Dummy Title http://example.com en-gb TYPO3 News Sun, 22 May 2022 20:02:24 +0200 Sun, 22 May 2022 20:02:24 +0200 TYPO3 EXT:news news-1169 Wed, 18 May 2022 09:51:26 +0200 „Das Problem der Bauindustrie betrifft uns alle“ https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-05-18-das-problem-der-bauindustrie-betrifft-uns-alle/ Hauptverband korrigiert Konjunktur-Prognose zum „Tag der Bauindustrie“ nach unten +++ Image der Branche verbessert Berlin. Die Bauindustrie kämpft mit den Auswirkungen des Ukraine-Krieges: Vor diesem Hintergrund und angesichts der hohen Unsicherheit über die weitere Entwicklung der geopolitischen Rahmenbedingungen korrigiert der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie zum „Tag der Bauindustrie“ (19. Mai 2022) die Konjunktur-Prognose für das laufende Jahr nach unten.

Die Branche erwartet für das laufende Jahr für die realen baugewerblichen Umsätze im Bauhauptgewerbe eine Entwicklung zwischen Null und minus zwei Prozent (Prognose Ende 2021: +1,5 Prozent). Darin ist schon das – vor allem witterungsbedingte – hohe reale Umsatzplus von 9 Prozent im Januar und Februar „eingepreist“. Die Prognose steht zudem unter dem Vorbehalt, dass sich im weiteren Jahresverlauf keine weiteren Verschär­fungen bei Energiepreisen und dem Bezug von Baumaterial ergeben. Sie ist von daher vor allem ein Abbild der aktuellen Situation.

Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie: „Vor fünf Monaten ist der Bau noch mit einem historisch hohen Auftragsbestand in das neue Jahr gestartet. Mit dem Angriffskrieg Putins wurde er zu einem konjunkturellen Fragezeichen. Preissteigerungen und Baumateriallieferanten, die oftmals nur noch Tagespreise abgeben – davon sind über 80 Prozent unserer Mitglieder betroffen. Fakt ist: Wir haben ein Problem. Fehlendes Bitumen für den Straßenbau, fehlende Investitionen durch Preissteigerungen und in letzter Konsequenz eine Konjunktur im Minus, Sie können sicher sein: Das Problem der Bauindustrie betrifft uns alle.“

UKRAINE-UMFRAGE UNTER DEN MITGLIEDSUNTERNEHMEN

Der Hauptverband hat in den letzten Tagen seine dritte Umfrage unter seinen Mitgliedern erhoben. Die Ergebnisse:

  • Neun von zehn Firmen beklagen direkte oder indirekte Auswirkungen des Krieges auf ihr Unternehmen.
  • Die Probleme liegen hauptsächlich bei der mangelnden Verfügbarkeit beziehungsweise den starken Preissteigerungen bei diversen Baumaterialien sowie beim Bruch von Logistikketten.
  • 80 Prozent der Unternehmen bezeichnen diese Probleme als stark beziehungsweise sehr stark.
  • 74 Prozent der Firmen beklagen Verzögerungen bei laufenden Bauprojekten.
  • 35 Prozent sind von Auftragskündigungen betroffen, nochmal 6 Prozent mehr als vor 4 Wochen, und 10 Prozent mehr als Anfang März.
  • Mittlerweile 45 Prozent der Antwortenden gaben an, sich mit dem Auftraggeber auf eine Preisgleitung zu einigen (Vorumfrage: 33 Prozent).

Hübner: „Der Krieg legt die engen Lieferketten und Abhängigkeiten brutal und schonungslos offen. Wir müssen uns künftig Gedanken darüber machen, welche Rohstoffstrategie wir sowohl in Deutschland als auch in Europa verfolgen wollen. Wichtig ist, dass der Produktionsstandort Deutschland gesichert wird: durch attraktive Energiepreise, Transformationsinvestitionen auch am Bau oder der Vereinfachung des Abbaus von heimischen Rohstoffen. Zum Thema Rohstoffstrategie gehört auch das Thema Recycling. Bei ungefährlichen mineralischen Bauabfällen erreichen wir bereits eine Verwertungsquote von fast 90 Prozent. Wir müssen hier allerdings die Qualität des Recyclings noch erhöhen.“

IMAGE-STUDIE: BAUINDUSTRIE

Weil die Branche nach vorn kommen müsse, so Hübner, brauche sie einen dringenden Innovationsantrieb, einen Schub in die Zukunft. „Denn wir sind die Schlüsselbranche für die großen gesellschaftlichen Themen in diesem Land. Und trotzdem haben wir beispielsweise ein Fachkräfteproblem. Wie werden wir also da draußen gesehen? Wie können wir besser werden?“

Um eine Antwort auf diese Fragen zu erhalten, hat der Verband eine Studie in Auftrag gegeben (Institut für Demoskopie Allensbach). Die wichtigsten Ergebnisse:

  • 64 Prozent der Befragten gaben an, dass die Bauwirtschaft (BW) für Deutschland besonders wichtig sei, 2015 haben dies 54 Prozent gesagt.
  • 49 Prozent gaben an, dass sie der Meinung sind, die BW hätte gute Zukunftsaussichten. 2015 gaben dies nur 26 Prozent an.
  • 60 Prozent gaben an, dass die BW auch in Zukunft sichere Arbeitsplätze bietet.
  • 67 Prozent der Bürger halten die BW für einen attraktiven Arbeitgeber, nur 14 Prozent als unattraktiv. Hier ist die junge Generation aber skeptischer.
  • 40 Prozent sind der Meinung, dass die BW für junge Leute, die eine Lehre abgeschlossen haben, interessante und vielseitige berufliche Möglichkeiten bieten, 2007 gaben dies aber noch 56 Prozent an. Bei den unter 30-Jährigen geben dies 2022 nur 34 Prozent an.
  • Nur 26 Prozent sind der Meinung, dass die BW für junge Leute, die ein Studium abgeschlossen haben, interessante und vielseitige berufliche Möglichkeiten bieten (2007: 20 Prozent). Bei den unter 30-Jährigen geben dies nur 17 Prozent an.

Alle weiteren Infos zur Imagestudie und BAUINDUSTRIE-Umfrage finden Sie hier www.bauindustrie.de/pm/imagestudie-2022.

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Pressemitteilung
news-1163 Wed, 11 May 2022 09:59:35 +0200 Vorankündigung: Ausbildungspreis der BAUINDUSTRIE NRW 2022 https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-05-11-vorankuendigung-ausbildungspreis-der-bauindustrie-nrw-2022/ Der Bau baut auf qualifizierte Mitarbeiter und gut ausgebildete Nachwuchskräfte – die Baubranche bietet Fachkräften und Berufsnachwuchs beste Perspektiven.  

Mit dem Ausbildungspreis der BAUINDUSTRIE NRW zeichnen wir in diesem Jahr erstmals Unternehmen und gewerbliche Auszubildende aus, die ein besonderes Engagement im Rahmen der Ausbildung zeigen und sich sozial engagieren. Prämiert werden Azubis und Unternehmen, die mit hoher Ausbildungsqualität überzeugen: es zählen Ausbildungsleistung, ehrenamtliches und soziales Engagement und Unterstützungsangebote. 

Bewerbungen sind ab 11. Juli 2022 möglich, die Preisverleihung findet am 22. September 2022 statt.

Was wird prämiert und wer kann sich bewerben?

  • Ausbildungsleistung - Ergebnis der Zwischenprüfung in einem gewerblichen Bauberuf
  • Ehrenamtliches/soziales Engagement des Auszubildenden 
  • Unterstützungsangebot durch den Ausbildungsbetrieb für Auszubildende und Ausbildungspersonal 

Der Ausbildungspreis der Bauindustrie NRW wird an drei gewerbliche Auszubildende im dritten Ausbildungsjahr und deren Unternehmen vergeben, die Mitglied im Bauindustrieverband NRW sind und/oder deren Auszubildende die überbetrieblichen Lehrgänge in unsere Ausbildungszentren in Oberhausen, Hamm oder Kerpen besuchen. 

Das Auswahlverfahren
Die Bewerbung erfolgt über einen kurzen Bewerbungsbogen als Grundlage für das Auswahlverfahren. Parallel dazu werden auch die Ausbilder des Berufsförderungswerkes der Bauindustrie eingeladen, besonders geeignete Azubis vorzuschlagen und auf die Möglichkeit einer Bewerbung aufmerksam zu machen. Eine Jury sichtet die Bewerbungen und wählt drei Gewinner aus.

Was beinhaltet der Preis?
Die drei Gewinner-Auszubildenen und deren Ausbildungsunternehmen werden zur Preisverleihung am 22. September 2022 eingeladen. Dort erhalten sie neben einer Urkunde und einer Medaille ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro. Die Gewinner werden zudem in den sozialen Medien vorgestellt.

Die Jury
Eine Fachjury sichtet und wertet die Unterlagen. Aus allen eingereichten Bewerbungen bestimmen sie die drei Gewinner. Die 4-köpfige Jury setzt sich zusammen aus hochrangigen Ausbildungsfachleuten aus Unternehmen des Bauindustrieverbandes und dem Bauindustrieverband NRW.

Der Bauindustrieverband NRW unterstützt seine Mitglieder, damit sie auch zukünftig hoch qualifizierte Fachkräfte und einen gut ausgebildeten Nachwuchs bauen können – z.B. mit seinen drei Ausbildungszentren in NRW, Qualifizierungsangeboten und seiner Nachwuchskampagne @bau_dein_ding
 

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Aktuelles Meldungen
news-1170 Mon, 02 May 2022 11:03:00 +0200 Bund und BAUINDUSTRIE unterzeichnen Charta für bessere Zusammenarbeit bei Wasserbauprojekten https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-05-02-bund-und-bauindustrie-unterzeichnen-charta-fuer-bessere-zusammenarbeit-bei-wasserbauprojekten/ Berlin. Bauprojekte an Bundeswasserstraßen sind technisch und organisatorisch komplex. Damit die Projektbeteiligten derartige Bauprozesse vorausschauend im Interesse einer wirtschaftlichen und effizienten Bauabwicklung bestmöglich bewältigen können, ist eine vertrauensvolle, enge Zusammenarbeit zwischen Bauherrn und Bauunternehmen wichtig.

Heute haben Vertreter der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und der Hauptverband der Bauindustrie im Bundesministerium für Digitales und Verkehr in Berlin dazu eine Charta für die Zusammenarbeit auf Baustellen an Bundeswasserstraßen unterzeichnet.

Susanne Henckel, Staatsekretärin im Bundesministerium für Digitales und Verkehr: „Mehr bauen, weniger verhandeln, lautet die Devise für die Modernisierung unserer Wasserstraßen. Ein Baustein ist dabei die transparente, kooperative und faire Zusammenarbeit auf der Baustelle. Die Charta steht dabei für einen konstruktiven Neuanfang der Zusammenarbeit am Wasser.“

Professor Dr.-Ing. Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt: „Mut zu Verantwortung und neuen Perspektiven, das sind die Eckpfeiler der Vereinbarung zwischen Bauindustrie und Verwaltung. Mit einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit und klaren Rahmenbedingungen steigern wir gemeinsam die Effektivität unserer Bauvorhaben."

Peter Hübner, Präsident des Hauptverbandes der Bauindustrie: „Wir brauchen einen Qualitätswettbewerb: Nicht der niedrigste Preis, sondern die Gesamtwirtschaftlichkeit und die besten, nachhaltigsten und sozialgerechtesten Ideen müssen in den Fokus der öffentlichen Vergabe rücken. Dazu ist es notwendig, dass alle Beteiligten frühzeitig zusammenkommen und transparent über alle Projektlebensphasen hinweg zusammenarbeiten.“

Bei der Charta handelt es sich um die Vereinbarung für bessere Projektkultur. Ihre Regelungen haben zwar keine vertragliche Verbindlichkeit und werden auch nicht zum Gegenstand eines Vertrages gemacht. Sie sind aber im Rahmen und auf der Basis des geltenden Rechts einschließlich der bestehenden Verwaltungsvorschriften anzuwenden und auszulegen.

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Pressemitteilung
news-1160 Mon, 25 Apr 2022 15:35:57 +0200 Bau startet gut ins Jahr – jetzt drohen Probleme und Kurzarbeit https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-04-25-bau-startet-gut-ins-jahr-jetzt-drohen-probleme-und-kurzarbeit/ Folgen des Ukraine-Kriegs schlagen durch: Nachfrage entwickelte sich verhalten. Stornierungen gemeldet. Berlin. Die BAUINDUSTRIE profitierte im Februar dieses Jahres vom schwachen Vorjahresergebnis: Die Bauunternehmen1 meldeten ein nominales Umsatzplus von 26,5 Prozent, preisbereinigt ist dies ein Plus von 11,0 Prozent. Der starke Anstieg ist überwiegend auf einen Basiseffekt zurückzuführen, im Februar 2021 ist der Umsatz um nominal 17,0 bzw. real 14,7 Prozent gesunken. Aber auch die milden Temperaturen haben eine Rolle gespielt. „Wie im Januar konnten die Bauunternehmen auch im Februar die vergleichsweise gute Witterung nutzen, um die (noch) hohen Auftragsbestände abzuarbeiten.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Im Februar hätten nur 39 Prozent der im Rahmen des ifo Konjunkturtests befragten Bauunternehmen über eine witterungsbedingte Behinderung geklagt, im vergleichbaren Vorjahresmonat waren hingegen 64 Prozent betroffen. In Summe ergäbe sich für Januar bis Februar 2022 ein Umsatzplus von nominal 23,5 Prozent, real von 9,2 Prozent.

Müller: „Die bis Februar hohe Bautätigkeit spiegelt natürlich noch nicht die aktuelle Situation wider. Die durch den Ukraine-Krieg verursachten Lieferengpässe und Preissteigerungen bei Baumaterial sind hier noch nicht zu sehen. Die Ergebnisse unserer aktuellen Verbands-Umfragen deuten aber auf Verzögerungen bei einzelnen Projekten hin, dies meldeten immerhin 70 Prozent der Umfrage-Teilnehmer. Hinzu kommt, dass 30 Prozent angaben, von Stornierungen betroffen zu sein. 40 Prozent berichteten sogar, dass der Auftraggeber sein Projekt erst einmal zurückgestellt hat. Für die kommenden Monate ist dies bedenklich. Wir stellen uns darauf ein, dass Unternehmen bald Kurzarbeit anmelden müssen.“

Schon im Februar hätte sich die Nachfrage eher schwach entwickelt: Die Bauunternehmen1 meldeten – im Vergleich zum Vorjahresmonat - zwar ein nominales Orderplus von 8,6 Prozent, real sei dies aber ein Rückgang von 4,3 Prozent. Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes sei der Auftragseingang auch im Vergleich zum Vormonat2 gesunken, und zwar um 2,7 Prozent. Für die ersten zwei Monate ergibt sich ein nominales Orderplus von 9,0 Prozent, real ist dies ein Minus von 3,4 Prozent.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

1) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten   2) saison-, kalender- und preisbereinigt

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Pressemitteilung
news-1158 Wed, 20 Apr 2022 12:42:52 +0200 Rekordpreise auf dem Bau: Erdgas & Diesel treiben Kosten https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-04-20-rekordpreise-auf-dem-bau-erdgas-diesel-treiben-kosten/ Verbandschef warnt vor Konjunkturrückschlägen Berlin. Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im März 2022 um 30,9 Prozent höher als im März 2021. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war dies der höchste Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949.

Die aktuellen Daten spiegeln bereits erste Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine wider. Hauptverantwortlich für den Anstieg der gewerblichen Erzeugerpreise im Vorjahresvergleich ist weiterhin die Preisentwicklung bei Energie: Die Preise waren im März 2022 im Durchschnitt 83,8 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Allein gegenüber Februar 2022 stiegen diese Preise um 10,4 Prozent. Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei Energie hatte Erdgas in der Verteilung mit einem Plus gegenüber März 2021 von 144,8 Prozent.

Neben dem starken Preisanstieg bei Erdgas legte auch der Erzeugerpreis für Dieselkraftstoff im März deutlich zu: binnen Monatsfrist um 31,2 Prozent. Er liegt damit um 65,8 Prozent über dem Niveau von März 2021.

Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie: „Der Preisanstieg bei Diesel trifft die Bauunternehmen besonders stark, immerhin entfällt im Baugewerbe knapp die Hälfte der benötigten Energie auf Dieselkraftstoff. Aber auch der Preis für Betonstahl ist im März noch einmal deutlich angezogen. Er lag um 19,3 Prozent über dem Vormonat und mittlerweile um 60,4 Prozent über dem Vorjahresniveau. Ein Ende des Preisanstieges ist vorerst nicht absehbar. Laut unserer zweiten Schnellumfrage meldeten Anfang April 78 Prozent der Umfrageteilnehmer Lieferengpässe und Preissteigerungen bei Dieselkraftstoff und 76 Prozent bei Stahl.“

Der Verbandschef stellt klar: „Die Krise legt die engen Lieferketten und Abhängigkeiten brutal und schonungslos offen. Wir müssen uns künftig aufgrund der sich verändernden Landschaft Gedanken darüber machen, welche Rohstoffstrategie wir sowohl in Deutschland als auch in Europa verfolgen wollen. Die Frage ist: Wo können wir Abhängigkeiten reduzieren, die heute bestehen und uns jetzt in diese Lage gebracht haben. Dazu gehört etwa das Thema, wie wir Baustoffkreisläufe anders reaktivieren können, zum Beispiel über Recycling.“

Zudem werde jetzt auch ein Nachfragerisiko deutlich. „Wir rechnen mit einem Rückgang beim Wohnungsneubau, die Gefahr ist also reell, dass ein Dominoeffekt eintritt und die Konjunktur in der Bauwirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen wird.“

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Pressemitteilung
news-1156 Mon, 11 Apr 2022 11:30:36 +0200 Zweite Branchenumfrage zu Folgen des Ukraine-Krieges. https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-04-11-mueller-wir-stellen-uns-auf-kurzarbeit-ein/ Lage hat sich weiter verschärft. Aufträge werden storniert. Berlin. Die Lage in der Bauwirtschaft hat sich weiter verschärft – das bestätigt eine Umfrage unter den Mitgliedsunternehmen des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. Hauptgeschäftsführer Tim-Oliver Müller erklärt: „Mittlerweile ist fast jedes Unternehmen direkt oder indirekt von den Folgen des Krieges in der Ukraine betroffen.“

Die Hauptprobleme: Preissteigerungen (90 Prozent) und Materiallieferengpässe (zu 80 Prozent). Die Unternehmen berichten unisono, dass Materiallieferanten nur noch tagesaktuelle Preise geben. Über 80 Prozent gaben sogar an, dass Lieferanten überhaupt keine Preiszusagen mehr geben würden. Dies führt am Ende zu einem enormen wirtschaftlichen Risiko und Schwierigkeiten bei der Kalkulation neuer Angebote. So ist es bisher gelungen, nur mit rund einem Drittel der Auftraggeber so genannte Preisgleitungen zu vereinbaren, damit die Unternehmen die Risiken nicht allein schultern müssen. In der Konsequenz geben über 30 Prozent der Bauunternehmen keine neuen Angebote mehr ab.

Um die Situation für die Unternehmen zu entschärfen, müssen dringend auch Länder und Kommunen die kürzlich mit dem Bund vereinbarten Regelungen über Preisgleitklauseln übernehmen.

Doch nicht nur das: Zum Preis-, Material- und Energierisiko kommt auch ein Nachfragerisiko hinzu. Rund 40 Prozent der Auftraggeber stellen Projekte zurück, 30 Prozent der Auftraggeber stornieren sogar Projekte. Verbunden mit den Aussagen eines großen, norddeutschen Verbandes der Wohnungswirtschaft, dass ein deutlicher Rückgang beim Wohnungsneubau zu erwarten sei, ist die Gefahr also reell, dass die Konjunktur in der Bauwirtschaft stark in Mitleidenschaft gezogen werden kann. Die Folgen wären gravierend. Damit wird auch die Luft dünner, um die baupolitischen Ziele noch zu erreichen.

Müller: „Die Situation ist absurd. Vor Wochen hat die Branche noch händeringend um Arbeitskräfte geworben, heute müssen wir uns Gedanken machen, wie wir die halten, die wir haben. Wir stellen uns darauf ein, dass Unternehmen bald Kurzarbeit anmelden müssen.“

Die Ergebnisse der zweiten Umfrage im Detail:

Umfragezeitraum: 4. bis 7. April 2022. Über 300 Unternehmerinnen und Unternehmer haben teilgenommen, davon beziehen 27 Prozent Baumaterial aus Russland oder aus der Ukraine.

  • 91 Prozent sind von direkten oder indirekten Auswirkungen betroffen (Vorumfrage: 83 Prozent). Davon gaben 84 Prozent an, dass die genannten Probleme stark, bzw. sogar sehr stark ausgeprägt sind.
  • 90 Prozent der Umfrageteilnehmer (nicht der Betroffenen) klagten über Preis-steigerungen bei Baumaterial (Mehrfachnennungen möglich) und 80 Prozent über Lieferengpässe (Vorumfrage: 79 Prozent bzw. 64 Prozent)
  • 85 Prozent gaben an, dass die Lieferanten nur noch tagesaktuelle Preise geben, 84 Prozent gaben sogar an, dass überhaupt keine Preiszusagen mehr gemacht werden (Mehrfachnennungen möglich; Vorumfrage: 74 Prozent bzw. 72 Prozent). 81 Prozent klagten über Preissteigerungen beim Transport (Vorumfrage: 73 Prozent). 49 Prozent beklagten Logistikprobleme und 13 Prozent einen Fach¬kräftemangel wegen fehlender Arbeitskräfte aus den betroffenen Regionen (Vorumfrage: 41 Prozent bzw. 8 Prozent).
  • Die Lieferengpässe und Preissteigerungen betreffen überwiegend Dieselkraft-stoff und Stahl: 78 Prozent, bzw. 76 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben dies an (Mehrfachnennungen möglich). Die starken Preissteigerungen des Vorjahres werden sich somit weiter fortsetzen. 57 Prozent berichteten über Lieferengpässe und Preissteigerungen bei Bitumen und Asphalt, 42 Prozent bei Holz, 55 Prozent bei Zement/Beton und 28 Prozent bei Spundwänden. 71 Prozent berichteten von steigenden Energiekosten.
  • 71 Prozent der Betroffenen berichteten von Verzögerungen bei laufenden Bauprojekten (Vorumfrage: 72 Prozent).
  • Bei 89 Prozent der Betroffenen hatten die Probleme Auswirkungen auf die Angebotsabgabe (Vorumfrage: 84 Prozent). Diese sind:
    • In Bezug auf die gesamten Umfrageteilnehmer gaben 51 Prozent an, wenn möglich nur noch Auftraggeber zu bevorzugen, die eine Preisgleitung akzeptieren (Vorumfrage: 39 Prozent).
    • Mittlerweile geben 33 Prozent der Umfrageteilnehmer an, dass man sich mit dem Auftraggeber auf eine Preisgleitung geeinigt hätte (Vorumfrage: 18 Prozent).
    • Allerdings geben auch 47 Prozent an, dass sie Preissteigerungen nicht weiter-gegeben können und somit das Angebot auf eigenes Risiko erfolgt (Mehrfach-nennungen möglich).
    • 32 Prozent berichteten, dass sie keine Angebote mehr abgeben können.
  • 40 Prozent gaben an, dass der Auftraggeber sein Projekt zurückgestellt hat (Vorumfrage: 23 Prozent).
  • 29 Prozent der Betroffenen berichteten, dass sie von Auftragsstornierungen betroffen seien (Vorumfrage: 24 Prozent).
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Pressemitteilung
news-1155 Fri, 08 Apr 2022 12:37:37 +0200 Bauwirtschaft lehnt Schlichterspruch ab https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-04-08-bauwirtschaft-lehnt-schlichterspruch-ab/ Der Schiedsspruch im Schlichtungsverfahren zum Bau-Mindestlohn am 24. März wird von der Arbeitgeber-Tarifgemeinschaft (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie und Zentralverband des Deutschen Baugewerbes) abgelehnt. Im Kern sieht der Schiedsspruch folgende Punkte vor:

•    Laufzeit vom 1. Mai 2022 bis 30. Juni 2024
•    Erhöhung Mindestlohn 1 um jeweils 60 Cent (ca. 4,6 Prozent) zum 1. Mai 2022, 1. April 2023 und 1. April 2024.
•    Die Tarifvertragsparteien verpflichten sich schuldrechtlich, nachfolgende Mindestlohnanpassungen zunächst in den Jahren 2025 und 2026 nach der Inflationsrate und ab Ende 2026 nach dem dann bestehenden Verhältnis zum Ecklohn festzulegen.
•    „Einfrieren“ des Mindestlohns 2 auf bisherigem Niveau bis 31. Dezember 2022 und Wegfall ab 1. Januar 2023.

Die Ablehnung des Schlichterspruchs durch die Arbeitgeber erfolgt aus mehreren Gründen: Zum einen stellt die vorgeschlagene Erhöhung eine nicht zu rechtfertigende Verteuerung einfachster Tätigkeiten im Baugewerbe dar. Zum anderen blickt die Baubranche in Folge des Ukraine-Kriegs besorgt in die Zukunft; die aktuelle Preis- und allgemeine wirtschaftliche Entwicklung lassen wenig Spielraum zu, verlässliche Prognosen sind derzeit nicht möglich.

Jutta Beeke, Vizepräsidentin des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie und Verhandlungsführerin der Arbeitgeber, erklärte: „Der Automatismus, einen einheitlichen Branchenmindestlohn erst an eine Inflationsrate zu koppeln und danach exakt mit den höheren Tarifentgelten anzupassen, stellte sich auf Seiten der Arbeitgeber als eine zu große Selbstbeschränkung freier Tarifverhandlungen dar. Hinzu kommt, dass diese Vereinbarung keine ausdrückliche Kündigungsmöglichkeit vorsieht.“

Uwe Nostitz, Vizepräsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe, ergänzt: „Eine vernünftige Tarifpolitik muss auf die momentan unüberschaubare Branchensituation Rücksicht nehmen, vorsichtig vorausschauend agieren und Planungssicherheit geben. Wir werden die Festlegung der Höhe eines eigenständigen Bau-Mindestlohns weder dem Gesetzgeber noch dem Zufall überlassen.“

Wie geht es weiter?

Die Arbeitgeberseite signalisiert, dass sie offen für weitere Verhandlungen ist. Auch wenn ein Branchenmindestlohn nach momentaner Arbeitsmarktlage nicht zwingend kurzfristig nötig erscheint, ist weiterhin die Bereitschaft vorhanden, einen einheitlichen Bau-Mindestlohn zu verabreden. In der Schlichtung wurden hierfür bereits 13 Euro genannt. Jutta Beeke sowie Uwe Nostitz stellten fest, dass die Beratungen des Schiedsspruchs in den Gremien der Arbeitgeber zwar zur Ablehnung führten, gleichzeitig aber auch Spielräume aufgezeigt hätten.

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Pressemitteilung
news-1149 Thu, 31 Mar 2022 08:06:12 +0200 Sichere und langlebige Bauwerke: „Wir brauchen Verlässlichkeit für Verwendung von Bauprodukten“ https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-03-31-sichere-und-langlebige-bauwerke-wir-brauchen-verlaesslichkeit-fuer-verwendung-von-bauprodukten/ EU-Kommission legt neue Verordnung vor Berlin. Gute und solide Bauwerke benötigen gutes, solides Material. Wichtig ist, dass dieses Material transparent und umfassend gekennzeichnet wird. Das ist auf EU-Ebene nicht immer der Fall. Die EU-Kommission hat heute eine neue EU-Verordnung für die Kennzeichnung von Bauprodukten vorgelegt. Ziel ist es, die Kennzeichnung von Bauprodukten auf EU-Ebene zu verbessern. Denn bisher kann nicht für alle europäisch harmonisierten Bauprodukte bestimmt werden, welche Anforderungen konkret erfüllt werden müssen, um für Bauwerke in den Mitgliedstaaten verwendet werden zu dürfen. Daraus ergibt sich eine unsichere Rechtslage für den deutschen Bau.

 

„Die überarbeitete Bauproduktenverordnung muss den Rechtsrahmen schaffen, den unsere Bauunternehmen brauchen, um Bauprodukte in Deutschland rechtsicher zu verwenden und daraus sichere und langlebige Gebäude und Infrastrukturen zu schaffen“, kommentiert Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE den Vorschlag. Notwendig sei, schnell Lösungen für die sichere Verwendung von Bauprodukten zu finden, Lücken im bestehenden Rechtsrahmen zu schließen und die Effizienz bei der europäischen Normung von Bauprodukten zu erhöhen. „Unsere Unternehmen sind auf einen klaren und verlässlichen Rahmen für die Verwendung von Bauprodukten dringend angewiesen“, so Müller weiter. „Unter diesen Aspekten werden wir uns den vorgelegten Entwurf ansehen und hoffen, dass die Kommission im Dialog mit den Stakeholdern pragmatische Lösungen findet.“

Hintergrund

Der Vorschlag eines überarbeiteten Rechtsakts ist ein wichtiger nächster Schritt im Ver-fahren, nachdem schon 2016 die Revision der Bauproduktenverordnung angekündigt und 2019 ein intensiver Konsultationsprozess gestartet wurde. Bevor der Rechtsakt in Kraft tritt, müssen EU-Parlament und Rat einbezogen werden und sich auf eine gemein-same Linie mit der Kommission einigen. Die Bauproduktenverordnung legt die Kriterien und Verfahren für die Bewertung von europäisch harmonisierten Bauprodukten fest. Zentrale Elemente sind das CE-Kennzeichen und die Leistungserklärung. Die Leistungserklärungen enthält Angaben zu den Leistungen eines Bauproduktes in Bezug auf seine wesentlichen Merkmale und das CE-Kennzeichen dient als Bestätigung, dass die Leistungserklärung zuverlässig und genau erstellt wurde. Sie erlaubt den freien europäischen Warenverkehr der Produkte.

Die Bauproduktenverordnung definiert jedoch keine EU-weiten verwendungsbezogenen Anforderungen für Bauprodukte. Im Rahmen der geteilten Zuständigkeiten regelt die EU die Bedingungen für das Inverkehrbringen von Bauprodukten, während die Mitgliedstaaten Regeln für die Verwendung der Produkte, im Rahmen Ihrer Regelungskompetenz für die Anforderungen an Bauwerke, festlegen.

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Pressemitteilung
news-1146 Fri, 25 Mar 2022 10:08:22 +0100 Bau startet gespalten ins Jahr https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-03-25-bau-startet-gespalten-ins-jahr/ Umsatz zog im Januar an, Nachfrage schwächelt. Branchen-Umfrage zu Materialengpässen, Auftragsstornierungen und weiteren Auswirkungen des Krieges in der Ukraine Berlin. Die BAUINDUSTRIE ist gespalten in das Jahr 2022 gestartet: Während die Bautätigkeit im Januar - im Vorjahresvergleich - um preisbereinigt 7,0 Prozent anzog, meldeten die Unternehmen1 des Bauhauptgewerbes ein reales Orderminus von 2,4 Prozent, kalenderbereinigt sogar von 4,4 Prozent. „Die Bauunternehmen haben die vergleichsweise milde Witterung zu Jahresbeginn genutzt, um die Aufträge aus 2021 weiter abzuarbeiten.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft. Demnach schiebe die Branche1 mittlerweile einen historisch hohen Auftragsbestand von 64,3 Milliarden Euro vor sich her, hervorgerufen auch durch die Lieferengpässe bei Baumaterialien im vergangenen Jahr, die zu Verzögerungen bei einzelnen Projekten geführt hätten. „Wir hatten eigentlich gehofft, dass sich die Materialversorgung in diesem Jahr beruhigt und wir die Bestände zügig abarbeiten können. Nun erwarten wir eine Fortsetzung der Probleme bei der Materialbeschaffung. Schließlich bezieht jedes dritte Bauunternehmen Baumaterial aus Russland oder der Ukraine.“ Dies gehe aus der aktuellen Verbandsumfrage zu den Folgen des Krieges in der Ukraine auf die Bautätigkeit in Deutschland hervor.

Demnach hätten 83 Prozent der Umfrageteilnehmer von Problemen in ihrer Bautätigkeit berichtet, wie Lieferengpässen und starken Preissteigerungen bei Baumaterial. Davon hätten 72 Prozent sogar von Verzögerungen bei laufenden Projekten berichtet, 84 Prozent von Problemen bei der Angebotsabgabe. Müller: „Um die gestiegenen Baumaterialpreise schultern zu können, bevorzugen die Bauunternehmen – wenn möglich – nur noch die Auftraggeber, die eine Preisgleitung akzeptieren.“ Dies hätten knapp 40 Prozent der betroffenen Umfrageteilnehmer angegeben. „Wenn dies nicht möglich ist, sehen sich viele Bauunternehmen gar nicht mehr in der Lage, ein Angebot abzugeben.“

„Wir befürchten auch, dass sich die Situation bald auf die Auftragslage auswirken könnte. Schließlich berichtete nahezu jedes vierte betroffene Bauunternehmen, dass Auftraggeber Projekte zurückgestellt hätten. Noch sind wir angesichts der hohen Auftragsbestände aber gut ausgelastet“, beschreibt Müller die aktuelle Situation. Daran würde auch der preisbereinigte Orderrückgang im Januar (im Vorjahresvergleich) von 2,4 Prozent sowie (im Vormonatsvergleich2) von 10,8 Prozent kurzfristig nichts ändern.

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie. 1) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten   2) saison-, kalender- und preisbereinigt

Auch im Internet mit Grafik abrufbar: bauindustrie.de

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Pressemitteilung
news-1145 Fri, 25 Mar 2022 08:32:29 +0100 Bauwirtschaft: Mindestlohn-Schlichtung führt zum Schiedsspruch https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-03-25-bauwirtschaft-mindestlohn-schlichtung-fuehrt-zum-schiedsspruch/ Mitgliedsverbände müssen jetzt innerhalb von 14 Tagen abstimmen Berlin. In der Schlichtungsrunde zwischen der Bauwirtschaft (Hauptverband der Deutschen Bauindustrie gemeinsam mit dem Zentralverband des Deutschen Baugewerbes) und der Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) um die Fortführung eines Mindestlohns im Bausektor hat Schlichter Professor Dr. Rainer Schlegel, Präsident des Bundessozialgerichtes, folgenden Schiedsspruch vorgelegt:

  • Laufzeit vom 1. Mai 2022 bis 30. Juni 2024
  • Erhöhung Mindestlohn 1 um jeweils 60 Cent (ca. 4,6 Prozent) zum 1. Mai 2022, 1. April 2023 und 1. April 2024.
  • „Einfrieren“ des Mindestlohns 2 auf bisherigem Niveau bis 31. Dezember 2022 und Wegfall ab 1. Januar 2023.
  • Die Tarifvertragsparteien verpflichten sich schuldrechtlich, nachfolgende Mindestlohnanpassungen zunächst nach der Teuerungsrate und ab Ende 2026 nach dem Verhältnis zum Ecklohn festzulegen.

Der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie sowie der Zentralverband des Deutschen Baugewerbes sehen den Schiedsspruch skeptisch. Das Volumen sei gemessen an dem Abschluss für die höheren Entgelte vom November 2021 sehr hoch und unterstelle eine gleichbleibende Inflation über drei Jahre. Angesichts der aktuell unsicheren wirtschaftlichen Lage erscheine die Laufzeit zu lang und zudem beschränke die schuldrechtliche Anpassungsvereinbarung die Tarifautonomie.

Der Schiedsspruch wird den Mitgliedsverbänden der Arbeitgeber-Tarifgemeinschaft zur Abstimmung vorgelegt und muss innerhalb einer Frist von 14 Kalendertagen angenommen oder abgelehnt werden.

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Pressemitteilung
news-1143 Fri, 18 Mar 2022 09:58:24 +0100 Baustopp für viele Projekte nicht ausgeschlossen https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-03-18-baustopp-fuer-viele-projekte-nicht-ausgeschlossen/ Folgen der Ukraine-Krise treffen mit voller Wucht ein: Bitumen-Produktion wird deutlich gedrosselt, Preise gehen durch die Decke Berlin. Die Auswirkungen des von Russland geführten Krieges gegen die Ukraine treffen mit voller Wucht auch die Baustellen hierzulande: Die Baubranche schließt Baustopps für eine Vielzahl von Projekten nicht mehr aus.

„Wir können heute nicht sicher sagen, ob genügend Material für alle Baustellen in Deutschland vorhanden sein wird“, so Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der Deutschen Bauindustrie.

Noch vor wenigen Tagen ging die Branche davon aus, dass die steigenden Preise vor allem auf die Sorge vor drohenden Lieferengpässen und weiteren Sanktionen zurückzuführen sind. „Heute wissen wir aber, dass die Stahlproduzenten ihre Produktion drosseln müssen. Zudem haben große Raffinerien angekündigt, ihre Bitumen-Produktion, die dringend für den Straßenbau benötigt wird, kurzfristig deutlich reduzieren müssen.“

Teilweise kommen sogar Lieferungen, wie Schrauben und Nägel, aufgrund von Sanktionen nicht mehr in Deutschland an. Müller warnt: „Wir sollten uns heute schon die Frage stellen, welche Projekte wir einstellen müssen und auf welche wir nicht verzichten können.“

Die Krise auf dem Baustoffmarkt hat sich in den letzten Tagen bereits angekündigt: „Wir haben große Preissteigerungen, etwa bei Stahl, Bitumen und Aluminium gesehen. Die Materiallieferanten geben uns deshalb keine verbindlichen Angebote mehr. Teilweise werden Preise nur im Stundenrhythmus garantiert. Angebote wie bisher seriös zu kalkulieren und abzugeben, ist damit unmöglich.“

Hintergrund: In laufenden Verträgen können die Unternehmen die Preissteigerungen nicht weiterreichen, was zu einem großen wirtschaftlichen Risiko führen wird. „Sie bleiben auf den Mehrkosten sitzen. Helfen würde uns für alle Verträge die Vereinbarung einer Preisgleitklausel, insbesondere für laufende Verträge.“ Das heißt die Übernahme von unkalkulierbar gestiegenen Mehrkosten durch die Auftraggeber.

Bleibe die Situation so bestehen, warnt Müller, würden Projekte in die Verlustzone rutschen, ein kurzfristiger Baustopp könne aus heutiger Sicht nicht ausgeschlossen werden.

„Mit den Vorständen der großen Auftraggeber, etwa Deutsche Bahn oder Autobahn GmbH, sind wir in Kontakt. Unsere Situation wird verstanden. Wir warten dringend auf eine konkrete Festlegung des Bundesverkehrsministeriums.“

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news-1139 Fri, 11 Mar 2022 12:59:44 +0100 Folgen des Krieges in der Ukraine für den Bau https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-03-11-folgen-des-krieges-in-der-ukraine-fuer-den-bau/ Massive Preissteigerungen und drohende Lieferengpässe belasten Bautätigkeit. Abgabe neuer Angebote kaum noch möglich. Berlin. Die Auswirkungen des von Russland geführten Krieges gegen die Ukraine treffen auch Baustellen hierzulande: Gravierende Materialpreissteigerungen und drohende Lieferschwierigkeiten sind die Folge. Zudem sehen sich die Bauunternehmen, wie andere Teile der deutschen Wirtschaft auch, mit massiv steigenden Energie- bzw. Treibstoffpreisen, vor allem bei Dieselkraftstoffen, konfrontiert.

Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie: „Die Materialpreise steigen täglich, teilweise im Stundentakt. Allerdings sind die Preissteigerungen bisher noch kein Anzeichen von Materialknappheit, sondern eher von Angst vor drohenden Lieferausfällen. Inwieweit und vor allem wann es zu angebotsseitigen Materialengpässen kommen wird, lässt sich aktuell noch nicht beurteilen. Die Gefahr ist aber sehr reell.“

Besonders betroffene Bauproduktegruppen sind erdölbasierte Stoffe wie Bitumen als wichtiger Bestandteil von Asphalt für den Straßenbau, Stahl und Aluminium, die zu großen Teilen aus Russland beziehungsweise der Ukraine bezogen werden. Gleichzeitig wird es für die Unternehmen zunehmend schwieriger, Produkte wie Spundwände und Epoxidharze oder gar Abdeckfolie und Hartholz am Markt einzukaufen. Müller: „Bereits jetzt garantieren einzelne Baustofflieferanten keine Preise mehr, teilweise nehmen Lieferanten sogar keine Anfragen mehr entgegen. In laufenden Verträgen ist es für die Unternehmen kaum möglich, diese Preissteigerungen weiterzureichen, was zu einem großen wirtschaftlichen Risiko führen kann. Für neue Projekte kann es sogar dazu führen, dass die Unternehmen keine Angebote mehr abgeben können. Erste Anzeichen sind auf kommunaler Ebene zu beobachten.“

Wichtig sei, dass aufgrund dieser besonderen Lage faire, partnerschaftliche Lösungen zwischen Auftraggebern und Auftragnehmern zum einen für mögliche Lieferprobleme und zum anderen für den Umgang mit den enormen Baumaterialpreissteigerungen gefunden werden. Nur so seien die Bauunter-nehmen auch weiterhin in der Lage, ihre vertraglichen Verpflichtungen zu erfüllen. „Wir setzen auf einen direkten Dialog mit den Bundesministerien, den Kommunen und größeren Auftraggeberorganisationen, wie der Autobahn GmbH und der Deutschen Bahn. Helfen würde die durchgängige Vereinbarung von Stoffpreisgleitklauseln, auch in bestehenden Verträgen, bei denen der Bezugspunkt der Materialpreise auf den Zeitpunkt der Angebotsabgabe gelegt wird. Zudem sollte der Produktkatalog solcher Preisgleitungen ausgeweitet werden, insbesondere für Bitumen“, so Müller. So könnte das Risiko zumindest teilweise abgeschwächt und die Bautätigkeit aufrechterhalten werden.

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news-1136 Thu, 10 Mar 2022 10:20:15 +0100 Wohnungsmangel: Genehmigungs-Turbo bleibt aus https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-03-10-wohnungsmangel-genehmigungs-turbo-bleibt-aus/ Wohnungsbaugenehmigungen um 3,3 Prozent gestiegen, Nachfrage nach Wohnraum hat aber im Jahresverlauf nachgelassen. Berlin. Im Gesamtjahr 2021 ist der Neu- und Umbau von 380.914 Wohnungen genehmigt worden, 3,3 Prozent bzw. 12.325 Wohnungen mehr als 2020 und damit 118 Prozent bzw. 206.200 mehr als zum Tiefpunkt im Jahr 2008. „Die Nachfrage nach Wohnraum hat aber im Jahresverlauf nachgelassen. Zum einen war dies auf das Auslaufen der Baukindergeldförderung Ende März und zum anderen auf die zunehmenden Materialengpässe und die dadurch deutlich gestiegenen Baumaterialpreise zurückzuführen.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die heute vom Statistischen Bundesamt veröffentlichten Baugenehmigungszahlen. Demnach hätte die Zahl der genehmigten Wohnungen im ersten Halbjahr noch um 7,7 Prozent zugelegt, im zweiten Halbjahr sei sie um 0,6 Prozent gesunken. Lediglich der Anstieg im Dezember von 9,2 Prozent, wahrscheinlich hervorgerufen durch Nachmeldungen zu Jahresende, hätte einen stärkeren Rückgang verhindert.

 

„Die insgesamt noch positive Entwicklung ist überwiegend auf ein Genehmigungsplus von 25,1 Prozent bei Wohnungen in neuen Zweifamilienhäusern zurückzuführen. Die für die Behebung des Wohnraummangels besonders wichtigen Neubaugenehmigungen von Mehrfamilienhäusern sind hingegen nur um unterdurchschnittliche 2,2 Prozent gestiegen, in der Summe der sieben A-Städte gab es sogar ein Minus von 7,3 Prozent“, führte Müller weiter aus. „Wegen der zwischenzeitigen Abschaffung der BEG-Förderung und vor allem aufgrund der – durch die aktuelle politische Lage - derzeit wieder stark anziehenden Preise bei Baumaterialien befürchten wir, dass sich die schwache Entwicklung 2022 fortsetzen wird. Wir brauchen allein deshalb dringend Klarheit über die künftige Förderstruktur.“

Angesichts dieser Herausforderungen werde es immer wichtiger, auf den seriellen und modularen zu setzen. Müller: „Denn der serielle Wohnungsbau verkürzt nicht nur die Planungs- und Bauzeit, sondern kann auch Baukosten senken und damit die gestiegenen Materialpreise teilweise abfedern.“

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes.

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news-1135 Wed, 09 Mar 2022 14:17:28 +0100 Brückenkollaps droht: A45 nur Spitze des Eisbergs https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-03-09-brueckenkollaps-droht-a45-nur-spitze-des-eisbergs/ Verkehrsminister lädt zum Brückengipfel – BAUINDUSTRIE nennt die wichtigsten Punkte, um einen Verkehrsinfarkt zu verhindern Berlin. Baustellen, Staus, Belastungen von Umgehungsstraßen: Immer wieder sorgt der kurzfristige Ausfall großer Autobahnbrücken für Ärger und Frust. Bundesverkehrsminister Dr. Volker Wissing (FDP) hat das Thema jetzt zur Chefsache erklärt und lädt morgen zum „Brückengipfel“ nach Berlin.

Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie macht im Vorfeld deutlich: „Deutschland steht vor einem Brückenkollaps, auf den wir seit Jahren sehenden Auges zusteuern. Die Brückensperrungen auf der A43, der A45 oder der Salzbachtalbrücke in Wiesbaden sind bloß die Spitze des Eisbergs – dies belegen die letzten Brückenzustandsberichte der Autobahn GmbH. Mehr noch: durch die Sperrungen werden Ausweichstrecken und -bauwerke überproportional belastet und ihre jeweilige Lebensdauer dramatisch reduziert. Es drohen täglich neue substanzbedingte Sperrungen. Eine echte Notsituation in der systemrelevanten Infrastruktur.“

Auf diese sollte mit besonderen Maßnahmen und neuen Ansätzen reagiert werden. Wichtig ist: Unverhältnismäßige bürokratische und verwaltungstechnische Hürden, die der Lösung der Notsituation im Weg stehen, müssen beseitigt werden. Denn die sozialen und ökonomischen Belastungen für Bürgerinnen und Bürger sowie für die Wirtschaft als Folge des Brückenkollaps sind nicht dauerhaft hinnehmbar. Hinzu kommen ökologische Belastungen auf Natur und Umwelt.

Die BAUINDUSTRIE hat im Vorfeld des Brückengipfels ein Maßnahmenpapier entwickelt, das morgen auch Thema sein wird.

Müller: „Politik, Planer und Bauindustrie haben jetzt mit einem zielorientierten Aktionsbündnis die Chance, die systemrelevante Infrastruktur in Deutschland vor dem vollständigen Verkehrsinfarkt zu bewahren. Der von Bundesverkehrsminister Dr. Wissing initiierte Brückengipfel muss deshalb einen breiten Konsens hervorbringen, der unabhängig von interessengeleiteten Einzelmeinungen auf einem zielorientierten Maßnahmenkatalog beruht. Dafür müssen sich alle Seiten bewegen – wenn wir auf dem kleinsten gemeinsamen Nenner bleiben, werden wir nichts ändern.“

Die BAUINDUSTRIE nennt die wichtigsten Punkte, um einen Verkehrsinfarkt zu verhindern:

  • Transparenz über tatsächliche Zustände herstellen und das Vorgehen priorisieren.
  • Finanzierung im Brückenbereich langfristig gewährleisten, dafür müssen zusätzliche Mittel für Planung und Umsetzung bereitgestellt werden.
  • Rechtssicherheit bekannter Genehmigungsinstrumente stärken, denn: wir haben kein Erkenntnis- sondern ein Umsetzungsproblem. Das heißt: Verwaltungen müssen vorhandene Instrumente auch einsetzen können.
  • Digitalisierung der Prozesse, von der Planung bis zur integrierten, kooperativen Projektabwicklung.
  • Funktionale Ausschreibungen und alternative Vergabemodelle zusätzlich zu konventionellen Modellen stärken.
  • Potenziale des seriellen Brückenbaus heben.

Zwei Aspekte sind besonders relevant:

  1. Die Politik sollte sich überlegen, einen Brückennotstand für einige wenige und besonders dringliche Projekte auszurufen.
  2. Für mehr Akzeptanz in der breiten Öffentlichkeit sollte der Bund darüber nachdenken, bei Lärmschutz, Umwelt- und Artenschutz nicht ausschließlich die Mindestanforderung laut Gesetz umzusetzen, sondern auch darüber hinaus. Etwa für Ausgleichsflächen, höhere Lärmschutzwände oder Renaturierungsmaßnahmen. Klar ist: gesetzliche Mindestanforderungen dürfen nicht der alleinige Standard sein.

Das ganze Papier zum Brückengipfel finden Sie hier: https://t1p.de/69q3t

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news-1133 Tue, 08 Mar 2022 16:15:34 +0100 Zahlen und Fakten zur Frau am Bau https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-03-08-zahlen-und-fakten-zur-frau-am-bau/ Jede zehnte Kraft ist weiblich. Mehr Bauingenieurinnen Berlin. Der Bau muss weiblicher werden: In keinem anderen Wirtschaftszweig sind so wenig Frauen beschäftigt wie am Bau. Auf 10 Prozent kommt der Frauenanteil im Bauhauptgewerbe, mit dem Ausbaugewerbe sind es durchschnittlich 13 Prozent. Doch es tut sich was: 28 Prozent der Bauingenieure in Bauunternehmen sind inzwischen weiblich.

„Immer noch entscheiden sich zu wenige Frauen für eine Beschäftigung in der Baubranche. Das muss sich ändern. Denn auf diese bestens ausgebildeten Mitarbeiterinnen können und wollen wir nicht mehr verzichten“, sagt Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie.

Dabei macht der Verbandschef zum Internationalen Frauentag (8. März) deutlich, was die Branche leisten kann: „Wir bieten abwechslungsreiche Jobs für offene, innovationsfreudige und klimaaffine, junge Leute. Mit einem enormen Potenzial für die Zukunft, insbesondere hinsichtlich der Herausforderungen in Bezug auf den zusätzlichen Bedarf an Wohnraum, der Einhaltung der Klimaziele sowie der dringend notwendigen Sanierung der teilweise maroden Infrastruktur. Genau das Richtige, nicht nur für Männer, sondern eben auch für junge Frauen.“

Dabei gehe es neben managementorientierten und ingenieurtechnischen Berufen auch ganz klar um Tätigkeiten im gewerblichen Bereich. Müller: „Wir zeigen, dass der Bau viele Möglichkeiten bietet, einen spannenden Beruf auszuüben – von der Baugeräteführerin, über Trockenbaumonteurin bis zur Bauleiterin.“

Zahlen & Fakten

  • Lediglich 13 Prozent der Beschäftigten im Wirtschaftszweig Baugewerbe sind weiblich, im Wirtschaftszweig Bauhauptgewerbe liegt der Anteil sogar nur bei 10 Prozent.
  • In bauhauptgewerblichen Berufen liegt der Anteil nur bei 1,6 Prozent, bei den gewerblichen Auszubildenden in bauhauptgewerblichen Berufen bei 2,3 Prozent.
  • Frauen arbeiten lieber in der Planung: Jeder vierte Beschäftigte in der Bauplanung und -überwachung ist eine Frau.
  • 30 Prozent der Studierenden des Fachs Bauingenieurwesen sind weiblich.
  • 28 Prozent der Bauingenieure, welche überwiegend in Bauunternehmen tätig sind, sind weiblich, in der öffentlichen Verwaltung liegt der Anteil bei 46 Prozent.
  • Das Gehaltsniveau von Frauen in leitender Stellung liegt bei 86 Prozent des Niveaus ihrer männlichen Kollegen.
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news-1134 Fri, 25 Feb 2022 16:22:00 +0100 Baujahr 2021 schließt im Plus: Mehr neue Jobs als erwartet https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-02-25-baujahr-2021-schliesst-im-plus-mehr-neue-jobs-als-erwartet/ Aufträge legten im Dezember 2021 zu. Gute Basis für 2022 Berlin. Die Bauunternehmen1 konnten sich zum Jahresende 2021 noch über einen warmen Auftragsregen freuen. Sie meldeten für den Dezember im Vormonatsvergleich3 ein reales Orderplus von 24,1 Prozent, zum Vorjahresmonat2 von 12,2 Prozent. Das Gesamtjahr schließt damit mit einem Plus von real2 2,3 Prozent, nominal von 9,4 Prozent.

„Für 2022 ist dies eine gute Basis. Um die zusätzlichen Aufträge auch abarbeiten zu können, haben die Bauunternehmen ihr Personal im Jahresdurchschnitt 2021 um 18.800 auf 911.500 erhöht. Das ist deutlich mehr, als wir erwartet haben.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft.

Es sei im vergangenen Jahr aber eine zunehmende Spreizung zwischen der nominalen und der realen, preisbereinigten Entwicklung zu beobachten gewesen. Die starken Preissteigerungen bei Baumaterialien hätten zu einem deutlichen Anstieg der Preise für Leistungen des Bauhauptgewerbes 2021 (ohne MwSt.) von 7 Prozent geführt. „Aber auch Auftragseingänge und Umsätze entwickeln sich zunehmend auseinander. Der Umsatz4 legte im Gesamtjahr 2021 „nur“ um nominal 1,2 Prozent zu, real ist dies ein Rückgang von 6 Prozent“, erläuterte Müller die Lage. Demnach hätten die Betriebe4 des Bauhauptgewerbes 2021 einen baugewerblichen Umsatz von 144,8 Mrd. Euro erwirtschaftet. „Die Bauunternehmen konnten aufgrund von Lieferengpässen bei Materialien ihre Aufträge nicht so schnell abarbeiten. Entsprechend lag die Reichweite der Auftragsbestände Ende 2021 mit 4,7 Monaten auf einem Dezember-Allzeithoch.“ Mitte Februar 2022 habe die Reichweite sogar bei historisch hohen 4,9 Monaten gelegen, weitere Verzögerungen seien somit vorprogrammiert. 

Am besten habe im Gesamtjahr 2021 der Wirtschaftsbau mit einem nominalen Umsatzplus4 von 2,3 Prozent abgeschnitten. Aber auch der Wohnungsbau habe nominal um 2,0 Prozent über dem Vorjahresniveau gelegen. Lediglich für den Öffentlichen Bau sei ein Rückgang von 1,2 Prozent ausgewiesen worden. Hier hätte sich die fehlende Kompensation der Gewerbesteuerausfälle bei den Gemeinden durch Bund und Länder negativ ausgewirkt. Für das laufende Jahr sei der Verband aber optimistischer, schließlich habe die Öffentliche Hand im Dezember 2021 noch etliche Aufträge (nominal + 28,6 Prozent) vergeben, der Auftragseingang läge damit für das Gesamtjahr nominal endlich im Plus (+ 2,7 Prozent).

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des ifo Instituts.

1) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten 2) kalenderbereinigt 3) saison-, preis-, kalenderbereinigt 4) alle Betriebe 

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news-1129 Thu, 17 Feb 2022 15:16:08 +0100 „Stärkung der Nutzerfinanzierung mit Klimafokus“ https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-02-17-staerkung-der-nutzerfinanzierung-mit-klimafokus/ EU ebnet den Weg für CO2-orientierte Straßennutzungsgebühren – jetzt schnelle Verkehrswende und Infrastrukturmodernisierung Jeder Euro der Nutzer in die Straße: Die BAUINDUSTRIE begrüßt den vom Europäischen Parlament angenommenen Kompromiss zur Eurovignetten-Richtlinie. Dieser wurde bereits im Sommer 2021 mit dem Europäischen Rat erzielt.

Der heutige Beschluss des EU-Parlaments sieht im Kern sowohl eine Differenzierung der Infrastruktur- und Benutzungsgebühren für schwere Nutzfahrzeuge nach CO2-Emissionen als auch eine Ausweitung des Anwendungsbereichs auf weitere Fahrzeugklassen vor. Dadurch erhalten die Mitgliedstaaten einen größeren Spielraum, Einnahmen zur Bewältigung von Folgen überlasteter Straßen und zur Entwicklung eines nachhaltigen Verkehrs bzw. einer nachhaltigen Mobilität im Allgemeinen zu nutzen.

Dazu Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie: „Für eine solide, funktionierende und nachhaltige Infrastruktur sind Investitionen das A und O. Die Nutzerfinanzierung stellt sicher, dass jeder Euro, der durch Gebühren eingenommen wird, in den Straßenbau zurückfließt. Daher begrüßen wir die Entscheidung, dass Mitgliedstaaten eine Zweckbindung der Nutzergebühren einführen sollen. So kann nicht nur Akzeptanz bei den Nutzerinnen und Nutzern, sondern vor allem auch Planungssicherheit zum Abbau des Investitionsstaus unabhängig von politischen Haushaltsberatungen erreicht werden. Dies gilt für das transeuropäische Verkehrsnetz, aber auch für Projekte in Deutschland: Zahlreiche Brücken und Straßen sind marode und baufällig. Unsere Infrastruktur ist unser Tafelsilber, das gepflegt werden muss. Das hat das Europäische Parlament heute bestätigt.“

Hintergrund

Die Eurovignetten-Richtlinie regelt gemeinsame Vorschriften für die Erhebung von Straßenbenutzungsgebühren. Über die Einführung dieser Gebühren wird auf nationaler Ebene entschieden.

Das Europäische Parlament hat mit seiner heutigen Entscheidung sein System für Straßenbenutzungsgebühren neu ausgerichtet und einen wichtigen Akzent zur Reduzierung von Emissionen im Straßenverkehr gesetzt. „Die Stärkung des ökologischen Gedankens in der Nutzerfinanzierung fördert den Wettbewerb um emissionsärmere Güterverkehre auf der Straße und erhöht die Anreize für eine Flottenerneuerung. Optimalerweise sollte dies um einen effektiven Ausbau von Ladeinfrastruktur für alternative Kraftstoffe ergänzt werden. Die EU hat heute wesentliche Grundsteine gelegt, Deutschland kann jetzt diese gute Ausgangsposition für eine schnelle Verkehrswende nutzen“, so Müller abschließend.

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news-1128 Wed, 16 Feb 2022 10:56:40 +0100 BAUINDUSTRIE fordert schnellere Genehmigungen für Großraum- und Schwertransporte https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-02-16-bauindustrie-fordert-schnellere-genehmigungen-fuer-grossraum-und-schwertransporte/ Die deutsche Wirtschaft ist dringend auf ein transparentes, verlässliches und vor allem praktikables System zur Einholung von Genehmigungen für Großraum- und Schwertransporte und deren Durchführung angewiesen. Denn: Wer moderne Infrastruktur, Gebäude und Windkraftanlagen bauen möchte, muss die entsprechenden Bauteile und Baumaschinen auch transportieren. Allein wegen Größe und Gewicht sind Großraum- und Schwertransporte unerlässlich. Aufgrund des enormen Investitionsstaus und der Notwendigkeit, klimaschonend zu bauen, wird eine effiziente Transportlogistik immer wichtiger. Die Bauindustrie benötigt hierzu kurzfristig angepasste Rahmenbedingungen. Wie die aussehen sollten, hat der Branchenverband jetzt in einem Positionspapier zusammengefasst.

Zur Vorstellung sagt Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie: „Zusätzlich zu dem enormen Anstieg der Gebühren ist das System zur Umsetzung von Großraum- und Schwertransporten wesentlich komplizierter und unzuverlässiger geworden – das wiederum verursacht auch intern höhere Kosten und Risiken. Von Vereinfachung oder Verschlankung des Genehmigungsverfahrens ist nichts zu spüren. Der eigentliche Transport und die dahinterstehende Technik sind in den Hintergrund gerückt und die Praxis muss sich in zunehmendem Maße mit bürokratischen Hindernissen befassen. Dies hat negative Auswirkungen auf nahezu die gesamte deutsche Wirtschaft. Hier muss die Politik für schlanke und verlässliche Strukturen sorgen: Denn wer Klimaschutz durch etwa mehr Windkraftanlagen möchte, muss uns Klimaschutz auch bauen lassen.“

Die BAUINDUSTRIE nennt 13 Punkte, die jetzt angepasst werden müssen

  • Neue Vorschrift zur Unterschreitung von Maßen und Gewichten praktikabel gestalten
  • Keine bürokratische Überladung des Antragssoftware
  • Anhebung der Anhörfreigrenze für Transporte bis 44 Tonnen Gesamtmasse
  • Optimierung von Antragsverfahren
  • Einheitliche Regelungen für den Einsatz von Verwaltungshelfern und BF 4-Fahrzeugen
  • Überarbeitung der Auflagen für Beifahrer
  • Überarbeitung der Auflagen für Nachtfahrten
  • Digitalisierung der Genehmigungsverfahren
  • Änderungsanträge schlank halten
  • Gebühren verhältnismäßig gestalten
  • Polizeivoranmeldungen praktikabel machen
  • Verbesserung unverzichtbarer Infrastruktur
  • Ganzheitliche Bearbeitung und Einführung von Rechtsvorschriften für Großraum- und Schwertransporte
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news-1127 Thu, 10 Feb 2022 12:12:28 +0100 Bauen teuer wie nie: Stärkster Preisanstieg bei Baumaterialien seit Beginn der Erhebung https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-02-10-bauen-teuer-wie-nie-staerkster-preisanstieg-bei-baumaterialien-seit-beginn-der-erhebung/ BAUINDUSTRIE rät zu fairem Umgang mit den Kosten Berlin. Zum heutigen Bericht des Statistischen Bundesamtes (Destatis), wonach die Erzeugerpreise für einzelne Baustoffe wie Holz und Stahl im Jahresdurchschnitt 2021 so stark wie noch nie seit Beginn der Erhebung im Jahr 1949 gestiegen sind, äußerte sich Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie:

„Der aktuelle starke Anstieg der Baupreise ist vor allem auf Knappheiten und die damit einhergehenden Preissteigerungen bei Baumaterialien zurückzuführen. Klar ist: Steigende Materialpreise sowie staatliche Anforderungen und mehr Klimaschutz kosten Geld. Wichtig ist, dass steigende Preise den Mieterinnen und Mietern nicht 1:1 zur Last gelegt werden. Deshalb muss etwa die soziale Frage nach bezahlbarem Wohnraum zusätzlich mit Initiativen der Politik beantwortet werden, die im Dialog mit der Immobilienwirtschaft im Bündnis der Bauministerin für bezahlbares Wohnen gefunden werden müssen. Die Hängepartie mit der BEG-Förderung hat erst letzte Woche den dringenden Handlungsbedarf dafür deutlich gemacht.“

Zu Mitte des Jahres rechnet die Branche mit einer leichten Entspannung: „Trotzdem: Die Preisentwicklung ist sehr volatil. Auftraggeberinnen und Auftraggeber sowie Bauunternehmerinnen und Bauunternehmer sollten daher auch weiterhin Preisschwankungen in ihren Budgets und Kalkulationen berücksichtigen und sich auf einen fairen Umgang dieser nicht beeinflussbaren Faktoren verständigen.“

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news-1124 Fri, 28 Jan 2022 15:53:51 +0100 Plötzlicher Stopp der Förderung für energieeffiziente Gebäude fatales Signal für den Wohnungsbau in NRW https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-28-ploetzlicher-stopp-der-foerderung-fuer-energieeffiziente-gebaeude-fatales-signal-fuer-den-wohnungsbau-in-nrw/ Bau von EH40 statt EH55 führt zu Kostensteigerung von 15 bis 20 % / NRW-Bauindustrie und die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW) Rheinland Westfalen fordern Planungssicherheit und verlässliche Zusagen der Bundesregierung Düsseldorf. „Der plötzliche Stopp der Förderung für den Bau energieeffizienter Gebäude ist ein fatales Signal für den Wohnungsbau in Nordrhein-Westfalen“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbands Nordrhein-Westfalen und Alexander Rychter, Verbandsdirektor des Verbands der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft (VdW) Rheinland Westfalen, zum sofortigen Stopp der Förderung der staatlichen KfW für energieeffiziente Gebäude nach den Standards EH55 und EH40.

„Projektabbrüche, Umplanungen und Finanzierungslücken, das sind die Folgen des BEG-Förderstopps. Er verhindert aktiv bezahlbaren, klimagerechten und zukunfts-fähigen Wohnungsbau zu bezahlbaren Mieten“, so Rychter.

„Werden Projekte, die bislang auf EH55 ausgerichtet waren, jetzt in der Hoffnung auf eine künftige Förderung des Standards EH40 umgeplant, könnten die Kosten in NRW unter Berücksichtigung der steigenden Baumaterialpreise um etwa 15 bis 20 Prozent steigen“, so Wiemann.

Die Bauwirtschaft und die sozial verantwortlich handelnden Wohnungsunternehmen und -genossenschaften bräuchten Zuverlässigkeit und Planungssicherheit für ihr Handeln – gleich ob im Neubau oder bei Projekten der Modernisierungsoffensive des Landes.

„Unsere Hoffnungen ruhen nun auf der unter anderem von Nordrhein-Westfalen beantragten Sonder-Bauministerkonferenz,“ so Wiemann und Rychter. Die Branche stehe bereit, um das ehrgeizige Ziel der Politik – den Bau von 400.000 neuen Wohnungen pro Jahr, davon 100.000 Wohnungen im geförderten Wohnungsbau – umzusetzen und die energetische Sanierungsquote deutlich zu steigern.

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news-1122 Tue, 25 Jan 2022 10:24:35 +0100 Wirtschaftsbau ist neue Baukonjunkturlokomotive https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-25-wirtschaftsbau-ist-neue-baukonjunkturlokomotive/ Rückgang im Wohnungsbau erreicht den Markt – Abwärtstrends befürchtet BAUINDUSTRIE zu den Konjunkturindikatoren November 2021 "Der Wirtschaftsbau scheint den Wohnungsbau als Lokomotive für die Baukonjunktur abgelöst zu haben. Während die Nachfrage nach Wohnraum im November 2021 deutlich zurückgegangen ist, wurde für den Wirtschaftsbau ein starker Anstieg ausgewiesen. Hier scheinen insbesondere steigende Investitionen der Bahn eine Rolle zu spielen." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft.

Demnach hätten die Baubetriebe* für November für den Wirtschaftsbau ein Orderplus von nominal 11,7 Prozent gemeldet, für den gewerblichen Tiefbau - der von der Bahn dominiert werde - sei sogar ein Plus von 24,8 Prozent gemeldet worden. Demgegenüber sei der Auftragseingang im Wohnungsbau um nominal 4,5 Prozent, real sogar um 15,4 Prozent, eingebrochen. Das sei der zweite Rückgang in Folge gewesen. Müller: "Wir führen das darauf zurück, dass sich insbesondere private Hausbauer aufgrund des deutlichen Anstiegs der Neubaupreise - hervorgerufen durch starke Baumaterialpreissteigerungen - vorerst mit Aufträgen zurückhalten, in der Hoffnung, dass es sich um ein vorübergehendes Phänomen handelt. Angesichts des kurzfristigen Auslaufens der BEG-Förderung könnte der Rückgang allerdings noch dramatisch verstärken werden. Schon in Planung befindliche Projekte werden sich nicht mehr rechnen und somit nicht mehr umgesetzt."

"Für das gesamte Bauhauptgewerbe ergibt sich für den November aber ein nominales Auftragsplus von 4,8 Prozent, real ist dies aber leider ein Minus von 6,5 Prozent", fasst Müller die Situation zusammen. Im Vormonatsvergleich** sei der Auftragseingang zwar um 7,1 Prozent gesunken, aber auf einem sehr hohen Niveau. Für die ersten elf Monate ergäbe sich immer noch ein leichtes reales Plus von 1,3 Prozent, nominal von 7,7 Prozent.

Müller: "Für das laufende Jahr ist dies ein gutes Auftragspolster. Da wir davon ausgehen, dass sich die Lieferengpässe bei Vorprodukten im Laufe des ersten Halbjahres beruhigen werden, sind wir für die Produktion 2022 nach wie vor optimistisch. Wir gehen weiter von einem nominalen Umsatzplus von 5,5 Prozent, real von 1,5 Prozent aus." Im vergangenen Jahr hätten sich die Engpässe aber im Umsatz bemerkbar gemacht: Trotz hoher Auftragsbestände seien diese in den ersten elf Monaten nur um nominal 1,0 Prozent gestiegen, real sei dies ein Minus von 5,6 Prozent (November: nominal + 5,4 Prozent, real - 5,7 Prozent).

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des ifo Instituts.*) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten **) preis-, saison- und kalenderbereinigt

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news-1121 Mon, 24 Jan 2022 14:29:30 +0100 Kein Geld mehr für energieeffiziente Gebäude: „Falsches Signal“ https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-24-kein-geld-mehr-fuer-energieeffiziente-gebaeude-falsches-signal/ Bundesregierung stoppt BEG-Förderung / Bauindustrie braucht verlässliche Bedingungen Keine Förderung mehr für Klima-Häuser – den unangekündigten Stopp der BEG-Förderung kritisiert Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, scharf: „Gerade am Bau mit seinen langen Planungs- und Investitionsvorläufen ist das ein komplett falsches Signal. Bauherren brauchen verlässliche Rahmenbedingungen. Ein kurzfristiger Förderstopp ohne klare Perspektive, wie es weitergeht, ist fatal und wird zahllose bereits in der Pipeline befindliche Projekte aushebeln. Wie sollen denn auf so einer Basis Investitionsentscheidungen getroffen werden? Die Bundesregierung muss jetzt schnellstmöglich sagen, wie es weitergehen soll, damit sie ihre selbst gesteckten Ziele auch erreichen kann.“

Die Entscheidung bedeutet nach Angaben des Ministeriums, dass ab sofort vorerst keine Anträge mehr für alle drei Programmbereiche der KfW-Förderung für effiziente Gebäude gestellt werden können. Noch nicht entschieden ist, so die Behörde, was mit den eingegangenen, aber noch nicht bewilligten Anträgen geschieht.

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news-1120 Fri, 21 Jan 2022 12:01:51 +0100 Ampel muss Planungs-Turbo zünden https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-21-ampel-muss-planungs-turbo-zuenden/ Bundesregierung tagt in Berlin / Beschleunigung von Genehmigung + Planung / Frühe Einbindung der Bauindustrie schafft Zeit Die neue Bundesregierung kommt heute in Berlin zu ihrer ersten Klausurtagung zusammen. Dabei geht es vor allem um die Beschleunigung von Planungsprozessen bei zentralen Zukunftsprojekten in der Verkehrsinfrastruktur sowie beim Wohnungsbau.

„Es sind weitere Reformen nötig, um unsere Infrastruktur schnell zu modernisieren. Nur was im ersten Jahr der Koalition auf den Weg gebracht wird, hat die dafür notwendige Schlagkraft“, sagt Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer des Hauptverbands der deutschen Bauindustrie. Sein Fazit: „Es dauert einfach zu lange, weshalb auch die dicken Bretter, etwa eine effiziente Verzahnung von Raumordnung und Planfeststellung sowie die Einführung einer Stichtagsregelung auf die Tagesordnung müssen. Anstatt EU-Vorgaben zu übererfüllen, sollten wir mit Standardisierung und neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen, etwa beim Artenschutz, arbeiten“, so der Verbandschef.

Für den Ersatzneubau müssten auch Verfahren ohne eine komplett neue Genehmigung möglich gemacht werden, wenn das Bauwerk an derselben Stelle wiederhergestellt werde. „Dies gilt besonders bei Brücken, bei denen der Kollaps droht. Die Rahmede-Talbrücke ist hierfür ein mahnendes Beispiel.“
 

Zur Beschleunigung würde zudem eine frühzeitige Einbindung der Bauindustrie in die Planungsphase beitragen. Müller: „Dadurch könnten nicht nur begrenzte Planungskapazitäten der Verwaltung ergänzt, sondern auch Planungen durch das ingenieurtechnische Know-how der Bauindustrie optimiert und Planungsfehler reduziert werden. Das EU-Vergaberecht bietet hier alle Möglichkeiten, beispielsweise über funktionale Ausschreibungen. Nur der politische Wille fehlt oft.“

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news-1119 Thu, 20 Jan 2022 12:01:43 +0100 Teure Baumaterialien schaffen höhere Erzeuger- und Neubaupreise https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-20-teure-baumaterialien-schaffen-hoehere-erzeuger-und-neubaupreise/ „Der historische Anstieg der Erzeugerpreise gewerblicher Produkte* im Dezember 2021 (im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat) von 24,2 Prozent ist – neben dem Anstieg der Energiepreise – auch auf den überdurchschnittlichen Anstieg der Preise für Baumaterialien zurückzuführen“, kommentierte der Hauptgeschäftsführer des Hauptverbandes der Deutschen Bauindustrie, Tim-Oliver Müller, die vom Statistischen Bundesamt heute veröffentlichen Erzeugerpreisindizes für gewerbliche Produkte in Deutschland.

  • Der Erzeugerpreis für Bauholz lag Ende 2021 um 59,4 Prozent über dem Niveau von Dezember 2020.
  • Der Preis für Betonstahl in Stäben legte binnen Jahresfrist um 57,4 Prozent zu.
  • Im Jahresdurchschnitt 2021 hatten die Preise für Bauholz bzw. für Betonstahl um 61,4 Prozent bzw. um 53,2 Prozent über dem Vorjahr gelegen und damit deutlich über dem Durchschnitt der Erzeugerpreise von 10,5 Prozent.

„Diese starken Baumaterialpreissteigerungen führten im vergangenen Jahr zu dem Preisanstieg beim Neubau von Wohngebäuden (im Jahresdurchschnitt 2021) von 9,1 Prozent“, erläuterte Müller die Situation. Damit hätten die Baupreise deutlich über dem Plus der Verbraucherpreise von 3,1 Prozent gelegen. Neben dem Anstieg der Rohstoffpreise hätte aber auch die Absenkung der Mehrwertsteuer im zweiten Halbjahr 2020 eine Rolle gespielt: Ohne Mehrwertsteuer und somit ohne Basiseffekt hätten die Neubaupreise für Wohngebäude 2021 nur um 7,7 Prozent zugelegt.

Zu Jahresende konnte allerdings eine leichte Preisberuhigung bei einzelnen Baumaterialien festgestellt werden.

  • So sank der Erzeugerpreis für Bauholz im Dezember binnen Monatsfrist um 12,8 Prozent, das war der dritte Rückgang in Folge.
  • Diese Entwicklung trifft aber nicht auf alle Produkte zu: Der Preis für Betonstahl in Stäben legte im Dezember binnen eines Monats wieder zu, und zwar um 1,7 Prozent.

Müller: „Die Preisentwicklung scheint somit weiterhin sehr volatil zu sein. Auftraggeberinnen und Auftraggeber sowie Bauunternehmerinnen und Bauunternehmer sollten daher auch weiterhin Preisschwankungen in ihren Budgets und Kalkulationen berücksichtigen und sich auf einen fairen Umgang dieser nicht beeinflussbaren Faktor verständigen.“

Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes

*) die Erzeugerpreisindizes werden ohne MwSt. ausgewiesen, die MwSt.-Senkung im zweiten Halbjahr 2020 spielt somit keine Rolle

 

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Pressemitteilung
news-1117 Tue, 18 Jan 2022 12:19:54 +0100 NRW-Bauwirtschaft erwartet für 2021 leichtes Umsatzplus und rechnet für 2022 mit einer stabilen Entwicklung https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-18-nrw-bauwirtschaft-erwartet-fuer-2021-leichtes-umsatzplus-und-rechnet-fuer-2022-mit-einer-stabilen-entwicklung/ Branche wichtige Konjunkturstütze / Wohnungsbau positiver Treiber der Baukonjunktur / Steigende Baupreise durch Materialmangel und Rohstoffengpässe / Straßenbau Sorgenkind
  • Auftragseingang Januar – Oktober 2021 deutlich im Plus (+8,1%)
  • Umsatz im Wohnungsbau 2021 positiver Treiber (voraussichtlich +7,0%)
  • Wirtschaftsbau legt gegenüber 2020 zu (voraussichtlich +4,0%)
    • Hochbau (voraussichtlich +3,0%)
    • Tiefbau (voraussichtlich +5,9%)
  • Öffentlicher Hochbau (voraussichtlich +0,6%)
  • Negative Entwicklung im Straßenbau (voraussichtlich -5,0%)
  • 2021 Rekordsteigerung bei Baupreisen
    • Bürogebäude (+13,1%)
    • Wohngebäude (Rohbau) (+12,3%)
    • Straßenbau (+10,0%)
  • Zahl der Beschäftigten (+4,2%) und neuen Auszubildenden (+10,5%) steigen deutlich
  • Düsseldorf. „Für die Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen zeichnet sich für 2021 ein deutliches Auftragsplus gegenüber dem Vorjahr ab – und das trotz erschwerter Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie und aufgrund von starken Preissprüngen sowie Lieferengpässen bei Baustoffen“ kommentiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin der BAUINDUSTRIE NRW, die baukonjunkturelle Entwicklung des Jahres 2021 auf Basis der Konjunkturzahlen von Januar bis Oktober.

    „Der Bau konnte auch 2021 die Konjunktur stützen, für 2022 sind wir verhalten optimistisch und rechnen insgesamt mit einem leichten realen Umsatzplus von einem Prozent gegenüber 2021“, so Wiemann.

    Im Dezember 2021 stuften rund 90 Prozent der im Rahmen des ifo-Konjunkturtest befragten Unternehmen ihre aktuelle Geschäftslage als gut oder befriedigend ein. Dies sei vor dem Hintergrund anhaltender Lieferengpässe und Baumaterialpreissteigerungen ein positives Signal.

    „Im letzten Jahr haben unsere Unternehmen bei einzelnen Baustoffen unter teils monatelangen Lieferfristen oder sogar zeitweisen Lieferstopps gelitten. Im Sommer gab fast die Hälfte der Bauunternehmen in NRW Materialmangel als Behinderungsgrund ihrer Bautätigkeiten an“, so Wiemann.

    Dies hat auch Auswirkungen auf die Baupreise: Während noch im Februar 2021 Bauleistungen für Wohngebäude 2,3 Prozent teurer waren als 2020, lag der Baupreisindex NRW im November 2021 um 12,3 Prozent über Vorjahresniveau, eine bislang einmalig hohe Steigerung.

    Mit Blick auf die unterschiedlichen Bausparten ergibt sich folgendes Bild:

    Wohnungsbau

    Der Wohnungsbau wird 2021 voraussichtlich ein Plus von bis zu 7 Prozent gegenüber dem Vorjahr verzeichnen und bleibt damit Stütze der Baukonjunktur und liegt deutlich über dem prognostizierten Bundesdurchschnitt von +2,0%. „Auch im vergangenen Jahr konnten wir bei der Schaffung von qualitativ hochwertigem und bezahlbarem Wohnraum in NRW ein gutes Stück vorankommen. Es bleibt aber noch viel zu tun, wir erwarten für 2022 nochmal ein Plus von gut vier Prozent. Flaschenhals bleiben die Themen Bauland und Genehmigungsdauer“, so Wiemann. „Beim Thema energetische Gebäudesanierung müssen wir dringend schneller vorankommen, um die Klimaziele zu erreichen. Wir werben sehr dafür, industrielle Sanierungsprozesse in die Breite und so mehr Tempo in das Thema Sanierung zu bringen“.

    Wirtschaftsbau

    „Als größte Säule des Bauhauptgewerbes wird der Wirtschaftsbau 2021 voraussichtlich ein Umsatzplus von vier Prozent verzeichnen, hier liegen wir in NRW deutlich über dem Bundesdurchschnitt mit einem Prozent plus“, so Wiemann.

    Von Januar bis Oktober 2021 ist der Auftragseingang im Wirtschaftsbau sehr positiv ausgefallen (+16,9%). Dies dürfte die Umsätze im laufenden Jahr stützen. Das Genehmigungsvolumen (bemessen nach Baukosten) ist im Wirtschaftsbau je nach Gebäudetyp jedoch sehr unterschiedlich ausgefallen. So erholten sich die Corona-bedingt schwachen Genehmigungszahlen im Bereich der Büro- und Verwaltungsgebäude (+15,2%). Auch die Genehmigungen von Fabrik- und Werkstattgebäuden erholten sich stark (+28,5%), während die Handels- und Lagergebäude nicht das Vorjahresniveau erreichten (-2,1%).

    Für 2022 erwartet die BAUINDUSTRIE NRW maximal eine leicht positive Tendenz (+1,0 %) im Wirtschaftsbau.

    Öffentlicher Bau

    „Die Finanzlage bei den Kommunen als wichtige Auftraggeber in NRW bereitet uns durch die andauernde Corona-Pandemie weiterhin große Sorgen. Im Straßenbau sehen wir 2021 ein Minus von 5 Prozent und im Öffentlichen Hochbau nur ein Miniplus von 0,6 Prozent. Auch 2022 dürften die Aufträge von Seiten der kommunalen Auftraggeber vor dem Hintergrund knapper Kassen eher verhalten ausfallen. Bund und Land müssen unsere Kommunen deshalb unbedingt stützen und die Auswirkungen der Corona-Pandemie abfedern. Unsere Kommunen müssen die dringend erforderlichen Investitionen in Erhalt und Modernisierung unserer Infrastruktur tätigen können – ein „Investitionsstau 2.0“ wäre ein volkswirtschaftliches Desaster!“, so Wiemann.

    Für 2022 erwartet die Branche maximal ein leichtes Umsatzplus beim Öffentlichen Bau insgesamt aufgrund steigender Investitionsankündigungen durch große öffentliche Auftraggeber auf Bundes- und Landesebene.

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    news-1116 Fri, 14 Jan 2022 16:58:12 +0100 10 Punkte für Beschleunigung von Planung, Genehmigung und Bau von Verkehrsinfrastruktur https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-14-10-punkte-fuer-beschleunigung-von-planung-genehmigung-und-bau-von-verkehrsinfrastruktur/ Bauindustrie unterstützt Initiative von NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes „Die 10 Punkte zur Beschleunigung von Planung, Genehmigung und Bau von Verkehrsinfrastruktur sind ein starkes Signal für die Region, auch um die Rahmede-Talbrücke schnell wiederherzustellen und die Mobilität in Nordrhein-Westfalen zu sichern. Richtig ist, was Tempo bringt“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbands Nordrhein-Westfalen zu dem heute vorgestellten 10-Punkte-Programm von NRW-Verkehrsministerin Ina Brandes.

    Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer Hauptverband der deutschen Bauindustrie ergänzt: „Wenn nur eine Woche nach Bekanntwerden des zwingenden Abrisses der Rahmede-Talbrücke ein 10-Punkte-Plan zur Beschleunigung vorliegt, dann ist das die Geschwindigkeit, die wir brauchen. Ein wichtiger Impuls für den Brückenbau und um den Verkehrskollaps in Deutschland zu verhindern. Die NRW-Verkehrsministerin hat den richtigen Weg eingeschlagen, gemeinsam mit der Bauindustrie eine schnelle Lösung zu finden.“

    Müller und Wiemann plädierten dafür, die Talbrücke als Blaupause für schnelle Genehmigungsverfahren zu nutzen. Weniger Bürokratie und eine Planungsvorrat auf Seiten von Politik und Autobahn-Gesellschaft und die Einbindung des Innovationspotenzials am Markt seien dabei wichtige Schritte. „Gerade vor dem Hintergrund von Alter und Zustand zahlreicher Autobahnbrücken in unserem Bundesland“, so Wiemann.

    Hintergrund ist die Mitteilung der Autobahn GmbH vom 7. Januar 2022, dass die 53 Jahre alte Brücke der A45 bei Lüdenscheid nicht wieder für den Verkehr freigegeben werden kann und abgerissen werden muss.

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    news-1114 Tue, 11 Jan 2022 09:55:14 +0100 Tim-Oliver Müller: „Deutschland steht vor Brückenkollaps“ https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2022-01-11-tim-oliver-mueller-deutschland-steht-vor-brueckenkollaps/ Brücke auf A45 bei Lüdenscheid muss abgerissen werden - BAUINDUSTRIE fordert Task Force Die 53 Jahre alte Brücke der A45 bei Lüdenscheid (NRW) kann nie wieder befahren werden und wird abgerissen. Aus diesem Grund darf kein Fahrzeug mehr über das Bauwerk fahren. Für mindestens fünf Jahre soll diese Verkehrsachse unterbrochen sein.

    Der Hauptverband der Bauindustrie fordert jetzt eine Task-Force aus Politik, Auftraggebern und Praxis, um gemeinsam einem drohenden Brückenkollaps vorzugreifen. Denn: Laut Bericht des Bundesverkehrsministeriums erhalten mehr als 10 Prozent der gesamten Brückenfläche (31,08 Millionen Quadratmeter) die Note „nicht ausreichend“ oder „ungenügend“ (Brückenbericht 2020). Diese Zahl hat sich seit 2005 nur um wenige Punkte verbessert.

    Tim-Oliver Müller, Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE: „Deutschland steht vor einem Brückenkollaps. Der Abriss der maroden Brücke bei Lüdenscheid ist neben Wiesbaden und Berlin-Treptow ein weiteres Beispiel für ein bundesweites Verkehrsdesaster. Jetzt geht es darum, schnell alle möglichen Kapazitäten, Kräfte und Know-how zu bündeln, um koordiniert und zügig Herr der Lage zu werden.“

    Weder die Autobahn GmbH noch die Bundesländer sollten jetzt allein vorangehen. Bei der Herausforderung handele es sich vielmehr um eine Generationenaufgabe, insbesondere, wenn man den maroden Zustand der Brücken auf Landes- und kommunaler Ebene hinzuzieht. Gleiches gilt auch für die Schiene, so Müller.

    „Wir brauchen deshalb eine gemeinsame Runde mit einem kompetenten Team aus Auftraggebern, Planern und Bauindustrie, um gemeinsam planerische- und Ingenieurtechnische Lösungen zu identifizieren und umzusetzen. Die Politik muss den Genehmigungsweg freimachen, damit langwierige Verfahren vermieden sowie die Mobilität und der Güterverkehr in Deutschland sichergestellt werden können.“

    HINTERGRUND

    • 8,8 Prozent der Brückenbauwerke wurde zwischen 1965 und 1969 errichtet
    • 14,4 Prozent zwischen 1970 und 1974
    • 12 Prozent zwischen 1975 und 1979
    • und weitere 4,2 Prozent zwischen 1960 und 1964.
    • Kritisch sind vor allem die Bauwerke, die zwischen 1960 und 1979 errichtet wurden.

    Zur Autobahnbrücke: Eine wichtige Hauptverkehrsachse zwischen Nord- und Süddeutschland bleibt in den nächsten Jahren wegen einer maroden Brücke unterbrochen. Das Bauwerk Rahmede der Autobahn 45 bei Lüdenscheid muss abgerissen werden, wie die zuständige Autobahn GmbH des Bundes Ende vergangener Woche mitteilte. Damit kann der Autoverkehr auf der Sauerlandlinie zwischen dem östlichen Ruhrgebiet und Frankfurt nicht wie geplant wieder freigegeben werden. 

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    news-1113 Thu, 23 Dec 2021 09:55:00 +0100 Kein goldener Oktober am Bau https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-12-23-kein-goldener-oktober-am-bau/ Produktion & Aufträge real rückläufig: BAUINDUSTRIE zu den Konjunkturindikatoren "Der goldene Oktober am Bau ist 2021 ausgefallen. Zum einen haben Material- und Fachkräftemangel die Bautätigkeit behindert, zum anderen stand den Bauunternehmen ein Arbeitstag weniger zur Verfügung als im Oktober 2020." Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die aktuellen Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft.

    Demnach hätten die Baubetriebe* für Oktober einen realen Umsatzrückgang von 6,4 Prozent gemeldet, für die ersten zehn Monate ergäbe sich damit ein Minus von real 5,5 Prozent. "Nominal liegen wir nun bei einem leichten Plus von 0,4 Prozent und damit fast punktgenau auf unserer Schätzung für das Gesamtjahr", verwies Müller auf die Jahresabschluss-Pressekonferenz des Verbandes vergangene Woche.

    Auch das Auftragsbestands-Polster ist nach wie vor intakt, die Bauunternehmen meldeten im Rahmen der ifo Konjunkturumfrage Mitte Dezember einen Rekordwert der Reichweite der Auftragsbestände von 4,7 Monaten, Ende 2020 lag dieser nur bei 4,2. "Wir sehen damit unsere aktuelle Umsatz-Prognose für 2022 von real + 1,5 Prozent bestätigt", so Müller. Im Oktober hätte der Auftragseingang zwar real*** um 1,2 Prozent unter dem Wert des Vorjahresmonats gelegen, im Vormonatsvergleich** sogar um 6,2 Prozent, beides aber auf einem sehr hohen Niveau. Für die ersten zehn Monate ergäbe sich aber immer noch ein reales Plus von 2,0 Prozent.

    Über das Orderplus können sich allerdings nicht alle Bauunternehmen gleichermaßen freuen, es herrscht weiterhin eine sehr unterschiedliche regionale und spartenbezogene Baukonjunktur. Die Spanne reicht von (nominal) - 22,1 Prozent bei den Betrieben in Hamburg bis + 30,2 Prozent in Berlin. Bei den Bausparten steht einem deutlichen Plus im Wohnungs- und Wirtschaftsbau ein reales Minus im Öffentlichen Bau gegenüber. "Das Plus im Wohnungsbau ist im Oktober aber leicht abgeschmolzen. Die Bauunternehmen meldeten ein Auftragsminus von real 18,2 Prozent. Dies ist aber nicht auf eine Trendwende, sondern auf einen statistischen Basiseffekt zurückzuführen: Im Oktober 2020 meldeten die Bauunternehmen einen Anstieg von 15,3 Prozent. Mit einem Auftragsvolumen* im Wohnungsbau von 18,9 Mrd. Euro in den ersten zehn Monaten 2021 - dem höchsten Wert in diesem Zeitraum - sind die Unternehmen aber noch gut aufgestellt."

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des ifo Instituts.
    *) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten
    **) preis-, saison- und kalenderbereinigt
    ***) nicht kalenderbereinigt

     

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    news-1108 Thu, 16 Dec 2021 14:44:47 +0100 Bau stützt Konjunktur: Mehr Umsatz, mehr Beschäftigte für 2022 https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-12-16-bau-stuetzt-konjunktur-mehr-umsatz-mehr-beschaeftigte-fuer-2022/ Die beiden Spitzenverbände der Bauwirtschaft ziehen Bilanz und blicken nach vorn Wie war das Jahr auf dem Bau – wie wird das kommende? Einen kurzen Blick zurück, einen optimistischen Blick nach vorn richteten die Präsidenten der beiden größten Bauverbände, der Zentralverband des deutschen Baugewerbes (ZDB) sowie der Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB).

    Anlass war die gemeinsame Pressekonferenz zum Jahresabschluss, die digital stattfand.

    Die Quintessenz: Die Bauwirtschaft rechnet für den Umsatz im Bauhauptgewerbe

    • mit 143,5 Milliarden Euro in 2021 nach 143 Milliarden Euro in 2020 (nominal +0,5 Prozent).
    • Die hohen Auftragsbestände lassen Raum für eine Umsatzsteigerung auf 151 Milliarden Euro in 2022, was einer Steigerung um nominal 5,5 Prozent entspricht.
    • Bei einer veranschlagten Preisentwicklung für Bauleistungen von jahresdurchschnittlich 4 Prozent, bedeutet das einen realen Zuwachs von 1,5 Prozent.
    • Bei den Beschäftigten erwartet die Branche einen weiteren Aufbau um 10.000 auf 915.000 Beschäftigte.

    Reinhard Quast, Präsident des ZDB: „Der Wohnungsbau bleibt auch in den ‚Corona-Jahren‘ Stützpfeiler der Baukonjunktur. Ende September 2021 lagen die Auftragsbestände bei fast 13 Milliarden Euro, eine Steigerung zum Vorjahreswert um fast 20 Prozent. Die Nachfrage nach Wohnraum lässt nicht nach. Bis September wurden gut 282.000 Wohnungen genehmigt, etwa fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.“

    Insgesamt gehen die Verbände davon aus, dass der Umsatz im Wohnungsbau in 2021 etwa 55,4 Milliarden Euro erreichen wird, eine Steigerung gegenüber 2020 um nominal zwei Prozent. Für 2022 rechnen sie mit einem weiteren Wachstum auf 59,3 Milliarden Euro, eine Steigerung um nominal sieben Prozent. „Wir halten die Zielvorgabe für ambitioniert, bedeutet sie doch eine schlagartige Erhöhung der jährlichen Baufertigstellungen um etwa 30 Prozent,“ so Quast.

    Der Präsident des Hauptverbands der Deutschen Bauindustrie, Peter Hübner, erklärt dazu: „Es muss daher klar sein, dass neben zusätzlichen, personellen Kapazitäten auch neue, etablierte Konzepte und Methoden, wie das serielle und modulare Bauen, notwendig sein werden.“ Hübner sieht darüber hinaus Handlungsbedarf im Hinblick auf den Wegfall der KfW-55 Förderung, denn die in Planung befindlichen Projekte hätten mit dieser Förderung gerechnet. Auch der von der Politik an-gestrebte KfW-40 Standard könne noch nicht der Normalfall im Mietwohnungsbau werden.

    Die Nachfrage im Wirtschaftsbau war 2021 ausgesprochen volatil und bleibt mit Blick auf die Früh-indikatoren Baugenehmigungen und Auftragseingänge ambivalent. „Wir haben zwar von Januar bis September einen starken Zugang an Ordern (+13 Prozent) vor allen Dingen im Hochbau gesehen (+18 Prozent), aber die Baugenehmigungen zeigen je nach Gebäudetyp ein sehr differenziertes und von Corona gezeichnetes Bild“, so das Fazit der Spitzenverbände.

    Erwartungsgemäß lag das Genehmigungsvolumen (bemessen nach Baukosten) bei Handelsgebäuden um 14 Prozent unter dem Vorjahresniveau, wogegen der gestiegene Online-Handel die Nachfrage nach Lagerflächen stützt, so dass das Genehmigungsvolumen des Vorjahres hier erreicht wird. Die Investitionsbereitschaft aus der Industrie in neue Fabrik- und Werkstattgebäude erreicht per September nicht das schwach ausgeprägte Vorjahresniveau. Auch der Hotel- und Gastronomiebereich zeigt wegen der Corona-Einschränkung weniger Investitionsneigung (-8 Prozent).

    „Daher rechnen wir für 2021 im Wirtschaftsbau mit einem Umsatz von 50,3 Milliarden Euro (+1 Prozent nominal). Für 2022 erwarten wir im Wirtschaftsbau einen Umsatz von 53,3 Milliarden Euro (+6 Prozent nominal),“ erklärte der ZDB-Präsident.

    Peter Hübner (HDB) ergänzt: „Wir brauchen eine starke Schiene. Wir unterstützen die im Koalitionsvertrag vorgesehene Bevorzugung der Schiene und gehen davon aus, dass die neue Bundesregierung die bisherigen Planungen zu den steigenden Investitionen bei der Bahn beibehalten wird. Steigende Investitionen bei der Bahn stützen den Wirtschaftstiefbau.“

    Hübner appellierte jedoch an die Koalition, den Straßenbau über den Ausbau der Bahn nicht zu vernachlässigen. „Auch E-Autos benötigen Straßen, und sie brauchen vor allem eine vernünftige Ladeinfrastruktur.“

    Steigende Ausgaben für Personal und soziale Aufwendungen haben die Investitionen in Baumaß-nahmen der Kommunen eingeschränkt. Der Investitionsstau hat sich bei 150 Milliarden Euro verfestigt. Auch für 2022 gehen die kommunalen Spitzenverbände von einem Rückgang der kommunalen Bauinvestitionen von um fast neun Prozent aus.

    Darüber hinaus stellte Hübner fest, dass die Bauwirtschaft sich zu den Klimaschutzzielen im Gebäudebereich bekenne. „Wir sind nicht Teil des Problems, wir sind Teil der Lösung.“ Er forderte einen echten „Sanierungsbooster“ und nannte Smart Home, serielle Sanierungen, integrierte Sanierungsfahrpläne und Einzelmaßnahmen aber auch eine Lebenszyklusbetrachtung sowie weitere Digitalisierungsschritte als mögliche Lösungsbausteine.

    „Die Bauwirtschaft ist vielfältig, innovativ und schafft Generationen überdauernde Projekte. Diese Faszination des Bauens zu vermitteln, ist eine gemeinsame große Zukunftsaufgabe, um im Kampf um Fachkräfte bestehen zu können,“ sind sich die Präsidenten Hübner und Quast einig

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    news-1105 Fri, 26 Nov 2021 10:09:12 +0100 BAUINDUSTRIE zu den Konjunkturindikatoren im September 2021: https://www.bauindustrie-nrw.de/presse/pressemitteilungen/detail/2021-11-26-bauindustrie-zu-den-konjunkturindikatoren-im-september-2021/ Produktion wird weiter durch Materialmangel gebremst, realer Umsatz im Minus. „Die Bauunternehmen wurden auch im September durch den anhaltenden Materialmangel in ihrer Produktion gebremst, die Betriebe* meldeten einen realen Umsatzrückgang im Bauhauptgewerbe von 4,5 %. Für den gesamten Zeitraum von Januar bis September ist dies ein reales Minus von 5,4 %. Unsere - im vergangenen Monat geäußerte - Befürchtung ist damit leider eingetroffen. Für das vierte Quartal scheint sich aber eine leichte Entspannung bei der Versorgung mit Baumaterialien abzuzeichnen, zumindest deutet die Preisentwicklung einzelner Produkte darauf hin. So gingen die Erzeugerpreise für Bauholz und Betonstahl im Oktober binnen Monatsfrist um 10 % bzw. um 5 % zurück.“ Mit diesen Worten kommentierte der Hauptgeschäftsführer der BAUINDUSTRIE, Tim-Oliver Müller, die in der neuesten Ausgabe des Aktuellen Zahlenbildes veröffentlichten Konjunkturindikatoren für die Bauwirtschaft.

    Müller: „Die durch die Lieferengpässe verursachten Verzögerungen in der Bauausführung machen sich mittlerweile auch in der Reichweite der Auftragsbestände bemerkbar. Diese haben mit 4,6 Monaten einen noch nie dagewesenen Oktober-Höchststand er-reicht.“ Im Oktober 2020 hätte die Reichweite nur bei 4,1 Monaten gelegen, viele Aufträge wären bis dahin abgearbeitet gewesen. „Nicht so in diesem Jahr. Die Reichweite der Bestände könnte sich noch erhöhen, schließlich kamen noch weitere Aufträge hinzu.“ Die Bauunternehmen* hätten im September (im Vergleich zum Vorjahresmonat) ein preisbereinigtes Orderplus von 8,6 % gemeldet. Auch sei der Auftragseingang* laut Be-rechnungen des Statistischen Bundesamtes im Vormonatsvergleich** um 6,2 % gestiegen. Für Januar bis September ergebe sich mittlerweile ein reales Plus von 2,4%.

    Alle Angaben und Berechnungen beruhen auf Daten des Statistischen Bundesamtes sowie des ifo Instituts.

    *) Baubetriebe mit 20 und mehr Beschäftigten   **) preis-, saison- und kalenderbereinigt

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