Pressemitteilung vom NRW weiterhin mit vielversprechender Baukonjunktur

„Die NRW-Bauwirtschaft führt ihre erfolgreiche Konjunkturentwicklung auch im April weiter fort. Mehr als drei Milliarden Euro Auftragseingang in den ersten vier Monaten sind eine Erfolgsgeschichte für unsere Branche“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen bei der Veröffentlichung der Konjunkturzahlen des NRW-Bauhauptgewerbe für den Monat April.
Der Auftragseingang über alle Bausparten hinweghttps://www.bauindustrie-nrw.de/typo3/#_ftn1 summierte sich in den ersten vier Monaten des Jahres bereits auf mehr als drei Milliarden Euro. Dies entspricht einem Plus von 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bundesweit liegt der Auftragseingang jedoch sogar bei einem Plus von 16 Prozent.
Die Hauptpfeiler dieser konjunkturellen Entwicklung sind der Wohnungsbau und die Investitionen der öffentlichen Hand. Private Investoren halten sich hingegen wieder mit Aufträgen zurück und investieren auf rückläufigem Niveau.
Der Wirtschaftsbau weist demnach ein Minus im Auftragseingang von drei Prozent zum Vorjahreszeitraum aus. Projekte im Wert von 1,338 Milliarden Euro konnten nordrhein-westfälische Bauunternehmen bislang von privaten Auftraggebern verbuchen.
Besonders negativ wirkt diese Entwicklung vor dem Hintergrund des bundesweiten Trends. In Deutschland liegt der Wirtschaftsbau bei einem Plus von 10,5 Prozent.
„Erst wenn Unternehmen und Betriebe wieder entschieden in Nordrhein-Westfalen investieren, werden wir die hinteren Plätze im Bundesländerranking verlassen. Dafür braucht es aber angemessene Rahmenbedingungen. Deswegen fordern wir von der Landesregierung eine „Vorfahrt für Investitionen“, denn Investitionen bauen Zukunft“, so Wiemann.
Während der Wirtschaftsbau unter Investitionszurückhaltung leidet, profitiert der Wohnungsbau nach wie vor von hohen Zuwachsraten. 26,1 Prozent beträgt der Zuwachs im Auftragseingang. Summiert bedeutet dies ein Auftragsvolumen von 697 Millionen Euro bis Ende April 2016. Nordrhein-Westfalen befindet sich damit auf einem vielversprechenden Weg, die Wohnraumknappheit nach und nach verringern zu können.
Dem Auftragseingang im öffentlichen Hochbau folgend, schreitet die Sanierung der landeseigenen und kommunalen Infrastruktur ebenfalls voran. 165 Millionen Euro hat die öffentliche Hand bislang in Bau und Sanierung von Hochbauprojekten investiert. Damit liegt der Auftragseingang 35,5 Prozent über dem Niveau vom April 2015.
Im öffentlichen Tiefbau liegt der Zuwachs bislang bei 24,4 Prozent. Addiert bedeutet dies fast eine halbe Milliarde Euro (497 Mio.), die in die öffentliche Infrastruktur geflossen sind.
Hinzu kommt der Straßenbau mit einem sich reduzierenden Plus von 7,7 Prozent. Bund, Land und Kommunen investierten in den Monaten bis Ende April rund 395 Millionen Euro in den Straßenbau in Nordrhein-Westfalen. Damit liegt der Westen Deutschlands deutlich unter dem Bundestrend, der ein Plus von 23 Prozent ausweist.

