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Pressemitteilung vom Aachener Bauindustrie:



Aachen. 2014 war für die Unternehmen im Verbandsbezirk Aachen des Bauindustrieverbandes NRW ein gutes Baujahr. Trotz des geringfügigen Minus von 1,1 Prozent beim Auftragseingang insgesamt (im Vergleich zu 2013) ist die Stimmung in den Firmen recht zuversichtlich. Dies teilten der Vorsitzende des Verbandsbezirks, Karl-Peter Arnolds, und sein Stellvertreter Uwe Thamm anlässlich des Jahres-Pressegesprächs ihrer Branche am 28. April mit. „Viele Baufirmen sind mit einem guten Auftragsbestand ins neue Jahr gestartet, was auf ein erfreuliches Baujahr 2015 hoffen lässt“, so der Vorsitzende. Motor der positiven konjunkturellen Entwicklung werde nach Meinung der beiden Verbandsrepräsentanten auch in 2015 der Wohnungsbau sein, der schon in 2014 + 18,2 Prozent zugelegt habe. Seit dem Bekanntwerden neuerlicher konjunkturstützender Maßnahmen durch die EZB seien die Langfristzinsen nochmals deutlich gesunken. Darüber hinaus würden die privaten Haushalte durch niedrigere Energiepreise entlastet, erläuterte Arnolds seine Prognose.

„Starke Impulse“, so Karl-Peter Arnolds weiter, „werden auch aus dem Bereich der Verkehrsinfrastruktur kommen, denn sowohl in der Politik als auch in der breiten Öffentlichkeit ist inzwischen angekommen, dass Investitionen in die Infrastruktur dringend notwendig sind, um Nordrhein-Westfalen als attraktiven Wirtschaftsstandort zu erhalten und zukunftsfähig auszubauen.“

 

 

Ausschreibungen kommen wegen fehlenden Planungspersonals nicht auf den Markt. Diese zuversichtliche Stimmung dürfe allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass das Baujahr 2014 in Nordrhein-Westfalen insgesamt für viele Baufirmen (je nach Bausparte) nur ein durchwachsenes Jahr mit Höhen und Tiefen war. Der ungewöhnlich milde Winter bescherte den Unternehmen zunächst einen erfreulichen Start. Diese positive baukonjunkturelle Entwicklung hat sich im Laufe des Jahres leider nur bedingt fortgesetzt. Im Vergleich zur bundesweiten Auftragsentwicklung schnitt NRW über sämtliche Hauptbausparten hinweg schlechter ab. „Etliche Aufträge konnten wegen der günstigen Witterung über die Wintermonate abgearbeitet werden. Danach standen einige Betriebe vor einem Auftragsloch. Das traf vor allem die Bauunternehmen, die für die öffentliche Hand arbeiten. Die ausschreibenden Stellen waren darauf nicht vorbereitet“, erklärte Arnolds die Situation. Viele öffentliche Auftraggeber hätten in den vergangenen Jahren ihr Planungspersonal stark reduziert, sodass diese aufgrund des Stellenabbaus die dringend notwendigen Ausschreibungen nicht mehr auf den Markt bringen können. Hier
wünschen sich die Vertreter der Aachener Bauindustrie von den öffentlichen Auftraggebern, dass diese ihre Leistungsfähigkeit durch zusätzliches
Planungspersonal wieder herstellen.

Harter Preiswettbewerb durch Vergabe an billigsten Anbieter. Bedauerlicherweise sei die Bauwirtschaft immer noch einem extrem harten Preiswettbewerb untereinander ausgesetzt. Befeuert würde dieser Wettbewerb durch das praktizierte Vergaberecht der öffentlichen Auftraggeber, bei dem der Billigste oft den Zuschlag bekäme, nicht der Wirtschaftlichste. „Eine Vergabe nur über den Preis, bei der die Qualität auf der Strecke bleibt, kann nicht zielführend sein und gefährdet die Zukunft der Branche“, mahnte Arnolds. „Wir müssen endlich wegkommen vom reinen Preiswettbewerb, hin zu einem Qualitätswettbewerb.“

Anzahl der Beschäftigten stabil. Trotz des geringfügen Auftragsrückgangs in 2014 sei die Zahl der Beschäftigten im Verbandsbezirk Aachen mit 4.036 Personen (+ 0,5 %) nicht zurückgegangen. (Anmerkung: Statistisch erfasst werden hier nur die Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten.) Für das Jahr 2015 erwarten die Verbandsbezirksvertreter eine Stabilisierung der
Beschäftigtenzahlen auf Vorjahresniveau.

 

Ansprechpartner

 Niklas Möring
Niklas Möring

Leiter Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.

 Sonja Winden
Sonja Winden

Referentin Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.