Pressemitteilung vom Baukonjunktur in NRW: Öffentlicher Bau treibt Wachstum – Wohnungsbau mit positiver Entwicklung

Die Baukonjunktur in Nordrhein-Westfalen zeigt im März 2025 ein deutliches Plus. Der Auftragseingang im nordrhein-westfälischen Bauhauptgewerbe stieg gegenüber dem Vorjahresmonat nominal um 42,2 Prozent, der Umsatz legte um 8,6 Prozent zu. Aufgrund der Preisentwicklungen entspricht dies einem realen Auftragsplus von 38,9 Prozent und einer realen Umsatzentwicklung von + 6,2 Prozent. Auch im Quartalsvergleich (Januar bis März) ergibt sich ein erfreuliches Bild: Der Auftragseingang wuchs um 11,9 Prozent, der Umsatz um 7,9 Prozent.
„Die Zahlen belegen, dass die Bauwirtschaft in NRW endlich wieder an Fahrt gewinnt. Besonders der öffentliche Bau entwickelt sich dynamisch und stabilisiert die Branche“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes NRW.
Öffentlicher Bau als Konjunkturmotor
Mit einem Zuwachs von 83,3 Prozent beim Auftragseingang im März gegenüber dem Vorjahresmonat ist der öffentliche Bau der stärkste Treiber der positiven Entwicklung. Auch der Umsatz in diesem Bereich stieg um 15 Prozent. Besonders hervorzuheben ist der sonstige öffentliche Tiefbau mit einem Auftragsplus von 134,1 Prozent.
Wohnungsbau mit Aufwärtstrend, Wirtschaftsbau stabilisiert sich
Nach einer langen Durststrecke zeigt sich der Wohnungsbau im März 2025 mit einem Auftragsplus von 14,8 Prozent und einem Umsatzplus von 15,4 Prozent deutlich erholt. Im Quartalsvergleich liegt der Auftragseingang sogar 25,1 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. „Angesichts der seit langem rückläufigen Zahlen im Wohnungsbau ist das mehr als nur ein Hoffnungsschimmer. Der Bedarf an neuen Wohnungen in NRW ist immens – wir hoffen, dass wir auch unter weiterhin schwierigen Rahmenbedingungen nun langsam eine Trendwende sehen“, so Wiemann.
Der Wirtschaftsbau verzeichnete im März ein moderates Auftragsplus von 15,3 Prozent. Der Umsatz stieg um 1,7 Prozent. Im Quartal zeigt sich ein differenziertes Bild: Während der Wirtschaftshochbau leicht rückläufig war (-0,3 Prozent), konnte der Wirtschaftstiefbau um 7,6 Prozent zulegen.
Beschäftigung stabil
Die Zahl der Beschäftigten im Bauhauptgewerbe stieg im März 2025 um 0,9 Prozent auf 90.491. Die Zahl der Auszubildenden hingegen ging im ersten Quartal um 3,9 Prozent zurück. Besonders betroffen ist dabei das erste Lehrjahr mit einem Minus von 6,4 Prozent. „Unsere Unternehmen haben in den vergangenen Monaten versucht, ihre Mitarbeiter auch in einem wirtschaftlich schwierigen Umfeld zu halten und weiterhin in die Ausbildung unseres Berufsnachwuchses zu investieren“, so Wiemann. „Aber die Branche ist derzeit in großen Teilen weit von ihrer Auslastungsgrenze entfernt – wir haben genügend Kapazitäten für kommende Aufgaben und die Umsetzung des Sondervermögens Infrastruktur in NRW. Die Politik in Berlin muss die versprochenen Mittel jetzt zügig auf den Weg bringen.“
Baupreise steigen moderat
Die Baupreise entwickelten sich im Februar 2025 weiterhin moderat: Im Wohnungsbau (Rohbau) lag der Anstieg bei 2,3 Prozent, im Straßenbau bei 5,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.

