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Pressemitteilung vom NRW-Baukonjunktur zeigt im Mai konstantes Wachstum



„Die Baukonjunktur in Nordrhein-Westfalen zeigt auch im Mai starkes Wachstum. Selbst der seit langem schwächelnde Wirtschaftsbau liegt nun wieder auf Wachstumskurs. Unsere Boom-Sparten haben jedoch einen leichten Dämpfer zu verkraften“, resümiert Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen zu den Konjunkturzahlen des NRW-Bauhauptgewerbes im Mai 2016.

Insgesamt liegt der Auftragseinganghttps://www.bauindustrie-nrw.de/typo3/#_ftn1 aller Bausparten 9,7 Prozent über dem Vorjahresniveau und hält damit das im April erzielte Wachstum konstant. Allein im Mai konnte das Auftragsvolumen um mehr als 900 Millionen Euro auf insgesamt rund vier Milliarden Euro gesteigert werden. Dieser außergewöhnliche Zuwachs ist erfreulich, jedoch entwickelt sich der Markt in Nordrhein-Westfalen noch vergleichsweise schwach. Deutschlandweit liegt die Baukonjunktur aktuell mehr als 17 Prozent im Plus.

Dem konstanten Wachstum in Nordrhein-Westfalen liegen jedoch unterschiedliche Entwicklungen zugrunde.

Während die bisherigen Wachstumstreiber einen Dämpfer erleiden, legt der Wirtschaftsbau als bisher schwächste Bausparte im Mai deutlich zu.

Im Wirtschaftsbau beträgt das Wachstum 1,9 Prozent und steigt um 477 Millionen Euro auf insgesamt 1,815 Milliarden Euro. Im April lag die Konjunktur des Wirtschaftsbaus hingegen noch im Minus. Das bundesweite Marktumfeld verdeutlicht jedoch, dass sich der Wirtschaftsbau in Nordrhein-Westfalen unterdurchschnittlich entwickelt. Mit einem Plus von 13,3 Prozent investieren Unternehmen und Betriebe deutschlandweit deutlich mehr in Bürogebäude, Fabriken, Industrieanlagen und Logistikstandorte als an Rhein und Ruhr.

Prof. Beate Wiemann: „Nordrhein-Westfalen braucht eine ‚Vorfahrt für Investitionen‘. Unternehmen brauchen gut ausgebaute Straßen, leistungsfähige Häfen und schnelles Internet. Nur wer in die Infrastruktur investiert, wird Unternehmen ansiedeln können. Die NRW-Landesregierung muss konsequent weiter investieren. Ansonsten bricht der Wirtschaftsbau direkt wieder ein.“

Die in diesem Jahr bislang dominierenden Wachstumstreiber hatten im Mai ein geringeres Auftragsplus zu notieren.

Der Wohnungsbau notiert mit Ende Mai bei 859 Millionen Euro Auftragseingang. Dies sind 18,6 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Im Zweijahresvergleich kann der Wohnungsbau um 29 Prozent zulegen.

Mit 7,1 Prozent Zuwachs auf 519 Millionen Euro liegt der Straßenbau deutlich unter der deutschlandweiten Entwicklung (+20,4 Prozent).

„Warum braucht NRW länger, um Schlaglöcher zu stopfen und Brücken zu sanieren? Die Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur nehmen zu. Das ist gut. Doch zugleich fehlen dem Land die fertig geplanten Projekte um Bundesgelder sinnvoll und rechtzeitig in Aus- und Neubau von Verkehrsadern zu verbauen. Die Kommunen leiden wiederum unter ihrer Haushaltsnotlage. Wer nur rote Zahlen schreibt, kann nicht gleichzeitig Straßen und Brücken sanieren“, so Wiemann weiter.

Öffentlicher Hochbau und Tiefbauhttps://www.bauindustrie-nrw.de/typo3/#_ftn2 zeigen ein starkes Wachstum. Mit 24,7 Prozent wachsen die Investitionen öffentlicher Auftraggeber wie z.B. des BLB in Hochbauleistungen auf insgesamt 201 Millionen Euro.

Öffentliche Tiefbauleistungen addieren sich bis Ende Mai auf ein Volumen von 611 Millionen Euro und liegen damit 22,1 Prozent über dem Vorjahresmonat.

Wiemann: „Das unterschiedliche Wachstum innerhalb der breiten Branche ‚Bau‘ stellt uns nicht zufrieden. Das Wichtigste für unsere Unternehmen sind kontinuierliche, verlässliche und langfristige Investitionen. Während der Hochbau profitiert, fällt der Straßenbau nun wieder ab.“

Ansprechpartner

 Niklas Möring
Niklas Möring

Leiter Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.

 Sonja Winden
Sonja Winden

Referentin Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.