Pressemitteilung vom 14.05.2024

Streik im Bauhauptgewerbe: Bauindustrieverband gibt Tarifempfehlung ab

Düsseldorf. In den Bau-Tarifverhandlungen konnte in den vergangenen Wochen keine Einigung erzielt werden. Deshalb wird seit dem 13. Mai 2024 deutschlandweit gestreikt. Auch Unternehmen in Nordrhein-Westfalen sind davon betroffen. Der Bauindustrieverband hat eine Tarifempfehlung an seine Mitglieder gegeben, um eine möglichst schnelle Einigung zu erzielen.

Beim Streik der IG BAU sind auch Bauunternehmen in Nordrhein-Westfalen betroffen. Und das, obwohl die Arbeitgeberseite in NRW dem Schlichtungsspruch vom 19. April geschlossen zugestimmt hatten. Die Streiks sind ein harter Schlag für das einwohnerstärkste Bundesland mit seinem hohen Baubedarf. „Ob im Wohnungsbau oder bei Baumaßnahmen in der Infrastruktur – jeder Tag, an dem unsere Mitgliedsunternehmen lahmgelegt sind, verzögert die Umsetzung dieser Projekte weiter nach hinten“, so Prof. Beate Wiemann, Hauptgeschäftsführerin des Bauindustrieverbands NRW. „Leidtragende sind die Pendler, die nun noch länger im Stau stehen, und Menschen, die von der Wohnungsnot betroffen sind.“

Um nun dennoch möglichst schnell zu einer Einigung zu kommen, hat der Bauindustrieverband seinen Mitgliedsunternehmen eine Tarifempfehlung gegeben, die sich am Schiedsspruch orientiert. Obwohl die wirtschaftliche Lage – insbesondere im Wohnungsbau – schwierig ist, wird die Empfehlung von den Mitgliedsunternehmen umgesetzt. „Dies zeigt deutlich die Wertschätzung, die unsere Mitgliedsunternehmen ihren Mitarbeitern entgegenbringen“, so Prof. Beate Wiemann. Ziel sei es weiterhin, eine gemeinsame Lösung mit der IG BAU zu finden, um so die zahlreichen Herausforderungen und Bauaufgaben, die die Branche in Zukunft hat, bewältigen zu können.