Pressemitteilung vom Konjunktur stärkt Beschäftigung am Bau

„Die anhaltend gute Baukonjunktur in Nordrhein-Westfalen sichert Beschäftigung im Land. Unsere Unternehmen suchen qualifizierte Fachkräfte, um Neubau- und Sanierungsprojekte bestmöglich und termintreu zu realisieren“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen heute zu den Konjunkturzahlen für die NRW-Bauwirtschaft zum Ende November 2015.
Wiemann weiter: „Im Straßenbau fehlen jedoch nach wie vor die notwendigen Aufträge, um unsere Verkehrsinfrastruktur fit für die anspruchsvolle Zukunft zu machen.“
Der Auftragseingang über alle Bausparten konnte im November in Nordrhein-Westfalen noch einmal zulegen und steht nun insgesamt bei einem Zuwachs von 5,4 Prozent. Dies entspricht einem Auftragsvolumen von 8,613 Milliarden Euro.
Diese robust gute Konjunktur schlägt sich auch in der Beschäftigung im Bauhauptgewerbe in Nordrhein-Westfalen wieder. Mit 131.520 Beschäftigten sind 3,4 Prozent mehr Arbeitnehmer am Bau tätig als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zugleich konnten die Ausbildungszahlen für das erste Lehrjahrum 4,5 Prozent gesteigert werden. Mehr als 5.600 Auszubildende befinden sich momentan in einer Ausbildung im Bauhauptgewerbe Nordrhein-Westfalen.
Der über das Jahr 2015 konstant schwache Wirtschaftsbau konnte im November einen deutlichen Schritt nach vorne machen. Insgesamt steht dieser nun bei 4,235 Milliarden Euro und somit 3,8 Prozent besser da als im Vorjahreszeitraum. Zurückzuführen ist dies vor allem auf einen sehr starken November für den Wirtschafts-Tiefbau. Dieser konnte im allein um 224 Millionen Euro auf 1,511 Milliarden Euro Auftragseingang zulegen. Dies bedeutet ein Wachstum im Wirtschafts-Tiefbau von 8,8 Prozent zum Vorjahreszeitraum.
In starkem Kontrast dazu steht die Bilanz des Straßenbaus in Nordrhein-Westfalen. Im gesamten Monat November wurden von Bund, Land und Kommunen an nordrhein-westfälische Unternehmen nur Aufträge im Wert von 83 Millionen Euro vergeben. Dies entspricht akkumuliert für den Straßenbau einem weiter wachsenden Minus von mittlerweile 8,9 Prozent.
Bundesweit konnte der Straßenbau über alle Gebietskörperschaften hingegen um 1,6 Prozent zulegen.
Kontant gut zeigt sich die Konjunktur im Wohnungsbau. Etwas abgemildert stehen Ende November Aufträge in Höhe von 1,724 Milliarden Euro zu Buche, das entspricht einem Plus von 16,9 Prozent.
Öffentlicher Hoch- und Tiefbau zeigen ebenfalls weiterhin eine außergewöhnlich gute Konjunktur. Während der Hochbau bei einem Plus von 7,9 Prozent steht, stiegen die Aufträge im öffentlichen Tiefbau (ohne Straßenbau) um 13,4 Prozent. Dies führt zu Auftragsvolumina von 361 Millionen Euro respektive 1,106 Milliarden Euro zum Ende November 2016.

