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Pressemitteilung vom NRW-Baukonjunktur normalisiert sich spürbar zum Quartalsende



„Das erste Quartal 2016 hat der nordrhein-westfälischen Bauwirtschaft ein erfreuliches Wachstum beschert. Die rekordverdächtigen Zahlen zu Jahresbeginn normalisieren sich nun allerdings mehr und mehr. Dank steigender Baugenehmigungen und eines hohen Auftragsbestandes treibt der Wohnungsbau unsere Konjunktur jedoch verlässlich an“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen zur NRW-Baukonjunktur im ersten Quartal 2016.

Der Auftragseinganghttps://www.bauindustrie-nrw.de/typo3/#_ftn1 über alle Bausparten hinweg lag zum Ende des ersten Quartales 9,6 Prozent über dem Vorjahreswert. Damit wurden durch nordrhein-westfälische Unternehmen insgesamt Aufträge im Wert von 2,237 Milliarden Euro geworben. Die NRW-Konjunktur liegt damit leicht unter dem bundesweiten Wert. Dieser weist einen Zuwachs von 13,9 Prozent aus.

Der Auftragseingang im Wohnungsbau liegt im Vergleich zum ersten Quartal 2015 mit 26,7 Prozent im Plus. Von Januar bis Ende März wurden in Nordrhein-Westfalen 11.900 Baugenehmigungen für Wohngebäude erteilt. Dies entspricht sogar einem Zuwachs von mehr als 40 Prozent. Bislang beläuft sich der Auftragseingang auf 503 Millionen Euro, während der aktuelle Auftragsbestand der Unternehmen für die folgenden Monate noch einmal bei 763 Millionen Euro liegt.

Mit Aufträgen in Höhe von 964 Millionen Euro steuert der Wirtschaftsbau nahezu das doppelte Volumen zur Baukonjunktur bei wie der Wohnungsbau. Entsprechend negativ wirkt sich der erneute Rückgang in der Auftragsentwicklung auf die Bauwirtschaft aus. Das bisherige Minus beläuft sich nach den ersten drei Monaten schon wieder auf 2,3 Prozent. Bundesweit hingegen liegt der Wirtschaftsbau mit 6,6 Prozent im Plus. Während der Wirtschafts-Hochbau noch ein Wachstum von 3,8 Prozent aufbringt, fällt der Wirtschafts-Tiefbau um beträchtliche 13,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Damit liegt der Wirtschafts-Tiefbau mehr als ein Fünftel unter dem Wert von 2014.

Während private Auftraggeber ihre Investitionsneigung also wieder mehr und mehr zurückfahren, investiert die öffentliche Hand in erfreulichem Ausmaß.

113 Millionen Euro Auftragseingang bedeuten für den öffentlichen Hochbau einen Zuwachs von 10,6 Prozent. Im öffentlichen Tiefbau beträgt das Plus gar 24,5 Prozent und bestätigt damit den seit letztem Jahr anhaltenden Positivtrend dieser Bausparte.

Der Straßenbau konnte in Nordrhein-Westfalen in den ersten drei Monaten um 11,2 Prozent auf insgesamt 280 Millionen Euro zulegen. Im Vergleich zur bundesweiten Entwicklung mit einem Plus von 22 Prozent ist dies allerdings ein enttäuschender Wert.

Ansprechpartner

 Niklas Möring
Niklas Möring

Leiter Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.

 Sonja Winden
Sonja Winden

Referentin Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.