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Pressemitteilung vom NRW-Baukonjunktur im ersten Quartal mit leichtem Aufwind / öffentliche Investitionen als Wachstumstreiber / Straßenbau deutlich unter Erwartungen



„Insgesamt zeigt das Konjunktur-Barometer im Bauhauptgewerbe leicht nach oben. Im ersten Quartal ergaben sich aber deutliche Unterschiede je nach Bausparte. Der lange Zeit schleppende öffentliche Bau zieht zu Jahresbeginn spürbar an“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, bei der heutigen Vorstellung der Konjunkturzahlen des ersten Quartals 2015.

Mit einem leichten Zuwachs von + 1,5 Prozent legt der Auftragseingang[1] erstmalig seit Mai 2014 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. Das kumulierte Auftragsvolumen des Bauhauptgewerbes in Nordrhein-Westfalen überschreitet zum Ende des ersten Quartals die Marke von zwei Milliarden Euro (2.04 Mrd. Euro).

Bundesweit verzeichnet der Auftragseingang ebenfalls ein Plus. Dieses liegt allerdings bei robusteren drei Prozent.

Einer der entscheidenden Wachstumstreiber im ersten Quartal war der Wohnungsbau. Wie schon zum Jahresbeginn 2014 startet dieser auch in 2015 stark und weist ein Plus von elf Prozent aus. Die Bauunternehmen konnten Aufträge in Höhe von knapp 400 Millionen Euro verbuchen.

Neben dem Wohnungsbau belebte der öffentliche Bau im ersten Quartal die Nachfrage. „Unsere Unternehmen stellen zunehmend eine steigende Investitionsbereitschaft der öffentlichen Hand fest. Allerdings liegt diese nach wie vor auf einem absolut zu geringen Niveau“, so Wiemann weiter.

Der öffentliche Hochbau legte im ersten Quartal um 15,2 Prozent auf insgesamt 102 Millionen Euro Auftragseingang zu. Der sonstige öffentliche Tiefbau (ohne Straßenbau) konnte gar einen Zuwachs von 40,3 Prozent verbuchen. Hier summieren sich die beauftragten Bauvorhaben auf bislang 303 Millionen Euro.

Der Straßenbau ist von der insgesamt positiven Entwicklung durch öffentliche Auftragsgeber bislang ausgenommen und liegt bei minus 19 Prozent.

Wiemann: „Die Landesregierung um Minister Groschek hat viele Weichen richtig gestellt. So langsam muss sich das allerdings auch in Aufträgen niederschlagen. Straßen.NRW hat im ersten Quartal erschreckend wenig Projekte ausgeschrieben.“

Mit einem auch zum Ende des ersten Quartals deutlich negativen Ergebnis belastet der Wirtschaftsbau die Bilanz des Bauhauptgewerbes. 4,9 Prozent beträgt das Minus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Der Wirtschafts-Tiefbau veranschlagt sogar ein Minus von 8,4 Prozent.



[1] Gilt für alle Unternehmen des Bauhauptgewerbes mit 20 und mehr Beschäftigten mit Sitz in Nordrhein-Westfalen.

Ansprechpartner

 Niklas Möring
Niklas Möring

Leiter Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.

 Sonja Winden
Sonja Winden

Referentin Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.