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Pressemitteilung vom NRW-Baukonjunktur startet schwach ins Jahr 2015 / Bausparten verzeichnen in Teilen zweistellige Auftragsrückgänge



„Die ersten zwei Monate des Jahres waren für die Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen bislang allenfalls durchwachsen. Rechnet man die statistischen und wetterbedingten Effekte heraus, setzen sich die konjunkturellen Entwicklungen aus 2014 leider fort: Die öffentliche Hand investiert allenfalls zufriedenstellend. Die private Wirtschaft hält sich weiterhin zurück“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, bei der heutigen Vorstellung der Konjunkturzahlen Januar und Februar 2015.

Insgesamt liegt der Auftragseingang[1] über alle Bausparten bis Ende Februar deutlich im Minus (- 8,7 Prozent). In den ersten zwei Monaten konnten Aufträge in Höhe von insgesamt 1,12 Milliarden Euro notiert werden. Bundesweit wurde bislang jedoch ein leichtes Plus von 1,1 Prozent verzeichnet. Neun Bundesländer verzeichnen bislang eine positive Auftragsentwicklung.

Diese rückläufige Entwicklung hängt auch mit statistischen Effekten zusammen. Der Jahresbeginn 2014 war durch äußerst mildes Wetter und entsprechende Bautätigkeiten gekennzeichnet.

Der Wirtschaftsbau, also die Aufträge von Firmen und Betrieben in Nordrhein-Westfalen, hängt weiterhin durch. Ein Minus von 18,7 Prozent wurde bis Ende Februar verzeichnet. Der Wirtschafts-Hochbau liegt sogar 21,1 Prozent unter Vorjahresniveau, der Wirtschafts-Tiefbau verzeichnet ein geringeres Minus (-14,3 Prozent). Addiert stellen die beiden Sparten des Wirtschaftsbaus auch zu Jahresbeginn mit bislang 549 Millionen Euro wieder knapp die Hälfte aller Aufträge des Bauhauptgewerbes in Nordrhein-Westfalen.

Prof. Beate Wiemann: „Die Landesregierung muss Ihren jetzt eingeschlagenen wirtschaftspolitischen Kurs konsequent fortsetzen. Die Erleichterungen bei Tariftreue- und Vergabegesetz, Klimaschutzplan und Landesentwicklungsplan waren überfällig. Nordrhein-Westfalen muss als Investitionsstandort attraktiv bleiben. Nur dann wird sich unser Wirtschaftsbau im Land wieder erholen.“

Mit einem leichten Zuwachs von 0,6 Prozent gibt sich der Wohnungsbau bislang stabil. Allerding ist bundesweit ein Wachstum von 3,9 Prozent zu verzeichnen.

Den deutlichen Rückgang im Wirtschaftsbau konnte auch der bislang positive öffentliche Bau nicht ausgleichen. Mit einem Plus von 17,6 Prozent steht der öffentliche Hochbau sehr positiv da. Der sonstige öffentliche Tiefbau (exklusive Straßenbau) verbucht einen Zuwachs von beeindruckenden 50,3 Prozent.

„Zu Beginn eines Jahres wirken sich einzelne Großaufträge immer besonders auf die Statistik aus. Mit einem einzelnen Projekt zu Jahresbeginn lassen sich so schnell herausragende Zuwächse verzeichnen“, so Wiemann. „Als Bauindustrie hoffen wir, dass Bund, Land und Kommunen ihre gewachsenen finanziellen Spielräume nutzen und die Sanierungsbedarfe kontinuierlich angehen. Nur so sind nachhaltige Verbesserungen unserer Infrastruktur zu erreichen.“

 


[1] Gilt für alle Unternehmen des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten mit Sitz in Nordrhein-Westfalen.

Ansprechpartner

 Niklas Möring
Niklas Möring

Leiter Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.

 Sonja Winden
Sonja Winden

Referentin Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.