Innovation & Digitalisierung vom Verbandsbezirk Südwestfalen besichtigt Baustelle Lennetalbrücke

Am 29. April besichtigten die Mitglieder des Verbandsbezirks Südwestfalen des Bauindustrieverbandes NRW im Rahmen ihrer Mitgliederversammlung die Baustelle der Lennetalbrücke auf der A 45. Die Brücke liegt am nordöstlichen Stadtrand von Hagen nördlich des Autobahnkreuzes Hagen. Sie überquert den Fluss Lenne, eine Bahnstrecke, das Werksgelände einer anliegenden Firma, die Landesstraße 674 und die Kreisstraße 1 in einer Höhe von 20 bis 30 Metern über dem Gelände. Die alte Lennetalbrücke wird seit 2013 durch einen Neubau ersetzt. Die Bauzeit beträgt 4,5 Jahre. Eine Schadensanalyse von 2008 hat den schlechten Zustand des 50 Jahre alten Bauwerks unterstrichen, das den stetig steigenden Verkehrsbelastungen nicht mehr gewachsen ist.
Bevor es zur Baustellenbesichtigung ging, stellte Michael Neumann von Straßen.NRW die Baumaßnahme vor und zeigte anhand eines animierten Films die Technik und den gesamten Bauablauf. Abriss und Neubau sind in fünf Phasen geplant, eine Herausforderung für die Ingenieure und bauausführenden Firmen. Die neue Brücke besteht aus zwei Bauwerken mit einer Stützweite von 979,50 Metern über 14 Felder, die von jeweils zwei Pfeilern gestützt werden. Mit einer Breite von zweimal 18,25 Metern sind die Überbauten bereits für einen sechsstreifigen Ausbau der A45 vorbereitet.
Der Überbau besteht aus einem geschlossenen Stahlhohlkasten mit seitlich angeordneten Druckstreben und einer massiven Fahrbahnplatte aus Stahlbeton. Auf den Außenkappen sind transparente Lärmschutzwände vorgesehen. Die Stahlkonstruktionen der Überbauten wird im Taktschiebeverfahren von beiden Widerlagern aus eingeschoben. Dieser Quereinschub von fast 1.000 Metern ist deutschlandweit einmalig. Der mittlere Teil der Brücke über die Lenne wird im Freivorbau gebaut. Die Fahrbahnplatte besteht aus Stahlbetonfertigteilplatten mit Ortbetonergänzung.
Annette Hering, Vorsitzende des Verbandsbezirks Südwestfalen, dankte Michael Neumann für die detaillierten Informationen und die gut organisierte Baustellenführung und zeigte sich, wie auch ihre Unternehmerkollegen, beeindruckt von dieser Baumaßnahme.

