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Pressemitteilung vom Baukonjunktur legt zum Start der zweiten Jahreshälfte zu



„Der Start in die zweite Jahreshälfte ist geglückt. Im Juli legt der Auftragseingang noch einmal zu und liegt nun mehr als neun Prozent über Vorjahresniveau“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbandes Nordrhein-Westfalen, zu den aktuellen Konjunkturzahlen des Bauhauptgewerbes von Januar bis Juli 2016.

Mit 5,86 Milliarden Euro liegt der Auftragseinganghttps://www.bauindustrie-nrw.de/typo3/#_ftn19,4 Prozent über dem Niveau des Vorjahreszeitraumes. Im Zweijahresvergleich zeigt sich sogar ein Auftragswachstum von 12,4 Prozent.

Die deutschlandweite Konjunktur legt jedoch um satte 17 Prozent gegenüber 2015 zu. Diese Dynamik erreicht Nordrhein-Westfalen bislang nicht.

Der Wohnungsbau bleibt ein wichtiger Faktor für das Wachstum im Bauhauptgewerbe. Zum Ende Juli notiert dieser bei einem Auftragsplus von 19 Prozent. Im Vergleich zum Zeitraum Januar bis Juli im Jahr 2014 liegt der Wohnungsbau sogar mit mehr als einem Drittel im Plus. Diese Zuwächse addieren sich insgesamt auf 1,255 Milliarden Euro.

Zurückzuführen ist diese gute Wohnungsbaukonjunktur vor allem auf die außergewöhnlich günstige Zinsentwicklung und die geringen Renditen übriger Anlageformen. Zugleich sieht sich der Wohnungsbau jedoch einer weiter voranschreitenden Verschärfung von Anforderungen, Standards und Normen gegenüber.

„Der Wohnungsbau profitiert gleich doppelt von niedrigen Zinsen. Die Kredite sind billig und andere Anlageformen unattraktiv. Steigen die Zinsen aber, bricht der Wohnungsbau ein. Was bislang durch Mini-Zinsen kompensiert wird, macht Investitionen in den Wohnungsbau langfristig unrentabel. Neue kostenintensive Anforderungen schlagen vollends durch“, so Prof. Wiemann. „Die Quote für barrierefreie und rollstuhlgerechte Wohnungen muss im laufenden Verfahren noch aus der Landesbauordnung gestrichen werden. Immer mehr und immer größere Aufzüge verteuern den Wohnungsbau besonders im preissensiblen Bereich. Wir brauchen neue Wohnungen – viel, schnell, kostengünstig und gut.“

Mit einem Plus von 2,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum steht der Wirtschaftsbau Ende Juli 2016 besser da.

Befördert wird dies durch eine anziehende Konjunktur im Wirtschafts-Hochbau. Dieser kann auf ein Plus von 8,3 Prozent zulegen.

Insgesamt wurden im Wirtschaftsbau Aufträge im Wert von 2,646 Milliarden Euro erzielt. Der Wirtschafts-Hochbau trägt hierzu allein 1,85 Milliarden Euro bei.

Mit Investitionen von rund 795 Millionen Euro liegt der Wirtschafts-Tiefbau bei einem Minus von 8,5 Prozent.

Der öffentliche Bau zeigt in 2016 insgesamt eine robuste und gut laufende Konjunktur. Im Juli gingen die Zuwachsraten jedoch zurück.

Der öffentliche Hochbau beträgt von Januar bis Juli bislang 395 Millionen Euro. Dies entspricht einem Wachstum von 7,9 Prozent.

Prof. Wiemann: „Aktuell sind die Medien voll vom Sanierungsstau an unseren Schulen. Bund, Land und Kommunen müssen diese Dynamik und ihre Investitionen in Bauleistungen aufrechterhalten.“

Der öffentliche Tiefbauhttps://www.bauindustrie-nrw.de/typo3/#_ftn2 liegt beachtliche 26,5 Prozent im Plus. Dies akkumuliert sich zu einem Auftragseingang von 896 Millionen Euro.

Der Straßenbau liegt in Nordrhein-Westfalen mit einem Plus von 3,8 Prozent bislang bei 798 Millionen Euro Auftragsvolumen. Dies verteilt sich über die drei Auftraggeber Bund, Land und Kommunen.

Ansprechpartner

 Niklas Möring
Niklas Möring

Leiter Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.

 Sonja Winden
Sonja Winden

Referentin Politik-Presse-Kommunikation
Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.