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Pressemitteilung vom Auftragsboom ist nicht gleich Renditeboom



„Die nordrhein-westfälische Baukonjunktur ist sehr gut in das neue Jahr gestartet. Der Sanierungsprozess von Gebäuden und Verkehrswegen nimmt nun verstetigt Fahrt auf. Fakt ist aber auch: Der Preiskampf in der Branche ist nach wie vor besorgniserregend. Auftragsboom ist eben nicht gleich Renditeboom“, so kommentierte Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen e.V., die Zahlen zur Baukonjunktur des Februar 2016.

Unter Berücksichtigung des milden Winters und des schwachen Vorjahresstarts geht die Bauindustrie jedoch von einer raschen Nivellierung der Konjunkturdaten nach unten aus. Zugleich wird jedoch ein positiver und nachhaltiger Trend im Auftragseingang festgestellt.

So weist der Auftragseinganghttps://www.bauindustrie-nrw.de/typo3/#_ftn1 über alle Bausparten hinweg in den ersten zwei Monaten des Jahres ein Plus von 21,7 Prozent aus. Die Bauwirtschaft in Nordrhein-Westfalen konnte bereits Aufträge im Wert von 1,433 Milliarden Euro erzielen.

Der Wachstumstreiber des vergangenen Jahres setzt seine Dynamik dabei unaufhaltsam fort. Der Wohnungsbau liegt mit 296 Millionen Euro insgesamt 28,3 Prozent über dem Vergleichswert des Vorjahres. Bundesweit konnte der Wohnungsbau vergleichsweise weniger, nämlich um 18 Prozent wachsen.

Erfreulicherweise legt der Straßenbau in Nordrhein-Westfalen ebenfalls zu. Mit einem Zuwachs von 41,8 Prozent kommt dieser bislang auf 180 Millionen Euro.

Prof. Beate Wiemann dazu: „Ob sich die Nachfrage im Straßenbau nun tatsächlich verstetigt, werden erst die nächsten Monate zeigen. Wir sind mit Blick auf die am Markt bislang ausgeschriebenen Projekte eher skeptisch. Ein einziges Großprojekt kann so früh im Jahr leicht solche konjunkturellen Ausschläge produzieren.“

Im Wirtschaftsbau zeigt sich auch im Februar ein zwiespältiges Bild. Während der Wirtschafts-Hochbau sehr positiv da steht (+27,3 Prozent), liegt der Wirtschafts-Tiefbau im Minus (-10,5 Prozent). Insgesamt ergibt sich daraus ein Zuwachs von 13 Prozent. 620 Millionen Euro wurden in beiden Bausparten zusammen bislang erreicht.

Der öffentliche Hochbau liegt ebenso wie der öffentliche Tiefbau (ohne Straßenbau) weiter erfreulich im Plus. In den Bau und die Sanierung von Rathäusern, Schulen, Ämtern oder Universitäten wurden bislang 86 Millionen Euro investiert. Der öffentliche Tiefbau liegt bei Kanalisation, Breitband- und Energienetzausbau schon bei 250 Millionen Euro. Diese Zahlen ergeben kumuliert Zuwächse von 32,9 Prozent im Hochbau und 21,4 Prozent im Tiefbau.

 „‘Investitionen bauen Zukunft‘ lautet unser Credo für die nächsten Jahre. Wer den Standort NRW attraktiv halten will, muss kräftig investieren. Moderne Infrastrukturen befördern Investitionen aller Branche. Und damit gilt: Wer in Bauleistungen investiert, investiert in die Zukunft des Landes“, so Wiemann weiter.

Ansprechpartner

 Niklas Möring
Niklas Möring

Leiter Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.

 Sonja Winden
Sonja Winden

Referentin Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.