Pressemitteilung vom 08.11.2018

Acht Milliarden Euro in acht Monaten

Düsseldorf. Auftragseingang legt im August nahezu überall weiter zu. Ohne Baustellen können Sanierung und Ausbau nicht realisiert werden.

„Acht Milliarden Euro Auftragseingang in acht Monaten sprechen eine deutliche Sprache. NRW baut und die Bauindustrie gehört zu den Boombranchen dieses Landes. Wir stehen für die Modernisierung Nordrhein-Westfalens“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, zu den Konjunkturzahlen von Januar bis Ende August 2018.

Addiert man die Einzelergebnisse der verschiedenen Bausparten, ergibt dies einen übergeordneten Auftragseingang von rund 8,101 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung zum Vorjahresvergleichswert von 5,6 Prozent.

Dabei zeigt sich in den Ergebnissen der einzelnen Bausparten eine deutliche Tendenz. Als Wachstumsträger fungieren im Jahr 2018 die Aufträge der öffentlichen Hand. Mit einem Plus von 26,1 Prozent im Auftragseingang steuert der öffentliche Hochbau auf Rekordwerte zu. Bislang wurden Aufträge im Wert von 417 Millionen Euro gesammelt.

Nordrhein-Westfalen nimmt dabei eine Sonderrolle ein, liegt der Auftragseingang deutschlandweit im öffentlichen Hochbau doch nur bei 2,9 Prozent Plus.

Der öffentliche Tiefbau konnte in den ersten acht Monaten des Jahres immerhin um 4,2 Prozent zulegen und kommt insgesamt auf ein Volumen von knapp 1,1 Milliarden Euro Auftragswert.

Mit einer seit dem letzten Monat ausgeprägten Seitwärtsbewegung stabilisiert sich der Straßenbau bei einem Wachstum oberhalb von 18 Prozent. 1,234 Milliarden Euro Auftragseingang kamen bislang durch Bund, Land und Kommunen für die nordrhein-westfälischen Straßenbauunternehmen zusammen.

Die privaten Auftraggeber liegen mit ihren Aufträgen zwar insgesamt auch gut im Plus, zeigen aber nicht die Wachstumspfade wie der öffentliche Bau.

Mit 2,5 Prozent liegt der Wohnungsbau klar über dem Vorjahresniveau und sorgt damit für einen weiteren Aufschwung auf dem nordrhein-westfälischen Wohnungsmarkt. Zusammengenommen führt dies zu einem Auftragseingang von 1,64 Milliarden Euro.

Der Wirtschaftsbau zeigt die insgesamt schwächste Dynamik, notiert aber immerhin noch bei einem Zuwachs von 1,9 Prozent. Gedämpft wird diese Entwicklung insbesondere durch das schlechte Ergebnis des Wirtschaft-Hochbaus. Mit einem Minus von 4,7 Prozent bei einem Gesamtauftragsvolumen von 2,406 Milliarden Euro drückt diese konjunkturelle Entwicklung spürbar auf das Gesamtergebnis der Branche.

Im Plus liegt hingegen der Wirtschafts-Tiefbau mit einem Auftragseingang von 1,334 Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von stattlichen 16,4 Prozent.