Pressemitteilung vom 05.06.2018

Öffentliche Hand trägt Baunachfrage

Düsseldorf. Auftragseingang zum Ende des ersten Quartals 2018 unter Vorjahresniveau

„Nach zwei Monaten mit starken konjunkturellen Schwankungen weist das Quartalsende unterm Strich ein Minus aus. Das ist überraschend. Ohne die Nachfrage der öffentlichen Hand wäre das Ergebnis noch negativer ausgefallen“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen in Ihrer Quartalsbilanz zur NRW-Baukonjunktur.

Der Auftragseingang weist über alle Bausparten hinweg ein Minus von 1,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf. 2,674 Milliarden Euro beträgt der Auftragseingang der ersten drei Monate insgesamt.

Der seit drei Jahren ununterbrochen anziehende Wohnungsbau schnitt zum Ende des ersten Quartals 2018 sogar unterdurchschnittlich ab. Der Auftragseingang liegt mit 567 Millionen Euro hier -2,5 Prozent unter Vorjahresniveau.

Den deutlichsten Rückgang hat der von privaten Auftraggebern aus Industrie und Gewerbe beauftragte Wirtschaftsbau. Hier steht ein Minus von 7,9 Prozent zu Buche, was zu einem Auftragseingang von 1,248 Milliarden Euro führt. Besonders schlecht schnitt zuletzt der Wirtschafts-Tiefbau mit einem Rückgang von -10,7 Prozent ab.

Im Plus befinden sich allein die der öffentlichen Hand zuzurechnenden Bausparten.

Der Straßenbau liegt mit 360 Millionen Euro rund 7,8 Prozent über Vorjahresniveau. Der sonstige öffentliche Tiefbau kann gar um 8,5 Prozent wachsen und weist einen Auftragseingang von 358 Millionen Euro aus.

Die Position des Konjunkturspitzenreiters gehört im ersten Quartal 2018 jedoch dem öffentlichen Hochbau. Die kleinste aller Bausparten liegt mit bereits 142 Millionen Euro um 22,8 Prozent zulegen.