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Pressemitteilung vom NRW-Bauwirtschaft im ersten Halbjahr 2015 mit unerwartetem Auftragsplus



„Die gut laufende Konjunktur hat der NRW-Bauwirtschaft im ersten Halbjahr 2015 ein ordentliches Auftragsplus beschert. Einzig die Zurückhaltung der öffentlichen Hand trübt das Bild“, kommentierte Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, heute die Konjunkturzahlen der Monate Januar bis Juni 2015.

Mit einem Zuwachs von 3,4 Prozent liegt der Auftragseingang[1] unerwartet hoch über dem entsprechenden Wert des Vorjahres. Die NRW-Bauwirtschaft konnte in den ersten sechs Monaten des Jahres bereits Aufträge im Wert von über 4,5 Milliarden Euro verbuchen. Nordrhein-Westfalen liegt damit klar über dem Bundesschnitt von 1,9 Prozent.

Prof. Beate Wiemann: „Nachdem unsere Unternehmen 2014 durchweg mit einer schlechteren Auftragslage als im Bundestrend zu kämpfen hatten, befinden wir uns nun in einem dringend notwendigen Aufholprozess. Für die Auslastung von Beschäftigten und Gerätepark ist dieses Auftragswachstum von immenser Bedeutung.“

10,7 Prozent beträgt das Auftragswachstum im Wohnungsbau. Damit liegen die nordrhein-westfälischen Unternehmen deutlich über dem Bundesschnitt von 6,9 Prozent.

Der Wirtschaftsbau liegt ebenfalls robust über dem Niveau des Vorjahres und kann bis Ende Juni ein Plus von 2,8 Prozent verbuchen. Die Unternehmen haben an Rhein und Ruhr bislang Bauaufträge für mehr als 2,2 Milliarden Euro vergeben. Bundesweit liegt der Wirtschaftsbau hingegen im Minus (-0,9 Prozent).

Die öffentlichen Auftraggeber halten sich jedoch in ihrer Investitionsneigung trotz neuester Meldungen zu Rekordsteuereinnahmen nach wie vor zurück. Anders als bei privaten Investitionen liegt Nordrhein-Westfalen hier zudem unter dem Bundesschnitt.

Der öffentliche Hochbau liegt deutliche neun Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Bundesweit liegen die Gebietskörperschaften mit Ihren Investitionen hingegen fünf Prozent im Plus.

617 Millionen Euro wurden bislang akkumuliert an Aufträgen im Straßenbau an die nordrhein-westfälische Bauwirtschaft vergeben. Dies entspricht einem deutlichen Rückgang von 8,5 Prozent im Vergleich zum ersten Halbjahr 2014. Über alle Bundesländer hinweg liegt der Auftragseingang bei einem Zuwachs von 0,4 Prozent.

Einzig der öffentliche Tiefbau[2] profitiert von anwachsenden Auftragszahlen. Ein Plus von 14,2 Prozent bedeutet ein Gesamtvolumen von 604 Millionen Euro.



[1] Gilt für Unternehmen mit 20 und mehr Beschäftigten mit Sitz in Nordrhein-Westfalen.

[2] Ohne Straßenbauinvestitionen

Ansprechpartner

 Niklas Möring
Niklas Möring

Leiter Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.

 Sonja Winden
Sonja Winden

Referentin Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.