bundeskabinett beschlossene Entwurf des Bundeshaushaltes 2022 schreibt die von der BAUINDUSTRIE geforderte Stabilisierung der öffentlichen Bautätigkeit zumindest für die Ebene des Bundes fort“. Mit diesen Worten kommentierte heute der Vizepräsident Wirtschaft der BAUINDUSTRIE, Tim Lorenz, die Eckwerte des Bundeshaushaltes 2022. Darin ist vorgesehen, die Investitionen bzw. Investitionszuschüsse des Bundes in Fernstraßen, Schienenwege, Wasserstraßen und den kombinierten Verkehr im kommenden Jahr auf nahezu 18 Mrd. Euro zu erhöhen. Damit stehen 500 Mio. Euro mehr zur Verfügung als 2021.

Lorenz: „Besonders bemerkenswert ist die abermalige deutliche Aufstockung der Investitionszuschüsse des Bundes an die Deutsche Bahn AG auf 8,5 Mrd. Euro. Damit investiert der Bund erstmals gleich viel in die Bundesfernstraßen und die Eisenbahnen des Bundes und reagiert somit auf den bestehenden Investitionsstau bei der Schiene“. Dieser bestehe auch bei den Bundeswasserstraßen, für die – wie im laufenden Jahr - Investitionen von 1,1 Mrd. Euro vorgesehen seien.

Einen Wermutstropfen stellt allerdings laut Lorenz die Kürzung der Investitionen in die Bundesfernstraßen um 234 Mio. Euro im kommenden Haushaltsjahr dar. Bei weiter leicht steigenden Baupreisen falle damit der reale Gehalt der Investitionen deutlich niedriger aus als im laufenden Jahr. Lorenz: „Das weiter steigende Verkehrsaufkommen auf der Verkehrsdrehscheibe Europas und der vielerorts unbefriedigende Zustand der Fernstraßen, vor allem der Brücken, erfordert stattdessen steigende Investitionen.“

Zumindest für das Haushaltsjahr 2022 hätten sich Befürchtungen, die stark angestiegene Staatsverschuldung werde beim Bund zu Investitionskürzungen führen, nicht bewahrheitet. Lorenz mahnte aber für die Folgejahre an, die in der mittelfristigen Finanzplanung vorgesehene Stabilisierung der Investitionslinie Verkehr des Bundes bei gut 18 Mrd. Euro sicherzustellen.

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news-1025 Thu, 25 Mar 2021 10:41:28 +0100 BAUINDUSTRIE startet verhalten ins neue Jahr: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-03-25-bauindustrie-startet-verhalten-ins-neue-jahr/ Baubetriebe meldeten Umsatzeinbruch von 14 %. Schwache Entwicklung auf Sondereffekte zurückzuführen. „Die BAUINDUSTRIE ist verhalten in das neue Jahr gestartet, der Umsatz ist im Januar 2021 um 14 % eingebrochen.“ Mit diesen Worten kommentierte der Vizepräsident Wirtschaft des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim Lorenz, die in der neuesten Ausgabe des Aktuellen Zahlenbildes veröffentlichten Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Demnach sei der baugewerbliche Umsatz der Betriebe im Bauhauptgewerbe mit 20 und mehr Beschäftigten im Januar 2021 um 13,9 % zurückgegangen (real: - 15,5 %). „Wir glauben aber nicht, dass damit die Corona-Krise auch am Bau angekommen ist. Zum einen ist es nur ein und noch dazu umsatzschwacher Monat und zum anderen sind die Daten durch Sondereffekte verzerrt“, führte Lorenz weiter aus. Nicht nur hätte den Baubetrieben im Januar dieses Jahres zwei Arbeitstage weniger als 2020 zur Verfügung gestanden. Das Auslaufen der MwSt.-Senkung habe zudem zu deutlichen Vorzieheffekten geführt, wodurch der Umsatz im Dezember 2020 um 20 % gestiegen sei (real: + 18 %).  „Dieser Umsatz fehlt uns 2021, insbesondere in den ersten Monaten“, erläuterte Lorenz die Situation. Darüber hinaus habe das Winterwetter die Produktion im Januar verringert. „Deutlich mehr Betriebe meldeten eine witterungsbedingte Behinderung der Bautätigkeit als zu Beginn des vergangenen Jahres.“ Laut einer ifo-Konjunkturumfrage hätten 50 % der befragten Baufirmen beklagt, dass ihre Bautätigkeit durch die Witterung behindert würde, im Januar 2020 seien es nur 27 % gewesen.

Tim Lorenz: „Für 2021 gehen wir nach wie vor von einer nominalen Umsatzstagnation aus.“ Die Auftragseingänge würden sich zwar etwas schwächer entwickeln, sie hätten 2020 nur um 0,4 % zugelegt (real: - 2,1 %) und seien im Januar 2021 um 1,2 % (real: - 3,1 %) zurückgegangen, dies aber auf einem hohen Niveau. Der Januar-Wert 2020 sei der höchste jemals gemessene Januar-Wert gewesen. Preis-, saison- und kalenderbereinigt wäre der Ordereingang im Januar 2021 – im Vormonatsvergleich - sogar um 2,0 % gestiegen. „Hinzu kommt, dass die Branche mit einem sehr hohen Auftragsbestand in das Jahr gestartet ist.“ Dies dürfe allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass in 2021 noch Unsicherheiten bestehen, darunter eine noch nicht gesicherte Kompensation der Gewerbesteuerausfälle auf kommunaler Ebene. „Wenn die Politik zu ihren geplanten Investitionszusagen steht, wird die Bauindustrie wieder alles dafür tun, die Infrastrukturmodernisierung Deutschlands voranzutreiben, digital, effizient und mit Blick auf den Umwelt- und Klimaschutz. Und so auch weiterhin eine große volkswirtschaftliche Stütze sein“, so Lorenz abschließend.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.
*) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten

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news-1022 Wed, 17 Mar 2021 10:33:35 +0100 BAUINDUSTRIE zu den Baugenehmigungen 2020: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-03-17-bauindustrie-zu-den-baugenehmigungen-2020/ Nachfrage nach Wohnraum trotz Corona weiterhin hoch – Wohnungsbaugenehmigungen um 2,2 % gestiegen. „Die Wohnungsbaugenehmigungen sind 2020 um 2,2 % gestiegen. Damit hat die Corona-Krise die Nachfrage nach Wohnraum nicht gebremst, im Gegenteil. Sie hat uns gezeigt, wie wichtig die eigenen vier Wände sind – schließlich spielt sich mittlerweile fast alles zu Hause ab.“ Mit diesen Worten kommentierte der Vizepräsident Wirtschaft des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim Lorenz, die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baugenehmigungszahlen. Demnach sei im Gesamtjahr 2020 der Neu- und Umbau von 368.400 Wohnungen genehmigt worden, 2,2 % bzw. 8.000 Wohnungen mehr als 2019 und mehr als doppelt so viele wie zum Tiefpunkt im Jahr 2008. „Die für die breite Bevölkerung besonders wichtigen Neubaugenehmigungen von Mehrfamilienhäusern sind allerdings – aufgrund eines deutlichen Rückgangs im Dezember – nur um unterdurchschnittliche 0,4% gestiegen, in der Summe der sieben A-Städten gab es sogar ein Minus von fast 10% und das trotz eines Rückgangs schon 2019“, führt Lorenz weiter aus. Dies sei angesichts der Wohnungsknappheit insbesondere in Ballungsgebieten eine traurige Entwicklung. „Die Einführung des Mietendeckels, knappes Bauland und digital schlecht aufgestellte Behörden erweisen sich zunehmend als Bremsklötze.“

Tim Lorenz: „Ständiges Reden über notwendige Veränderungen reicht nicht. Die vorgeschlagenen Lösungen müssen auch endlich umgesetzt werden. Nötig sind: Ausweisen von zusätzlichem Bauland, innerstädtische Aufstockung von Gebäuden, Erhöhung der Planungskapazitäten in den Kommunalverwaltungen und deren Digitalisierung sowie Vereinheitlichung der Landesbauordnungen. All dies würde für mehr (bezahlbaren) Wohnraum sorgen.“

Lorenz ergänzte, dass der Wohnungsbau auch schneller und effizienter gestaltet werden müsse. Deshalb setze der Verband auf den seriellen und modularen Wohnungsbau – Stichwort Typengenehmigung und Partnerschaftsmodelle. „Damit verkürzt der serielle Wohnungsbau nicht nur die Planungs- und Bauzeit, sondern kann auch zur Kostensenkung beitragen und die Bauverwaltungen entlasten“, so Lorenz.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

 

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news-1019 Wed, 10 Mar 2021 12:37:14 +0100 BAUINDUSTRIE NRW unterstützt Ziele der neuen Klimagesetze der NRW-Landesregierung https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-03-10-bauindustrie-nrw-unterstuetzt-ziele-der-neuen-klimagesetze-der-nrw-landesregierung/ Bauwirtschaft wichtiger Partner beim Erreichen der Klimaschutzziele und einer Stärkung der Klimaresilienz in NRW Düsseldorf. „Mit dem neuen Klimaschutz- und dem neuen Klimaanpassungsgesetz macht die NRW-Landesregierung zwei wichtige Schritte nach vorne und räumt den Herausforderungen durch den Klimawandel einen angemessenen Stellenwert ein. Die Häufung von Hitze-, Trocken- und Extremwetterereignisse der letzten Jahre haben aufgezeigt, welche Wirkung der Klimawandel zunehmend auch in unserem Bundesland hat.“ kommentiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin der BAUINDUSTRIE NRW, das vom nordrhein-westfälischen Kabinett gestern beschlossene Klimaschutz- und Klimaanpassungsgesetz.

Dies gelte in besonderem Maße auch für die gebauten Infrastrukturen. Neue Gebäude und Infrastrukturen müssten deshalb nicht nur möglichst CO2-effizient, sondern auch entsprechend der zukünftigen klimatologischen Bedingungen ausgelegt sein und existierende Gebäude und Infrastrukturen baulich angepasst werden.

„Die gesteckten Klimaschutzziele und die Stärkung der Klimaresilienz in unserem Land können nur gemeinsam mit der Bauwirtschaft erreicht werden, unsere Unternehmen haben das erforderliche Know-how – wir können das!“ unterstreicht Wiemann. „Und Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen zahlen sich für die Menschen in unserem Land aus – direkt spürbar im täglichen Leben und indirekt durch eine Belebung der Konjunktur. Denn Bauinvestitionen haben immer auch eine unmittelbare Multiplikatorwirkung für die gesamtwirtschaftliche Produktion und Beschäftigung.“, so Wiemann weiter. Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) erzeugen Bauinvestitionen in Höhe von 1 Mrd. Euro gesamtwirtschaftliche Produktionswirkungen von 2,44 Mrd. Euro.

Schon jetzt haben in unserer Branche Themen wie CO2-Bepreisung, Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Emissionsfreiheit Auswirkungen auf Bauverfahren, Baustoffe und Produkte. Ein an die Folgen des Klimawandels angepasstes Bauen wird stark an Bedeutung gewinnen. „Im Bausektor fordern wir bei der Erreichung der Klimaziele den Fokus nicht nur auf die Betriebsemissionen von Gebäuden zu legen. Zukünftig sollte der gesamte CO2-Fußabdruck von Bauwerken in Verbindung mit dem Ressourcenverbrauch und einer Bilanzierung der Umweltauswirkungen sowie einer langfristigen Betrachtung der Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus hinweg bewertet werden“, so Wiemann. Für die ausgewogene Planung und Beurteilung eines Bauwerks sollten die unterschiedlichen Dimensionen und Kriterien der Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus in Relation zueinander betrachtet werden. Wirtschaftlichkeits- und Umweltaspekte sowie soziokulturelle Aspekte spielen von der Gewinnung der Baustoffe bis über die Nachnutzungsphase eine Rolle. Die Baurestmassen stellen ein wertvolles Rohstofflager der Zukunft dar, die nachhaltig nutzbar gemacht werden sollten.

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news-1018 Wed, 10 Mar 2021 09:17:08 +0100 Klimarunde BAU begrüßt Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie - Nachhaltigkeitsstrategie muss gezielt bauliche Potenziale nutzen https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-03-10-klimarunde-bau-begruesst-fortschreibung-der-nachhaltigkeitsstrategie-nachhaltigkeitsstrategie-muss-gezielt-bauliche-potenziale-nutzen/ Führende Verbände und Organisationen der Baustoffindustrie, der Planer und der Bauausführenden, die sich in der „Klimarunde BAU“ zusammengeschlossen haben, begrüßen die Verabschiedung der Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie durch die Bundesregierung. Die Wertschöpfungskette Bau werde selbstverständlich ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten Hierfür sei eine enge Zusammenarbeit aller Beteiligten erforderlich, erklärte die „Klimarunde BAU“ heute.

Zu Recht strebt die Bundesregierung eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen im gesamten Lebenszyklus der Bauwerke an. Die energetische Sanierung des Gebäudebestandes sei ein sehr wichtiger Aspekt, der auch deutlich forciert werden müsse.

Für einen effektiven Klimaschutz im Bausektor sei es nicht ausreichend, den Fokus ausschließlich auf die Betriebsemissionen von Gebäuden zu legen. Zukünftig sollte der gesamte CO2-Fußabdruck von Bauwerken in Verbindung mit dem Ressourcenverbrauch und einer Bilanzierung der Umweltauswirkungen sowie einer langfristigen Betrachtung der Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus hinweg bewertet werden.

Für die ausgewogene Planung und Beurteilung eines Bauwerks sollten die unterschiedlichen Dimensionen und Kriterien der Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus in Relation zueinander betrachtet werden. Wirtschaftlichkeits- und Umweltaspekte sowie soziokulturelle Aspekte spielen von der Gewinnung der Baustoffe bis über die Nachnutzungsphase eine Rolle. Die Baurestmassen stellen ein wertvolles Rohstofflager der Zukunft dar, die nachhaltig nutzbar gemacht werden sollten.

Es ist zu begrüßen, dass die Bundesregierung die Praxistauglichkeit bestehender Bewertungssysteme für das Nachhaltige Bauen weiterentwickeln will, und praxisgerechter gestalten will, um ihren Einsatz in der Breite zu fördern.

Die ganzheitliche Betrachtung umfasst zahlreiche Schnittstellen zwischen den Arbeitsbereichen bei der Planung und Bauwerkserstellung. Die Digitalisierung kann einen Beitrag dazu leisten, Schnittstellenprobleme zu lösen und bietet den wechselnden Verantwortlichen über den Lebenszyklus eines Bauwerks eine Orientierungshilfe für nachhaltige Entscheidungen.

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news-1017 Tue, 09 Mar 2021 12:28:44 +0100 Bauwirtschaft schreibt Erfolgsgeschichte fort: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-03-09-bauwirtschaft-schreibt-erfolgsgeschichte-fort/ Weiterhin werden rund 90 Prozent aller mineralischen Bauabfälle umweltverträglich verwertet. Bundesbauministerium nimmt aktuellen Bericht der Initiative Kreislaufwirtschaft Bau entgegen. „Die Bauwirtschaft leistet einen wichtigen Beitrag bei der Umsetzung unserer politischen Ziele. Gemeinsam treiben wir die Energiewende, den Bau von Wohnungen und Gewerbegebäuden sowie die Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur voran. Die derzeitigen Rahmenbedingungen von Bund und Ländern ermöglichten es der Baustoff-, Bau- und Entsorgungswirtschaft, ihre Erfolgsgeschichte fortzuschreiben und die europäischen Ziele sogar zu übertreffen. Bundesweit einheitliche Regelungen sollen es den Wirtschaftsakteuren auch zukünftig ermöglichen, durch Kreislaufwirtschaft, Recycling und Wiederverwertung einen zentralen Beitrag zur Ressourcenschonung zu leisten“, erklärte Anne Katrin Bohle, Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern, Bau und Heimat (BMI), heute bei der Entgegennahme des Monitoring-Berichts „Mineralische Bauabfälle“.

Seit 1996 veröffentlicht die Initiative Kreislaufwirtschaft Bau im Zweijahresturnus Monitoring-Berichte mit den Daten zum Aufkommen und zum Verbleib mineralischer Bauabfälle. Der aktuelle und inzwischen 12. Bericht basiert auf den amtlichen Daten des Jahres 2018 und enthält auch eine Übersicht über die Entwicklung der mineralischen Bauabfallströme in den vergangenen zwei Dekaden.

„Mineralische Bauabfälle werden heute nahezu vollständig wiederverwertet und im Stoffkreislauf gehalten. Dadurch werden Deponien entlastet und Primärrohstoffe geschont. Über 12 Prozent des Bedarfs an Gesteinskörnungen werden inzwischen durch Recycling-Baustoffe gedeckt“, erläuterte der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Baustoffe – Steine und Erden, Michael Basten. „Von den knapp 219 Mio. Tonnen mineralischen Bauabfällen, die 2018 anfielen, wurden über 196 Mio. Tonnen bzw. etwa 90 Prozent einer umweltverträglichen Verwertung zugeführt. Mit einer Verwertungsquote von insgesamt knapp 95 Prozent bei den Fraktionen ohne Bodenaushub, für die die EU-Abfallrahmenrichtlinie eine mindestens 70-prozentige Verwertung fordert, erfüllt die Initiative deutlich ambitioniertere Ziele.“

„Unsere Unternehmen leisten u. a. im Infrastrukturbereich einen vorbildlichen Beitrag zur Kreislaufwirtschaft und zum Ressourcenschutz. So werden im Straßenbau heute etwa 98 Prozent des Aufbruchmaterials verwertet. Das Material wird praktisch vollständig ortsnah recycelt und als Baumaterial wieder eingebaut. Unsere Unternehmen haben mit großem Erfolg in innovative Gewinnungs- und Recyclingtechnologien investiert“, erklärte René Hagemann-Miksits, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, die aktuellen Verwertungserfolge.

„Wir stellen durch unser Gütesiegel sicher, dass hochwertige Recyclingbaustoffe auf dem Markt verfügbar sind, die den hohen Anforderungen des Boden- und Grundwasserschutzes gerecht werden. Nun muss insbesondere die öffentliche Hand diese Materialien bei Ausschreibungen stärker nachfragen“, erläuterte Christine Buddenbohm, Geschäftsführerin der Bundesgütegemeinschaft Recycling-Baustoffe.

Mit der Mantelverordnung sollen erstmalig bundeseinheitliche Regelungen zum Umgang mit mineralischen Sekundärrohstoffen geschaffen werden. „Vor dem Hintergrund knapper werdender Primärressourcen gilt es, die Einsatzmöglichkeiten für mineralische Abfälle sowie der daraus hergestellten hochwertigen Ersatzbaustoffe zu nutzen und auszubauen. Als Wirtschaftsverbände plädieren wir für eine Förderung der Kreislaufwirtschaft durch verbesserte Rahmenbedingungen für den Absatz und insbesondere die Akzeptanz. Mit dem Kreislaufwirtschaftsgesetz besteht eine erste Grundlage für ein echtes Green Public Procurement, auch wenn diese für die öffentlichen Beschaffer noch nachgeschärft werden sollte,“ erklärte Peter Kurth, Geschäftsführender Präsident des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft.

„Dabei müssen bundeseinheitliche Regelungen nicht nur ökologisch und ökonomisch ausgewogen, sondern auch praxistauglich für Baustellen sein und gleichzeitig weitere Ziele der Bundesregierung, wie das bezahlbare Bauen und Wohnen, unterstützen“, führte Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes, aus.

„Mit dem selektiven Rückbau und der konsequenten Getrennthaltung von Bau- und Abbruchabfällen werden die richtigen Weichen für die Herstellung qualitätsgesicherter Sekundärbaustoffe gestellt. Durch einen Produktstatus für Sekundärrohstoffe würden zudem die Absatzmärkte unterstützt“, ist sich Andreas Pocha, Geschäftsführer des Deutschen Abbruchverbandes, sicher.

"Moderne Recyclingtechnologien sind der Schlüssel, um gemischt anfallende Abfallströme zukünftig noch besser verwerten zu können. Forschung und Entwicklung auf diesem Gebiet sollten daher weiter intensiviert werden“, plädierte Friedrich Mörig, Geschäftsführer der Bundesvereinigung Recycling-Baustoffe, für weitere Förderangebote im Recyclingsektor.

Die Monitoring-Berichte „Mineralische Bauabfälle“ stehen kostenlos im Internet unter www.kreislaufwirtschaft-bau.de zur Verfügung.

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news-1014 Wed, 03 Mar 2021 09:13:16 +0100 Planer und BAUINDUSTRIE: Klimaziele ohne Einschränkungen des Bauvolumens erreichbar https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-03-03-planer-und-bauindustrie-klimaziele-ohne-einschraenkungen-des-bauvolumens-erreichbar/ Planer und BAUINDUSTRIE sind davon überzeugt, dass Investitionen in neue, intelligente und effiziente Bau- und Sanierungsverfahren zentrale Voraussetzungen für mehr Klimaschutz sind. So können die Klimaziele auch ohne Einschränkungen des Bauvolumens erreicht werden. Dies erklärten der Präsident des Verbands Beratender Ingenieure VBI, Jörg Thiele, und der Vizepräsident der BAUINDUSTRIE, Dr. Matthias Jacob, anlässlich der heutigen Anhörung des Bauausschusses des Deutschen Bundestags zu einer "Bauwende". Sinnvolle Maßnahmen mit dem Ziel der deutlichen Reduzierung von CO2-Emissionen können entlang der gesamten Wertschöpfungskette Bau entwickelt werden. Dabei dürfen auch andere Aspekte der Nachhaltigkeit wie Ressourcenschonung, Biodiversität sowie die soziale und kulturelle Balance unserer Gesellschaft nicht aus dem Blick geraten. Hierfür sollte von der Politik ein enger Dialog mit der Wirtschaft geführt werden, der insbesondere auf die Innovationskraft von Ingenieuren und Bauwirtschaft setzt, um neue Verfahren, Technologien und Produkte für eine resiliente und lebenswerte gebaute Umwelt zu entwickeln und umzusetzen. Überregulierungen oder Verbote hingegen schaden dem Wirtschaftsstandort Deutschland und verhindern die dringend benötigten Innovationen. Maßnahmen, die generell geeignet sind, das Bauvolumen erheblich einzuschränken, lehnen wir auch vor dem Hintergrund der anhaltend hohen Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum und modernen Infrastrukturen ab.

Dazu erklärt VBI-Präsident Jörg Thiele: "Die Planungs- und Bauwirtschaft muss starker Partner beim Klimaschutz bleiben. Deutschland wird nur dann erfolgreich sein, wenn Klimaschutz, Fortschritt und Wachstum verbunden werden und nicht gegeneinanderstehen. Gerade wir Ingenieure entwickeln innovative Lösungen, die unsere Umwelt schützen und gleichzeitig bezahlbar sind, damit die Baupreise nicht ins Unendliche steigen. Die energetische Gebäudesanierung muss deutlich beschleunigt werden, dafür brauchen wir noch mehr Anreize. Außerdem brauchen wir finanzielle und zeitliche Freiräume, um neben dem Geschäft auch forschen und entwickeln zu können."

Ergänzend erklärt HDB-Vizepräsident Dr. Matthias Jacob: "Klimaschutz und Digitalisierung sind die Treiber der zukünftigen Entwicklung in allen Bereichen unserer Wirtschaft und Gesellschaft. Wir sehen uns da an vorderster Front in der Umsetzung. Auf dem Weg in die Transformation brauchen unsere Unternehmen allerdings verlässliche Rahmenbedingungen und wo nötig, gezielte Unterstützung. Dann können unsere Unternehmen ihr Know-how nutzen, um Klimaschutzanforderungen in der Praxis auf der Baustelle umzusetzen. Das gilt insbesondere für das serielle Sanieren, das sowohl die Energieeffizienz des Gebäudebestands zügig verbessern und über Skaleneffekte die Baupreise im Zaum halten könnte."

Weitere Informationen zur Sitzung des Bauausschusses hier.

 

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news-1013 Tue, 02 Mar 2021 10:22:27 +0100 NRW-Bauwirtschaft 2020 teils deutlich ausgebremst https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-03-02-nrw-bauwirtschaft-2020-teils-deutlich-ausgebremst/ Corona-Auswirkungen zunehmend spürbar / Branche wichtige Konjunkturstütze / „Investitionsstau 2.0“ verhindern / Baupreisentwicklung weiter rückläufig / Prognose für 2021 verhalten
  • Auftragseingang insgesamt leicht rückläufig (-0,2%)
  • Wohnungsbau positiv (+12,2%)
  • Wirtschafsbau insgesamt negativ, aber gepalten (-5,5%)
    • Hochbau (-15,2%)
    • Tiefbau (+12,4%)
  • Öffentlicher Hochbau stürzt ab (-19,2%)
  • Negative Entwicklung im Straßenbau (-3,3%)
  • Baupreisentwicklung weiter rückläufig
    • Wohngebäude (Rohbau) (-0,9%)
    • Straßenbau (-0,7%)
  • Zahl der Beschäftigten (+4,4%) und neuen Auszubildenden (+9,2) steigt
  • Düsseldorf. „Die Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen hat im vergangenen Jahr die Auftragsmarke aus dem Vorjahr von 14 Milliarden Euro nur knapp halten können und war in diesem schwierigen Jahr eine wichtige Konjunkturstütze in unserem Land. Allerding gehen die Aufträge in fast allen Sparten zum Teil sehr deutlich zurück“ kommentiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin der BAUINDUSTRIE NRW, die baukonjunkturelle Entwicklung des Jahres 2020.

    Im Gesamtjahr 2020 schneidet der Wohnungsbau mit einem Auftragsplus von +12,2% positiv ab, die Corona-Krise hat keine signifikanten negativen Auswirkungen auf die nach wie vor hohe Nachfrage nach Wohnraum in unserem Land. Im Wirtschaftsbau (-5,5%) zeigt sich hingegen die Unsicherheit der Investoren deutlich, der Wirtschaftshochbau verzeichnet einen Auftragseinbruch von -15,2% gegenüber dem Vorjahr.

    „Im Öffentlichen Bau ist die Entwicklung gespalten, der Öffentliche Hochbau ist mit -19,2% regelrecht abgestürzt. Dass Bund und Land für das Jahr 2020 die Gewerbesteuerausfälle bei den Gemeinden kompensiert haben, dürfte Schlimmeres verhindert haben. Aber den Kommunen fehlt bislang eine solche Perspektive für 2021 und 2022 – hier müssen die Bundes- und Landesregierung den Kommunen dringend unter die Arme greifen“, appelliert Wiemann. „Zudem haben Bauinvestitionen eine unmittelbare Multiplikatorwirkung für die gesamtwirtschaftliche Produktion und Beschäftigung. Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) erzeugen Bauinvestitionen in Höhe von 1 Mrd. Euro gesamtwirtschaftliche Produktions-wirkungen von 2,44 Mrd. Euro.“

    „Auch im Straßenbau sind die Aufträge gegenüber 2019 im vergangenen Jahr um 3,3% gesunken. Gerade im Bereich Infrastruktur müssen wir aber sehr darauf achten, dass uns in NRW beim Abbau des jahrelangen Investitionsstaus nicht die Puste ausgeht – langfristig nachhaltig sind Investitionen gerade jetzt. Einen ‚Investitionsstau 2.0‘ im Nachhinein abzubauen, wird im Zweifel teurer und schadet dem Wirtschaftsstandort NRW“, so Wiemann.

    Trotz Corona haben die Bauunternehmen in NRW ihre Kapazitäten 2020 weiter ausgebaut: Ende 2020 waren in NRW insgesamt 130.738 Beschäftigte im Bauhauptgewerbe tätig, ein Plus von 4,4% gegenüber dem Vorjahr. Auch in 2021 werde die Bauwirtschaft weiter in ihr Personal investieren und neue Arbeitsplätze in NRW schaffen. „Ich freue mich sehr über ein Plus von 9,2% bei der Zahl der neuen Ausbildungsverträge – der Bau bietet auch Quereinsteigern aus anderen Branchen eine gute Perspektive, in denen Corona-bedingt Ausbildungen nicht begonnen werden konnten oder abgebrochen werden mussten.“, so Wiemann.

    Die Baupreise sind 2020 erstmals wieder deutlich gesunken: Bei Wohngebäuden (Rohbau) von +2,9% in 2019 auf -0,9% in 2020, der Wohnungsbau machte im vergangenen Jahr fast 25% des gesamten Auftragsvolumens im Bauhauptgewerbe aus. Im Straßenbau ist die Entwicklung ebenfalls rückläufig: von +2,7% in 2019 auf -0,7% in 2020.

    Für 2021 ist die Prognose schwierig und die Branche nicht mehr ganz so optimistisch: „Die Baubranche läuft der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hinterher und durch die MwSt.-Senkung im zweiten Halbjahr 2020 hatten wir spürbare Vorzieheffekte, die sich 2021 negativ auswirken werden. Viel wird jetzt davon abhängen, wie sich die zuletzt stark rückläufigen Investitionen der Industrie und den Dienstleistungsbranchen entwickeln. Die öffentliche Hand muss deutlich mehr investieren und ihr Investitionsvolumen vor Corona mindestens wieder erreichen. Außerdem muss sie politische Rahmenbedingungen schaffen, die private Investitionen in den Wohnungs- und Wirtschaftsbau begünstigen“, appelliert Wiemann.

    Insgesamt sehen die Bauunternehmen aber skeptisch auf das laufende Jahr: 30% der vom Deutschen Industrie- und Handelskammertag im Januar dieses Jahres Befragten erwarten eine Verschlechterung ihrer Geschäftslage, nur 9% eine Verbesserung. Gegenüber der Herbst-Umfrage haben sich die Erwartungen damit noch einmal leicht verschlechtert. Auch der ifo-Geschäftsklimaindex für das Bauhauptgewerbe ist im Februar 2021 mit -3,6 gegenüber -0,8 im Dezember 2020  gesunken.

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    news-1009 Wed, 24 Feb 2021 08:58:20 +0100 BAUINDUSTRIE zur Bilanz der Wohnraumoffensive https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-02-24-bauindustrie-zur-bilanz-der-wohnraumoffensive/ Einheitliches Bauordnungsrecht von Nöten / Serielles, modulares Bauen endlich in die Breite bringen "Bisher wurden mehr als 5.000 Wohnungen seriell und modular gebaut, beauftragt oder sind bereits in der Planung. Wir sehen, dass die Akzeptanz bei uns in der Branche, aber vor allem auch bei den Bauherren, immer besser wird. Aber hier ist noch sehr viel Luft nach oben. 770.000 erteilte Baugenehmigungen klingen gut. Allerdings heißt genehmigt noch lange nicht gebaut.“ Mit diesen Worten kommentierte Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, die gestrige Bilanzveranstaltung zur Wohnraumoffensive der Bundesregierung.

    „Jetzt ist es wichtig, dass wir in der nächsten Legislaturperiode ein einheitliches Bauordnungsrecht erhalten, damit wir endlich nur eine Baugenehmigung bundesweit erstellen müssen. Hier wären auch digitale Bauanträge und Baugenehmigungen (bundesweit einheitlich) von Nöten, damit wir jetzt zügig Wohnraum schaffen können“, betonte Hübner.

    Das serielle und modulare Bauen ist im Gewerbebau bereits etabliert und im Wohnungsbau wird ein zunehmender Einsatz von vorgefertigten Teilen und Modulen (z.B. Raum-Module, Bad-Module) verzeichnet. Langfristig nehmen Systemkonzepte und Systembaukästen an Bedeutung zu.

    Um dies weiter zu forcieren, müssen nun endlich die nächsten Schritte folgen:

    • Zusammenführung von Planen und Bauen.
    • verlässliche und stetige Nachfrage für Kapazitätsausbau,
    • flexiblere Vorfertigung und digitale Prozessgestaltung (BIM),
    • Übernahme der Musterbauordnung auf Landesebene (Bundesbauordnung).

    Die BAUINDUSTRIE sieht im seriellen und modularen Bauen auch eine Chance, die Bau-Berufsbilder attraktiver zu gestalten und somit einen Beitrag zur Beseitigung des Fachkräftemangels leisten zu können.

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    news-1004 Wed, 17 Feb 2021 08:39:32 +0100 Initiative System Wasserstraße zur Finanzierung der Wasserstraßeninfrastruktur https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-02-17-initiative-system-wasserstrasse-zur-finanzierung-der-wasserstrasseninfrastruktur/ Die Wasserstraßeninfrastruktur in Deutschland ist überaltert. Die Politik hat erklärt, dass sie dem weiteren Verfall der Wasserstraßeninfrastruktur begegnen will. Ein erster wesentlicher Schritt wurde mit dem 2019 aufgestellten Masterplan Binnenschifffahrt getan. Um eine zuverlässige und ganzjährig gesicherte Befahrbarkeit der wesentlichen Wasserstraßen in Deutschland sicherzustellen, braucht es eine angemessen hohe und langfristig gesicherte Finanzierungsperspektive, ohne die das von Bundesverkehrsminister Scheuer genannte Ziel nicht zu erreichen sein wird. Bereits im laufenden Jahr sinken die für die Wasserstraßeninfrastruktur verfügbaren Haushaltsmittel wieder deutlich ab. Für die weitere Zukunft ist die finanzielle Ausstattung ungewiss.

    Thomas Groß, Vorsitzender der Bundesfachabteilung Wasserbau der BAUINDUSTRIE: „Die Initiative System Wasserstraße (ISW) tritt für eine Stärkung der Wasserstraßeninfrastruktur einschließlich der angrenzenden Verkehrsträger ein. Sie hat ein Programm zur langfristigen Sicherstellung einer angemessen hohen und effizienten Finanzierung der Wasserstraßeninfrastruktur in Deutschland aufgestellt. Dieser Vorschlag richtet sich an die Politik. Sie muss nun den notwendigen Prozess des Umdenkens und Umsteuerns von einer kurzfristigen, haushaltsabhängigen Finanzierung hin zu einer langfristig gesicherten Finanzierungsperspektive umsetzen. Ansonsten bleiben viele gute Ansätze des Masterplans Binnenschifffahrt reine Absichtsbekundungen.“

    Lesen Sie auch den Vorschlag der ISW zur Einführung eines Programms zur Sicherstellung einer langfristigen, angemessen hohen und effizienten Finanzierung der Wasserstraßeninfrastruktur in Deutschland

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    news-1003 Tue, 16 Feb 2021 12:46:59 +0100 BAUINDUSTRIE zu „Frauen am Bau“: Bauingenieurberuf erfreut sich vergleichsweise großer Beliebtheit. https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-02-16-bauindustrie-zu-frauen-am-bau-bauingenieurberuf-erfreut-sich-vergleichsweise-grosser-beliebtheit/ 30 % der Studierenden sind Frauen! Dennoch ist nur jede zehnte Beschäftigte im Bauhauptgewerbe weiblich / Branche ist gefordert, Attraktivität zu erhöhen „Wir freuen uns, dass sich so viele Frauen für den sehr abwechslungsreichen und spannenden Beruf des Bauingenieurs interessieren. Immerhin sind von den derzeit knapp 60.000 Studierenden des Fachs Bauingenieurwesen 18.000 weiblich, damit liegt der Frauenanteil mittlerweile bei 30 %.“ Mit diesen Worten kommentierte der Vizepräsident Wirtschaft des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim Lorenz, die Veröffentlichung der verbandseigenen Publikation „Frauen am Bau“.

    Potenzial nach oben gebe es bei den vielfältigen und durchaus auch für Frauen attraktiven gewerblichen Berufen. Hier liege die Frauenquote im Durchschnitt nur bei 1,5 %. Dies erkläre auch den insgesamt zu geringen Frauenanteil von 10 % im Bauhauptgewerbe. „Wir sind als Branche gefordert, die Attraktivität unserer Berufe zu betonen und hervorzuheben. Dabei geht es nicht nur um die administrativen oder ingenieurtechnischen Berufe, sondern ganz klar auch um die Berufszweige im gewerblichen Bereich“, ergänzte Lorenz.

    Immerhin seien mittlerweile 2,1 % der Auszubildenden in bauhauptgewerblichen Berufen weiblich. Vor zwei Jahren waren es noch 1,8 %. „Aufgaben und Prozesse haben sich durch innovative und technische Entwicklungen verändert. Wir sehen zum Beispiel vermehrt Baugeräteführerinnen, das ist sehr erfreulich“, betont Lorenz. Zudem liege der Frauenanteil beim gewerblich dualen Studium bei 8 %.

    Rückläufig sei hingegen die Zahl der Studienanfängerinnen. Im WS 2019/20 haben sich nur noch 2.770 Frauen (von insgesamt 9.500) für ein Bauingenieurstudium eingeschrieben, das sind zwar knapp 80 % mehr als noch vor zwei Jahrzehnten, aber 12 % weniger als zum Höchststand vier Jahre zuvor. „Wir wollen und müssen zeigen, dass der Bau viele Möglichkeiten bietet, einen spannenden Beruf auszuüben, mit viel Entwicklungspotenzial in einer zukunftsweisenden, innovativen, gesellschaftsrelevanten Branche. Und wir müssen dafür sorgen, dass sich die Gehaltslücke zwischen Frauen und Männern schließt“, fordert Lorenz die Unternehmen auf. Der durchschnittliche Bruttomonatsverdienst der Frauen in leitender Stellung ist zwar innerhalb von zehn Jahren um 46 % gestiegen, der Abstand zum Gehaltsniveau der Männer ist mit 76 % aber nahezu gleichgeblieben. Die Statistik vergleicht den Verdienst langjähriger männlicher Mitarbeiter mit relativ neu hinzugekommenen weiblichen, trotzdem muss hier die Lücke geschlossen werden.
     
    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes, der Bundesagentur für Arbeit und der Soka-Bau.

     

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    news-1000 Tue, 02 Feb 2021 12:00:00 +0100 Mindestlohn-Tarifrunde im Bauhauptgewerbe: Verhandlungsergebnis bestätigt https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-02-02-mindestlohn-tarifrunde-im-bauhauptgewerbe-verhandlungsergebnis-bestaetigt/ Mindestlöhne steigen zum 1. Januar 2021 auf 12,85 Euro bzw. 15,70 Euro / Allgemeinverbindlichkeit beantragt Der Tarifkonflikt um die Mindestlöhne im Bauhauptgewerbe ist beigelegt. Die Gremien der Arbeitgeberverbände, der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes, sowie der Arbeitnehmerseite, die IG BAU, haben das am 17. Dezember 2020 erzielte Verhandlungsergebnis mit großer Mehrheit bestätigt. Damit steigen ab dem 1. Januar 2021 der Mindestlohn 1 auf 12,85 Euro und der Mindestlohn 2 (West) auf 15,70 Euro bzw. für Berlin auf 15,55 Euro. Die Laufzeit ab 1. Januar 2021 beträgt 12 Monate. Die Allgemeinverbindlichkeit wird nun umgehend beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales beantragt. Der Mindestlohn 1 gilt bundesweit für Helfertätigkeiten auf dem Bau. Der Mindestlohn 2 gilt nur in den westlichen Bundesländern und Berlin, wenn überwiegend fachlich begrenzte Tätigkeiten ausgeübt werden. Damit leisten die Tarifvertragsparteien am Bau einen wichtigen Beitrag für armutsfeste Löhne und zur Bekämpfung von Schwarzarbeit und Lohndumping.

    Das Ergebnis im Einzelnen:

    Mindestlohn 1 (Ost und West):
    Ab 1. Januar 2021 von 12,55 Euro auf 12,85 Euro.

    Mindestlohn 2 (West):
    Ab 1. Januar 2021 von 15,40 Euro auf 15,70 Euro.

    Mindestlohn 2 (Berlin):
    Ab 1. Januar 2021 von 15,25 Euro auf 15,55 Euro.

     

    V.i.S.d.P.: Inga Stein-Barthelmes, Hauptverband der Deutschen Bauindustrie e. V., Kurfürstenstraße 129, 10785 Berlin
    Telefon 030 21286-229, inga.steinbarthelmes@bauindustrie.de, www.bauindustrie.de
    Ruprecht Hammerschmidt, Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt, Olof-Palme-Straße 19, 60439 Frankfurt am Main
    Telefon 069 95737-135, Telefax 069 95737-359, presse@igbau.de, www.igbau.de
    Dr. Ilona K. Klein, Zentralverband Deutsches Baugewerbe, Kronenstraße 55 – 58, 10117 Berlin
    Telefon 030 20314-408, Telefax 030 20314-420, presse@zdb.de, www.zdb.de

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    news-998 Mon, 25 Jan 2021 15:28:28 +0100 Konjunkturelle Entwicklung der NRW-Bauwirtschaft https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-01-25-konjunkturelle-entwicklung-der-nrw-bauwirtschaft-1/ Deutlicher Auftragseinbruch in den ersten elf Monaten des Jahres 2020 / Wohnungs- und Tiefbau einzige positive Sparten / Baupreise sinken weiter / Trotz Corona Beschäftigtenzahl weiterhin im Plus.
  • Hochbau (-14,3%) und Öffentlicher Hochbau (-21,4%) brechen ein
  • Straßenbau rückläufig (-3,9%)
  • Baupreisentwicklung bleibt weiterhin rückläufig
    • Wohngebäude (Rohbau) (-0,9%)
    • Straßenbau (-0,7%)
  • Wohnungsbau (+12,6%) und Tiefbau (+16,4%) positiv
  • Beschäftigtenzahl in NRW wächst um 4,4 % auf 130.616 Beschäftigte
  • „Die Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen verzeichnet von Januar bis November 2020 in fast allen Sparten einen Auftragsrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum“ kommentiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbands Nordrhein-Westfalen, die baukonjunkturelle Entwicklung in NRW.

    „Zwar konnten viele Unternehmen ihre guten Auftragsbestände abarbeiten, Sorgen bereitet uns aber der deutliche Auftragsrückgang bei privaten Auftraggebern und der Öffentlichen Hand“, so Wiemann zum Einbruch im Wirtschaftshochbau von -14,3% (Bundesweit -7,5%) und im Öffentlichen Hochbau von -21,4% (bundesweit +3%).

    „Auch im Straßenbau verzeichnen wir einen Rückgang von -3,9%, gleichzeitig gehen die Baupreise im Straßenbau um -0,7% zurück, nachdem sie im Zweijahresvergleich noch um +3,6% gestiegen waren. Ich appelliere deshalb an Bund, Land und Kommunen, eingeplante Investitionsmittel auch zu vergeben – einen erneuten Investitionsstau können wir uns in NRW nicht leisten!“

    Für die Umsetzung stehen die Bauunternehmen in NRW bereit: „Trotz Corona haben unsere Unternehmen in den ersten 11 Monaten 2020 ihre Kapazitäten weiter aufgestockt, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,4 % auf 130.616 Mitarbeiter“, so Prof. Wiemann. „Wir stellen nach wie vor ein – und bieten auch während der aktuellen Pandemie Auszubildenden eine gute und sichere Perspektive“, so Prof. Wiemann.

    „Positive baukonjunkturelle Entwicklungen sehen wir in NRW derzeit nur noch im Wohnungsbau mit +12,6% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, der Anstieg der Baupreise bei Wohngebäuden (Rohbau) ist zudem gestoppt, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen wir einen Rückgang von -0,9%.“ Ebenfalls stützend wirkt sich die Auftragslage im Tiefbau (+16,4%) und im sonstigen Öffentlichen Tiefbau (+12,4%) aus.

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    news-996 Fri, 15 Jan 2021 10:05:05 +0100 BAUINDUSTRIE zur Konjunktur 2020: Die Bauwirtschaft erweist sich als Stütze der Gesamtwirtschaft. https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-01-15-bauindustrie-zur-konjunktur-2020-die-bauwirtschaft-erweist-sich-als-stuetze-der-gesamtwirtschaft/ „Ohne die Bauwirtschaft wäre die Gesamtwirtschaft 2020 ungefähr so stark eingebrochen wie zur Finanz- und Wirtschaftskrise 2009.“ Mit diesen Worten kommentierte der Vizepräsident Wirtschaft des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim Lorenz, die Veröffentlichung der vorläufigen Zahlen der Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen 2020 durch das Statistische Bundesamt. „Die Bauunternehmen haben mit ihrem Engagement wesentlich dazu beigetragen, dass die Bauinvestitionen im vergangenen Jahr nominal um 3,2 % gestiegen sind und das trotz diverser Corona-bedingter Einschränkungen, wie vereinzelter Stilllegung von Baustellen, partiellem Ausfall ausländischer Fachkräfte durch Grenzschließungen oder fehlender Materiallieferungen und Auftragsstornierungen. Preisbereinigt bleibt zwar nur ein Wachstum von 1,5 %, ohne dieses wäre das reale Bruttoinlandsprodukt aber um 5,7 % zurückgegangen und nicht – wie vom Bundesamt berechnet – um 5 %.“

    „Es sind aber nicht alle Bausparten 2020 gleichermaßen gut durch die Krise gekommen. Insbesondere der Wirtschaftsbau war schon im vergangenen Jahr von der Investitionsbremse der Unternehmen des Verarbeitenden Gewerbes und der gebeutelten Dienstleistungsbranche betroffen: Die Bauinvestitionen gingen im Wirtschaftsbau preisbereinigt um 0,7 % zurück. Wir befürchten, dass sich dieser Rückgang auch 2021 fortsetzen wird“, sagt Lorenz.

    Im vergangenen Jahr sei der Rückgang im Wirtschaftsbau noch durch die Ausweitung der öffentlichen Investitionen ausgeglichen worden. Die Kompensation der Gewerbesteuerausfälle bei den Gemeinden durch Bund und Länder habe mit dazu beigetragen, dass die Öffentlichen Bauinvestitionen 2020 real um 3,3 % gestiegen seien. „Wir hoffen, dass Bund und Länder auch im laufenden Jahr den Gemeinden unter die Arme greifen werden“, appelliert Lorenz. „Ansonsten könnten die negativen Finanzierungssalden der kommunalen Gesamthaushalte zu einem Investitionsstopp führen.“ Beim Wohnungsbau ist Lorenz für 2021 aber optimistisch, dass sich der Anstieg der Bauinvestitionen 2020 (real: +2,1 %) – aufgrund der nach wie vor hohen Nachfrage nach Wohnraum – fortsetzen wird.

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

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    news-987 Fri, 18 Dec 2020 10:01:00 +0100 BAUINDUSTRIE begrüßt positiven Bericht der Bundesregierung zu ÖPP-Projekten im Betrieb https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2020-12-18-bauindustrie-begruesst-positiven-bericht-der-bundesregierung-zu-oepp-projekten-im-betri/ „Die Bundesregierung bestätigt die Wirtschaftlichkeit, die Terminsicherheit und die hohe Bauqualität bei ÖPP-Projekten auf Bundesebene. Diese Kundenzufriedenheit bestärkt uns darin, die Verkehrs- und Hochbauinfrastruktur in Deutschland auch in Zukunft gemeinsam mit unseren öffentlichen Auftraggebern in partnerschaftlicher Zusammenarbeit zu modernisieren.“ Mit diesen Worten begrüßte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie (HDB), Dieter Babiel, die Veröffentlichung des Berichts der Bundesregierung über ÖPP-Projekte im Betrieb (abgedruckt in Bundestags-Drucksache 19/25285).

    Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) ermöglichten durch die Zusammenfassung verschiedener Projektphasen und die ganzheitliche Betrachtung des Projektlebenszyklus eine effiziente Umsetzung von Bauvorhaben, so Babiel weiter. Dass dies auch für die ÖPP-Projekte des Bundes zutrifft, werde nun in dem vom Bundesfinanzministerium (BMF) unter ressortübergreifender Mitwirkung erstellten Bericht klar festgestellt.

    Der Bericht führt u.a. aus, „dass durch die laufenden ÖPP-Projekte Erfahrungen gewonnen wurden, die zur Weiterverfolgung von Betreibermodellen im Bundesfernstraßenbereich ermutigt haben.“ Wie vor diesem Hintergrund aus Teilen des politischen Lagers gefordert werden könne, sich mit der Gründung der Autobahn GmbH des Bundes dieses effizienten Beschaffungsmodelles zu berauben, sei für Babiel sachlich nicht nachvollziehbar. „Wir halten es mit der Bundesregierung und sprechen uns für eine Versachlichung der Debatte um ÖPP aus. ÖPP stellt dabei im Rahmen der Modell- und der Vertragsvielfalt eine mögliche Beschaffungsvariante von vielen dar“, erklärte Babiel.

    „Gerade mit Blick auf knappe Verwaltungskapazitäten der öffentlichen Hand und die Fortschritte in der Digitalisierung, die vor allem kooperative Arbeitsprozesse fördert, werden wir auch weiterhin Modelle anbieten, bei denen die frühe Einbindung unseres Know-how in den Planungsprozess den Investitionsstau zügig abbauen und auch die öffentliche Hand entlasten können. Neben der Realisierung von Bundesfernstraßen eignen sich verschiedene Partnerschaftsmodelle auch auf kommunaler Ebene, z.B. beim Bau von Bildungs- oder Verwaltungsgebäuden“, ergänzte Babiel abschließend.

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    news-986 Thu, 17 Dec 2020 11:05:07 +0100 Bauunternehmen schauen verhalten positiv nach vorne - Null-Wachstum für 2021 erwartet https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2020-12-17-bauunternehmen-schauen-verhalten-positiv-nach-vorne-null-wachstum-fuer-2021-erwartet/ „Wir haben die Herausforderungen durch die Corona-Krise gut gemeistert. Das ist nicht zuletzt den großen Anstrengungen unserer Firmen und Mitarbeiter geschuldet. Während die gesamtwirtschaftliche Bruttowertschöpfung in den ersten drei Quartalen preisbereinigt um 5,8 % zurückging, legte sie im Baugewerbe real um 2,0 % zu.“ Dieses Fazit für das Corona-Jahr 2020 zogen die beiden Präsidenten des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie und des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Peter Hübner und Reinhard Quast, anlässlich der Jahrespressekonferenz der beiden Bauspitzenverbände. Während die Gesamtzahl der Erwerbstätigen von Januar bis September gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 0,8 % sank, konnte das Baugewerbe im gleichen Zeitraum eine Zunahme von 1 % verzeichnen. D.h.: Die Bauwirtschaft hat – wie bereits in den Vorjahren – auch 2020 die Gesamtkonjunktur gestützt.

    Die Bauspitzenverbände gehen in ihrer gemeinsamen Prognose davon aus, dass die baugewerblichen Umsätze im Bauhauptgewerbe im laufenden Jahr nominal um 3,0 % zulegen werden. Bei einer erwarteten Preissteigerung von 2,5 % verbleibt damit noch ein leichtes reales Plus von 0,5 %. Für 2021 erwartet die Branche eine nominale Stagnation der baugewerblichen Umsätze auf dem Niveau des Jahres 2020, unter Berücksichtigung der Preise ergibt sich damit ein reales Minus von 2 %.

    Der Wohnungsbau dürfte am besten durch die Corona-Krise kommen und im laufenden Jahr ein nominales Umsatzwachstum von 4 % erreichen, das im kommenden Jahr mit 3 % nur geringfügig niedriger ausfallen dürfte. Mit einem Umsatz von 52,6 Mrd. Euro wird der Wohnungsbau auch 2021 die wichtigste Bausparte bleiben. „Der Druck auf die Wohnungsmärkte in den Ballungsgebieten hat sich nicht abgeschwächt. Aufgrund des durch Corona gestärkten Trends zum Homeoffice scheint eine eigene Immobilie noch erstrebenswerter. Hinzu kommt, dass die Haupttriebfeder der Wohnungsbauaktivitäten in den vergangenen Jahren, nämlich das äußerst niedrige Zinsniveau, auch weiterhin Bestand haben wird. Die Attraktivität von Investitionen im Wohnungsbau bleibt also ungebrochen“, erläuterte HDB-Präsident Hübner die Hintergründe zum Wohnungsbau.

    In den Jahren 2020 und 2021 wird der Bau für gewerbliche Investoren am deutlichsten unter den Folgen der Corona-Krise leiden. Hier sprechen die Vorlaufindikatoren eine klare Sprache. Der schwache Wirtschaftshochbau wird dazu führen, dass die Umsätze im Wirtschaftsbau 2020 nominal nur um 1,0 % zulegen und im kommenden Jahr um 2,0 % zurückgehen werden. Das Volumen wird 2021 bei 48,7 Mrd. Euro liegen. „Die großen Branchen des Verarbeitenden Gewerbes erwarten für das laufende Jahr einen Umsatzrückgang, der bis zu 15 % erreichen soll. Noch stärker betroffen sind viele Dienstleistungsbereiche, die auf direkten Kundenkontakt angewiesen sind. Ihre Investitionsfähigkeit und -bereitschaft hat einen starken Dämpfer erlitten, der sich vermutlich vor allem im kommenden Jahr zeigen wird“, so ZDB-Präsident Quast. „Der Wirtschaftstiefbau, der sich auf die Investitionstätigkeit der Ver- und Entsorgungsunternehmen, den Breitbandausbau sowie die Investitionen der DB AG stützt, stabilisiert den Wirtschaftsbau.

    Für die Umsatzentwicklung im öffentlichen Bau erwarten die Verbände im laufenden Jahr noch ein ansehnliches Plus von nominal 3,0 %, das sich allerdings 2021 in ein Minus von 2,0 % umkehren wird. Das Umsatzvolumen in dieser Sparte wird im nächsten Jahr voraus-sichtlich 29,5 Mrd. Euro erreichen, wobei der öffentliche Hochbau besser durch die Krise kommen dürfte als der Tiefbau. „Wir appellieren an die öffentliche Hand, ihre Investitionen weiterhin mindestens beizubehalten und mehr in die Infrastruktur zu investieren. Denn wir befürchten aus leidvoller Erfahrung, dass Investitionen auf den Prüfstand gestellt werden, wenn nach der Pandemie gespart werden muss“, so die Forderung von Hübner.

    Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe hat sich 2020 im Jahresdurchschnitt noch einmal um 10.000 auf 880.000 erhöht. Verglichen mit dem Tiefpunkt im Jahr 2009 sind die Personalkapazitäten um immerhin ein Viertel ausgebaut worden. Und auch für 2021 gehen die Präsidenten der beiden Bauspitzenverbände weiter von einem leichten Beschäftigungs-aufbau um etwa 5.000 Personen aus. Hinzu kommt, dass die Unternehmen ausbilden: 14.146 junge Menschen begannen in diesem Herbst ihre Ausbildung in einem Bauunter-nehmen. „Dies sind 3,4 % mehr als im Vorjahr und damit die höchste Anzahl an Auszubildenden seit über 15 Jahren. Insgesamt werden in der Bauwirtschaft derzeit 41.307 junge Menschen ausgebildet – auch das ist ein neuer Höchststand seit 2002“, erläuterte Quast.

    Die Presseunterlagen der heutigen PK finden Sie unter: https://www.bauindustrie.de/presse/pressemappen/jahresabschluss-pk/

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    Pressemitteilung
    news-984 Tue, 08 Dec 2020 11:05:59 +0100 Ausbildungsrekord in der Bauwirtschaft https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2020-12-08-ausbildungsrekord-in-der-bauwirtschaft/ Die Unternehmen haben zum Ausbildungsjahr 2020/2021 deutschlandweit insgesamt 14.146 neue Auszubildende eingestellt. Dies sind 3,4 Prozent mehr als im Vorjahresvergleich und damit die höchste Anzahl an Auszubildende seit über 15 Jahren. Insgesamt werden damit in der Bauwirtschaft derzeit 41.307 junge Menschen ausgebildet. "In der Krise zeigt die BAUINDUSTRIE ihre Stärke! Während die Ausbildungszahlen deutschlandweit insgesamt stark rückläufig sind, stellen unsere Unternehmen weiter auf hohem Niveau ein. Insbesondere in den Monaten Oktober und November gab es noch einmal ein deutliches Plus bei den neu geschlossenen Ausbildungsverträgen. Ungeachtet des fortgeschrittenen Ausbildungsjahres suchen unsere Unternehmen immer noch händeringend nach weiteren Auszubildenden. Im Hoch- und Tiefbau kommen auf 100 Ausbildungsstellen aktuell gerade einmal 50 Bewerber/innen", kommentiert Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, die von den Sozialkassen der Bauwirtschaft (SOKA-BAU) veröffentlichten Zahlen.

    Wie bereits in der Finanzkrise zeigt sich die BAUINDUSTRIE auch in der Corona-Pandemie als äußerst resiliente und stabile Branche mit Zukunft. Dies wird nicht nur mit Blick auf die Ausbildungszahlen deutlich. Auch der vom IW Köln gerade erst veröffentlichte aktuelle MINT-Report zeigt: Während der Fachkräftebedarf über alle Branchen rückläufig ist, stellen die Bauunternehmen weiter auf hohem Niveau ein. Entsprechend ist die MINT-Lücke im Oktober 2020 im Vergleich zum Vorjahr ausschließlich in den Bauberufen gewachsen. Während die MINT-Lücke über alle Branchen um über 53 Prozent zurückgegangen ist, ist sie in den Bauberufen um knapp 17 Prozent angestiegen. Für die Bauunternehmen ist dies natürlich eine schlechte Nachricht. Aber alle diejenigen, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind oder sich überlegen, welches Studium sie wählen wollen, haben weiter hervorragende Job- und Verdienstaussichten in der BAUINDUSTRIE.

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    news-983 Fri, 27 Nov 2020 13:23:40 +0100 BAUINDUSTRIE begrüßt deutliche Mittelaufstockung für Verwaltungsaufgaben der Autobahn GmbH https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2020-11-27-bauindustrie-begruesst-deutliche-mittelaufstockung-fuer-verwaltungsaufgaben-der-autobahn-gmbh/ Die BAUINDUSTRIE begrüßt die in der gestrigen Bereinigungssitzung des Haushaltsausschusses zum Entwurf des Bundeshaushaltes 2021 beschlossene Aufstockung der Mittel für Betrieb, Planungsleistungen und Verwaltung der Autobahn GmbH des Bundes um 400 Mio. EUR auf nunmehr 1,766 Mrd. EUR. „Damit sind die Verwaltungsausgaben der neuen Autobahngesellschaft mit einem auskömmlichen Finanztitel ausgestattet. Die Gefahr, dass Kosten für Betrieb, Planungsleistungen und Verwaltung der neuen Gesellschaft zu Lasten der investiven Mittel gehen, ist damit für das Jahr 2021 voraussichtlich gebannt“, sagte BAUINDUSTRIE-Präsident Peter Hübner heute in Berlin.

    „Die Unternehmen der BAUINDUSTRIE gewinnen damit die erforderliche Planungssicherheit. Wichtig ist es nun, die Mittel für Verwaltungsausgaben der Autobahngesellschaft auch in Zukunft realistisch zu bemessen und im Haushalt entsprechend zu berücksichtigen. Diese dürfen in keinem Fall zu Lasten der Mittel für Investitionen gehen, um auch in Zukunft ein modernes, leistungsfähiges Autobahnnetz in Deutschland zu gewährleisten“, so Ralf Schär, Vorsitzender der Bundesfachabteilung Straßenbau der BAUINDUSTRIE.

    Damit stehen 2021 voraussichtlich 5,499 Mrd. EUR für Investitionen in die Bundesautobahnen zur Verfügung. „Gemessen an der immensen Herausforderung, die der Neubau und die Erhaltung von Fahrbahnen und Brücken darstellen, ist dies gerade einmal ausreichend und muss in den kommenden Jahren unter Berücksichtigung von Baupreissteigerungen verstetigt werden. Die Unternehmen der BAUINDUSTRIE sind bereit und in der Lage, diese Mittel auch 2021 im Interesse einer leistungsfähigen Verkehrsinfrastruktur zu verbauen“, ergänzte Hübner.

    Der Verband begrüßt zudem, dass für den Ersatz-, Aus- und Neubau von Bundeswasserstraßen weitere 40 Mio. EUR eingeplant sind. Damit steigt dieser Etatposten 2021 auf nun insgesamt 1,139Mrd. EUR an.

    Der Deutsche Bundestag wird den Bundeshaushalt in 2. und 3. Lesung voraussichtlich zwischen dem 8. und dem 11. Dezember 2020 beschließen. Der zweite Durchgang im Bundesrat ist bei Fristverkürzung am 18. Dezember 2020 möglich.

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    Pressemitteilung
    news-974 Wed, 11 Nov 2020 15:24:01 +0100 BAUINDUSTRIE NRW überreicht am Martinstag Spende von 40.000 Euro https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2020-11-11-bauindustrie-nrw-ueberreicht-am-martinstag-spende-von-40000-euro/ Trotz Corona-bedingter Absage des traditionellen Freundschaftsmahls St. Martin spenden Firmen der Bauwirtschaft auch in diesem Jahr für soziale, karitative und gemeinnützige Zwecke Düsseldorf. Erstmals in seiner fast 50-jährigen Geschichte findet das traditionelle karitative Freundschaftsmahl St. Martin des Bauindustrie-verbandes Nordrhein-Westfalen in diesem Jahr Corona-bedingt nicht statt. Zahlreiche Firmen folgten trotzdem dem Spendenaufruf der BAUINDUSTRIE NRW: 20.000 Euro kamen so zusammen. Dieser Spendenbetrag wurde vom Bauindustrieverband NRW auf 40.000 Euro verdoppelt, vier Organisationen aus NRW freuen sich über eine Zuwendung von jeweils 10.000 Euro.

    „Es freut uns sehr, dass unsere Mitgliedsunternehmen ganz im Geiste des heiligen Martin von Tours den karitativen Leitgedanken unseres Martinsmahls - das Teilen mit bedürftigen Menschen in unserer Gesellschaft - auch in diesem Jahr mit Leben erfüllt haben“, freut sich Dirk Grünewald, Präsident der BAUINDUSTRIE NRW. „Unserem Spendenaufruf sind zahlreiche Mitglieder gefolgt, deren großzügige Spendensumme wir als Bauindustrieverband selbst nochmals verdoppelt haben.“

    Würdigung der sozialen ehrenamtlichen Arbeit

    In Würdigung ihrer wichtigen gemeinnützigen Arbeit überreicht der Bauindustrie-verband vier nordrhein-westfälischen Institutionen jeweils eine Spende in Höhe von 10.000 Euro, die diese Zuwendung im Sinne ihres gemeinnützigen Auftrags einsetzen. Über die Spende freuen sich:

    • Aktion Lichtblicke e.V.
    • Habitat for Humanity Deutschland e.V. (für die Initiative „Die HoffnungsBAUer“)
    • Initiative Handwerk für Afrika e.V.
    • Der Zentral-Dombau-Verein zu Köln

    Ina Pfuhler, Vorstandsmitglied der Aktion Lichtblicke e. V: „Dieses Jahr verlangt uns einiges ab. Aber trotz aller unschönen Nachrichten und Entbehrungen gibt es immer wieder Lichtblicke, an denen man sich erfreuen kann. So auch die sehr großzügige Spende der Bauindustrie NRW, für die sich das ganze Lichtblicke-Team sehr herzlich bedankt. Es ist schön zu sehen, dass NRW zusammensteht – in guten, aber vor allem in schlechten Zeiten.“ Die finanzielle Unterstützung soll insbesondere an Familien und Alleinerziehende, die geringfügig beschäftigt, freiberuflich oder selbständig tätig sind oder derzeit Kurzarbeitergeld beziehen und die wegen der Corona-Krise trotz staatlicher Hilfspakete ihre laufenden Kosten nicht mehr decken können.

    Gereon Fischer, Vorstand Habitat for Humanity Deutschland e.V.: „In diesem Jahr merken wir besonders, wie wichtig ein Zuhause ist. Deswegen ist die Spende des Bauindustrieverbandes NRW an die Initiative HoffnungsBAUer ein bedeutender Beitrag, um für eine Familie in Kenia ein sicheres und angemessenes Zuhause zu bauen.“

    Friedrich Garenfeld, Präsident Initiative Handwerk für Afrika e.V.: „Die Bauwirtschaft ist, ebenso wie das Handwerk, eine der Grundlagen für die Ansiedlung von Industrie. Die Verwendung Ihrer Spende ist vorgesehen für die Anschaffung von Handwerkszeug, einem Stromaggregat und kleinen Betonmischern für die Ausbildungswerkstätte der Maurer in Kumasi / Ghana.“

    Michael Kreuzberg, Präsident Zentral-Dombau-Verein zu Köln: „Wir schätzen sehr, dass die BAUINDUSTRIE NRW mit dem Martinsmahl gemeinnützige Projekte in ihrer Umgebung unterstützt und mit der großzügigen Spende auch zum Erhalt des Kölner Doms beiträgt. Der Zentral-Dombau-Verein übernimmt jährlich ca. 60 Prozent der Bauerhaltungskosten am Kölner Dom – Ihre Spende ist nun ein Teil davon, vielen Dank.“
     

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    Der Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen verbindet als Arbeitgeber- und Wirtschaftsverband nordrhein-westfälische Unternehmen der Bauindustrie und benachbarter Branchen. Als freiwilliger Zusammenschluss und größtes Kompetenzzentrum der Bauindustrie in NRW betreut und repräsentiert der Verband Bauunternehmen aller Bausparten. Seine Mitgliedsunternehmen stehen für mehr als drei Viertel der in Nordrhein-Westfalen erbrachten Bauleistung und beschäftigen rund zwei Drittel aller Mitarbeiter des Bauhauptgewerbes (Unternehmen mit 20 und mehr Mitarbeitern). Von kleinen Familienbetrieben über kleinere und große mittelständische Unternehmen bis hin zu Niederlassungen international agierender Baukonzerne sind die Mitgliedsunternehmen in allen Bereichen des Hoch- und Tiefbaus tätig. Diese agieren als Partner sowohl von privaten als auch vielfach von öffentlichen Auftraggebern. Der Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen ist der größte bauindustrielle Landesverband in der Bundesrepublik Deutschland.

    Das Freundschaftsmahl St. Martin wurde auf Initiative des früheren Präsidenten der BAUINDUSTRIE NRW, Egon Ruf, 1973 ins Leben gerufen. Er verfolgte dabei einen doppelten Zweck: Zum einen soll durch eine Spende der nordrhein-westfälischen Bauunternehmer unverschuldet in Not geratenen Menschen geholfen werden. Zum anderen sollten die Bauunternehmer mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Hochschulen sowie mit den der Bauindustrie verbundenen Institutionen und Verbänden zusammenkommen, um sich auszutauschen und den Abend in festlicher Atmosphäre zu genießen. Die hohe Spendenbereitschaft der Gäste des Martinsmahls ist überwältigend: Nach 47 Jahren erreichten die Spenden in diesem Jahr die unglaubliche Summe von fast 1,7 Millionen Euro.

    Gesamter Artikel mit Bebilderung finden Sie hier

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    Düsseldorf
    news-982 Tue, 10 Nov 2020 08:52:00 +0100 Mantelverordnung: Bau- und Abbruchwirtschaft warnt vor Deponie-knappheit und höheren Baukosten https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2020-11-10-mantelverordnung-bau-und-abbruchwirtschaft-warnt-vor-deponie-knappheit-und-hoeheren-baukosten/ Am 6. November 2020 hat der Bundesrat den Entwurf der Mantelverordnung mit umfangreichen Änderungsmaßgaben beschlossen. Die deutsche Bau- und Abbruchwirtschaft kritisiert die Entscheidung für eine gegenüber der Kabinettsfassung deutlich schärfere Ersatzbaustoffverordnung, die die Kernforderungen der Bau- und Abbruchwirtschaft nicht umgesetzt hat. Die Verwertungs­situation von Boden wird mit den vorliegenden Beschlüssen weiter angespannt bleiben. Eine sinkende Verwertungsquote bei mineralischen Abfällen und steigender Deponiebedarf seien vorprogrammiert, erklärten der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie, der Zentralverband Deutsches Baugewerbe und der Deutsche Abbruchverband.

    Nachdem der Bundesrat einige wenige Beschlüsse gefasst habe, die die Bundesregierung zuvor als „Verkündungshindernisse“ bezeichnet habe und solche, bei denen „Nachbesserungsbedarf“ bestehe, müsse die Bundesregierung nun erklären, ob sie die Maßgaben übernehmen könne. „Es ist nachvoll­ziehbar, dass Bund und Länder unter ein Vorhaben einen Schlussstrich ziehen wollen, über das nun seit rund 15 Jahren gestritten wird“, erklärte Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE. „Die Mantelverordnung wird aber die Planung, den Bau und die Unterhaltung nahezu jeder Straßen­baumaßnahme betreffen“, deshalb sei eine sorgfältige Prüfung angezeigt. Sollte die Mantelverordnung auch von Bundesregierung und Bundestag beschlossen werden, führt dies insbesondere im Straßen­bau zu steigenden Baukosten. Diese müssten dann auch von öffentlichen Auftraggebern klaglos bezahlt werden, so Babiel.

    Felix Pakleppa, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, ergänzte: „Wir appellieren an Bundesregierung und Bundestag, ihre Zuständigkeit und ihre Kompetenzen zu nutzen und Nachbesserungen im Sinne des Ressourcenschutzes vorzunehmen. Dazu gehört u.a., die erweiterten Länderöffnungsklauseln für Verfüllungen, wie sie der Koalitionsvertrag vorsah, zuzulassen. Mineralische Ersatzbaustoffe müssen über eine geeignete Regelung vom Stigma des Abfalls befreit werden. Recycling-Baustoffe sind kein Abfall, sondern qualitativ hochwertige Baustoffe. Die besten Qualitäten der Recyclingbaustoffe müssen daher auch von der Anzeige- und Katasterpflicht ausgenommen werden.“

    „Bundestag und Bundesregierung sollten auf den letzten Metern des Gesetzgebungsverfahrens ihre Möglichkeiten noch nutzen, um die allseits propagierte Förderung der Kreislaufwirtschaft und der Ressourcenschonung für mineralische Abfälle in der Mantelverordnung auch Wirklichkeit werden zu lassen. Geschieht dies nicht, muss sich auch die öffentliche Hand als Bauherr auf stark steigende Bau- und Entsorgungskosten einstellen“, fügte Andreas Pocha, Geschäftsführer des Deutschen Abbruch­verbandes, an.

    Bei der Mantelverordnung handelt es sich um ein zentrales umweltpolitisches Vorhaben, denn damit wird der bundesweit größte Abfallstrom einheitlich geregelt. Die Bau- und Abbruchwirtschaft werde von diesen auch abfallrechtlich wesentlichen Regelungen massiv betroffen sein. Daher äußerten die drei Verbandsvertreter die Erwartung, dass sich nach der Bundesregierung auch der Deutsche Bundestag zumindest einmal inhaltlich mit dem Verordnungsentwurf befasst und diesen debattiert. So würde dieser grundsätzlichen Neuregelung auch die erforderliche Legitimität verliehen.

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    Pressemitteilung
    news-971 Tue, 03 Nov 2020 13:06:00 +0100 Tim Lorenz neuer Vizepräsident der BAUINDUSTRIE https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2020-11-03-tim-lorenz-neuer-vizepraesident-der-bauindustrie/ Tim Lorenz (CEO EUROVIA Deutschland/VINCI) ist neuer Vorstandsvorsitzender des Wirtschaft und Recht Ausschuss (WRA) und zugleich Vizepräsident Wirtschaft der BAUINDUSTRIE. Die Delegierten im WRA wählten Lorenz heute einstimmig für eine Amtszeit von vier Jahren. Er übernimmt das Amt von Marcus Becker (Geschäftsführer bei Kondor Wessels Bouw Berlin GmbH) der den WRA seit 2012 geleitet hatte.

    Neben Lorenz wählten die Delegierten Klaus Pacher (Geschäftsführer und Vorstand Technik der Köster Holding SE) und Thomas Löw (Geschäftsführer der W. Markgraf GmbH & Co KG) als Stellvertretende Vorsitzende sowie Uwe Niebergall (Technischer Bereichsleiter Mitte der Ed. Züblin AG), Andreas Bischoff (Kaufmännischer Leiter Bereich Nord, Wayss & Freytag Ingenieurbau AG) und Jörg Muschol (Leiter der Niederlassung Dresden, Dreßler Bau GmbH) als weitere Vorstandsmitglieder des Gremiums.

    Der WRA übernimmt die wirtschaftspolitischen Aufgaben des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und berät hierzu das Präsidium. Er setzt sich aus Persönlichkeiten aus Unternehmen der Bauindustrie und den Landesverbänden zusammen und tagt zweimal jährlich.

    Tim Lorenz wurde 1968 in Dresden geboren. Er studierte in Hamburg und sammelte bereits in dieser Zeit umfassende Erfahrungen bei der ESSO AG. Seine Karriere startete er in einem mittelständischen Bauunternehmen, wo er die Bereiche Projektentwicklung, interne Organisation und Restrukturierung verantwortete. Im Jahr 2000 wechselte er zu EUROVIA. Nach mehreren Jahren als Mitglied der EUROVIA Geschäftsführung übernahm er 2018 deren Vorsitz.

    Als einer der Geschäftsführer von VINCI Deutschland steuert er das nationale Geschäft von EUROVIA in Deutschland. VINCI gehört mit den Geschäftsbereichen Konzessionen und Bau zu den führenden Infrastrukturkonzernen der Welt.

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    Pressemitteilung
    news-970 Wed, 28 Oct 2020 10:05:00 +0100 Konjunkturelle Entwicklung der NRW-Bauwirtschaft https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2020-10-28-konjunkturelle-entwicklung-der-nrw-bauwirtschaft/ Teils deutlicher Auftragseinbruch in den ersten acht Monaten des Jahres 2020 / Auftragsentwicklung nur noch im Wohnungs- und Tiefbau positiv / Baupreise sinken / Zahl der Beschäftigten im Plus „Die Corona-Pandemie wirkt sich mittlerweile spürbar auf die Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen aus. In fast allen Sparten verzeichnet die Branche in den ersten acht Monaten dieses Jahres einen Auftragsrückgang im Vergleich zum Vorjahreszeitraum“ kommentiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbands Nordrhein-Westfalen, die baukonjunkturelle Entwicklung von Januar bis August 2020 in NRW.

    „Das trifft nicht nur die Bauwirtschaft, denn Bauinvestitionen haben eine unmittelbare Multiplikatorwirkung für die gesamtwirtschaftliche Produktion und Beschäftigung. Laut dem Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung (RWI) erzeugen Bauinvestitionen in Höhe von 1 Mrd. Euro gesamtwirtschaftliche Produktionswirkungen von 2,44 Mrd. Euro.“

    „Besonders deutlich zeigt sich, dass der Investitionsstopp vieler Unternehmen aus der Industrie und den unternehmensnahen Dienstleistungen zu deutlichen Auftragsrückgängen führt, was sich mittlerweile auch in der Produktion bemerkbar macht“, so Wiemann zum Einbruch im Wirtschaftshochbau von -22,4% (Bundesweit -9,1%). „Auch im Öffentlichen Hochbau sind die Auftragsvolumina um 8,4% zurückgegangen, bei gleichzeitig abnehmendem Auftragsbestand unserer Unternehmen. Im Vergleich zum Bundesschnitt von immer noch +3,2% stehen wir in NRW damit schlechter dar.“

    „Im Straßenbau verzeichnen wir einen Rückgang von -4,8%, gleichzeitig gehen die Baupreise im Straßenbau um -0,9% zurück, nachdem sie im Zweijahresvergleich noch um +3,6% gestiegen waren“.

    „Lichtblick ist der Wohnungsbau mit +19% im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, hier liegen wir in Nordrhein-Westfalen deutlich über dem Bundesschnitt von +4,7%. Gleichzeitig ist der Anstieg der Baupreise bei Wohngebäuden (Rohbau) gestoppt, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verzeichnen wir sogar einen Rückgang von -1%. Der Flaschenhals beim Wohnungsbau ist und bleibt bezahlbares Bauland.“ Ebenfalls stützend wirkt sich die Auftragslage im Tiefbau (+10,6%) und im sonstigen Öffentlichen Tiefbau (+13,6%) aus, auch wenn auch hier der Trend rückläufig ist.

    „Unsere Unternehmen haben auch in diesem Jahr ihre Kapazitäten weiter aufgestockt, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 4,5 % auf 129.634 Mitarbeiter“, so Prof. Wiemann. „Damit diese Arbeitsplätze weiterhin sicher bleiben, gilt es, Tempo zu machen: bei der weiteren Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungs-verfahren und bei der Digitalisierung, beim Abbau bürokratischer Hürden und bei der Schaffung von Anreizen für die Wirtschaft.“

    „Die öffentlichen Investitionen in unsere Infrastruktur müssen auf Ebene von Bund, Ländern und Kommunen nicht nur in voller Höhe erhalten, sondern sogar erhöht und auch umgesetzt werden. Das entfaltet volkswirtschaftlich längerfristige Wirkungen und kommt der Wirtschaft und den Menschen in unserem Land zugute“, so Prof. Wiemann.

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    Pressemitteilung
    news-969 Mon, 26 Oct 2020 09:02:00 +0100 BAUINDUSTRIE zu den Konjunkturindikatoren im August 2020: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2020-10-26-bauindustrie-zu-den-konjunkturindikatoren-im-august-2020/ Nachfrage und Produktion in der gesamten Baubranche leicht unter dem hohem Vorjahresniveau. Aber: Corona-Einbruch im Wirtschaftshochbau setzt sich fort. „Die Bauwirtschaft ist auch im August insgesamt noch glimpflich durch die Corona-Zeit gekommen. Im Durchschnitt lagen sowohl Auftragseingang als auch Umsatz nur leicht unter dem hohen Vorjahresniveau. Die Zeiten, in denen alle Bausparten und sämtliche Regionen nahezu gleich von der guten Konjunktur profitierten, sind allerdings vorbei - insbesondere im Auftragseingang. Hier liegt die Spreizung bei den Regionen zwischen -45 % in Berlin und +150 % (aufgrund eines Großprojektes) in Hamburg und bei den Sparten zwischen -15 % im Wirtschaftshochbau und +12,5 % im Wohnungsbau.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel, die in der neuesten Ausgabe des Aktuellen Zahlenbildes veröffentlichten Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Demnach lag der Auftragseingang im August nur leicht um nominal 0,3 % unter dem Vorjahresniveau (real: -2,3 %). Für den gesamten Zeitraum von Januar bis August ergibt sich damit ein Oderminus von 0,5 % (real: -3,2 %). Von einem coronabedingten Einbruch könne man somit - für die gesamte Branche - noch nicht sprechen. Dies werde auch durch den vom Statistische Bundesamt berechneten Vormonatsvergleich bestätigt: Demnach hat der Auftragseingang im August (preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigt) um 3,4 % über dem Juli-Wert gelegen.

    Babiel: „Auch die Umsatzentwicklung ist noch solide. Im August lagen wir nur um 1,1 % (preisbereinigt -3,0 %) unter dem sehr hohen Vorjahresniveau – und das, obwohl die Sommerferien in diesem Jahr in vielen Bundesländern in den August fielen. Für die ersten acht Monate ergibt sich ein Plus von 5,5 % (preisbereinigt von 2,6 %), was uns in der Anhebung unserer Prognose auf 3,5 % für das Gesamtjahr noch einmal bestätigt.“

    „Im Wirtschaftshochbau sieht die Welt allerdings ganz anders aus: Der Investitionsstopp vieler Unternehmen aus der Industrie und den unternehmensnahen Dienstleistungen führte zu deutlichen Orderrückgängen, was sich mittlerweile auch in der Produktion bemerkbar macht. Hier verfestigt sich die im März begonnene Talfahrt“, relativierte Babiel die aktuelle Situation. Demnach sei der Umsatz im Wirtschaftshochbau im August um 6,6 % zurückgegangen, der Auftragseingang sogar um 15,1 %. Für die ersten acht Monate ergab sich damit eine Umsatzstagnation und ein Orderminus von mittlerweile 9,1 %. „Für 2021 sind das keine guten Vorzeichen.“

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

    *) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten

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    Pressemitteilung
    news-962 Tue, 20 Oct 2020 12:30:00 +0200 BAUINDUSTRIE zum Ausbildungsjahr 2020/2021: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2020-10-20-bauindustrie-zum-ausbildungsjahr-2020/2021/ Ausbildungsleistung der Bauindustrie trotz Corona-Pandemie weiter hoch Die Corona-Pandemie hat den Ausbildungsmarkt in diesem Jahr hart getroffen: Einerseits blicken die Unternehmen einer ungewissen Zukunft entgegen und andererseits mussten die Ausbildungsbetriebe bei der Einstellung von jungen Personen besondere Hürden nehmen.

    Die UnternehmeDie Corona-Pandemie hat den Ausbildungsmarkt in diesem Jahr hart getroffen: Einerseits blicken die Unternehmen einer ungewissen Zukunft entgegen und andererseits mussten die Ausbildungsbetriebe bei der Einstellung von jungen Personen besondere Hürden nehmen.n der Bauwirtschaft zeigen sich hiervon jedoch weitgehend unbeeindruckt und haben zum Ausbildungsjahr 2020/2021 wieder 10.716 neue Auszubildende eingestellt. Das sind 556 Jugendliche weniger als im Vorjahresvergleich. (1)

    „In den letzten beiden Jahren haben die Unternehmen der Bauwirtschaft auf Rekordniveau neue Auszubildende eingestellt. Mit knapp 11.000 neu abgeschlossenen Ausbildungsverhältnissen zum Ausbildungsjahr 2020/2021 bleibt das Ausbildungsengagement der Bautriebe weiter hoch. Und das trotz der Corona-Pandemie, die in anderen Branchen zum Teil zu dramatischen Einbrüchen der Ausbildungszahlen geführt hat. Das zeigen vor allem zwei Dinge: Erstens werden in der Bauwirtschaft weiter dringend neue Fachkräfte benötigt. Zweitens zeigt sich die Baubranche in der aktuellen Corona-Pandemie, wie bereits in der Finanzkrise 2009, besonders krisensicher. Insbesondere die BAUINDUSTRIE bietet Jugendlichen also eine zukunftssichere Ausbildung,“ kommentiert der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel, die jüngsten Ausbildungszahlen der Sozialkassen der Bauwirtschaft.

    Trotz der vergleichsweisen guten Zahlen, ist die BAUINDUSTRIE für das Ausbildungsjahr 2020/2021 weiter auf der Suche nach Nachwuchskräften. Auf der Ausbildungsstellenbörse von SOKA-BAU sind deutschlandweit aktuell noch über 3.100 Ausbildungsplätze ausgeschrieben. Babiel: „Jugendlichen, die noch auf der Suche nach einem Ausbildungsplatz sind, kann man nur zurufen: Kommt in die BAUINDUSTRIE. Bei tarifgebundenen Ausbildungsbetrieben der Bauwirtschaft wird bereits während der Ausbildung gutes Geld verdient. Im ersten Ausbildungsjahr bekommen Auszubildende 890 Euro pro Monat. Im zweiten sind es 1.230 und im dritten bereits 1.495 Euro. (2)  Die Ausbildung am Bau ist aber nicht nur finanziell attraktiv. Unsere Branche wird zunehmend digitaler. Das verändert auch die Arbeit auf dem Bau, die damit insbesondere für junge Menschen zunehmend attraktiver wird.“

     

     

    1. Die Angaben beruhen auf Daten der SOKA-BAU (Urlaubs- und Lohnausgleichskasse der Bauwirtschaft und Zusatzversorgungskasse des Baugewerbes), Daten ohne Berlin
    2. Ausbildungsvergütungen für Tarifgebiet West nach Tarifvertrag zur Regelung der Löhne und Ausbildungsvergütungen im Baugewerbe im Gebiet der Bundesrepublik Deutschland mit Ausnahme der fünf neuen Länder und des Landes Berlin

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    Pressemitteilung
    news-968 Fri, 16 Oct 2020 11:45:00 +0200 BAUINDUSTRIE begrüßt „Renovierungswelle“ der EU-Kommission https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2020-10-16-bauindustrie-begruesst-renovierungswelle-der-eu-kommission/ • Wichtiges Signal in der Corona-Krise • Neue Förderstrukturen werden benötigt „Mit den Plänen der EU-Kommission könnten in Europa bis 2030 ca. 35 Mio. Gebäude renoviert und somit 160.000 zusätzliche Arbeitsplätze in der Bauwirtschaft geschaffen werden. Das ist ein gutes Signal für die Bauwirtschaft in Zeiten von Corona“, sagte Dieter Babiel, Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, zur Vorstellung der Kommissionsstrategie zur „Renovierungswelle“. „Zugleich ist es ein wichtiger Schritt, damit die EU ihre klimapolitischen Ziele erreichen kann. Das wird ohne deutliche Anstrengungen im Gebäudesektor nicht funktionieren.“ Die Verknüpfung wirtschaftlicher Anreize mit den Zielen des Klimaschutzes sei richtig, um nachhaltig zu investieren.

    Allerdings sei es aus Sicht der BAUINDUSTRIE fraglich, ob die vorgeschlagenen Maßnahmen wirklich ausreichen, um die fällige Umorientierung der europäischen Gebäudewirtschaft in Richtung Energieeffizienz zu bewirken. „Wir haben in den letzten Jahren bereits Milliarden an Fördermitteln ausgeschüttet, ohne dass die Sanierungsrate auch nur annähernd in den erforderlichen Bereich gebracht werden konnte“, so Babiel weiter. „Offenbar sind die Hemmnisse für Gebäudebesitzer nicht flächendeckend überwunden.“

    Vor diesem Hintergrund sei eine grundsätzlich andere Herangehensweise erforderlich. „Gebäudesanierung muss eine leicht erhältliche und leicht umsetzbare Maßnahme werden“, betont Babiel. Unter dem Stichwort „Serielles Sanieren“ müssten Konzepte entwickelt und dafür Förderprogramme umgestrickt werden in Richtung Industrieförderung. „Wir müssen die Kleinteiligkeit der Umsetzung überwinden, wenn wir signifikante Erfolge erzielen wollen.“ Hier müssten endlich wirksame, bauindustrielle Konzepte mit umfassenden Servicepaketen vorangetrieben werden. Bislang seien Förderprogramme zu sehr auf Objektförderung am Einzelgebäude ausgerichtet und überwänden nicht das Hemmnis aufwändiger und kleinteiliger Individualmaßnahmen. Ergänzend müsse die Förderstruktur auf neue, einfache anwendbare serielle Herangehensweisen ausgerichtet werden. Ein systematisches Industrieförderprogramm würde entsprechende Angebotsstrukturen schaffen.

    Ausdrücklich befürwortet werde das Aufsetzen einer integrierten Strategie mit sowohl quartiers- wie auch sektorübergreifenden Ansätzen. Weitere Effizienzgewinne würden durch ein konsequentes, ganzheitliches Zusammendenken von Gebäudetechnologie, erneuerbarer Energieversorgung und Digitalisierung (KI) erwartet.

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    Pressemitteilung
    news-964 Wed, 07 Oct 2020 11:04:00 +0200 Bauwirtschaft: Autobahn-Bau auch weiterhin ermöglichen https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2020-10-07-bauwirtschaft-autobahn-bau-auch-weiterhin-ermoeglichen/ „Deutschland braucht ein leistungsfähiges Verkehrsnetz, damit der Wirtschaftsstandort dauerhaft gesichert ist." "Um die Lieferketten im Zentrum des europäischen Binnenmarktes aufrechtzuerhalten, müssen wir auch zukünftig in unsere Fernstraßen investieren. Dazu gehören vor allem die Bundesautobahnen. Auch wenn wir über die Vergabeform nicht einer Meinung sind, so eint uns doch die Überzeugung, dass weiterhin Infrastruktur neu gebaut bzw. erhalten und ausgebaut werden muss. Dazu gehört nicht nur der Neubau von Autobahnen, sondern auch deren Erweiterung z.B. von zwei auf drei Spuren. Das wäre nach dem Beschluss der Grünen auch nicht mehr möglich.“ Mit diesen Worten kommentierten die Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, Dieter Babiel und Felix Pakleppa, die Forderung des Bundesvorstands der Grünen, auf einen Neubau von Autobahnen zukünftig komplett zu verzichten. Der Bundesverkehrswegeplan wird vom Bundestag beschlossen und anschließend umgesetzt. Dabei sei, so die Hauptgeschäftsführer, jedes Projekt umwelt- und naturschutzfachlich, raumordnerisch und städtebaulich geprüft worden. „Daran sollten wir auch weiterhin festhalten.“

    Pakleppa weiter: „Aus einem Land mit 83 Mio. Menschen und einer starken Volkswirtschaft kann man kein bundesweites Bullerbü zaubern. Die Voraussetzung für Wohlstand und Klimaschutz ist eine prosperierende Wirtschaft und die dazugehörige Mobilität.

    Babiel ergänzte: „Die Grünen haben in Hessen einem Koalitionsvertrag zugestimmt, in dem auch der Ausbau der A 49 enthalten war. Nun stimmen sie auf Bundesebene dagegen. Das zeugt nicht von konsistenter Politik.

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    news-935 Fri, 25 Sep 2020 10:00:00 +0200 BAUINDUSTRIE zu den Konjunkturindikatoren im Juli 2020: Nachfrage nach Bauleistung leicht rückläufig. Produktion fast auf hohem Vorjahresniveau. https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2020-09-25-bauindustrie-zu-den-konjunkturindikatoren-im-juli-2020-nachfrage-nach-bauleistung-leicht-ruecklaeufig-produktion-fast-auf-hohem-vorjahresniveau/ Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf + 3,5 % angehoben. Die Baunachfrage hat sich im Juli 2020 wieder etwas abgekühlt. Hiervon war insbesondere der Straßenbau betroffen, der damit – nach einem Orderplus aufgrund eines Großprojektes im Juni – wieder auf den vorherigen Abwärtspfad zurückgekehrt ist. Hier sehen wir seit einigen Monaten eine deutliche Zurückhaltung bei öffentlichen Ausschreibungen – und das trotz des nach wie vor hohen Investitionsbedarfs. Wir vermuten, dass dies auf organisatorische Probleme im Zuge des Übergangs auf die Autobahn GmbH des Bundes zurückzuführen ist. Für die Straßenbauproduktion im zweiten Halbjahr und im Jahr 2021 sind das keine guten Vorzeichen.“

    Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Dieter Babiel, die in der neuesten Ausgabe des Aktuellen Zahlenbildes veröffentlichten Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Demnach sei im Straßenbau der Auftragseingang* im Juli 2020 im Vergleich zum Vorjahresmonat um nominal 6,5 % zurückgegangen (real: - 8,8 %). Für alle Bausparten hätten die Bauunternehmen im Juli 2020 einen Rückgang von 2,5 % gemeldet (real: - 5,0 %). Im Vergleich zum Vormonat hat das Statistische Bundesamt ein (preis-, saison- und arbeitstäglich bereinigtes) Minus von 5,6 % berechnet. Für die ersten sieben Monate 2020 ergibt sich damit ein Orderminus von 0,5 % (real: - 3,4 %).

    Babiel: „Insgesamt ist die Bauwirtschaft aber nach wie vor eine Stütze der Gesamtwirtschaft. Der Auftragsrückgang erfolgte auf einem hohen Niveau – der Auftrags-eingang war der zweithöchste gesamtdeutsche Juli-Wert. Das trifft auch auf den Umsatz zu, der im Juli dieses Jahres nur minimal unter dem Vorjahresniveau lag.“ Die Baubetriebe hätten für Juli 2020 einen leichten Umsatzrückgang von nominal 0,5 % (real: - 3,0 %) gemeldet. Dies sei nicht nur auf das mittlerweile erreichte hohe Niveau zurückzuführen, sondern auch darauf, dass den Betrieben im Vergleich zum Juli 2019 ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand. Insgesamt lag der Umsatz über alle sieben Monate um 6,6 % (real: + 3,6 %) über dem Vorjahresniveau.

    „Aufgrund des insgesamt guten Ergebnisses haben wir unsere Umsatzprognose vom Mai 2020 wieder leicht angehoben: Wir erwarten für 2020 ein nominales Plus von 3,5 %, real von 0,5 % und ein Beschäftigungsplus von 10.000 auf 880.000 Personen.

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

    *) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten

    Auch im Internet abrufbar: bauindustrie.de

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    Pressemitteilung